Adoption und Wartezeit

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Ein Kind adoptieren?
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Ein Kind adoptieren?

Wenn ein Paar mit Kinderwunsch den Traum vom eigenen Nachwuchs aufgegeben hat und beschließt, ein Kind zu adoptieren, führt der erste Weg zum Jugendamt. Doch dort folgt meist schon die nächste Enttäuschung.

Denn auch wenn man die Alterskriterien für eine Adoption (siehe unten) erfüllt, ein tadelloses polizeiliches Führungszeugnis hat und die Wohn- und Einkommensverhältnisse sowie die Gesundheitsprüfung in Ordnung sind, kommen die potentiellen Eltern im Falle der "Tauglichkeitsbefindung" zunächst auf eine Warteliste.

Zu viele Adoptionswillige für ein Baby

Diese Warteliste zur Adoption kann durchaus eine jahrelange Wartezeit mit sich bringen. Denn es gibt deutlich mehr adoptionswillige Paare als zu vermittelnde Babys. Trotzdem hilft es zu wissen, dass die Jugendämter nicht strikt nach der Liste vorgehen, sondern vor allem die passende Kind-Eltern-Beziehung suchen.

Altersgrenze

Die meisten Paare wollen ein Baby adoptieren, um eine Prägung des Kindes durch eine "andere Mama" oder einen "anderen Papa" zu vermeiden. Angesichts der möglichen Wartezeit drängt sich aber eine Frage auf: Sind wir, wenn es dann endlich soweit ist, vielleicht zu alt für ein Baby?

40 Jahre Altersunterschied

Zwar regelt der Gesetzgeber das Höchstalter nicht eindeutig, aber der Altersunterschied zwischen Eltern und Kind sollte einem natürlichen Zeitraum entsprechen (nicht mehr als 40 Jahre). Überschreiten die Adoptiveltern das 40. Lebensjahr, ist es also unwahrscheinlich, dass sie für die Adoption eines Säuglings in Frage kommen.

Zwickmühle

Häufig haben Paare, die ein Kind adoptieren möchten, aber einen jahrelangen Weg hinter sich, auf dem sie versucht haben, ein leibliches Kind zu bekommen. Somit sind viele der potentiellen Eltern mindestens Mitte bis Ende Dreißig, wenn sie sich für die Adoption entscheiden. Das bedeutet, ihre Chance auf eine Adoption sinken. Allerdings sollte man sich nicht entmutigen lassen, denn selbst 2 Jahre auf der Warteliste sind 730 Tage mit der Aussicht auf ein Baby und eine Familie.

Bei älteren Kindern umgekehrt

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ein älteres Kind zu adoptieren. Dazu wird seitens der Jugendämter oft geraten, da die Relation hier umgekehrt ist: Es gibt mehr ältere Kinder, die auf eine Familie warten, als Familien, die ein älteres Kind aufnehmen möchten.

Fazit

Die zentrale Frage dabei für die Eltern ist: "Kann ich mir vorstellen, ein älteres Kind beispielsweise im Kindergarten- oder Schulalter zu lieben als wäre es mein Eigenes?" Wenn ja, dann sollte man sich nicht von Vorurteilen leiten lassen, sondern daran glauben, dass mit viel Liebe eine neue Familie wachsen kann.

[SyKo]

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