Die Diphterie-Impfung

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Diphterie - gefährlich und vermeidbar!
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Diphterie - gefährlich und vermeidbar!

Über viele Jahrhunderte zählte Diphterie zu den am meisten gefürchteten Kinderkrankheiten und führte in vielen Fällen zum Tod der erkrankten Kinder. Seit der Entwicklung eines Impfstoffs hat die Krankheit ihren Schrecken weitgehend verloren und tritt in Gebieten mit flächendeckendem Impfschutz nur noch vereinzelt auf. Die Impfung gehört zu den Standard-Immunisierungen, die von der STIKO (Ständige Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut) für alle Kinder ebenso wie für alle Erwachsenen dringend empfohlen wird.
Diphterie wird ausgelöst durch den Giftstoff des Diphterie-Bakteriums (Toxin). Die Bakterien besiedeln die Mund- Rachen- und Kehlkopfschleimhaut der Erkrankten und zerstören diese. Eine stark gerötete und mit grau-weißlichem Belag bedeckte Mund- und Rachenschleimhaut, Schluckbeschwerden, bellender Husten und hohes Fieber sind typische Krankheitsmerkmale. Durch die Schwellung des Rachens kommt es häufig zu Atemnot mit Erstickungsgefahr. Der Giftstoff kann außerdem, wenn er in den Blutkreislauf gelangt, den Herzmuskel und die Nerven befallen und zu Lähmungen und Herzstillstand führen.

Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen bietet eine einmalige Ansteckung mit Diphterie keinen Schutz vor einer erneuten Infektion. Daher müssen auch Menschen, die einmal mit dem Bakterium infiziert waren, immer wieder ihren Impfschutz erneuern. Für eine Grundimmunisierung gegen Diphterie sind vier Injektionen nötig, von denen drei mit einem Abstand von jeweils vier Wochen und die 4. etwa ein halbes Jahr später verabreicht werden sollten.

Ein erneute Impfung steht nach fünf Jahren an, alle weiteren Auffrischungen werden nach zehn Jahren fällig. Der Impfstoff ist ein Totimpfstoff, der eine kleine Menge des krankheitserregenden Diptherie-Toxins enthält, welches durch eine chemische Behandlung ungiftig gemacht wurde. Trotzdem veranlasst es den Körper dazu, Antikörper gegen die Krankheit zu bilden. In den Auffrischungen ist weniger Toxin enthalten als in den Impfstoffen zur Grundimmunisierung. Der Impfstoff wird für gewöhnlich in den Delta-Muskel des Oberarms, bei kleinen Kindern in den seitlichen Oberschenkel oder den Po gespritzt.

Der Diphterie-Impfstoff ist heute meist in dem Sechsfach-Impfstoff gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Haemophilus influenzae Typ B (HiB) und Hepatitis B enthalten, den Kinder nach STIKO-Empfehlung bereits ab dem vollendeten 2. Lebensmonat, also etwa in der 9. Lebenswoche, erhalten sollen. Hält man diese Empfehlung ein, sind die Folgeimpfungen mit vollendetem 3. und vollendeten 4. Lebensmonat, die 4. Impfung zwischen dem 11. und 14. Monat fällig. Die erste Auffrischung erfolgt dann optimalerweise zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr, die nächste zehn Jahre später. Bei Erwachsenen wird der Diptherie-Impfstoff in Verbindung mit einer Tetanus-, heute häufig auch zusammen mit einer Polio- oder Keuchhusten-Auffrischung gegeben. Die Impfung sollte nicht während einer bestehenden Infektion und nicht bei einer bekannten Unverträglichkeit gegen den Impfstoff gegeben werden.

[BS]

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