Hat eine Mutter das Gefühl, dass ihre Milchmenge nicht für das Baby ausreicht, ist sie meist beunruhigt. Doch kein Grund zur Sorge. Es kann sein, dass Dein Kind gerade mitten in einem Wachstumsschub steckt und einfach mehr Hunger hat als sonst. Mit der richtigen Ernährung kannst Du die Milchproduktion positiv beeinflussen. Als absoluter Geheimtipp hat sich dabei unter Hebammen das Rezept für Milchbildungskugeln etabliert. Wir verraten Dir, wie es funktioniert.
Milchbildung anregen:
Der Geheimtipp der Hebammen sind Milchbildungskugeln
Zubereitung:
250 Gramm Weizen, 150 Gramm Gerste und 100 Gramm Hafer fein mahlen. Das Getreide
gemeinsam mit einer Handvoll Cashewnüssen in einem Topf anrösten,
bis die Masse leicht braun ist und duftet. Dann 150 Gramm Butter hinzugeben. So
lange weiterrühren, bis die Butter geschmolzen ist. Zum Abschluss
150 Gramm Vollrohrzucker hinzufügen und den Topf nach ca. 1 Minute vom
Herd nehmen. 2 bis 3 Esslöffel Wasser oder Milch hinzufügen (bei Bedarf
auch mehr), damit die Masse klebrig wird und sich gut formen lässt. Die noch warme Masse zu kleinen Kugeln (3 Zentimeter) formen. Kühl lagern. Davon täglich 2 bis 3 naschen und die Milch kommt wieder in Fluss.
Natürlich freut sich die Zunge auch über Abwechslung.
Deswegen noch eine zweite Variante der Milchbildungskugeln:
500 Gramm Weizen-, Gerste- und Hafermischung (grob geschrotet) mit 150 Gramm gekochtem Vollreis sowie 150 Gramm kalter Butter mischen. Anschließend
ein halbes Glas Wasser sowie 150 Gramm Honig einrühren. Aus dieser Masse
ebenfalls Bällchen formen und 2 bis 3 Stück am Tag
naschen.
Weitere Tipps zur Milchbildung
Das Kind immer wieder anlegen. Noch wichtiger: Auf ausreichend
Schlaf achten. Denn dabei wird das milchbildende Hormon Prolaktin
gebildet. Leider bekommt die Mutter in dieser Zeit oft nicht
ausreichend Schlaf. Das heißt, es muss anderweitig nachgeholfen
werden. Es gibt zum Beispiel spezielle Stillöle. Werden sie
regelmäßig einmassiert, unterstützen sie die Milchproduktion. Zudem sollte die Mutter 2 bis 3 Liter am Tag trinken. Ideal
sind Wasser, Saftschorlen, Kräuter- und Früchtetees. Es gibt auch
Stilltees, die meist aus einer Kräuter-, Fenchel-, Kümmel-,
Anismischung bestehen, die milchbildend wirkt. Alkohol,
Pfefferminztee, Salbeitee und Kaffee auf jeden Fall meiden. Erlaubt
ist dagegen Getreidekaffee, da er ohne Koffein auskommt sowie
alkoholFREIES Bier und Malzbier. Dabei geht es primär um die Hefe,
der eine milchbildende Wirkung nachgesagt wird. Hefe-Brotaufstriche
aus dem Reformhaus haben sich ebenfalls bewährt. Aber Achtung: Sei
aufmerksam, ob Dein Kind auf Hefe mit Blähungen reagiert. Nüsse und Samen sollen sich ebenfalls positiv auf die Milchbildung
auswirken.
[AKL]