Neurodermitis beim Baby: Harnstoff (Urea)

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Harnstoff bindet Feuchtigkeit und verringert den Juckreiz auf der Haut.
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Harnstoff bindet Feuchtigkeit und verringert den Juckreiz auf der Haut.

Harnstoff bringt die Haut ins Gleichgewicht

Warum hilft Harnstoff, auch bekannt als Urea, meinem Baby bei Neurodermitis? Und was sagen Ärzte eigentlich zu sogenannten Eigenurin-Therapien? Sind sie auch für Babys geeignet? Fragen über Fragen.

Bekannt ist, dass bei Neurodermitikern die Hautbarriere gestört ist und hierdurch äußerst empfindlich gegenüber Allergenen, klimatischen Bedingungen, mechanischen Reizen sowie psychischen Spannungen ist. Das Immunsystem des Körpers reagiert über. Es treten Irritationen wie Rötungen, Entzündungen, Bläschen oder nässende Verletzungen auf.

Kranke Haut hat Schwächen

Die Haut von Neurodermitikern ist nicht in der Lage, Wasser, essentielle Omega-6-Fettsäuren sowie Linol und Gamma-Linolsäuren zu binden, da der Harnstoffanteil gegenüber gesunder Haut wesentlich geringer ist. Deshalb ist sie trocken, rau, verdickt und juckt.

Beim Baby lassen sich solche Stellen vermehrt auf dem Kopf, auf den Wangen sowie an Ellbogen und Kniekehlen finden. In schlimmeren Fällen ist der Rumpf betroffen.

Die Haut braucht also Hilfe, um ihr Gleichgewicht zu finden und die Barrierefunktion wieder aufzurichten. Harnstoffhaltige Salben und Cremes haben hierbei eine hervorragende Wirksamkeit bewiesen.

Was ist Harnstoff?

Harnstoff, nicht zu verwechseln mit Harnsäure, ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels und in den meisten Körperflüssigkeiten zu finden. Bei Neurodermitis ist die Fähigkeit des Körpers, den Stoff einzulagern, wesentlich vermindert. Viele Salben und Cremes für Neurodermitiker enthalten daher Harnstoff. Sie wirken sich positiv auf das Speichervermögen der Haut aus.

Eigenurintherapie? Besser nicht.

Gegenüber der Eigenurintherapie haben Produkte, die Harnstoff enthalten, den großen Vorteil, dass die Harnstoffzubereitung gereinigt und hygienisch ist. Bei Eigenurin können Erreger die Entzündungen auf der schon gereizten Haut verschlimmern. Kinderärzte raten von Eigenurintherapien bei Babys daher ab.

Bei ihnen gestaltet es sich auch schwierig, an den Urin zu kommen, da die Windel schlecht ausgepresst werden kann. Also empfehlen sich als Alternative Präparate mit Urea-Anteil.

Regelmäßig eincremen

Sie lindern den Juckreiz und wirken keimabtötend sowie feuchtigkeitsspendend. Deshalb ist es wichtig, die trockene Haut oftund reichhaltig einzucremen, um ihr Fett und Feuchtigkeit zuzuführen. 3 bis 4 Mal am Tag sollten die Eltern der Haut ihres Babys Aufmerksamkeit schenken.

Harnstoff: Die richtige Konzentration

Da beim Auftragen auf die Haut ein leichtes Brennen auftritt, sollten die Präparate nicht auf die entzündete Haut des Babys aufgetragen werden. Die Creme wird vorwiegend präventiv aufgetragen, um die Hautbarriere zu schützen und die juckenden Entzündungen der Haut zu verhindern.

Harnstoff wird in der Behandlung von Neurodermitis in den Konzentrationen 5 Prozent und 10 Prozent eingesetzt. Bei Babys sollte allerdings zu einer Konzentration von 2 bis 3 Prozent gegriffen werden. Erst ab einem Altervon 5 Jahren werden höhere Konzentrationen empfohlen. Am besten lassen sich Eltern ausführlich von einem Hautarzt beraten. Dieser kennt zudem weitere Behandlungsmöglichkeiten, die dem Kind helfen können.

[AKL]

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