Da wird der Hund in der Wanne verrückt

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Skadi, der Deutscher Dogge
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Skadi, der Deutscher Dogge

Ich habe unseren durchgeknallten Hund ja schon des Öfteren erwähnt. Sie wird nicht gescheiter, nur größer. Und genau da ist dann auch schon der erste Punkt, wo wir hin und wieder gefragt werden, was wir denn mit einem solchen Kalb kompensieren wollen. 

Andere kaufen sich schnittige Sportflitzer aus Prestigegründen, wir haben einen großen Hund, der doof, wie lang ist und uns viele Blicke, wenn auch kein Prestige einbringt. Aber, was sollte eine Familie, wie die unsrige, mit einem kleinen Hund? So ein dropsiger, kleiner Wonneknubbel würde in unserem lebhaften Haushalt ein ängstlich zitterndes Dasein hinter einem Küchenschrank führen, weil er sich der ständigen Lebensgefahr, von stampfenden, rennenden Kinderfüßen in Schuhgröße 45 oder mit Bollerwagen durchs Haus galoppierenden Kleinkindern, nicht gewachsen fühlt. Da kann es für uns nur Hundekalb Marke "Robustus" geben! Gut, ein Winzighund hat schon seine Vorteile! Während er nichts erreicht, was auch nur oberhalb der Teppichkante liegt, räumt so eine Deutsche Dogge, kalt lächelnd Küchenhängeschränke aus, rennt beim Aufstehen mit dem Esstisch gesattelt durchs Wohnzimmer und starrt einem, bekommt sie die Gelegenheit, auf dem Klo direkt in die Augen, bis einem alles vergeht. Was sie macht, wenn sie einen von uns, in Schaumbergen dümpelnd, in der Badewanne erwischt, habe ich ja bereits an anderer Stelle geschrieben. 
Ja, unser Hund ist schon ein Meisterwerk der Schöpfung. Und genau diese Schöpfung, bewies mit der Erschaffung unserer Skadi, dass auch Mutter Natur einen unfassbaren Sinn für Humor haben muss.

Von unseren Katzen wird und wurde sie unterschiedlich beäugt. Tosha, unsere Altkatze, will sich einfach nicht mehr an diese stelzbeinige, hyperaktive Sabberlefze gewöhnen. Da die struppige Dame nun 15 Jahre alt ist, mag ihr diese Unfähigkeit, sich neu anzupassen, auch zu verzeihen sein. Loki, der dicke Kater, der sich ja der peinlichen Vergewaltigungsserie sämtlicher Kater in der Nachbarschaft schuldig gemacht hat, der kleine, süße Loki, den wir, aufgrund seines zarten Gewichts von 8,5kg, im Alter von 11 Monaten, eine Zeit nur Kon-FETTI nannten, woraus meine Söhne "fette Conni" machten, hat uns nie verziehen, dass Skadis Vorgänger, unser guter alter Neufundländer Odin starb und wir ihm, kurz darauf, die blonde Dürre vorsetzten.
Er quartierte sich bei einer Nachbarin ein, die weichherzig genug war, zu glauben, dass der Klops mit dem dauerhungrigen Blick unbedingt ein neues Zuhause braucht, so schmächtig, wie er doch aussieht.

Eine Zeit versuchte Loki noch zweigleisig zu fahren und stattete uns einmal die Woche einen Besuch ab. Als Skadi jedoch versuchte, ihn regelrecht im Sturm zu erobern, in dem sie sich auf den im Sessel dösenden Kater setzte und meine Kinder lachend brüllten “Guck mal, Skadi versucht Loki auszubrüten!”, der asthmatisch keuchend nicht einmal mehr in der Lage war, seine Krallen unter dem riesigen Hundehintern auszufahren, war es dann auch mit seinen gelegentlichen Hausbesuchen vorbei.
Und eben da komme ich auf einen sehr wunden Punkt: Sessel!

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