Beschäftigungsideen mit 10 Monaten

10-beschaeftigung
Robust, ungefährlich, individuell bespielbar - Bauklötze sind Alleskönner
Robust, ungefährlich, individuell bespielbar - Bauklötze sind Alleskönner
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AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 29.03.2019Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Was stellt man bloß mit einem 10 Monate alten Baby an, um es altersgemäß zu beschäftigen? Diese Frage stellen sich viele Eltern. In diesem Artikel finden sich elf lustige Ideen.
Was du hier lesen kannst:
  • Rutschen
  • Trickfilme
  • Puppe mit Fläschchen
  • Türen und Klappen
  • Zeitungen
  • Kissen und Decken
  • Bauklötze
  • Wasser
  • Perlen und Schnur
  • Musik
  • Spiegel

Rutschen


Rutschen tun in der Regel die meisten Kinder sehr gerne und mit zehn Monaten ist dies natürlich auch nicht anders. Trotzdem musst du dein Kind beim Rutschen immer noch gut festhalten, da es in der Regel noch nicht in der Lage ist, seinen Körper vollständig unter Kontrolle zu haben und es somit immer wieder zu Problemen kommen kann, die letztendlich auch zu Verletzungen führen können. Ein großes Problem beim Rutschen ist häufig die Tatsache, dass das Kind die Beine spreizt und somit seinen Körper ausgebremst, was nicht selten dazu führt, dass daraufhin der Oberkörper nach vorne klappt und das Kind mit der Nase auf der Rutschfläche aufschlägt. Um dies zu verhindern, solltest du das Kind niemals alleine rutschen lassen, sondern es immer festhalten. Des weiteren sind die allermeisten Kinder auch noch nicht in der Lage, eine Rutsche allein zu erklimmen, sodass du deinem Kind auch hierbei helfen musst.
Wer keine echten Rutschen zur Verfügung hat, der kann auch einfach ein großes Handtuch nehmen, das Kind darauf setzen und dieses hinter sich durch die Wohnung ziehen. Das ist nicht ganz so lustig wie das Rutschen auf einer Rutsche, aber den meisten kleinen Kindern gefällt auch das. Hierbei musst du nur darauf aufpassen, dass du beim Anziehen etwas vorsichtig bist, denn das Kind ist in der Regel noch nicht besonders gut darin, sein Gleichgewicht zu halten und dementsprechend ist es recht schwierig für das Kind, den ersten Ruck auszugleichen.

Puppe mit Fläschchen

Interessant ist, dass mit etwa zehn Monaten dein Kind das erste Mal ein wirkliches Interesse daran hat, eine Tätigkeit auf eine Puppe anzuwenden. Bei vielen Kindern kann man in diesem Alter beobachten, wie sie ganz fasziniert von der Tatsache sind, dass sie eine Puppe füttern können. Sei es dass das Kind versucht, der Puppe etwas von seinem Essen abzugeben oder die Tatsache, dass es ein Fläschchen benutzt, um die Puppe zu füttern. Ob es sich hierbei nur um ein Spielzeugfläschchen oder um das eigene Fläschchen handelt, das spielt hierbei auch wieder keine große Rolle. Dieses Interesse am Nachahmen von Dingen, die das Kind selbst erfährt oder regelmäßig sieht, haben in der Regel Jungs und Mädchen. Du brauchst dir also keine großen Sorgen darum machen, wenn auch ein Junge versucht, mit Puppen zu spielen. Auf keinen Fall sollte man dies stoppen, denn durch das Spielen lernt ein Kind und dies sollte nicht durch falsche Dogmen unterbunden oder beeinflusst werden.

Türen und Klappen

Türen und Klappen bleiben auch im zehnten Lebensmonat noch eine unglaublich interessante Sache. Dein Kind findet alles, was sich aufmachen lässt oder an dem sich irgendwie etwas bewegt faszinierend. Natürlich besteht genau an diesen Gegenständen die Gefahr, dass sich das Kind womöglich die Finger quetscht und da muss man ein wenig aufpassen. Viele Kinder können recht lange vor einem Schrank sitzen und nichts anderes tun, als die Tür auf- und wieder zuzumachen oder eine Schublade herauszuziehen, nur um sie dann direkt wieder hineinzuschieben. Auch Kartons werden hierzu gerne benutzt, da sie sich in der Regel recht leicht öffnen und wieder schließen lassen. Aufpassen sollte man hierbei natürlich wieder, dass sich nichts löst, was das Kind verschlucken konnte und dass all die Dinge, mit denen es spielt, recht leichtgängig sind, sodass es sich nirgendwo ernsthaft verletzen kann. Bei Türen sollte extrem aufgepasst werden und vielleicht lohnt sich die Anschaffung einer Kindersicherung, die dafür sorgt, dass das Kind seine Finger nicht mehr zwischen Tür und Türrahmen stecken kann.

Zeitungen

Zeitungen und Zeitschriften werden von den meisten Kindern auch in diesem Alter noch sehr gerne zerlegt. Man kann beobachten, dass sie allerdings jetzt deutlich gezielter arbeiten und dass manchmal die Zeitung auch vorerst angeguckt wird, bevor sie beginnen, einzelne Seiten aus dieser herauszureißen. Auch die Art, wie sie versuchen die Zeitung zu zerlegen, verändert sich im Laufe ihrer Entwicklung doch rasant. Haben sie noch vor ein oder zwei Monaten nur durch Zufall die Seiten aus der Zeitung herausgerissen und diese dann auch mehr durch Zufall klein bekommen, so wissen die Kinder jetzt in der Regel ganz genau, wo sie anfassen müssen und wie sie es machen müssen, damit sie die Seiten in möglichst kleine Schnipsel verwandeln. Noch immer besteht die Gefahr, dass dein Kind die abgerissenen Schnipsel in den Mund nimmt, was auch nicht besonders gesund ist, da es sich hierbei um verschiedene Tinten und Beschichtungen auf dem Papier handelt, die absolut nichts im Mund des Kindes zu suchen haben.

Hat das Kind die Zeitschriften erst einmal in kleine Schnipsel verwandelt, so kann man in der Regel beobachten wie das Kind anfängt, diese Schnipsel dann in einen Behälter zu legen, um diesen dann auch direkt wieder auszukippen. Häufig ist es dann so, dass dein Kind quasi direkt einen neue fordert, sobald es eine Zeitung komplett zerlegt hat. Inwieweit man dieses Spiel mitmachen will, muss man selbst wissen. Knisterndes Papier mögen Kinder in der Regel auch sehr gerne und zerreißen dieses nicht, da dies schon beim Anfassen und Knautschen genug Töne von sich gibt, sodass es nicht notwendig ist, ihm Töne durch das Zerreißen zu entlocken. Wer nun also nicht möchte, dass sein Kind mit Zeitungen spielt oder diese kaputt macht, der sollte ganz einfach zu knisterndem Papier greifen.

Kissen und Decken

Kissen und Decken werden immer vielseitig verwendet. Zum einen versucht das Kind über diese hinweg zu krabbeln, zum anderen bewegt es diese durch den ganzen Raum, wirft sie umher oder legt sich darauf oder darunter. Ein wahres Highlight ist es quasi immer, wenn du damit versuchst, eine Höhle zu bauen und dich mit deinem Kind dort hineinsetzt. Kinder lieben alles, was irgendwie höhlenartig ist. Wenn man eine Decke über mehrere Stühle wirft, dann hat man eine hervorragende Höhle.

Bauklötze

Mit zehn Monaten sind die meisten Kinder schon in der Lage, 2-3 Bauklötze aufeinander zu stellen und finden dies auch noch relativ interessant. Bauklötze haben den Vorteil, dass sie recht einfach gehalten sind, selten kaputtgehen und in der Regel einfacher zu bedienen sind als Lego- oder Duplosteine. Gerade für die ersten Bauversuche eignen sich normale Bauklötze am besten. Des Weiteren lassen sie sich wunderbar zu einem Telefon umfunktionieren und finden Verwendung in vielen anderen Spielen deines Kindes. Bauklötze gehören somit eigentlich in jedes Kinderzimmer.

Wasser

Die meisten Kinder sind und bleiben Wasserratten. Das Spiel mit Wasser - egal ob in der Badewanne, in einem Behälter oder im Planschbecken - macht in der Regel recht viel Spaß. Gibt man ihnen jetzt auch noch etwas zum Spielen, wie zum Beispiel Stapelbecher, Sandkastenzubehör oder Ähnliches, so können sie davon gar nicht genug davon bekommen. Natürlich sollte man das Kind nicht mit dem Wasser alleine spielen lassen, da es sonst zu Unfällen kommen kann. Beim Baden sollte immer jemand vor Ort sein, der im Notfall eingreifen kann, wenn das Kind umkippt oder einen anderen Blödsinn anstellst. Dasselbe gilt natürlich auch für Planschbecken und andere Behälter, die groß genug sind, dass das Kind darin eventuell ertrinken kann.

Perlen und Schnur

Da sich nun auch die feinmotorischen Fähigkeiten des Kindes in der Regel recht schnell weiterentwickeln, kann man ihm auch eine dicke Schnur und entsprechend große Perlen zum Spielen geben. Aufgepasst muss natürlich auch hier wieder werden, dass es diese nicht verschlucken kann. Einige Kinder sind tatsächlich schon in der Lage, mit entsprechendem Material ganze Ketten zu bauen und es gibt einige hübsche Spielzeuge, die sich dieses Prinzip zu eigen machen. Wenn man ein Kind hat, das eher ruhig ist und auch die Geduld aufbringt solch ein Spiel zu spielen, so ist dies auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung, denn diese Beschäftigung mit den Perlen und den Schnüren sorgt im Normalfall dafür, dass die feinmotorischen Fähigkeiten des Kindes extrem geschult werden und es in diesem Bereich seiner Entwicklung sehr schöne Fortschritte machen wird. Mag das Kind solche Beschäftigungen noch nicht, sollte man sie einfach beiseitelegen und dies in einigen Wochen noch einmal versuchen.

Musik

Mit zunehmendem Alter mögen natürlich die Kinder auch deutlich mehr Musik. So kannst du dein Kind womöglich jetzt schon total dafür begeistern, Kinderlieder zu hören und vielleicht auch schon zum Rhythmus mitzuklatschen. Die Kinder erkennen das Lied im Normalfall an seiner Geschwindigkeit und an seinem Rhythmus und sie lieben es, wenn man irgendetwas parallel zu diesem Lied machen kann. Diese interaktiven Lieder, werden von den meisten Kindern sehr gerne gehört und sie kriegen davon quasi nie genug. Kinderlieder sind also eine schöne Sache, die man über das Handy und mithilfe von YouTube heutzutage ohne größere Probleme bekommt und die eigentlich immer und überall verfügbar sind. Wer keine speziellen Wünsche hat, der kann tatsächlich einfach bei YouTube nach passenden Liedern suchen und findet dort in der Regel die gängigsten Kinderlieder ohne größere Probleme wieder.

Spiegel

Spiegel finden Kinder in diesem Alter übrigens auch sehr faszinierend und versuchen herauszufinden, was es mit diesem Gegenstand auf sich hat. Du solltest darauf achten, dass der Spiegel, mit dem dein Kind spielen darf, möglichst robust ist, damit dieser nicht irgendwie bricht und sich das Kind an den Scherben verletzt. Gemeinsam vor dem Spiegel zu stehen ist natürlich auch eine ganz interessante Erfahrung für dein Kind, denn es merkt, dass du nicht nur neben, sondern gleichzeitig auch schräg vor ihm im Spiegel auftauchst. Es gibt manche Kinder, die diese Tatsache als beängstigend empfinden oder sich vor sich selbst erstrecken und die meisten Kinder sind noch nicht wirklich in der Lage, sich selbst zu erkennen. Dies kommt erst etwas später in der Entwicklung und ist ein Anzeichen dafür, dass das Kind sich seiner selbst bewusst wird. Interessant ist, dass mit Ausnahme von Orang-Utans und Schimpansen quasi kein Tier diese Art von Selbsterkennung zeigt, wenn es sich in einem Spiegel sieht.
[KaKra]

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