Blasenschwäche nach der Geburt

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Blasenschwäche nach der Geburt ist unangenehm.
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Blasenschwäche nach der Geburt ist unangenehm.

Blasenschwäche. Für viele Mütter ein peinliches Tabuthema

Viele Probleme, die Frauen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt erleben, sind heute kein Tabuthema mehr. Inkontinenz nach der Geburt allerdings schon. Kaum eine junge Mutter weiß, dass viele Frauen davon betroffen sind, weil man aus Scham meist nicht darüber spricht.

Schämen muss sich keine Frau dafür, denn es ist ein oft kaum vermeidbares Auftreten, dass sich nach einigen Wochen wieder zurückbildet.

Lesetipp: Hier kannst Du lesen, ob es sich um Urin oder Fruchtwasser handelt.

Warum tritt Harninkontinenz nach einer Geburt häufiger auf?

Bis heute sind sich Ärzte noch nicht sicher, warum gerade nach einer Geburt die Blasenschwäche bei der Mutter verstärkt zu beobachten ist. Man ging davon aus, dass kleinere Verletzungen, die unter der Geburt entstehen und die harmlos sind, die Verantwortung für die vorübergehende Inkontinenz tragen. Dagegen spricht jedoch, dass auch Frauen nach Kaiserschnitten davon berichten, einige Zeit nach der Geburt an Harninkontinenz gelitten zu haben.

Organe müssen sich neu sortieren

Es kann also nicht allein von Verletzungen unter der Geburt abhängig sein, sondern scheint eine komplexere Ursache zu haben. Eine vernünftig klingende, allerdings nicht einwandfrei nachweisbare Theorie ist, dass sich die im Beckenbereich liegenden Organe zunächst wieder umstellen müssen. Durch die Schwangerschaft und damit auch durch die Vergrößerung der Gebärmutter verschieben sich einige Organe im Körper der Mutter und passen sich dem Druck an, der durch das zunehmende Gewicht von Gebärmutter und dem darin liegenden Kind entsteht. So kommt es bereits in der Schwangerschaft nicht selten dazu, dass die werdende Mutter Harn nicht immer halten kann. Vor allem bei abrupten Bewegungen, Niesen oder Husten.

Was geschieht nach der Geburt?

Nach der Geburt fallen zusätzliches Gewicht und die verdrängende Größe der Gebärmutter weg. Der Uterus verkleinert sich wieder auf seine ursprüngliche Größe und die Entlastung, unter anderem der Blase, beginnt beinahe schlagartig. Es herrschen also neue Bedingungen im Körper, denen sich auch die Blase anpassen muss.

Hinzu kommen hormonelle Veränderungen im mütterlichen Körper. Zudem sorgt eine Lockerung der Beckenbodenmuskulatur und des Bindegewebes dafür, dass unter der Geburt das Geweb dehnbarer ist, damit das Kind besser auf die Welt gebracht werden kann.

Aufgrund dieser Faktoren brauchen Blase und Schließmuskel einige Zeit, um wieder ihre ursprüngliche Position einzunehmen. Und genau dieser Zeitraum verschafft den Müttern dann meist die Harninkontinenz.

Kann man der Blasenschwäche nach der Geburt vorbeugen?

Eine wirkliche Vorbeugung ist nicht möglich. Weder durch vermehrte Rückbildungsgymnastik und erst recht nicht durch die Entscheidung zum Kaiserschnitt. Es gibt die Vermutung, dass bereits während der Schwangerschaft begonnenes Beckenbodentraining, das nach der Geburt fortgesetzt wird, helfen kann.

Übungen dazu findet man in entsprechender Fachliteratur oder durch Empfehlungen von Hebamme oder Arzt. In der Regel hält die Harninkontinenz nach einer Geburt nicht länger als 2-4 Wochen nach Entbindung an.

Lesetipp: Warum Urin-Tests während der Schwangerschaft?

Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin?

Neben dem bereits erwähnten Beckenbodentraining empfiehlt es sich, gute und saugfähige Einlagen im Slip zu tragen, die auch gegebenenfalls größere Mengen Urin aufnehmen können, falls die Frau einige Stunden die Einlage nicht wechseln kann. Dabei müssen es keine speziellen Inkontinenzeinlagen sein. Diese sind durch ihre Kunststoffbeschichtungen meist ohnehin ungeeignet, da sie, im Zusammenhang mit dem Wochenfluss, schneller eine unangenehme Geruchsbelästigung entwickeln.

Vlieswindel-Einlagen als Geheimtipp

Viele Mütter empfehlen in den ersten Wochen nach der Geburt Vlieswindel-Einlagen zu verwenden. Diese erhält man in der Abteilung für Windelzubehör in der Drogerie. Normalerweise finden die Vlieswindel-Einlagen ihren Einsatz in sogenannten Gummihöschen, die als Ersatz für Einwegwindeln verwendet werden. Sie sind länger und breiter als Damenbinden und besitzen eine höhere Saugfähigkeit.

Frauenarzt von der Inkontinenz erzählen

Auch wenn die Harninkontinenz nach der Geburt kein seltenes Phänomen ist, sollte die Betroffene ihren Frauenarzt bei der Nachsorgeuntersuchung darauf ansprechen. Er kann im Rahmen seiner Untersuchung feststellen, ob die Inkontinenz durch weitere körperliche Gegebenheiten, wie Verletzungen unter der Geburt, verstärkt wird und gegebenenfalls therapeutisch unterstützen.




[SyKo]

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