APGAR-Wert

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APGAR-Wert
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APGAR-Wert

Der APGAR-Wert wurde von der US-amerikanischen Anästhesistin Virginia Apgar entwickelt, um bei einer akut bedrohlichen Situation nach der Geburt sofort lebensrettende Sofortmaßnahmen für das Baby ergreifen zu können.

Vor der Entwicklung dieses Beurteilungsverfahrens starben viele Säuglinge an undiagnostizierten pränatalen Schäden oder bei der Geburt entstandener Verletzungen. So konnten Hirnblutung, fehlender Herzschlag oder Atemprobleme rasch zum Tod oder zu irreparablen Schäden führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wurden.

Wie funktioniert der APGAR-Test?

Um den APGAR-Wert zu bestimmen, werden beim Neugeborenen nach einem standardisierten Bewertungssystem von 0 bis 10 Punkten jeweils eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt die fünf lebenswichtigen Funktionen (Atmung, Puls, Muskelspannung, Durchblutung der Haut und Reflexe) kontrolliert. Für jede Funktion können Arzt oder Hebamme jeweils 0 bis 2 Punkte vergeben.
  • Ein gesundes Baby hat nach der Geburt einen APGAR-Wert zwischen 7 und 10, schreit, strampelt, grimassiert und besitzt eine rosige Haut sowie eine minütliche Herzfrequenz über 100.
  • Wenn ein Baby bei der ersten Kontrolle noch nicht die volle Punktzahl von 10 erreicht, ist dies nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis. Manche Säuglinge brauchen einfach etwas länger, um sich von den Strapazen der Geburt zu erholen.
  • Neugeborene mit Werten unter 7 weisen oft einen unregelmäßigen Herzschlag  und eine zu flache Atmung auf und zeichnen sich durch fehlende Reflexe sowie mangelnde Aktivität aus. Blaue Gliedmaßen sind ein akutes Alarmsignal für eine Unterversorgung mit Sauerstoff. Diese Babys brauchen häufig zusätzlichen Sauerstoff oder müssen sogar wiederbelebt werden.
Der APGAR-Test sorgt seit seiner Entwicklung im
Jahr 1952 nach wie vor dafür, dass zahlreiche Neugeborene durch sofortiges medizinisches Eingreifen gerettet werden können.

APGAR Tabelle

In unserem Magazin erhältst Du weitere Informationen über den APGAR-Wert und andere postnatale Untersuchungen beim Baby.

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