Wieviel Taschengeld für´s Kind?

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Geld ausgeben oder besser sparen?
Geld ausgeben oder besser sparen?
AutoreninfoMag. Valerie Dietrich
aktualisiert: 17.12.2010Online Redakteurin
Psychologie, Beruf und Karriere
Wann braucht ein Kind unbedingt Taschengeld? Und wie viel Taschengeld sollte man dem Sprössling geben?

Ab wann braucht ein Kind Taschengeld?

Diese Fragen sind nicht immer leicht zu beantworten. Denn nahezu jedes Kind, dessen Familie keine finanziellen Schwierigkeiten hat, bekommt seine wichtigsten materiellen Wünsche erfüllt. Vor allem dann, wenn es viele Verwandte oder Freunde der Familie um sich hat. Dann wird dem Nachwuchs ohnehin immer mal wieder das ein oder andere Spielzeug von der Oma, dem Opa, der Tante oder dem Onkel zugesteckt. Es ist zufrieden, schließlich hat es alles, was es braucht. Gedanken daran, mit "eigenem" Taschengeld etwas zu kaufen, existieren für den Sprössling noch nicht.


Doch der Zeitpunkt kommt, an dem der Zwerg aus dem Kindergartenalter heraus gewachsen ist und die Einschulung naht. Spätestens dann wird der Begriff "Taschengeld" ein wichtiges Thema für ihn werden. Nun beginnen Eltern sich Fragen zu stellen: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um meinem Kind Taschengeld zu geben? Und wie häufig sollte es von uns Geld bekommen?

Kinder begreifen erst im Grundschulalter den Wert von Geld

Konkrete für jeden zutreffende Antworten gibt es darauf sicherlich nicht, jedoch einige Tipps, die Eltern beherzigen sollten. Ein guter Zeitpunkt für das erste Taschengeld ist dann, wenn das Kind in die Grundschule kommt, da es dort neben Lesen und Schreiben auch Rechnen lernt. Bereits zum Ende der ersten Klasse werden geldspezifische Rechenaufgaben von den Schülern gelöst, was ihnen ein Mengengefühl für Geld gibt. Kinder lernen auf diese Weise die Relationen kennen: "Für einen Euro kann ich mir zwar fünf Lutscher kaufen, aber nur ein Brot und keine Zeitschrift, denn dafür reicht das Geld nicht aus".

Das Kind lernt außerdem: Nichts ist umsonst, alles muss bezahlt werden. Dass man dafür aber auch etwas leisten muss, sollte man seinem Kind ruhig schon am Anfang mit auf den Weg geben. Das Kind lernt so den Wert des Geldes kennen: Was ist teuer, was günstig?

Der Umgang mit Geld wird schon im Kindesalter geprägt

Das Taschengeld sollte unabhängig vom Verhalten gezahlt werden. Das heißt, man sollte seinem Kind das Geld nicht entziehen, wenn man sauer oder enttäuscht von ihm ist. Bei Grundschulkindern bietet sich für den Anfang ein wöchentliches Taschengeld an. Erst später ist die monatliche Taschengeldzahlung sinnvoll, da Kinder erst dann die Relationen verstanden haben.

Eltern sollten ihren Kindern das Taschengeld regelmäßig auszahlen, so dass das Kind auch damit planen kann. Das Kind sollte immer selbst entscheiden dürfen, was es mit seinem Taschengeld machen will und wofür es das Geld ausgegeben möchte. Die Eltern können zwar beratend zur Seite stehen und auf das ein oder andere hinweisen, im Endeffekt entscheidet das Kind jedoch selbst.

Vorsicht: Ein zu hohes Taschengeld kann bei Kindern zu Maßlosigkeit führen. Dabei verlieren sie das Wesentliche aus den Augen und ihre Ansprüche werden immer größer. Die Gefahr, dass sich das Kind später verschuldet - erst bei den Eltern, später möglicherweise bei Banken - ist enorm hoch. Darum sollte man seinem Kind auch nicht schon im Voraus Taschengeld geben, das heißt nicht früher als geplant (höchstens in Ausnahmefällen). Sonst wird es nie lernen, für sein Konsumverhalten selbst Verantwortung zu übernehmen.

Wie viel Taschengeld ist ideal?

Am Anfang reichen noch 50 Cent bis maximal ein Euro die Woche. Es ist sinnvoll, das Taschengeld um etwa 50 Cent pro Lebens- oder Schuljahr zu steigern. Verlässt das Kind die Grundschule, kommt es meist zu einem großen Sprung. Nun können Eltern das Taschengeld monatlich auszahlen. Nach anfänglicher Begeisterung werden die meisten Kinder merken, dass es gar nicht so einfach ist, sein Geld für vier Wochen einzuteilen. Und nun zeigt sich, wer den Umgang mit Geld gelernt hat und wer in der Monatsmitte bereits pleite ist. Trifft letzteres zu, ist das für das Kind die Chance, sich von da an das Geld besser einzuteilen.

Die Taschengeldtabelle

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