Was und wie oft soll mein Baby trinken?

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Wie oft soll mein Baby trinken?
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Wie oft soll mein Baby trinken?

Sobald das Baby Beikost bekommt, ist es wichtig, dass dem Kind zusätzlich zur Säuglingsmilch Getränke angeboten werden.

Der Flüssigkeitshaushalt eines Babys ist leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.  Aus diesem Grund sollten Eltern sehr darauf bedacht sein, dass ihr Baby ab der Einführung der Beikost regelmäßig zu trinken bekommt. Zum Trinken eignen sich Tee, Wasser oder gelegentlich verdünnte Fruchtsäfte.

Was und wie viel sollte ein Baby trinken?

  • 400 Milliliter pro Tag im ersten Jahr
    Zu Beginn der Beikost sollte das Baby 200 ml pro Tag trinken. Je mehr Beikostmahlzeiten dazu kommen, desto größer ist der Flüssigkeitsbedarf. Bis Ende des ersten Jahres sollte das Baby etwa 400 ml pro Tag trinken.
  • Nicht dauerhaft trinken
    Das Baby sollte nicht ständig an einer Trinkflasche saugen. Die dauernde Flüssigkeit im Mund behindert die Speichelproduktion, welche als natürliche Karieshemmung wirkt. Am besten trinkt das Kind nach jeder Mahlzeit.
  • Wasser und Tee
    Ideale Getränke sind Wasser, Früchte- und Kräutertees sowie gelegentlich stark verdünnte Fruchtsäfte. Sehr beliebt sind Teesorten wie Fencheltee, Anistee oder speziell für Säuglinge zusammengestellte Teemischungen mit beruhigenden Kräutern. Alle Getränke sollten keine Zuckerzusätze oder Aromen enthalten.

In solchen Fällen sollte das Kind besonders viel trinken

Bei starker Hitze und insbesondere bei Durchfall müssen Säuglinge besonders viel Flüssigkeit aufnehmen. Säuglinge haben aufgrund der großen Körperoberfläche und der geringen Konzentrationsfähigkeit der Niere einen höheren Wasserbedarf als ältere Kinder. Damit die Flüssigkeit besser vom Körper ausgenommen werden kann, empfiehlt es sich verdünnte Fruchtsäfte (1:3) oder bei Durchfall Elektrolytlösungen aus der Apotheke zu geben.

Symptome bei Flüssigkeitsmangel

Besonders Babys sind bei Flüssigkeitsmangel empfingdlich. Als klassische Symptome bei zu wenig Flüssigkeit gelten Schläfrigkeit und eine eingesunkene Fontanelle.

Weitere Symptome sind:

  • Mundtrockenheit
  • Erhöhte Temperatur
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühle

Richtwerte zur Flüssigkeitsaufnahme bei Kindern

Je älter das Kind, desto mehr Flüssigeit braucht es pro Tag. Die nachfolgenden Werte sind durchschnittliche Richtwerte, insbesondere bei sportlichen Aktivitäten können diese auch höher liegen. Die Fachgesellschaften Deutschlands (D), Österreichs (A) und der Schweiz (CH) empfehlen folgende durchschnittlichen Werte zur täglichen Flüssigkeitszufuhr, in den unterschiedlichen Altersklassen:
AlterFlüssigkeitsbedarf (ml)
Unter 1 Jahr400
1 bis 4 Jahre820
4 bis 7 Jahre940
7 bis 10 Jahre970
10 bis 13 Jahre1170
13 bis 15 Jahre1330
15 bis 19 Jahre1530
Quelle: D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

Limonaden und Säfte

Auch wenn sie besonders bei Kindern sehr beliebt sind, sollte man darauf achten, dass Kinder nicht zu viel Zucker durch regelmäßigen Konsum industrieller Fertiggetränke zu sich nehmen. Ein kleines Glas (0,25 Liter) industrieller Fertig-Limonade (wie z.B. Cola) enthält bispielsweise zwischen 20 und 30 Gramm Zucker, was ca. 7 bis 12 Stück Würfelzucker entspricht.

Diese starke Überzuckerung ist nicht nur schlecht für die Gesundheit sondern fördert Übergwicht bis hin zu Adipositas (Fettleibigkeit), und ist zudem Schlecht für die Zähne. Der viele Zucker fördert Karies.

Süßststoffe sind nur bedingt Alternativen zu Zucker in den Getränken, denn sie gauckeln dem Körper eine Zufuhr von Zucker vor. Da diese aufgrund des zuckerfreien Süßstoffes jedoch ausbleibt, bildet sich bereits nach kurzer Zeit ein Heißhunger, was letztlich zu einer Aufnahme unnötig vieler Kalorien und zur Gewichtszunahme führt. Manche Quellen berichten auch von einem erhöhten Krebsrisiko, dem man sich durch den Konsum von Süßstoffen aussetzt, was jedoch noch nicht zweifelsfrei bewiesen wurde.

Was soll mein Kind nun trinken?
Gucke Dir bei industriellen Getränken (Fertigprodukten) die Zutatenliste (meist hinten am Etikett) genau an. Oftmals versuchen die Hersteller den Zuckerwert durch Cyclamat oder Saccharin zu reduzieren, oder aber den Zuckerwert zu verschleiern. Jedoch auch diese chemischen Substanzen sind bei regelmäßigem Konsum ungesund. Nutze stattdessen Tees, oder frische Säfte und setzte dabei auf vollwertige Süssungsmittel wie

  • Agavensirup
  • Ahornsirup
  • Honig
  • Apfel- oder Birnendicksaft
  • Vollrohrzucker
Grundsätzlich sollten Süssungsmittel sparsam eingesetzt werden. Letztlich werden sich nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Zähne Deines Kindes darüber freuen.

Tipp: Nach dem Konsum von Süssigkeiten den Mund gut mit Wasser ausspülen, bzw. die Zähne putzen.

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