Manchen werdenden Müttern ist von anfang an klar, wo sie ihr Baby – sofern alles nach Plan verläuft – zur Welt bringen möchten. Andere setzen sich während der Schwangerschaft damit auseinander und wägen Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten ab. Es stellt sich die Frage, ob man sein Kind in einer Klinik, in einem Geburtshaus oder zu Hause zur Welt bringen will. Ein Großteil der Geburten in Deutschland findet derzeit in Kliniken statt.
Viele Eltern, die sich für eine Klinikgeburt entscheiden, empfinden den Gedanken als beruhigend, im Notfall schnell und intensiv medizinische Hilfe für das Baby oder sich selbst bekommen zu können. Dafür wird grundsätzlich eine Klinikroutine akzeptiert, wozu verschiedene Untersuchungen oder auch unterschiedliches Personal durch Schichtwechsel gehören.
Einige Kliniken bieten Informationsabende für werdende Eltern an, bei denen Ärzte und/oder Hebammen die Geburtsabteilung und die verschiedenen Möglichkeiten der Geburtsgestaltung vorstellen und Fragen beantworten. Dabei werden unter anderem Arten der Schmerzlinderung und Besonderheiten, wie beispielsweise das Angebot einer Wassergeburt besprochen. Sofern es die Gegebenheiten erlauben, können anschließend die Station und die Kreißsäle besichtigt werden.
Wer zwar nicht auf die Sicherheit einer medizinisch überwachten Geburt verzichten möchte, sich danach mit dem Baby aber lieber in vertrauter häuslicher Umgebung erholen will, kann eine ambulante Klinikgeburt in Erwägung ziehen, die fast alle Kliniken anbieten. Dabei bleiben Mutter und Kind in der Regel nur wenige Stunden unter Beobachtung und können dann, wenn alles in Ordnung ist, gemeinsam nach Hause gehen.
Manche Kliniken wünschen sich aus Kapazitätsgründen eine sehr frühe Anmeldung zur Entbindung. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, sollte man sich um die 35. Woche herum in der Klinik vorstellen, um individuelle Wünsche besprechen zu können.