Dinge, die dein Kind mit 11 Monaten interessieren

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Im Sandkasten trainieren Kinder ganz nebenbei auch ihre Auge-Hand-Koordination
Im Sandkasten trainieren Kinder ganz nebenbei auch ihre Auge-Hand-Koordination
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 30.11.2018Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Mit zunehmendem Alter gibt es immer wieder neue Dinge, die das Interesse deines Kindes wecken - nicht immer ist alles auch ungefährlich. Im Folgenden findest du einen Überblick über die Dinge, die die meisten Kinder mit circa 11 Monaten faszinieren und worauf man dabei achten sollte.

Steckdosen


Steckdosen üben auf die meisten Kinder eine unglaubliche Faszination aus. Sie sind nicht nur meist die einzigen Unterbrechungen, die eine sonst ebenmäßige Wand zu bieten hat, nein, die Kinder sehen auch, dass du öfter einmal ein merkwürdiges schwarzes Kabel mit einem Knüppel vorne daran in diese Steckdose steckst. Es ist von daher nicht verwunderlich, dass dein Kind auf die Idee kommt, dass es irgendein Spielzeug ebenfalls in diese Steckdose stecken könnte. Darüber hinaus könnte diese auch mit den Fingern untersucht werden. Deshalb ist es unglaublich wichtig, dass du in alle dem Kind zugänglichen Steckdosen Sicherungen einbaust, die verhindern, dass dein Kind womöglich einen Stromschlag bekommt. Doch selbst, wenn du in jeder Steckdose eine Sicherung angebracht hast, solltest du tunlichst darauf achten, dass dein Kind nicht an diesen Steckdosen herumspielt. Kinder, die zu Hause an Steckdosen herum spielen dürfen, werden dies womöglich auch an anderen Orten tun, wo die Steckdosen nicht gesichert sind. Grundsätzlich sollte die Devise also lauten: Steckdosen sind kein Spielzeug und dein Kind hat die Finger davon zu lassen.

Treppen

In diesem Alter ist es nicht verwunderlich, dass dein Kind alles alleine tun möchte. Dies gilt auch für das Treppensteigen. Grundsätzlich spricht dem auch nichts entgegen, solange du in der Nähe bist und eingreifen kannst, sollte etwas schief gehen. Selbst wenn dein Kind schon in der Lage ist, eine Treppe unfallfrei hinaufzukommen, so darfst du es doch niemals außerhalb deiner Reichweite auf der Treppe alleine lassen. Dein Kind ist noch immer leicht abzulenken und ein einzelnes Geräusch kann dafür sorgen, dass es sein Vorhaben vergisst, jegliche Vorsicht ebenfalls und die Treppe, die es gerade mühsam erklommen hat, dann herunterfällt. Ein Sturz von einer Treppe ist nicht zu unterschätzen und kann schnell, neben blauen Flecken, auch Knochenbrüche mit sich bringen. Deshalb gilt: Treppensteigen üben nur unter Aufsicht und ansonsten ist die Treppe kein Spielplatz.

Stereoanlagen, Fernseher, etc.

Auch Elektrogeräte üben auf dein Kind eine unglaubliche Faszination aus. Gerade Dinge, die Bilder oder Töne von sich geben, wie es bei Stereoanlagen, Fernsehern und ähnlichen Geräten der Fall ist, üben eine magische Anziehungskraft auf dein Kind aus. Doch auch diese Geräte sind kein Spielzeug für Kinder in diesem Alter. Lässt du dein Kind an solchen Elektrogeräten spielen, besteht zum einen immer die Gefahr, dass dein Kind es schafft, das Elektrogerät stark zu beschädigen oder zu zerstören, zum anderen solltest du die Gefahr von geklemmten Fingern oder einem Stromschlag, den das Kind bekommen kann, weil es an einem Kabel herum spielt, nicht unterschätzen. Grundsätzlich gilt: Elektrogeräte sind kein Spielzeug.

Staubsauger

Von den einen Kindern geliebt, von den anderen Kindern gehasst: Kaum ein Haushaltsgerät sonst ist so mit Problemen behaftet wie ein Staubsauger. Es ist dabei vollkommen egal, ob dein Kind ein Riesentheater macht, wenn du mit dem bösen Staubsauger um die Ecke biegst, um den Boden zu saugen und dabei das arme Kind sich immer in der Gefahr glaubt, dass das lärmende Ungetüm auf es losgehen und ebenfalls verschlingen könnte oder ob du zu den Eltern gehörst, deren Kinder den Staubsauger als faszinierendes Spielzeug empfinden und dementsprechend immer versuchen, beim Staubsaugen zu helfen. Beide Seiten haben es nicht immer einfach. Kann sich die erste zumindest sicher sein, dass das eigene Kind nicht einmal im Traum auf die Idee käme, das lärmende Ungetüm anzufassen, muss der Rest immer ein Auge auf das Kind haben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Kind nun versucht, den Stecker in die Steckdose zu bekommen, am Kabel zieht oder auf den Knöpfen herumdrückt. Anstrengend ist das Verhalten auf jeden Fall.

Auch solltest du beim laufenden Staubsauger aufpassen, denn die Saugkraft, mit der ein guter Staubsauger saugt, ist nicht zu unterschätzen. Auf keinen Fall sollten Arme oder Haare mit dem Staubsauger eingesaugt werden und auch das Aufsetzen auf die Haut sollte vermieden werden. Je früher du deinem Kind beibringst, dass der Staubsauger kein Spielzeug ist, desto leichter wird dein Alltag werden.

Waschmaschine

Auch die Waschmaschine übt eine unglaubliche Faszination auf die meisten Kinder aus. Viele haben Spaß daran, sich vor die laufende Maschine zu setzen und der Wäsche dabei zuzusehen, wie sie im Innern hin- und herpurzelt. Doch auch hierbei gilt Vorsicht. Eine Waschmaschine, die in den Schleudergang wechselt, kann leicht so stark vibrieren, dass Finger, die zwischen der Maschine und etwas anderem sind, womöglich gequetscht werden. Auch besteht immer die Gefahr, dass dein Kind an das Waschmittelfach, in dem sich im Normalfall Waschmittel, Weichspüler oder sonstige Dinge befinden, mit denen das Kind nicht spielen sollte, geht und dieses öffnet. Zum Glück haben heutzutage die meisten Waschmaschinen eine Kindersicherung, die zumindest verhindert, dass die Tür geöffnet wird, wenn noch Wasser in der Maschine ist. Auch musst du immer damit rechnen, dass dein Kind in eine offenstehende Maschine hinein krabbelt oder zumindest Dinge in diese hineinlegt, die dort nichts zu suchen haben.

Hunde und andere kleine Tiere

Hunde und andere kleine Tiere finden Kinder meistens ganz toll. Sie haben gewisse Ähnlichkeiten mit den Stofftieren, die dein Kind womöglich zum Spielen hat und da sie sich bewegen und womöglich sogar selbst Töne von sich geben, üben sie eine unglaubliche Faszination auf die meisten Kinder aus. Trotzdem sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass Tiere keine Spielsachen sind. Weder solltest du dein Kind mit einem Tier allein in einem Raum lassen, noch sollte dein Kind mit den Tieren spielen dürfen. Im Alter von etwa elf Monaten sind Kinder noch nicht in der Lage, vorsichtig mit etwas umzugehen. So kann es schnell passieren, dass sie ein Tier am Ohr oder Schwanz ziehen oder einfach ins Fell greifen und daran reißen. Dass sich die meisten Tiere solch einen Umgang nicht gefallen lassen, ist wohl für alle selbstverständlich. Schnell kann es also zu einem Biss oder Kratzer kommen, der verhindert werden könnte, wenn man sich als Elternteil darüber bewusst ist, dass Tiere in diesem Alter etwas sind, das man anguckt, aber mit dem man nicht spielen kann.

Kleinkram wie Steinchen, Nadeln oder bunte Perlen

Natürlich übt alles das, was verboten ist, einen ganz besonderen Reiz auf dein Kind aus. Steinchen, Nadeln aber auch bunte Glasperlen sind nicht nur interessant, sondern auch gefährlich. In diesem Alter ist es noch üblich, dass dein Kind versucht, diese Dinge in den Mund zu nehmen und womöglich sogar zu essen. Hierbei ist es sicher nicht nötig, näher darauf einzugehen, was hierbei alles passieren kann. Sämtlicher Kleinkram, der von deinem Kind verschluckt werden könnte, gehört permanent außer Reichweite gebracht und niemals als Spielzeug genutzt. Auch bist du hier als Elternteil besonders gefordert, denn du musst immer die Augen aufhalten nach solchen Dingen. Schnell hat sich womöglich einmal ein Kleinteil von einem echten Spielzeug gelöst, ein Knopf ist von einer Hose abgegangen oder es ist einfach etwas heruntergefallen. Du kannst dir sicher sein, dein Baby wird es entdecken und alles daran setzen, es in die Finger zu bekommen.

Dinge, die dein Baby besonders faszinieren

Autos

In der Regel mögen die meisten Kleinkinder jegliche Arten von Autos, die sie über den Teppich schieben können. Hierbei spielt es in keine Rolle, ob du ein Mädchen oder einen Jungen hast, denn mit Autos spielen in diesem Alter fast alle gern. Du solltest bei den Autos allerdings darauf achten, dass sich nicht eventuell irgendwelche Kleinteile lösen könnten oder dein Kind sich die Finger klemmen kann.

Puppe mit Fläschchen

Puppen, denen man ein Fläschchen geben kann oder jene, welche die Augen auf- und zumachen, wenn man sie hinlegt oder wieder hochnimmt, reizen die meisten Kinder ebenfalls enorm. Du wirst beobachten können, wie dein Kind schon in diesem Alter erste Ansätze von Rollenspielen mit diesem Püppchen durchführt. So wird die Puppe gefüttert, eventuell gewickelt, angezogen, zum Schlafen gelegt und natürlich wird mit ihm auch hier oder da einmal geschimpft. Auch hierbei spielt es eigentlich keine Rolle, ob dein Kind ein Junge oder ein Mädchen ist, denn Puppen kommen in diesem Alter noch bei beiden Geschlechtern gut an.

Trommel oder Töpfe

Alles, was irgendwie Geräusche macht, ist natürlich faszinierend. So stehen auch jegliche Arten von Trommeln oder Töpfen, auf denen man auch trommeln kann, ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala von Kindern in diesem Alter. Doch auch Rasseln oder Schellen üben auf die meisten Kinder eine unglaubliche Faszination aus. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Dinge, die irgendwelche Töne von sich geben, immer ganz besondere Spielzeuge sind.

Bücher mit Abbildung von Tieren oder anderen Gegenständen

Da sich dein Kind nun langsam dafür zu interessieren beginnt, wie bestimmte Dinge heißen, oder welche Geräusche diese machen, mögen die meisten Kinder in diesem Alter Bilderbücher sehr gern. Ein besonderes Highlight ist immer dann, wenn diese zusammen mit dir auf deinem Schoß angeguckt werden und man gemeinsam Worte oder Geräusche zu den Bildern machen kann. Bilderbücher sollten quasi in jedem Haushalt mit einem Kind vorhanden sein, da sie das Sprechen lernen deutlich fördern.

Sandkasten mit Eimer und Schaufeln

Werkzeuge zu benutzen, finden Kinder mit elf Monaten auch ganz toll. Sie sind nun in der Lage, mit einer Schaufel Sand oder Kies in einen Eimer zu schaufeln und diesen dann wieder auszukippen. Was die Kinder hier im Groben lernen, brauchen sie auch später beim Essen. Der Unterschied zwischen einer Schaufel, auf die man Sand tut und einem Löffel ist nicht mehr so groß. Sand umzuschaufeln fördert zum einen die Auge-Hand-Koordination, zum anderen auch das Verständnis von Mengen und Gewichten.

Große Plastikperlen, die man auf ein dickes Band fädeln kann

Um die Feinmotorik deines Kindes zu trainieren, gibt es spezielle große Perlen aus Holz oder Plastik, die man auf dicke Fäden ziehen kann. Solche Perlenketten sind nicht nur lustig zu bauen, sondern lassen sich auch, wenn sie fertig sind, um den Hals tragen. Auch hier spielt es wieder keine große Rolle, ob du einen Junge oder ein Mädchen hast, denn in diesem Alter interessieren sich noch beide für solche Sachen. Diese Spiele trainieren die Feinmotorik deines Kindes und fördern zudem die Kreativität.

Wäscheklammern

Ein beliebtes, wenn auch nicht ganz ungefährliches Spielzeug sind Wäscheklammern. Sie sind nahezu in jedem Haushalt vorhanden und man kann sie ganz toll von einem Behälter in einen anderen umpacken, nach Farben sortieren oder aneinander befestigen. Hierbei musst du allerdings aufpassen, denn Wäscheklammern fallen gern einmal auseinander und die Feder, die die beiden Teile zusammenhält, kann leicht verschluckt werden. Auch besteht immer die Gefahr, dass dein Kind sich die Finger klemmt. Je nach Spannkraft der Feder kann dies empfindlich weh tun.

Plüschtiere, die Musik machen

Während Plüschtiere in der Regel schnell ihren Reiz verlieren, so sind jene, die Musik machen oder sich bewegen besonders beliebt. Dein Kind spielt gerne mit solchen Gegenständen, denn hierbei kann es genau beobachten, dass eine bestimmte Aktion, immer eine ganz klar definierte Reaktion auslöst.

Lieder

Auch Lieder sind bei Kindern in diesem Alter besonders beliebt - vor allem dann, wenn es sich um solche Lieder handelt, die man einfach mitsummen kann oder bei denen es irgendwelche Gebärden gibt, die man nachmachen kann. Die meisten Kinder mögen Musik und hören diese sehr gern. Trotzdem solltest du dafür sorgen, dass Musik nicht zu einem Hintergrundgeräusch wird. Auf keinen Fall solltest du dein Kind den ganzen Tag mit irgendwelchen Liedern beschallen.

Sortierboxen für Bauklötze

Um die Feinmotorik deines Kindes zu trainieren, sind ebenfalls Boxen sehr gut geeignet, die Löcher oder Aussparungen haben, durch die nur bestimmte Klötze oder Formen hindurchgeschoben werden können. Dieses Spielzeug trainiert die Fähigkeit, bestimmte Formen zu erkennen und auch die Auge-Hand-Koordination.

Fahrzeuge, auf denen das Kind sitzen kann

Ob nun das allseits sehr beliebte Bobbycar, Laufräder oder andere fahrende Objekte, dein Kind wird sie vermutlich lieben. Alles, was sich irgendwie bewegen lässt und worauf das Kind sitzen kann, ist in diesem Alter besonders beliebt. Die meisten Kinder lieben es, mit etwas durch die Gegend gefahren zu werden oder dieses vielleicht sogar schon selbst zu bewegen.

Bausteine

Immer noch ein Hit sind natürlich auch Bausteine. Im Alter von elf Monaten ist dein Kind in der Lage, diese auch übereinander zu schichten und daraus größere und etwas komplexere Gebilde zu bauen. Viele Kinder haben sehr viel Spaß daran zu schauen, wie hoch sie einen Turm gestapelt bekommen. Durch die verschiedenen Farben sind sie auch in der Lage, die Bauklötze nicht nur nach Form, sondern auch nach Farbe zu sortieren und dir auf Anfrage bestimmte Bauklötze zu bringen. Sowohl Holzklötze, als auch Duplo-Steine werden von den meisten Kindern gerne zur Beschäftigung benutzt.

Kleine Plastikfiguren

Mit Plastikfiguren von verschiedenen Tieren oder Menschen kann man ganz toll spielen. Auch sie üben auf Kinder eine unglaubliche Faszination aus. Auch lassen sich diese Dinge im Normalfall hervorragend verwenden, um kleine Rollenspiele mit dem Kind zu spielen.

Spiegel

Spiegel, vor denen man irgendwelche komischen Grimassen ziehen und beobachten kann, was man gerade selbst tut, stehen bei Kindern in diesem Alter auch hoch im Kurs. Nicht wenige Kinder können Stunden damit verbringen, vor dem Spiegel hin- und herzulaufen, Grimassen zu ziehen oder auf- und abzuhüpfen. Die meisten Kinder haben sehr viel Spaß daran, die Funktionsweise eines Spiegels zu entdecken und herauszufinden, was es mit diesem auf sich hat.
[KaKra]

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