Kinderhaut im Sommer richtig pflegen

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Kinderhaut braucht vor allem Sommer die richtige Pflege.
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Kinderhaut braucht vor allem Sommer die richtige Pflege.

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist sehr sensibel und reagiert weit heftiger auf Angriffe aus den Umwelteinflüssen, als die Haut eines Erwachsenen.

Selbstverständlich ist für Eltern, auf einen guten Sonnenschutz der Babyhaut, in Verwendung von Sonnencreme oder Sonnenmilch, zu suchen. Diese Sonnenschutzmittel sollten speziell für die sensible Kinderhaut entwickelt sein und einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor enthalten.

Was ist der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor wird mit dem Kürzel „LSF“ angegeben und bedeutet nicht, wie häufig angenommen wird, dass er auf die trahlungsintensität der Sonne selbst ausgerichtet ist, sondern bezieht sich auf den Zeitraum, den man in der Sonne verbringen kann.

Gesunde Haut hat einen natürlichen Schutz, auch gegen UV-Strahlung durch Sonnenlicht. Je nachdem, welchen Hauttyp ein Mensch besitzt, kann er, ohne zusätzlichen Sonnenschutz, bis zu 10 Minuten, bei sehr empfindlichen Menschen, oder sogar länger als eine Stunde, bei sehr dunkler Haut, in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.

Babys und Kleinkinder zählen generell, auch wenn sie mit dunklerer Hautfarbe geboren werden, zu den empfindlichen Menschen und sollten nach Möglichkeit nie ohne zusätzlichen Sonnenschutz in der Sonne sein. Kennt man seinen Hauttyp und damit die maximale Eigenschutzzeit der Haut, kann man mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels berechnen, wie lange man, unter Verwendung des Sonnenschutzmittels, in der Sonne bleiben kann, ohne die Haut zu schädigen.

Ein angegebener Lichtschutzfaktor von 20 multipliziert also die Eigenschutzzeit der Haut. Sehr empfindliche Menschen, die ohne zusätzlichen Sonnenschutz maximal 10 Minuten dem Sonnenlicht ausgesetzt sein sollten, können mit einem Sonnenschutz LSF 20 somit bis zu 200 Minuten in der Sonne bleiben – resultierend aus 10 Minuten x LSF 20 = 200 Minuten.

Sonnenschutzmittel für Kinder sollten mindestens einen Lichtschutzfaktor von 30 besitzen. Dennoch gilt es, die Zeit, in der die Kinderhaut der Sonne ausgesetzt ist, nicht voll auszureizen, denn durch die Empfindlichkeit der Haut von Kindern, kann nicht davon ausgegangen werden, dass ein voller Schutz gegen Sonnenbrand, über einen Zeitraum von einigen Stunden, gewährleistet wird.

Wasserfeste Sonnencreme

Einem Irrtum, der möglicherweise schwere Folgen für das Kind mit sich bringen kann, unterliegen viele Eltern, wenn sie darauf vertrauen, dass eine wasserfeste Sonnencreme auch nach dem Bad noch wirkt. Die Bezeichnung „wasserfest“ besagt lediglich, dass der Sonnenschutz nicht einfach und umgehend im Wasser abgespült wird und die Haut dann ungeschützt sein lässt. Ein Teil der Sonnencreme wird im Wasser dennoch auch immer verloren gehen und spätestes wenn das Kind abgetrocknet wird, ist vom Sonnenschutz auf der Haut nicht mehr viel vorhanden. Eltern sollten daher unbedingt beachten, dass das Kind nach dem Bad wieder eingecremt werden muss, um die Haut nicht ungeschützt dem Sonnenlicht auszusetzen.

Weitere Dinge, die es zu beachten gilt

Neben der richtigen Sonnenschutzcreme, sollte die Kleidung des Kindes atmungsaktiv und locker sein. Eng anliegende und zu warme Kleidung, fördert die Schweißbildung und damit das Austrocknen der Haut. Je trockener die Haut ist, je empfindlicher wird sie. Auch gegenüber der Einwirkung von UV-Strahlen. Kinder sollten zudem unbedingt viel trinken. Besonders im Sommer, wenn die Haut viel Schwitzt, gilt es dem Körper Flüssigkeit zurück zu geben. Ungesüßte Getränke eignen sich dabei eher und sie sollten auch nicht eiskalt sein. Je kälter ein Getränk ist, je mehr Arbeit hat der Körper, es auf die eigene Körpertemperatur zu erwärmen. Diese Arbeit fördert wiederum die Schweißproduktion, wodurch der Körper schneller Flüssigkeit verliert.

Auch beim Baden im Planschbecken gilt es auf die richtige Wassertemperatur zu achten. Beträgt diese weit weniger als die eigene Körpertemperatur, muss der Körper des Kindes einen Temperaturausgleich schaffen, um selbst nicht auszukühlen. Wieder arbeitet der Körper also und entsprechend schwitzt das Kind verstärkt.

Insgesamt sollte sich das Kind im Sommer eher in schattigen Bereichen aufhalten. Dort ist die Belastung durch UV-Strahlen zwar ebenfalls vorhanden und auf den Sonnenschutz kann nicht verzichtet werden, jedoch verringert sich die Gefahr eines Sonnenbrands erheblich. Unterstützt mit leichter und luftiger Kleidung, können Eltern so bereits einen großen Teil beitragen, ihr Kind vor Sonnenbränden weitestgehend zu bewahren.

Nach dem Aufenthalt in der Sonne

Egal wie gut Eltern ihr Kind gegen die Sonnenstrahlen schützen, bleibt immer eine restliche Belastung. Nach dem Aufenthalt in der Sonne gilt es also, der Haut möglichst viel an Pflege zukommen zu lassen, um Schädigungen zu vermeiden und der Haut des Kindes etwas zurück zu geben.

Reichhaltige Cremes und Lotionen, die der kindlichen Haut Fett spenden, sind daher besonders wertvoll. Dabei sollte auf Cremes mit Parfüm oder Konservierungsstoffen verzichtet und eher auf Inhaltsstoffe geachtet werden, die auf natürliche Weise pflegen. Vitamin E, Aloe Vera, Mandelöl oder andere, Haut pflegende Öle, sind, sofern keine bekannten Allergien bestehen, in der Regel recht gute Feuchtigkeitsspender für die Haut des Kindes.

Allerdings nur dann, wenn die Haut nicht durch die Sonne gerötet oder sogar verbrannt ist.

Das Kind hat einen Sonnenbrand

Was tun, wenn das Kind einen Sonnenbrand hat?

Auch unter den besten Vorsichtsmaßnahmen kann die sensible Kinderhaut leicht einen Sonnenbrand bekommen. Ist das der Fall, gilt es die betroffenen Hautstellen möglichst zu kühlen. Ein feucht-kalter Lappen hilft hier meist, für den Moment Linderung zu verschaffen. Friert das Kind jedoch, in Folge des Sonnenbrands, sollte die Kühlung der Haut nur kurz erfolgen oder die Eltern verzichten ganz auf diese Maßnahme.

Fettreiche Cremes sind weniger gut für Haut geeignet, die Verbrennungen hat. Cremes mit einem höheren Wasseranteil bieten zwar keine rückfettende Wirkung, jedoch kühlen sie, durch den Anteil an Wasser, zusätzlich.

Viele Eltern schwören auf die bei Sonnenbrand hilfreiche Wirkung durch Umschläge mit Quark oder Buttermilch, die auf den Sonnenbrand gelegt werden.

Dem Kind viel zu trinken zu geben, ist ebenfalls sehr wichtig, um dem Körper ausreichend Flüssigkeit zurück zu geben und damit auch der Haut zu helfen, sich besser regenerieren zu können. Bei leichteren Sonnenbränden können diese Tipps effektiv helfen, doch hat das Kind starke Schmerzen, zeigt ungewöhnlich starke Ermüdungserscheinungen oder beginnt zu fiebern, ist es ratsamer, einen Arzt aufzusuchen, um ausschließen zu können, dass der kindliche Körper in der Sonne zu stark überhitzt wurde, was unter Umständen schwere gesundheitliche Schädigungen nach sich ziehen kann.

Das Kind gar nicht erst in die Sonne lassen?

Ist es dann nicht besser, das Kind gar nicht erst der Sonne auszusetzen?

Vielleicht überlegen Eltern nun, ob es nicht gesünder für das Kind ist, das Sonnenlicht weitestgehend zu vermeiden. Allerdings ist das keine gute und vor allem keine gesunde Alternative, um sein Kind zu schützen.

Sonnenlicht wird vom menschlichen Körper benötigt, um Vitamin D bilden zu können. Aus der Nahrung selbst, können wir nur unzureichend dieses wichtige Vitamin erhalten. Vitamin D fördert unter Anderem auch das Wohlbefinden. Unter einem Mangel an Vitamin D wird der Mensch dauerhaft müde sein, Antriebslosigkeit zeigen und empfänglicher gegenüber Infektionen sein.Bei einem Mangel an Vitamin D, kommt es häufig zu einem Überschuss an Melatonin. Diese bildet der Körper zunehmend in Dämmerlicht oder Dunkelheit und es hilft ihm, leichter in Ruhephasen kommen zu können, also besser einzuschlafen. Zudem schüttet der Körper, durch Einfluss von Sonnenlicht verstärkt Glückshormone aus. Menschen, die sich viel in Sonnenlicht aufhalten, gelten also als fröhlicher und ausgeglichener. Und das wünschen wir Eltern unseren Kindern doch ganz besonders.

[SyKo]

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