Vom Elternteil zum Trainer

eltern-als-trainer
Trainer und Eltern haben vieles gemeinsam
Trainer und Eltern haben vieles gemeinsam
.

quelle

AutoreninfoKatharina Krause
aktualisiert: 22.10.2019Vierfache Mutter u. Autorin
Medizin, Gesundheit und Erziehung
Als Elternteil muss man so ziemlich alles sein und können. Da verwundert es auch wenig, dass Eltern sein auch gleichzeitig eine Art Trainertätigkeit ist. Eine Herausforderung, die aber zu meistern ist.
Was du hier lesen kannst:
  • Eltern gleich Trainer
  • Tipps und Tricks für den Alltag

Eltern gleich Trainer


Grundsätzlich ist es mit der Schule teilweise ein ganz klein wenig so wie mit dem Sport: Schüler und Sportler sind nicht immer gleichermaßen motiviert und brauchen manchmal einfach jemanden, der ihnen im übertragenen Sinne ein wenig in den Hintern tritt. Deshalb mutiert man als Elternteil sehr schnell zum Coach oder Trainer seines eigenen Kindes, sobald dieses in die Schule kommt. Hierbei gibt es diverse Dinge, die man für die Motivation seines Kindes tun kann oder tun sollte.

Zu erst solltest du dafür sorgen, dass die Beziehung zu deinem Kind möglichst gut ist und das ist sie im Normalfall, wenn du dir die Zeit nimmst, über kindliche Sorgen und Probleme zu sprechen und einfach für dein Kind da zu sein. Je stabiler hierbei die Bindung ist, desto einfacher wird es dir fallen, dein Kind durch seine Schulzeit zu führen. Grundsätzlich sind Kinder meistens immer dann sehr motiviert, wenn sie vor einer Herausforderung oder Aufgabe stehen, bei der sie einmal so richtig zeigen können, wie gut sie doch schon sind. Dementsprechend ist es also immer hilfreich, deinem Kind regelmäßig Aufgaben zuzuweisen, an denen es wachsen kann. Hierbei muss man ein wenig aufpassen, dass man die Abwechslung nicht ganz außer Acht lässt.

Kinder lernen vor allem dann immer sehr gut, wenn sie mit verschiedenen Anforderungsarten in Kontakt kommen. Natürlich darf man das Kind hierbei nicht überfordern, doch man sollte immer dafür sorgen, dass ein ausreichend großes Angebot zur Verfügung steht. Auch das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen muss man als Trainer seines Kindes regelmäßig stärken. Dies funktioniert am besten, indem man dem Kind regelmäßig zeigt, wie gut es doch schon ist und dass es schon ganz viele Sachen selbstständig erreichen kann. Hierbei ist es auch ganz wichtig, dass das Kind regelmäßig gelobt wird, denn Lob, vor allem wenn es sich um Lob für die Anstrengungen handelt, ist immer eine gute Sache, um das Kind zu motivieren.

Man sollte Kindern grundsätzlich immer neue Ziele setzen, die etwas höher liegen, als die vorangegangenen. Hierbei ist es wichtig, dass diese Ziele auch tatsächlich erreichbar sind. Hat man sich doch einmal vertan, sollte man versuchen dem Kind zu helfen, das Ziel trotzdem zu erreichen oder es zumindest ausgiebig für seinen Versuch loben und anerkennen, wie weit es überhaupt gekommen ist. Besonders schön sind für Kinder natürlich Dinge, die eine machbare Herausforderung darstellen. Erfolgserlebnisse sind die beste Motivation, die man seinem Kind zuteil werden lassen kann. Es lohnt sich also tatsächlich, etwas Zeit darauf zu investieren, herauszufinden, wie man eine Herausforderung gestalten kann, die für das Kind so gerade eben noch mit einer ausreichenden Portion Anstrengung zu erreichen ist. Wenn einem das gelingt, hat man in der Regel schon viel gewonnen.

Tipps und Tricks für den Alltag

Grundsätzlich ist das Integrieren von Herausforderungen in den Alltag gar kein so großes Problem. Das fängt schon bei so ganz simplen Sachen wie dem Haushalt an. Lass dein Kind regelmäßig einmal bei Dingen, die im Haushalt auf jeden Fall anfallen, mit anfassen und zeige ihm damit, was es schon alles kann und was du ihm schon alles zutraust. Lege mit dem Kind zusammen Trainingszeiten, Lernzeiten und solche Dinge fest und erarbeite mit ihm einen Trainings- oder Lehrplan. Sorge dafür, dass dieser Plan auch tatsächlich umgesetzt wird und nicht bei dem ersten Anflug von "keine Lust" direkt übergangen wird. Denke hierbei vor allem daran, was ein Trainer im Sportverein macht. Er motiviert in der Regel die Sportler, setzt Herausforderungen, die auch tatsächlich erreicht werden können und sorgt dafür, dass Trainingspläne auch umgesetzt werden. Als Trainer musst du einfach ein wenig ein Auge darauf haben, was dein Kind schon leisten kann und für dein Kind immer neue Herausforderungen und Trainingsstufen bereitstellen. Dies erfordert natürlich ein klein wenig Arbeit, aber dafür lohnt sich diese in der Regel dann auch.

Wichtig ist, dass du immer darauf achtest, dass du dein Kind weder über- noch unterforderst. Ein Sportler, der immer wieder dieselben Übungen machen soll, obwohl er sie schon in- und auswendig beherrscht, wird sein Können dadurch nicht mehr verbessern können. Stattdessen wird er irgendwann frustriert darüber sein und keine Lust mehr haben. Das A und O für eine erfolgreiche Entwicklung ist das Wachsen der Herausforderungen im gleichen Maßstab, wie die Fähigkeiten sich auch verbessern. Als Trainer ist es deine Hauptaufgabe dafür zu sorgen, dass die Motivation des Kindes auch tatsächlich erhalten bleibt. Teilweise kann es auch ganz interessant sein, den ein oder anderen Trick von einem Sporttrainer zu übernehmen und diesen zur Motivationserhaltung und zur Herausforderung der Kinder in Bezug auf Schule und Hausaufgaben zu nutzen. Grundsätzlich gilt hier aber, je besser das familiäre Klima zu Hause ist, je mehr Zeit du dir für das Kind nehmen kannst, je wohler sich das Kind bei dir fühlt und je mehr du dir über die Anforderungen an dein Kind Gedanken machst, desto besser und einfacher wird es dein Kind im Laufe seiner Schulzeit haben.

[KaKra]

Dein Kommentar

noch 1000 Zeichen.

Magazin durchsuchen

Verlinke mich


quelle


Magazin durchsuchen

Verlinke mich



uploading