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Wehen: Alles, was Du wissen musst

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Wehen: Der regelmäßige Schmerz vor der Geburt verunsichert viele Frauen.
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 27.07.2021Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie

Was sind Wehen?

Wehen sind ganz allgemein Muskelkontraktionen der Gebärmutter, die immer einen Einfluss auf die Geburt haben. Dabei wird zwischen Schwangerschaftswehen und Geburtswehen unterschieden

Lesetipp: Zum Thema Schwangerschaftswehen lies unseren Beitrag Wehen in der Schwangerschaft.

Schwangerschaftswehen

Schwangerschaftswehen können bereits zwischen dem 4. oder 5. Monat auftreten und dienen hauptsächlich der Dehnung oder Übung der Uterusmuskulatur (Schwangerschaftswehen dienen demnach nicht der Geburt selbst, sondern der Geburtsvorbereitung). Sie sind unregelmäßig und meist nur leicht bis gar nicht spürbar.

Geburtswehen

Geburtswehen dagegen verkürzen oder öffnen den Gebärmutterhals beziehungsweise bewegen das ungeborene Kind Richtung Beckenboden. Diese Kontraktionen, die den Geburtsbeginn einleiten, können sich zunächst krampfartig schmerzhaft anfühlen, ähnlich den Schmerzen während der Periode. Sie sind oftmals im Bauch, im Rückenbereich oder in den Oberschenkeln spürbar. Im Verlauf können sich die Wehen wie ein Gürtel anfühlen, der immer enger wird und sich dann wieder lockert. Diese Wehen wirken sich auf den Muttermund aus, weichen ihn auf und öffnen ihn. Man nennt diese Art von Wehen daher auch "geburtsaktive Wehen".

Wozu überhaupt Wehen?

Vor der Geburt sind Wehen dafür verantwortlich, dass der Muttermund geöffnet wird (wenn der Gebärmutterhals vollständig verkürzt ist, spricht man vom Muttermund). Während der Geburt sind Wehen die treibende Kraft der Bewegung des Kindes in Richtung und aus dem Muttermund. Es lassen sich in der Geburtsphase verschiedene von sich abgegrenzte Wehenstadien ausmachen, die im Laufe der Geburt an Stärke und Frequenz zunehmen.

Wehen werden durch Abtasten des Bauches oder mittels eines Tokographen (Wehenschreibers) kontrolliert. Der Herzschlag des Kindes wird vor der Geburt in regelmäßigen Abständen mit einem Cardiotokographen (CTG) gemessen.

Wie erkenne ich "echte Wehen"?

Wehen kann man als verstärkte Übungswehen beziehungsweise Vorwehen bezeichnen. Wenn die Wehen plötzlich um einiges heftiger werden oder in kürzeren Abständen erfolgen, kann dies ein Indiz für die Einleitung der Geburt sein. "Richtige Wehen" hingegen sind krampfartig und der Schmerz, den sie auslösen, kann vom Becken bis zur Leistengegend reichen. Häufig klagen Schwangere auch über Schmerzen im Rücken.

Lesetipp: Lies dazu unseren Artikel Rückenschmerzen in der Schwangerschaft.

Ein kleiner Tipp

Um herauszufinden, ob die "echten Wehen" wirklich schon eingesetzt haben, kann es sehr hilfreich sein, ein warmes Bad zu nehmen oder lange zu duschen. Denn Vorwehen legen sich während einer Entspannungsphase wieder, Geburtswehen werden dagegen stärker und regelmäßiger.

Es empfiehlt sich, ins Krankenhaus zu fahren, wenn die Wehen für ein bis zwei Stunden alle zehn Minuten auftreten und etwa eine Minute lang andauern.

Wenn die Fruchtblase platzt, dann hat das Raten ein Ende. Die Geburtswehen sind spätestens jetzt ausgelöst und Du musst schleunigst ins Krankenhaus fahren!

Mehr zum Thema "Wehen" kannst Du auch in unseren folgenden Artikeln nachlesen:

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Quellen:

Geburtshilfe und Perinatalmedizin | Pränataldiagnostik - Erkrankungen - Entbindung von Werner Rath, Ulrich Gembruch, Stephan Schmidt |ISBN: 9783131547828

Fachbereichsarbeit: Einfluss der Hormone in der Schwangerschaft, während der Geburt, in der Wochenbettphase und Stillzeit: Hebammen für Deutschland - Fachbereichsarbeit

Gesundheit Uni Hamburg - Wie Kinder auf die Welt kommen

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