Streiten will gelernt sein

Streiten - aber wie?
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Streiten - aber wie?

Eine Beziehung, in der sich die Paare niemals streiten, ist nahezu undenkbar. Schließlich gibt es immer Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei Menschen, egal wie sehr sie sich lieben. Trotzdem gibt es Paare, die glauben ohne Streitereien auskommen zu können. In ihrem Harmoniebedürfnis gehen sie jeder Auseinandersetzung aus dem Weg. In der Regel rächt sich dieses Verhalten allerdings früher oder später, wenn sich der aufgestaute Frust entlädt. 

Vor allem kann es dann problematisch werden, wenn nur einer der Partner der "Harmoniefreund" ist, der immer den Kürzeren zieht. Die Partnerschaft kann in diesem Fall nur auf seine Kosten funktioniern, weil er seine Bedürfnisse zurück steckt. Damit wird in der Regel allerdings in vielen Fällen gerade das Gegenteil erreicht: Der dominantere Partner verliert nach und nach den Respekt und die Achtung dem Nachgiebigeren gegenüber.

Steitereien, oder zumindest kleinere Auseinandersetzungen, können in so einer Situation sehr hilfreich sein, um die Beziehung wieder "lebendiger" zu gestalten. Schließlich geht es darum, dass beide Partner in einer Beziehung leben sollten, in der sie sich wohl fühlen. Das kann allerdings schwierig sein, wenn sich beide Partner immer in gleichen Streitmustern bewegen.

In vielen Konfrontationen geht es nur um einen Machtkampf, in dem geschrieen, beschuldigt, geschmollt und verallgemeinert wird. Die Sache an sich steht nicht im Vordergund. Vielmehr geht es um Manipulation, Sieg und Niederlage. Wenn Paare solche Muster an sich erkennen, sollten sie für sich die Chance des "konstruktiven" Streitens nutzen. Klar ist es erstmal nicht leicht, hochkochende Emotionen zugunsten einer guten Streitstrategie zurück zu stellen, aber mit etwas Übung ist es machbar.

Die erste Regel ist die schwierigste: Ruhe bewahren! Mit kühlem Kopf lässt es sich konstruktiver diskutieren, auch wenn der Ärger groß sein sollte. In vielen Fällen hat sich der Streit dann oftmals schon erledigt, weil mit klarem Verstand die Einsicht folgt, dass es oft nur um verletzten Stolz oder Rechthaberei geht. 

Das ist sehr wichtig, da eine Auseinandersetzung um eine Sachangelegenheit sich ansonsten schnell zu einer Generalabrechnung mit den Worten "nie machst du" oder "immer tust du" entwickeln kann. Auf diese Weise lassen sich Probleme jedoch nicht lösen.

Durch solche Äußerungen wird der Partner schnell in eine Verteidigungshaltung gedrängt. Sinnvoll ist es, "Ich-Botschaften" zu verwenden, also zu beschreiben, wie man sich fühlt, ohne den anderen mit "Du"-Vorwürfen in die Ecke zu treiben. Zudem muss jeder den anderen ausreden lassen und dessen Gefühle und Gedanken ernst nehmen.

Befindet man sich in einer Sackgasse, weil die Emotionen einfach so stark sind, sollte man eine Streitpause einlegen, in der sich die Gemüter wieder beruhigen können. So kann man seinen Kopf wieder klarer bekommen und eventuell fallen einem neue Lösungen ein, die man so zuvor noch nicht bedacht hat. Im nächsten Gespräch lässt es sich dann oftmals leichter diskutieren, nachdem beide die Sache mit ein wenig Abstand betrachtet haben.

Im schlimmsten Fall kann man sich jedoch nicht einigen. Aber auch das muss keine Tragödie sein, wenn man dies zunächst akzeptiert. Je nachdem, wie existenziell die Angelegenheit ist, um die es dabei geht, hat man die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder man muss sich tatsächlich vom Partner trennen oder das Streitthema ist erledigt, da es sich in der Beziehung ausklammern lässt.

Sind Kinder im Spiel, ist das ganze natürlich eine Entscheidung mit hoher Tragweite. Dennoch sollte man bedenken: Streitet man sich unentwegt und findet keine Lösung, hat der Sprößling mehr davon, wenn die Eltern getrennte Wege gehen und sich unabhängig voneinander liebevoll um das Kind kümmern. 

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