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Pucken – Ein alter Trick bei Einschlafschwierigkeiten



Pucken
Schlaf Kindlein, schlaf...

Manche Babys haben, selbst wenn sie tagsüber kleine ausgeglichene Engelchen sind, abends plötzlich Probleme mit dem Einschlafen. Sie kommen einfach nicht zur Ruhe und wir Eltern fragen uns immer wieder: Was machen wir falsch, obwohl wir alles tun, um unserem Kind das Einschlafen zu erleichtern?


Nahezu jede junge Familie hat ein sogenanntes Abendritual. Ein „Programm“ mit immer wiederkehrenden Elementen: Baden, Wickeln, Kuscheln, Milch, Schlaflied, Spieluhr, Märchen, Kuscheltier, usw. Welche konkreten Elemente diese Rituale auch beinhalten, eines haben sie gemeinsam: Sie sollten dazu dienen, das Baby zu entspannen und sanft auf den Schlaf vorzubereiten. In vielen Fällen klappt es auch, aber manchmal stehen wir ratlos da, weil das Kind, sobald wir es ins Bettchen legen, plötzlich anfängt zu schreien. Und statt damit langsam aufzuhören, steigert es sich in sein Weinen noch mehr hinein.

In den meisten Fällen steckt eine Übermüdung dahinter, die trotz gut ausgearbeiteten Einschlafritualen manche Kinder nicht zur Ruhe kommen lässt. Das liegt daran, dass die Sinnesorgane des Babys bereits zu viele Reize am Tag wahrgenommen haben. Das führt dazu, dass es die neuen und sanften Reize des Abendrituals nicht mehr aufnehmen kann, oder dass das Babys sogar seine eigenen Körperbewegungen beim Einschlafen stören. Ist das bei ganz kleinen Babys der Fall, die noch viel körperliche Nähe und Enge brauchen, kann das sogenannte "Pucken", das straffe Einwickeln in eine Decke, eine gute Methode sein, um das Baby wieder zur Ruhe zu bringen.

Das Pucken erinnert das Baby an die vertraute Enge im Mutterleib und hilft ihm dabei, die äußeren Reize, die schon nicht mehr verarbeitet werden können, einfach zu ignorieren. Zum Pucken nimmt man eine weiche, kuschelige, nicht zu warme Baumwolldecke und legt sie quer auf das Bett. Das Baby wird an den oberen, langen Rand gelegt. Ganz wichtig: Der Kopf bleibt draußen und wird nicht gepuckt! Dann werden die Ecken straff (aber nicht zu fest) über die Schultern geschlagen.

Beispielsweise kann man eine Ecke nach links schlagen und auf der linken Seite etwas "einklemmen". Die andere Ecke wird nach rechts rüber gezogen und hinter den Rücken geschlagen. Schließlich sollte man je nach Länge, das untere Teil der Decke unter die Füße schlagen. Ist die Decke zu lang, hat das Baby zu viel Stoff hinter dem Rücken, was nicht nur weniger bequem ist, sondern im Extremfall auch dem Rücken nicht gut tut. Man kann die Arme gerade neben dem Körper einwickeln, aber als erster Schritt -und besonders bei kleineren Babys- ist es wahrscheinlich besser, die Arme quer über die Brust zu legen, und sie so hineinzuwickeln. Diese Konstellation ähnelt der, in der das Babys in den letzten Schwangerschaftswochen in der Gebärmutter gehalten wurde.

Die Hände kann man bei Babys, die über drei Monate alt sind, draußen lassen, damit das Kind an ihnen nuckeln kann. Eine weitere Möglichkeit, um mehr Freiheit für die Hände und Arme zu geben, besteht darin, eine Schulter nicht mit einzuwickeln und die Decke auf der linken oder rechten Seite unter die Achsel zu schlagen. Zusätzlich hilft auch, ein Stillkissen an den oberen Bettrand als Nestchen zu legen und das Baby so ins Bett zu legen, dass der Kopf direkten Kontakt mit dem Kissen hat.

Auch das gibt die vertraute Enge vom Mutterleib zurück. Das Pucken kann dem Kleinen am Anfang eventuell noch seltsam vorkommen. Sollte das der Fall sein, hilft es fast immer, wenn man den Zwerg (gepuckt) in den Arm nimmt. Die meisten Babys beruhigen sich gleich durch das Pucken. Fängt man mit dieser Technik gleich nach der Geburt an, kann man sie in wenigen Wochen zu einer relativ sicheren Methode etablieren, mit der das Baby in vielen Situationen beruhigt werden kann.





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