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Mutterschutz: Voraussetzungen und Bedingungen in Österreich

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Welche Frauen können in den Mutterschutz gehen?
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AutoreninfoMag. Reka Schausberger
aktualisiert: 16.03.2011Mehrfache Mutter
Erziehung, Familie, Psychologie
Wenn ich schwanger bin und arbeiten gehe, bekomme ich dann automatisch Mutterschutz?

Welche Regelungen gelten, wenn sich die Frau noch in der Probezeit befindet oder nur einer Teilzeitbeschäftigung nachgeht? Stellst auch Du Dir solche Fragen?

Bedingungen für Mutterschutz in Österreich

Welche Bedingungen erfüllt sein müssen damit eine Frau in Österreich in den Mutterschutz gehen kann sind im österreichischen Mutterschutzgesetzt (MSchG) geregelt.
Grundsätzlich gilt, dass Schwangere, die in Österreich leben und sich in einem Arbeitsverhältnis befinden, Anspruch auf Mutterschutz haben. Die Schutzbestimmungen gelten für alle Frauen, die:
  • angestellt sind
  • sich in der Ausbildung befinden
  • von zu Hause aus oder
  • als Hausangestellte arbeiten
Außerdem gilt das Mutterschutzgesetz unabhängig von Staatsbürgerschaft, Alter, Einkommen, Familienstand, Dauer des Vertrags und Arbeitszeit.

Hinweis: Wie der Mutterschutz in Deutschland bzw. der Schweiz geregelt ist, erfährst Du in unseren Beiträgen Mutterschutz Deutschland und Mutterschutz Schweiz.

Selbstständige

Es gibt seit 2010 eine neue europäische Richtlinie, die den Mutterschutz bei selbstständig erwerbstätigen Frauen verbessern soll. Danach musst Du - wie alle anderen erwerbstätigen Frauen - Wochengeld erhalten und die Möglichkeit haben, für insgesamt 16 Wochen die Arbeit zu unterbrechen. Die EU-Mitgliedsstaaten, also auch Österreich, sollen in den nächsten zwei Jahren diese Richtlinien umsetzten.

Studentin

Studentinnen haben während des Mutterschutzes und in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes die Möglichkeit, den Nachweis-Zeitraum über bestandene Prüfungen um diese Zeit zu verlängern. Da die Zeit zur Pflege und Erziehung des Kindes aufgebracht werden muss.

Landarbeiterin

Landarbeiterinnen unterliegen den Bestimmungen des Landarbeitsgesetzes und der Landarbeiterordnung. Aber auch als Landarbeiterin steht Dir Mutterschutz zu: Acht Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Entbindung.

Werknehmerin

Für Werknehmerinnen gelten die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes nicht.

Hausfrau und erwerbslose Frauen

Wenn Du als Hausfrau erwerbslos bist, kann Du weder in den Mutterschutz gehen, noch bekommst Du Wochengeld. Beziehst Du jedoch auf Grund Deiner Erwerbslosigkeit Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, bekommst Du während des Mutterschutzes (acht Wochen vor und nach der Geburt) Wochengeld. Es entspricht 180 Prozent des letzten Bezuges.

[MM]

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