Kuhmilch erst ab dem ersten Jahr
Kuhmilch zählt neben Hühnereiweiß zu den Nahrungsmitteln, die am häufigsten Allergien auslösen. In Kuhmilch befindet sich ein Eiweiß, das beim unreifen Verdauungs- system fast unverändert durch den Darmtrakt und auch durch die Darmwände durchkommt und dabei heftige allergische Reaktionen auslösen kann. Dabei kommt es zu Symptomen wie Durchfall, Ausschlag oder Atemproblemen.
Ist das schon mal passiert, wird das Eiweiß vom Körper, bzw. vom Immunsystem als „gefährlich“ eingestuft. Deshalb kann es auch später, wenn das Verdauungssystem schon reif genug ist, immer noch allergische Reaktionen auslösen.
Bei Babymilch, insbesondere bei HA-Milch, wird dieses Eiweiß verändert und während der Produktion quasi in Stücke zerkleinert. Dadurch ist es weniger in der Lage, Allergien auszulösen und wird vom Körper nicht als Allergen wahrgenommen. Deshalb ist Babymilch in Bezug auf eine Allergie trotz Kuhmilchbasis wesentlich weniger gefährlich.
Erst zwischen 8 bis 12 Monaten ist die Verdauung reif genug, mit dem Eiweiß den Kampf aufzunehmen. Der Zeitpunkt ist bei jedem Kind unterschiedlich und ist nicht "sichtbar", deshalb redet man von einer Sicherheitsgrenze von 12 Monaten. Auch danach ist es sinnvoll, erstmal mit verarbeiteten Milchprodukten wie Joghurt anzufangen, weil die -bereits reife- Verdauung dann Zeit hat, sich auf die Kuhmilch einzustellen.