Wann darf das Neugeborene raus?
Der erste Spaziergang ist ein großes Erlebnis, sowohl für das Neugeborene, als auch für Mama. Wann der beste Zeitpunkt für Babys erster Spaziergang ist, fragen sich viele frisch gebackene Mütter.
Unsere Mütter haben nach der Entbindung oft noch wochenlang gewartet bis sie mit dem Baby spazieren gegangen sind. Wenn Mütter von heute bei schönem Wetter mit ihren Babys bereits nach wenigen Tagen rausgehen, werden sie von der älteren Generation immer noch oft gefragt: „Was? Du darfst dein Kind schon hinausbringen? Ich bin mit dir 4 Wochen lang nur daheim geblieben...“
Dabei hängt bei einem gesunden Neugeborenen der richtige Zeitpunkt für den Spaziergang überwiegend von der Jahreszeit ab. Sommerbabys dürfen gleich das schöne Sommerwetter im Schatten genießen, während Winterbabys noch einige Tage warten sollten und nur beim trockenen, sonnigen Wetter das erste Mal spazieren fahren sollten.
Frost, Nebel, Sturm und starke Mittagshitze sind für Babys unter 6 Monaten eher tabu. Die besten Tageszeiten für Babys Spaziergang sind im Sommer also die Vormittags- und späteren Nachmittagsstunden, bei kühlerem Wetter sind eher die milderen, frühen Nachmittagsstunden zu empfehlen. Am besten ist es natürlich, wenn Baby satt und zufrieden ist.
Für den ersten Spaziergang reicht eine viertel Stunde völlig aus, dabei sollte man auch an den Rückweg denken. Man kann diesen Zeitraum aber schon bald auf eine halbe Stunde erhöhen. Wie lange dann letztendlich die Spaziergänge dauern sollen, hängt im Wesentlichen vom Baby ab: sie sollten vor Allem an seinen Tagesrhythmus angepasst sein. Manche Babys brauchen mehr Ruhe und das vertraute Zuhause, andere genießen es stundenlang draußen zu sein.
Selbstverständlich soll die Wöchnerin auch Lust auf den Spaziergang haben und sich kräftig genug für einen kurzen Ausflug fühlen. Draußen gibt es strahlend schönes Sommerwetter, die frisch gebackene Mutter möchte sich aber eher noch im Bett ausruhen? Dann soll der Spaziergang eben warten, bis sich Mama dafür auch bereit fühlt.
(mmh)
Kommentare
1
Nach der Krankenhausentlassung sind wir auch gleich spazieren gegangen. Nur ca. 10 Minuten - ich hatte ja auch 5 Tage zuvor einen Kaiserschnitt. Meiner Tochter hat das auch als im Dezember Geborene nicht geschadet. Wir sind jeden Tag zunehmend mehr raus - sogar als es im Februar letztes Jahr minus 20 Grad hatte sind wir eine Stunde raus. Dicken Schlafsack in den Kinderwagen, Schneeanzug an und warmes Kirschkernsäckchen dazu legen, Gesichtchen schön eincremen. Sie hatte dann nicht mal kalte Hände nach dem Spaziergang.
von Kristen am 15.11.2012 16:01
2
meine tochter war einbisschen mehr als einen tag alt als wir das 1. mal rausgegangen sind. Zwar nur 5 Minuten in den Krankehaus Park, aber draussen waren wir ;D
von flemming am 19.08.2011 10:58
3
als ich damals entbunden habe, (märz 2009) meinte meine hebi direkt am zweiten tag ich solle jeden tag schön mit dem zwerg rausgehen :-)
von Gelöschter Benutzer am 11.08.2011 20:53
4
Wenn man schon mehrere kinder hat hat sich die frage eh schon erledigt;)
von linda1986 am 26.07.2011 20:07
5
Und was macht man wenn schon Geschwister da sind? Mein Kleiner musste direkt nach dem Krankenhaus jeden Morgen ne halbe Stunde raus, den Großen zum KiGa bringen und am Nachmittag natürlich wieder abholen.
Auch mit dem Großen bin ich gleich raus, der ist im Dezember geboren.
von britta881 am 28.06.2011 13:29
6
Ich musste gerade ein wenig lächeln. Da schreibt ihr doch: \" Bei Frost, Nebel und Sturm sind Spaziergänge für Babys unter 6 Monaten eher tabu.\" Dann hätte ich mit meinem Sohn im vergangenen Winter keinen Fuss vor die Tür setzen können. Bei durchschnittlich -10 Grad Celsius auch tagsüber hätte ich ja mit meinem am 17.09.2009 geborenem Sohn überhaupt nicht das Haus verlassen dürfen. Ich finde aber, wenn man die Babys schön einpackt und eine Wind- und Wettercreme benutzt, kann nichts mehr schief gehen. Mein Sohn hat auch die frostigen Frischluftausflüge sichtlich genossen.
von ami2009 am 14.06.2010 22:53
» Dr. Gerhard Oellinger für Mamiweb