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Fieberthermometer

Ohrthermometer

Im Gegensatz zu Erwachsenen und größeren Kindern sind bei Kleinkindern die temperaturempfindlichen Bereiche im Gehirn noch nicht vollends ausgeprägt. Als Folge dessen kann die Körpertemperatur äußerst schnell ansteigen und absinken. Zudem werden sie stark von der Temperatur ihrer jeweiligen Umgebung beeinflusst. Fieber kann bei Kleinkindern eine Reaktion auf eine große Anzahl von Stressfaktoren darstellen.



Liegt jedoch eine Infektion vor, dient es als eine Art Abwehrmechanismus gegen die Krankheit. Lediglich hohes oder über einen längeren Zeitraum andauerndes Fieber muss unbedingt gesenkt werden.

Doch wann hat ein Kind eigentlich normale Temperatur und wann spricht man von Fieber? Alles unter 37,3 Grad Celsius ist der normalen Temperatur zuzuordnen. Von erhöhter Temperatur spricht man bei Werten zwischen 37,3 und 38 Grad Celsius, ab 38 Grad Celsius von Fieber und ab 39 Grad Celsius von hohem Fieber.

Infrarot-Fieberthermometer: Spezielle Ohrthermometer sind äußerst praktisch zum Fieber messen bei Kleinkindern, da sie die Temperatur im Handumdrehen messen. Sie zeichnen sich durch eine äußerst schnelle Messung, meist innerhalb von einer Sekunde aus. Allerdings muss hier auf die richtige Anwendung geachtet werden, da sonst ungenaue Messergebnisse eine mögliche Folge sein können. Oft wird nämlich anstatt der Temperatur des Trommelfells, die einer anderen Stelle im Ohr gemessen. Während des Messens muss also der oberste Teil der Ohrmuschel ein wenig hochgezogen werden. Sinn und Zweck hiervon ist es, eine Begradigung des Gehörgangs zu erreichen.

Sehr populär sind in der letzten Zeit auch die so genannten Stirn-Thermometer-Streifen oder Schnullerthermometer geworden. Deren Anwendung ist jedoch nicht unbedingt zu empfehlen, da sie relativ unpräzise und somit unzuverlässig sind.

Digitale Fieberthermometer (LCD): Die elektronische Messung erfolgt relativ schnell und auch genau. Nachteil eines digitalen Thermometers ist der Batteriebedarf.

Ausdehnungsfieberthermometer (Quecksilber, Glas, o.ä.): Das althergebrachte, gewöhnliches Thermometer erfordert sowohl vom Erwachsenen als auch vom Baby oder Kleinkind viel Geduld, da es einfach länger dauert.

Welche Messarten gibt es bei normalen Fieberthermometern?

Die Messung in der Achselhöhle (axillar) ist zwar angenehm, aber sehr ungenau. Beim Messen in der Mundhöhle (oral) muss beachtet werden, dass das Thermometer im Idealfall unter der Zunge liegt, um genaue Ergebnisse zu erzielen, was aber bei kleinen Kindern nicht so einfach ist. Die Messung im After (rektal) ist die genaueste Methode, wenngleich die unangenehmste, jedoch bei Babys und Kleinkindern am einfachsten. Achtung: bei rektaler Messung liegt die Temperatur in der Regel um 0,4 Grad Celsius höher als bei den anderen Messmethoden.


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quelle » Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb

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