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Ein Knoten in der Brust - Brustkrebs?

brustkrebs
Ein Albtraum für jede Frau, der Knoten in der Brust.
Ein Albtraum für jede Frau, der Knoten in der Brust.

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AutoreninfoSylvia Koppermann
aktualisiert: 12.02.2014Mehrfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Ein Knoten in der Brust macht Frauen Angst

Ob nun zufällig oder beim gezielten Abtasten der Brust entdeckt, versetzt wohl jeder plötzlich auffallende Knoten die Frau in Angst und Schrecken. Ist das nun Krebs? So viele Fragen stellt Frau sich und hat dabei sicher die schrecklichsten Bilder im Kopf.

Doch zunächst einmal sollte jede Frau versuchen, Ruhe zu bewahren. Bei 4 von 5 untersuchten Gewebeproben verdächtiger Knoten in der Brust, handelt es sich um gutartige Geschwulste.

Gutartiges oder bösartiges Geschwulst?

Auch das Alter einer Frau kann eine Rolle dabei spielen, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, neigen in der Regel eher zur Bildung gutartiger Tumore. Häufige gutartige Geschwulste und Anschwellungen in der Brust sind:

  • Lipome, gutartige Geschwulste der Fettgewebezellen, die sich an allen Körperstellen im Fettgewebe der Unterhaut bilden können.
  • Fibroadenome, gut einzugrenzende feste Knoten, die durch tumorartige Neubildungen in den Brustdrüsen entstehen. Sie sind meist verschiebbar und entstehen häufig durch Hormonveränderungen. Ebenso können Fibroadenome sich recht spontan wieder zurückbilden.
  • Papillome/Milchgangspapillome, gutartige Geschwulste auf der Haut, den Schleimhäuten oder in den Milchgängen. Sie sind nicht immer von bösartigen Geschwulsten zu unterscheiden und werden daher in der Regel möglichst vollständig entfernt. Milchgangspapillome können trübe Sekrete oder Blut absondern, welche über die Brustwarze herauskommen.
  • Phylloidtumore, sind zu 85 Prozent gutartige Geschwulste, die sich entlang des Brustgewebes bilden. Sie gehören zu einer Form der Fibroadenome, wachsen jedoch eher länglich und meist größer. Im Gegensatz zu Fibroadenomen, lassen sich Phylloidtumore oft nicht gut beim Abtasten eingrenzen und wirken in ihrer Oberfläche unregelmäßig.
  • Mastitis, bakterielle Entzündungen der Milchdrüsen, die meist mit Schwellungen, Rötungen und Schmerzen einhergehen. Auch die Lymphknoten zeigen, als Zeichen der Abwehr gegen die Erreger, schmerzhafte Schwellungen an. Mastitis tritt weniger oft außerhalb von Stillzeiten und Wochenbett auf, ist aber generell möglich. Die Schwellung muss dann jedoch genauer untersucht werden, um ein Mammakarzinom ausschließen zu können, dessen Symptome der Mastitis ähneln können.

Knötchen manchmal auch hormonell bedingt

Oft stellen Frauen auch beim regelmäßigen Abtasten fest, dass sich gerade zur Menstruationsblutung hin und in den Tagen der Menstruation Knötchen in den Brüsten bilden, die danach wieder verschwinden. Dies kann einfach eine Folge der hormonellen Veränderungen zur Monatsblutung hin sein und muss noch kein Hinweis auf eine bösartige Tumorbildung sein. Bösartige Tumoren kommen und gehen nicht einfach innerhalb weniger Tage.

Was tun, wenn Knoten in der Brust zu ertasten sind?

Jeder unregelmäßige Tastbefund sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Dazu wäre zu empfehlen, die Untersuchung einige Tage nach der letzten Menstruation durchführen zu lassen, um ausschließen zu können, dass es sich um eine hormonell bedingte Schwellung handelt.

Mammographie bei Verdacht auf Brustkrebs

Je nach Befund des Arztes wird dieser wahrscheinlich eine Ultraschalluntersuchung durchführen oder zur Mammographie überweisen. Letztere ist eine besondere Form der Röntgenuntersuchung, bei der die Geschwulste im Röntgenbild recht gut darstellbar sind. Gegebenenfalls wird auch eine Biopsie durchgeführt, bei der eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht wird.

All diese Verfahren wendet man häufig auch dann an, wenn bereits erste Untersuchungen auf einen gutartigen Tumor hindeuten. Da diese in ihrer Beschaffenheit häufig bösartigen Tumoren äheln, kommen auf die Frau in beiden Fällen weiterführende Untersuchungen zu, um sicherzustellen, dass es sich um ein gutartiges Geschwulst handelt.

[SyKo]


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