Spielideen für Babys ab 9 Monaten

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Durch Tunnel zu krabbeln macht Spaß
Durch Tunnel zu krabbeln macht Spaß
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 12.11.2018Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Und schon wieder ist ein ganzer Monat um. Dein Baby wächst und gedeiht und kann nun jeden Tag ein bisschen mehr. Die große, weite Welt bietet so viele spannende Dinge und hier zeigen wir dir ein paar neue, interessante Beschäftigungsmöglichkeiten für deinen kleinen Liebling.
Was du hier lesen kannst:
  • Begegnungen mit Fremden
  • Kontakt mit anderen Babys
  • Züge beobachten
  • Auf dem Rücken durch die Welt
  • Gemeinsam spielen lernen
  • Hindernisparcours
  • Lernen allein zu bleiben
  • Lustige Pompoms bauen
  • Tricks und Tipps bei unruhigen Windelwechsel
  • Durch Tunnel krabbeln
  • Gemüse aus dem Backofen
  • Knistersocken
  • Spiel mit Nudeln
  • Fingermenschen
  • Zum Lachen bringen
  • Winke, Winke
  • Spielen im Gras
  • Klatschspiele und -lieder
  • Frucht-Lollys
  • Sport mit dem Kind: Babyheben
  • Mehlspiel
  • Schrank sortieren lassen
  • Verstecken spielen

Begegnungen mit Fremden


Die meisten Kinder finden fremde Personen in der Regel nicht besonders gut. Wenn du mit deinem Kind unterwegs bist und draußen auf eine fremde Person triffst, so ist es recht wahrscheinlich, dass dein Kind sich schüchtern verhält und an dich klammert. Dieses Verhalten ist in diesem Alter vollkommen normal. Es bringt übrigens überhaupt nichts, wenn du versuchst, dein Baby dazu zu zwingen, freundlich zu sein.
Grundsätzlich gibt es ein paar Verhaltensregeln, die es deinem Kind erleichtern, mit fremden Personen besser umzugehen. So kannst du zum Beispiel deinen Bekannten bitten, sich dem Baby langsam, vorsichtig und vor allen Dingen leise zu nähern. Bei dieser ersten Annäherung solltest du dein Kind ruhig auf dem Arm haben, leise mit ihm sprechen und ihm erklären, wer die fremde Person ist und dass diese keine Gefahr darstellt. Sollte das Kind auf dem Boden sitzen, so wäre es möglich, den Besuch zu bitten, dass er sich auf die Ebene des Babys begibt und dem Baby zum Beispiel sein Lieblingsspielzeug anreicht. Dies hat den Hintergrund, dass durch diese einfache Geste eine gewisse Vertrautheit zwischen der fremden Person und dem Baby aufgebaut wird. Auch hierbei solltest du dafür sorgen, dass du dein Kind ermutigst und es lobst, wenn es mit dem Besuch interagiert und nicht zu weinen anfängt. Wenn dein Kind den Besuch sogar angelächelt, kannst du davon ausgehen, dass das gröbste Eis gebrochen ist, denn dies ist schon ein gutes Zeichen von Vertrautheit.

Kontakt mit anderen Babys

Kleine Kinder sind in der Regel von anderen Kleinkindern total fasziniert. Dieses solltest du ausnutzen und deinem Kind die Möglichkeit eröffnen, mit anderen Kleinkindern zusammen zu spielen und häufiger auch mal Kontakt mit anderen Babys oder auch etwas älteren Kindern zu haben. Dies hilft ihm zum einen bei seiner eigenen Entwicklung, zum anderen aber auch im Erlernen eines grundlegenden Sozialverhaltens, das größere Kinder schon entwickelt haben. Dein Baby würde also von jeglichem Kontakt zu anderen Babys und auch größeren Kindern durchaus profitieren, sodass es eigentlich keinen Grund gibt, den Kontakt aktiv zu vermeiden.

Züge beobachten

Züge und Zugfahrten sind auch immer eine ganz interessante Sache. Du könntest zum Beispiel mit einem Kind einmal zum nächsten Bahnhof gehen und den ankommenden oder abfahrenden Zügen zusehen. Hierbei könnte man auch die Geräusche der Bremsen und der Zugtüren nachahmen und über die Personen die ein- oder aussteigen mit dem Kind sprechen. Die meisten Kinder finden Züge unglaublich faszinierend und sehen diesen gern zu.
Vielleicht kannst du sogar ein Zugticket für dich und dein Kind kaufen und eine kleine Zugfahrt machen. Hierbei kannst du genau beschreiben, was man sieht, wenn ihr gemeinsam am Fenster sitzt. Auch ist es natürlich möglich, beim Fahren andere Züge zu beobachten, was Kinder in der Regel total interessant finden. Gestalte dieses Erlebnis als etwas ganz besonderes und du wirst feststellen, dass die meisten Kinder viel Spaß an dieser einfachen Tätigkeit haben werden.

Auf dem Rücken durch die Welt

Mit einer Rückentrage, die man sich leihen oder kaufen kann, kann man das Baby quasi überall mit hinnehmen, ohne dass es stört. Zu jeder Zeit hat man die Hände frei und das Baby hat immer etwas zu sehen. Selbst Touren, die man sonst nicht unternehmen kann, weil die Strecke nicht für ein Kinderwagen geeignet ist, lassen sich mit einer Babytrage ohne größere Probleme meistern. Des Weiteren macht es dem Baby in der Regel viel Spaß, die Welt zu beobachten und wenn es einmal müde wird, so schaukeln deine Schritte es im Normalfall sanft in den Schlaf. Eine Babytrage ist also eine tolle Sache für dich und dein Baby.

Gemeinsam spielen lernen

In diesem Alter ist es nun durchaus möglich, dem Kind schon einmal die ersten Lektionen im Bereich des sozialen Verhaltens beizubringen. Dein Kind ist jetzt in der Lage zu lernen, dass man sich auch abwechseln kann. Je früher dein Kind dies erlernt, desto besser ist es in der Regel. Gerade wenn man gemeinsam einer Aktivität nachgeht, ist es wichtig, dass ein Kind versteht, dass man sich beim Benutzen verschiedener Gegenstände immer wieder abwechseln muss und manchmal einfach der andere dran ist. r>Perfekt ist es natürlich, wenn man ein anderes Kind hat, denn die Dynamik zwischen zwei Kindern ist noch einmal eine ganz andere als die zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. Sollte aber kein passendes Kind zur Verfügung stehen, so reicht es durchaus aus, wenn du deinem Kind diese wichtige Lektion beibringst.

Hindernisparcours

Viele Kinder können in diesem Alter bereits sehr gut krabbeln und so bietet es sich an, das Krabbeln auf dem Fußboden etwas anspruchsvoller zu gestalten, indem du ein paar Hindernisse aufbaust. Ein paar zusammengerollte Decken und einige Kissen bieten sich hierfür besonders an. Hierbei lernt dein Baby sich über Gegenstände hinweg zu bewegen und nicht nur auf dem ebenen, flachen Boden krabbeln zu können. Dies ist wichtig, denn beim Klettern und auch beim Umkrabbeln der Hindernisse schult es seine Grobmotorik. Vermutlich hat dein Kleinkind viel Spaß dabei, durch solch einen Hindernisparcours zu krabbeln. Gerade dann, wenn es weiß, dass auf der anderen Seite des Parcours sein liebstes Spielzeug darauf wartet, von ihm erobert zu werden. Pass hierbei aber ein wenig auf, dass sich dein Kind nicht verletzen kann, denn der Parcours soll dein Kind zwar herausfordern, doch es soll sich beim Bewältigen nicht verletzen können.

Allein sein lernen

In diesem Alter ist es nicht wirklich verwunderlich, wenn dein Kind nicht gerne alleine ist. Sollte es dir auch so gehen, dass sich dein Kind nur schwer von dir trennt, so kannst du jetzt anfangen, dies zu trainieren. Hierbei gilt es vor allem nicht zu übertreiben. Wenn dein Kind es schafft, zehn oder fünfzehn Minuten alleine zu bleiben, so ist das schon viel mehr, als man für den Anfang erwarten kann. Diese temporären Trennungen zeigen deinem Kind, dass es sich keine Sorgen machen muss, denn du kommst ja immer wieder. Solche Übungen, die darauf abzielen, dass dein Kind auch einmal allein bleibt, verschaffen dir eine Phase, in der du dich nicht um dein Kind kümmern musst und endlich einmal die Hände frei hast, um etwas anderes zu tun.
Die Länge der Trennungsphase solltest du gerade zu Anfang extrem darauf ausrichten, dass sich dein Kind dabei noch wohl fühlt. Es bringt nichts, das Kind 10-15 Minuten hysterisch schreien zu lassen, nur weil du unbedingt diese Zeitspanne überbrücken willst. Sollte dein Kind so dermaßen an dir hängen, dass es sofort anfängt, hysterisch zu werden, wenn du den Raum verlässt, dann solltest du diese Übung sehr häufig, aber dafür nur eine ganz kurze Zeit machen. Vielleicht reicht es auch schon, wenn du dich erst einmal nur etwas außerhalb der Reichweite deines Kindes hinsetzt, sodass es sehen kann, dass du noch da bist und dich mit irgendetwas beschäftigst. Vielleicht liest du ein paar Zeilen in einem Magazin oder einer Zeitung oder nimmst dir ein Buch zur Hand. Sobald das halbwegs klappt, kannst du versuchen, Stück für Stück den Raum zu verlassen und wenn es nur darum geht, dass du aus dem Sichtfeld deines Babys heraustrittst und einige Sekunden später wieder auftauchst. Irgendwann wird dein Baby lernen, dass ja gar nichts Schlimmes passiert, wenn es dich aus den Augen verliert und du wirst die Zeitfenster ausdehnen können. Vielleicht hilft es ja auch, wenn eine andere Bezugsperson mit im Raum ist und das Kind somit nicht ganz allein bleiben muss. Für diese Übung kannst du also hervorragend Großeltern oder deinen Partner mit einspannen und vielleicht auch einige Geschwister. Je nach Alter solltest du hierbei allerdings darauf achten, dass ältere Kinder deinem Baby nicht wehtun können und es zu keinen Unfällen kommen kann. Wie eingangs bereits erwähnt, sollte es Ziel der Übung sein, auf etwa 10-15 Minuten zu kommen, in denen sich dein Baby ganz allein beschäftigt ohne dich zu vermissen und ohne hinter dir herzukrabbeln.

Lustige Pompons bauen

Ein flauschiger Pompon ist ein lustiges Spielzeug für die meisten Kinder. Er lässt sich recht einfach greifen, ist leicht und kann zur Not auch als Ball herhalten. Viele kleine Kinder lieben Pompons und du solltest deinem Kind den Spaß gönnen, einmal mit einem spielen zu dürfen. Dieses Spielzeug ist leicht selbst gebaut, eignet sich allerdings NICHT dafür, dein Kind mit diesem allein zu lassen.
Was du für den Bau diesen Flauschball brauchst, hast du vermutlich sogar zu Hause: Ein Blatt Papier, etwas Karton und ein Wollknäuel in einer passenden Farbe sowie eine Schere - mehr braucht es nicht, um einen lustigen flauschigen Pompon zu bauen. Du zeichnest einfach einen etwa 20 cm großen Kreis auf das Papier und in dessen Mitte einen weiteren kleineren Kreis, der groß genug ist, damit du die Wolle hindurch führen kannst. Dann schneidest den Kreis in der Mitte aus, sodass du einen Donut hast. Diesen Papierdonut legst du nun auf die Pappe und schneidest aus der Pappe zwei identische Scheiben aus. Diese legst du übereinander und beginnst, die Wolle drumherum zu wickeln, sodass du sie immer wieder durch das Loch in der Mitte führst und somit die beiden Scheiben fest miteinander verbindest. Wenn du dies geschafft hast, nimmst du eine Schere und schneidest die Fäden an der äußeren Kante einmal auf. Im Anschluss schneidest du ein wenig Extrafaden ab und siehst diesen zwischen den beiden Pappteilen hindurch. Damit bindest du die einzelnen Fäden zusammen. Hierbei solltest du darauf achten, dass der Knoten recht stramm gezogen wird, sodass sich keine Fäden lösen. Wenn das geschafft ist, kannst du mithilfe der Schere die Pappscheiben aufschneiden und herausnehmen. Nun zupfst du den Pompon so zurecht, dass er schön flauschig wirkt und die Fäden in alle Richtungen abstehen. Fertig ist ein lustiges, schnell selbst gemachtes Spielzeug für dein Baby, das ihm in der Regel viel Spaß bringt.

Auch wenn wir das im Text gerade schon einmal erwähnt haben, auch hier noch einmal die Warnung: Der Pompon ist nicht geeignet, dass dein Kind ohne Aufsicht mit ihm spielt, da sich Teile aus ihm lösen können, die dein Kind verschlucken kann. Dieses Spielzeug sollte wirklich nur in Beisein einer erwachsenden Person in die Hände deines Kindes geraten.

Tricks und Tipps bei unruhigem Windelwechsel

Viele Kinder hassen es in diesem Alter, gewindelt zu werden. Das Geschrei und Gezeter beim Windeln lässt sich in der Regel recht leicht abstellen, wenn du dafür sorgst, dass dein Kind etwas zu tun oder zu sehen bekommt.
Zum einen kannst du deinem Kind einfach etwas in die Hand drücken, was es untersuchen kann und somit dein Kind vom Windelwechsel ablenkt. Auch mit einem einfachen Handspiegel lassen sich die meisten Kinder sehr gut ablenken. Sie finden es faszinierend, sich selbst in diesem Spiegel zu betrachten und wenn der Spiegel deinem Kind nur in den Momenten zur Verfügung steht, wo es gerade gewickelt wird, so ist der Spiegel etwas ganz Besonderes und du kannst feststellen, dass dein Kind sich plötzlich sehr gerne wickeln lässt.
Auch ist es natürlich möglich, dem Kind einfach etwas zum Beobachten zu geben. Hierzu könntest du aus Pappe kleine Figuren ausschneiden und diese anmalen und dann mit Fäden oberhalb des Wickelplatzes aufhängen, sodass dein Kind, wenn es beim Wickeln auf der Wickelkommode liegt, die Kleintiere gut sehen kann. Wenn du nun auch noch zeigst, was diese Tiere für Geräusche machen und wie sie heißen, wirst du feststellen können, dass dein Kind das Windeln plötzlich nur noch halb so schlimm findet.

Durch Tunnel krabbeln

Viele Kinder haben ebenfalls großen Spaß daran, durch Tunnel zu krabbeln. Die einfachste Art für einen Tunnel wäre natürlich, indem du dich vor dein Kind stellst, die Füße schulterbreit auseinander und dein Kind so einfach zwischen deinen Füßen hindurchkrabbeln kann. Aber auch zwischen zwei Stühlen, über die du eine große Decke legst kannst du einen Tunnel bauen. Wer häufiger einmal große Kartons bekommt, kann auch aus Kartons eine Art Tunnel bauen. Die meisten Kinder finden das Krabbeln durch irgendwelche Röhren oder Tunnel wahnsinnig spannend. Es gibt ebenso Spieltunnel aus Stoff, die du für dein Kind kaufen kannst. Egal was du machst, die meisten Kinder werden das Krabbeln durch irgendwelche Tunnel lieben.

Gemüse aus dem Backofen

Um etwas Abwechslung auf den Speiseplan deines Babys zu bekommen, kannst du milde Gemüsearten wie Zucchini, Karotten, Kürbis, Pastinaken, Kohlrabi und Süßkartoffeln auch in den Backofen tun. Dieses Vorgehen verstärkt die natürliche Süße, die in diesen Gemüsearten vorhanden ist und sorgt so dafür, dass dein Kind diese Gemüsearten in der Regel sehr gerne verspeist. Hierzu musst du das Gemüse in mundgerechte Stücke zerteilen und natürlich vor dem Essen auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, sodass sich dein Kind nicht verbrennt. Als erstes wäscht und schälst du das Gemüse und schneidest es dann in etwa 3cm lange Stücke. Den Backofen heizt du auf 200 Grad vor und legst dann das Gemüse auf ein Backblech und bestreichst es mit ein wenig Pflanzenöl. Nun lässt du das ganze 20-25 Minuten lang backen und holst dann das Gemüse wieder aus dem Backofen. Nun kannst du es auf Küchenpapier legen, damit das überflüssige Öl aufgesaugt wird und die Sticks in Ruhe abkühlen können. Danach heißt es: Guten Appetit!

Knistersocken

Knistersocken jeder Art machen den meisten Kindern auch sehr viel Spaß. Diese lassen sich ganz einfach herstellen, indem du eine alte Socke nimmst, etwas Zellophan oder anderes Papier, was schön knistert hineinsteckst - hierzu geht unter anderem auch Backpapier - und dann das offene Ende einfach gut zubindest oder zuknotest. Natürlich ist auch dieses Spielzeug wieder etwas, was du nur unter Aufsicht deinem Kind in die Hand drücken solltest, da du nie sicher sein kannst, ob es den Knoten oder den Verschluss der Socken nicht doch aufmachen kann.

Spiel mit Nudeln

Auch gekochte, kalte Nudeln können für dein Kind ein unglaublich tolles Spielzeug sein. Das Schöne ist, dass sie diese mit den Händen erkunden dürfen. Hierbei können die Kinder das Aufnehmen und wieder Ablegen trainieren und obendrein kann man die Nudeln auch noch essen und sie schmecken gut. Ob dein Kind nun die Nudeln benutzt, um sie zu essen oder nur mit ihnen zu spielen, macht eigentlich keinen großen Unterschied. Gekochte Nudeln sind ein gutes Training, damit ein Kind lernt, Dinge, die gut schmecken auch selbst zu essen. Du wirst feststellen, dass mit diesem Alter dein Kind beginnt, sich immer weiter selbst auszutesten und auch beim Essen gerne seine eigenen Erfolge erleben möchte. Unterstütze dieses, indem du deinem Kind einfach ein paar gekochte Nudeln gibst und einmal zusiehst, was es damit tut. Wer weiß, vielleicht überrascht es dich ja auch mit ganz neuen kreativen Verwendungsmöglichkeiten oder Untersuchungsideen.

Fingermenschen

Fingermenschen bringen die meisten Kinder zum Lachen. Hierzu nimmst du einfach einen Stift und malst dir auf jeden deiner Finger ein kleines Gesicht. Aus Wollfäden könntest du sogar ein paar Haare oben auf deine Fingerkuppe kleben. Ist dies getan, kannst du die einzelnen Finger deinem Kind nun vorstellen. Hierzu solltest du jedem Finger eine eigene Stimme geben und ihn mit bestimmten Charakteristika ausstatten. Ist das geschafft, kannst du deinem Kind mithilfe deiner Finger eine kleine Geschichte erzählen, bei der du ihm zum Abschied zum Beispiel mit der ganzen Hand winkst.

Zum Lachen bringen

Bei deinem Baby entwickelt sich nun Stück für Stück sein Sinn für Humor. Um diesen zu fördern, muss es lernen, mit den Personen in seiner Umgebung zu interagieren und das kannst du unterstützen, indem du herausfindest, worüber es sich besonders freut und am besten zum Lachen zu bringen ist. Hierzu kannst du einfach einmal versuchen, lustige Grimassen zu ziehen, es vielleicht ein bisschen zu kitzeln oder es zu beschnuppern und so zu tun, als würde irgendetwas ganz entsetzlich riechen und du quasi gleich tot umfallen. Für solche Spiele bieten sich die Füßchen oder die Windel besonders an.

Winke, Winke

Dein Baby ist nun in der Lage zu verstehen, dass bestimmte Dinge kommen und gehen. Dieses Verständnis zu vertiefen, kannst immer dann, wenn Dinge verschwinden - sei es nun, dass du ein Stofftier in eine Kiste legst, jemand das Haus verlässt oder ein Bus losfährt - und ihr einfach einmal zusammen winke, winke macht. Du wirst feststellen können, dass dein Kind recht bald versteht, was es mit diesem Winken auf sich hat und schon bald wird dein Kind auch anfangen, die Wink-Bewegung nachzumachen.

Spielen im Gras

Frischluft tut deinem Kind in der Regel sehr gut. Du könntest eine Picknickdecke einpacken, etwas zu knabbern und mit deinem Kind auf eine Wiese gehen. Hier kannst du nun zeigen, wie sich Gras anfühlt. Lass dein Kind ruhig einmal das Gras erkunden und spüren, wie die einzelnen Grashalme auf seiner Haut kitzeln. Vielleicht fängt es sogar an, das Gras zu pflücken oder es fährt mit seinen Fingern vorsichtig darüber und erkundet, was es mit diesem Grünzeug so auf sich hat. Du kannst auch einige Grashalme selbst pflücken und mit diesen über seine Arme oder Füße streichen. Sollte dein Kind etwas zurückhaltend reagieren, so ist das normal. Normalerweise spielen Kinder sehr gerne im Gras und das solltest du auch zulassen. Ein wenig solltest du natürlich darauf achten, was sich dein Kind in den Mund steckt, denn im Gras können sich allerlei Dinge verstecken. Am besten wäre es natürlich, auf eine Art Spielwiese zu gehen oder vielleicht sogar in einen eigenen Garten, so dieser vorhanden ist.
Sollte dein Kind doch einmal ein wenig Gras in den Mund nehmen, so ist dies kein Beinbruch, denn in der Regel ist Gras nicht gefährlich. Trotzdem solltest du dies natürlich unterbinden, da du nicht sicher sein kannst, was vorher an und mit diesem Gras passiert ist. In deinem eigenen Garten sieht das natürlich anders aus, aber auch hier solltest du, so du dein Kind das Gras ruhig probieren lassen möchtest, etwas Gras von einer sauberen Stelle pflücken und dieses sehr gut abwaschen, bevor du es deinem Kind zum Spielen gibst.

Klatschspiele und -lieder

Die meisten Kinder können von Kinderliedern gar nicht genug bekommen. So dein Kind vielleicht sogar schon klatschen kann, sind auch jegliche Arten von Mitmachliedern sehr beliebt. Für den Anfang ist das Lied "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" eine gute Wahl, da man hierbei nur beim Klipp und Klapp mitklatschen muss. Weitere interessante Klatschlieder wären "Backe, backe Kuchen", "Mein Hut, der hat drei Ecken" und "Meine Hände sind verschwunden".
Anleitungen und Texte:

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp, klapp! Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir dieses, so hat’s keine Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Flink laufen die Räder und drehen den Stein, klipp, klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein, klipp, klapp!
Der Bäcker den Zwieback und Kuchen draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt, klipp, klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp, klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immer das Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Beim Klipp, klapp einfach in die Hände klatschen.

Backe, backe Kuchen
Backe, backe Kuchen,
der Bäcker hat gerufen:
Wer will guten Kuchen backen,
der muss haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Zucker und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gel!
Schieb zu, schieb zu, schieb zu,
schieb in Ofen ´nein

Bis zum "Schieb in den Ofen ´nein" wird mitgeklatscht und dann das Blech in den Ofen geschoben.

Mein Hut, der hat drei Ecken
Mein Hut, der hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut,
und hat er nicht drei Ecken, dann ist es nicht mein Hut.
Mein Hut, der hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut,
und hat er nicht drei Ecken, dann ist es auch nicht mein Hut.

Das Spiel ist etwas komplizierter:
"mein" - mit dem Zeigefinger auf sich selbst zeigen
"Hut" - mit einer Hand an deinen Kopf fassen
"drei" - drei Finger hochhalten und zeigen
"Ecken" - mit einer Hand den anderen Ellebogen anfassen
"nicht" - den Kopf schütteln
"der" - den erhobenen Zeigefinger zeigen

Meine Hände sind verschwunden
Meine Hände sind verschwunden,
ich habe keine Hände mehr!
Ei, da sind die Hände wieder!
Tra la la la la la la.

Meine Nase ist verschwunden,
ich habe keine Nase mehr.
Ei, da ist die Nase wieder.
Tra la la la la la la.

Meine Augen sind verschwunden,
ich habe keine Augen mehr.
Ei, da sind die Augen wieder.
Tra la la la la la la.

Meine Ohren sind verschwunden,
ich habe keine Ohren mehr.
Ei, da sind die Ohren wieder.
Tra la la la la la la.

Meine Finger sind verschwunden,
ich habe keine Finger mehr.
Ei, da sind die Finger wieder.
Tra la la la la la la.

Mein Mund, der ist verschwunden,
ich habe keinen Mund mehr.
Ei, da ist der Mund wieder.
Tra la la la la la la.



Du kannst das Lied um beliebig viele Strophen erweitern, indem du noch andere Körperteile verschwinden lässt. Hierbei werden die Körperteile versteckt, indem du eine Hand darüber legst oder ein Tuch. Auch beim Anziehen kann das Lied gesungen werden.

Frucht-Lollys

Frucht Lollys sind ein Geschmackshighlight, das die meisten Kinder zu schätzen wissen. Des Weiteren kann diese kalte Speise die Schmerzen des Zahnens lindern. Dieses leckere Fruchteis ist recht schnell zubereitet und somit ideal für heiße Sommertage.
Zutaten:
200 g frische reife Früchte in Würfeln
Saft einer halben Zitrone
Eisbecher oder Tupperformen
Eisstäbchen
Zubereitung:
Als erstes wird die Frucht zu Mus püriert. Ist dies geschafft, fügt man den Saft einer halben Zitrone hinzu, vermischt dieses gut miteinander und füllt die Masse nun in 6-8 kleine Formen. Das Eisstäbchen wird etwa mittig hineingesteckt und ab geht das Ganze in den Gefrierschrank. Sobald das Fruchtmus gefroren ist, müssen die Eisbrecher in einen Plastikbehälter oder Gefrierbeutel gelegt werden, damit sich keine Kristalle bilden. Vor dem Servieren solltest du die Lollys kurze Zeit bei Zimmertemperatur antauen lassen, denn sie sind erst dann essbar, wenn du den einzelnen Lolly mit einem sauberen Finger berühren kannst und der Lolly nicht mehr an deiner Haut festklebt. Dann kannst du den Lolly aus der Form nehmen, deinem Baby das Lätzchen umbinden und ihm den Lolly in die Hand drücken. Ein paar saubere Tücher sollten jedoch parat liegen, da dein Kind mit großer Wahrscheinlichkeit eine ziemliche Sauerei mit dem unbekannten Leckerbissen anstellen wird.

Sport mit dem Kind: Babyheben

Sport mit dem Baby ist meistens nicht ganz so einfach, wie wir es uns wünschen würden. Deshalb integrieren wir doch einfach unseren kleinen Liebling in unser tägliches Sportprogramm. Hierzu legen wir uns mit angezogenen Knien auf den Rücken, nehmen das Kind an seiner Taille und halten es gut fest. Nun heben und senken wir es langsam auf und wieder ab. Dabei kannst du Geräusche, wie zum Beispiel die eines Fliegers, machen, ihm immer, wenn es wieder runter kommt, ein Küsschen geben oder einfach lustige Grimassen schneiden, sodass dein Kind lachen muss. Wenn deinem Kind das Schweben in der Luft gefällt, kannst du daraus eine tägliche Übung machen, die du anstelle von Bankdrücken oder Liegestützen durchziehen kannst. Diese Übungen formen den Bizeps und die meisten Kinder haben sehr viel Spaß dabei.

Mehlspiel

Ein sehr interessantes Spiel, aber auch eine extreme Sauerei, ist das Spielen mit Mehl. Hierzu kannst du eine Plastikfolie auf dem Boden ausbreiten, dein Kind darauf setzen und einfach einen kleinen Haufen Mehl vor dein Kind schütten. Du kannst ihm dann zeigen, dass es das Mehl bewegen, mit den Fingern Mulden hineindrücken kann oder es mit einer Tasse oder einem Löffel von A nach B bewegen könnte. Auch kannst du deinem Kind zeigen, wie sich das Mehl an den Händen oder Füßen anfühlt, wenn man ein wenig davon auf die Haut streut. Vor allem aber kannst du dein Kind nach Herzenslust damit spielen lassen. Sollte das Mehl im Mund deines Kindes landen, so ist es nicht weiter schlimm. Die meisten Kinder haben sehr viel Spaß daran, mit den Händen die merkwürdige Konsistenz von Mehl zu untersuchen und zu erkunden, wie sich dieses weiße, puderhafte Zeug bei verschiedenen Tätigkeiten verhält.

Schrank sortieren lassen

Wenn du dein Kind einmal eine Zeit lang beschäftigen möchtest, so kannst du ihm einen niedrigen Schrank oder eine Schublade in der Küche mit babyfreundlichem Inhalt zuweisen, an dem dein Kind spielen kann. Die meisten Kinder lassen sich mit so etwas länger beschäftigen als mit so manchem anderen Spielzeug und spielen sehr gerne mit allen unzerbrechlichen Haushaltsgegenständen wie Plastikbecher, Schüsseln, etc. Du wirst vermutlich beobachten können, dass dein Kind die Sachen in den Schranken einräumt, sie wieder herausnimmt und vielleicht sogar versucht, sie ineinander zu stapeln. Du musst allerdings aufpassen, denn wenn du einmal anfängst, dass dein Kind mit einem Schrank spielen darf, so kannst du davon ausgehen, dass dein Kind bei jedem anderen Schrank dies versuchen wird. Die meisten Kinder können noch nicht so wirklich verstehen, dass es nur einige Schränke gibt, an denen sie spielen dürfen und versuchen dieses nun auf jeden Schrank auch anzuwenden, wodurch sie natürlich auch mit Dingen zu tun bekommen, die nicht dafür geeignet sind, in Kinderhände zu beraten.

Verstecken spielen

In diesem Alter beginnen Kinder zu verstehen, dass Dinge immer noch da sind, selbst wenn das Baby sie nicht direkt sehen kann. Um dieses Verständnis zu vertiefen und weiter zu trainieren, kannst du mit deinem Kind überall Verstecken spielen. Hierbei ist es nicht wichtig, ob du wirklich komplett außer Sicht bist oder Teile deines Körpers noch zu sehen sind. Wichtig ist nur, dass es euch beiden Spaß macht. Wenn du dein Gesicht versteckst, reicht das in der Regel schon vollkommen aus. Beim Wiederhervorkommen kannst du immer ein bestimmtes Geräusch oder verschiedene lustige Grimassen ziehen, sodass das Kind gar nicht erwarten kann, bis du wieder auftauchst.
Vielleicht wirst du feststellen, dass dein Kind dich schon versucht zu imitieren und ebenfalls sich etwas vor die Augen oder vor das Gesicht zieht, um sich dahinter zu verstecken. Solltest du dies feststellen, so kannst du dein Kind wieder ausführlich loben und auf das Spiel einsteigen.
[KaKra]

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1 Kommentar

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Allein sein lernen????? "Sollte es dir auch so gehen, dass sich dein Kind nur schwer von dir trennt, so kannst du jetzt anfangen, dies zu trainieren. Hierbei gilt es vor allem nicht zu übertreiben. Wenn dein Kind es schafft, zehn oder fünfzehn Minuten alleine zu bleiben, so ist das schon viel mehr, als man für den Anfang erwarten kann. " An alle Eltern die das lesen-bitte wendet dieses Spiel nicht an, ich weis nicht wer oder aus welchen Grund das ein Spiel sein soll?? Sollen Spiele nicht für Kinder Spaß machen, sollen sie sich nicht frei entwickeln können, Kreativ im Spiel sein? Kinder im 9 Monat müssen und vor allem sollten nie unbeaufsichtigt 10-15 min alleine gelassen werden, die Gefahr ist viel zu groß, vor allem lernen sie in diesem alter hinsitzen, aufzustechen...hinzu kommt der Trennungsschmerz, der für die Kinder eine zu große psychische Belastung darstellt und wenn es "hysterisch" schreit, dann ist die frage doch warum? welches Bedürfnisse stecken dahinter?

von Jessica|Kolb am 10. 04. 2021


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