Schnullerbabys

schnullerbaby
Baby mit Schnuller
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Baby mit Schnuller

Der Schnuller, auch Beruhigungssauger genannt, beschäftigt jede frisch gebackene Mami.

Dabei gibt es bei den Müttern absolute Schnullergegnerinnen, die ihrem Baby den Sauger erst gar nicht anbieten. Andere Mütter sehen den Schnuller als Segen, der das Leben allen Beteiligten erheblich erleichtert. Doch auch Babys wollen nicht immer einen Schnuller. Manche lieben ihn vom ersten Tag an und wollen ihn am liebsten nie mehr hergeben, andere verweigern den Beruhigungssauger trotz monatelanger Versuche seitens der Eltern kategorisch. Hat man ein Schnullerbaby, stellt sich Eltern irgendwann die schwierige Frage: Wie können wir unserem Kind den Sauger wieder abgewöhnen?

Umfrage unter Müttern

Im Rahmen des Mamiweb-Newsletters haben wir eine Umfrage mit folgenden Fragen zum Thema Schnuller durchgeführt:
  • Hatte Dein Baby einen Schnuller?
  • Findest Du Schnuller gut, einfach nur praktisch oder bist Du total gegen einen Schnuller?
  • Welche Erfahrungen hast Du beim Schnuller-Entwöhnen gemacht?

Die Erfahrungsberichte

Dorit:

Ich war froh, als mein Sohn mit sieben Monaten endlich den Schnuller nahm. Denn ab diesem Zeitpunkt wurde unsere Nachtruhe nur noch für maximal fünf Minuten und nicht für eine halbe Stunde oder länger gestört - ein echter Segen! Außerdem hatte ich Angst, dass der Kleine irgendwann den Daumen als Ersatz nimmt. Als er mit ca. 15 Monaten begann zu reden, haben wir den Schnuller mit starken Nerven und Konsequenz auf das Schlafen reduziert. Zu seinem zweiten Geburtstag bekam er das Buch von der Schnullerfee, dessen Erfolg jedoch gegen Null ging. Doch plötzlich kam Bob der Baumeister ins Spiel und Theo wollte unbedingt mit seinem Bob-T-Shirt auch schlafen gehen. Da Bob ein großer Junge ist, ging das nur im Tausch gegen den Schnuller und von heute auf morgen wurde der Schnuller nicht mehr gebraucht ...! Wenn mir das jemand eine Woche vorher gesagt hätte, hätte ich ihn ausgelacht.

Jessy:

Endlich kann ich mich mal zum Thema "Beppel" auslassen ;-). Ja, bei uns heißt er nicht Schnuller, sondern Beppel ... Meine Tochter (jetzt 3,5 Jahre alt) hat ihn so genannt, keiner weiß warum. Aber wir finden/fanden es toll und haben den Namen Beppel so übernommen. Wie schon geschrieben, ist sie nun 3,5 Jahre alt und liebt ihren Beppel meiner Ansicht nach ein bisschen zu doll :-(. Wie bei Dir hat sie ihren ersten Schnuller im Krankenhaus bekommen und seitdem sind die beiden unzertrennlich, was mich langsam ein bisschen stört. Es ist egal, was ich auch versuche, Beppel und Tuch müssen dabei sein. Im August 2009 hat der Kindergarten für sie begonnen und da war der Schnuller super wichtig für sie, das kann ich natürlich verstehen! Er beruhigt, nach und nach brauchte sie ihn immer weniger und irgendwann nur noch zum Schlafen und wenn sie traurig war. Mittlerweile war auch schon die Beppelfee da und hat Geschenke auf die Fensterbank gelegt. War total toll, nur kam sie am selben Tag noch einmal und hat den Beppel wieder gebracht. Hmm, nun denn.... ;-). Nun hat sie den Kindergarten wechseln müssen, LEIDER, und brauch ihn seit sie dort ist fast 24 Stunden. Ich glaube, ich verzweifle! Mit 3,5 Jahren finde ich reicht es - ABER WAT MACHEN?

LadyPhoenix:

Schnuller sind praktisch. Ich konnte leider nicht stillen, daher kann ich nicht sagen, wie sich Adrians Saugbedürfnis entwickelt hätte. Im Krankenhaus habe ich es noch mit stillen versucht, da wollte er keinen Schnuller. Als wir nach Hause durften, bekamen wir als "Einstand" von unserem Nachbarn ein Päckchen NUK-Schnuller geschenkt. Nachdem sich rausstellte, dass ich nicht stillen konnte, weil einfach keine Milch kam, habe ich Adrian den Schnuller zum Einschlafen angeboten, weil er da immer etwas unruhig war und (obwohl er satt war) immer "gesucht" hat. Seitdem gibt es verschiedene Schnuller in unserem Haushalt, die regelmäßig ausgekocht und ersetzt werden. Adrian braucht allerdings nur zum Einschlafen einen Schnuller. Wenn ich ihn ins Bettchen lege, liegen zwei Schnuller bereit. Den einen schiebt er sich selbst in den Mund, wenn er will, den anderen hält er in der Hand. Wenn er den Schnuller nicht will, schiebt er ihn immer nach oben in die Ecke, den anderen hält er meistens bis zum Aufwachen in der Hand. Solange er den Schnuller nicht ständig im Mund hat, finde ich es nicht schlimm, wenn er ihn benutzt. Ich kann mir vorstellen, dass das Entwöhnen irgendwann mal ganz problemlos funktioniert.

Nike:

Unser Großer (fast vier) hat von Anfang an immer einen Schnuller gehabt. Das ging nachher schon so weit, dass wir überall in der Wohnung Nuckis deponiert hatten, weil sich große Dramen abspielten, wenn kein Nucki greifbar war. Gerade zum Schlafengehen musste es immer einer im Mund und einer in der Hand zu rumknubbeln sein. Irgendwann dann brachten wir auch die Schnullerfee zur Sprache, die seine Schnuller holen würde. Ich versuchte dann, ihn dazu zu überreden, doch testweise schon mal ohne Nucki einzuschlafen. Aber da gab es gar keinen Versuch - "nicht ohne meinen Nucki"! Nach ein paar fruchtlosen Überredungsversuchen sagte ich zu meinem Mann, dass Finn dann eben ins kalte Wasser springen und von einem auf den anderen Tag ohne Nuckis auskommen müsse. Und dann war der große Tag, besser gesagt, Abend da. Der Abend, an dem die Schnullerfee kommen und die Nuckis holen würde. Wir hatten ein kleines Kistchen bemalt, in das wir jetzt zusammen alle Schnuller hineinlegten, die wir bei unserer Suche durch die Wohnung gefunden haben. An diesem Abend musste Finn dann zum ersten Mal ohne Nuckis einschlafen. Und das ging erstaunlich gut. Klar, die ersten zwei, drei Tage war es noch ein bisschen doof, so ganz ohne Schnuller. Aber dann war das Problem ausgestanden. Dabei geholfen haben sicherlich auch die "Großen- Jungs-Leuchtschuhe", die die Schnullerfee für das Paket dagelassen hatte.

Unser Kleiner (zwei Wochen alt) kann mit dem Schnuller noch nicht so richtig etwas anfangen. Mag daran liegen, dass er ihn noch nicht alleine festhalten kann. Wir versuchen sicherlich auch weiterhin, ihm den Schnuller anzubieten, werden es allerdings nicht so forcieren wie bei Finn.

Generell bin ich der Meinung, dass jeder die Sache mit dem Nucki so handhaben sollte, wie er das möchte - und man ihn das auch so machen lassen sollte. Ich würde nie auf die Idee kommen, eine andere Mutter zur "Schnullergeberin" missionieren zu wollen, andersrum möchte ich aber auch nicht schief angeguckt werden, weil ich meinem Sohn den Schnuller gebe. Eigentlich hatten mein Mann und ich uns überlegt, beim zweiten ganz auf Schnuller zu verzichten. Bis wir dann beim Sommerfest im Kindergarten einen Vierjährigen sahen, der am Daumen nuckelte. Ich denke, DAS ist noch viel schwerer, dem Kind abzugewöhnen. Dann lieber doch Nuckis - und die Geschichte von der Schnullerfee.

Nadine:

Ja, meine Jüngste hat auch im Krankenhaus Schnuller bekommen. Leider haben wir das Pech, ihr den mit drei Jahren immer noch nicht abgewöhnen zu können. Hat da jemand ein Tipp? Haben das neue Buch "Florentina, die Schnullerfee" schon. Konnten darauf alle bis auf einen Schnuller ins Schnullerland schicken. Wollen den letzten auch los werden.

Gerlinde:

Ich habe zwei Kinder. Niklas ist fast 2 1/2 Jahre alt, Sarah wird demnächst fünf Monate. Niklas wollte von Anfang an keinen Schnuller, ihm reichte von der ersten Sekunde an einfach Mamas Busen. Er wurde gerne gestillt und ich habe es auch gerne gemacht. Wir haben ganz normal mit der Beikost angefangen und ich habe - wie ich es auch geplant hatte - bis kurz vor den ersten Geburtstag gestillt (zum Schluss nur noch abends zum Einschlafen und manchmal in der Nacht). Ich kann also nicht sagen, dass es sich irgendwie negativ ausgewirkt hätte, dass Niklas keinen Schnuller hatte. Er hatte mich, mehr brauchte es nicht zu seinem Glück! Niklas schläft mit seinem "Hasi" ein, seit er ca. zehn Monate war und wird außerdem zum Mittagsschlaf mit einem Musikmobile und abends mit einer kleinen Spieluhr in den Schlaf gebracht. Die kleine Kuschelrassel muss überall dabei sein, dann kann er auch überall schlafen. Übrigens: Niklas lutscht auch nicht Daumen! Denn das wird ja "schnullerlosen" Kindern immer nachgesagt.

Auch Sarah hat von Anfang an Mamas Busen gereicht. Sie schläft abends am Busen ein (oder wird zumindest müde, so dass sie dann im Bettchen einschläft) und beim Mittagsschlaf reicht ihr nach der Stillmahlzeit einfach das Musik-Mobile über ihrem Bett. Es sieht auch nicht so aus, als würde sie ein Daumenlutscher. Hätten meine Kinder den Schnuller gebraucht und genommen, hätte ich ihnen den Schnuller natürlich auch gelassen. Ich bin nicht gegen Schnuller, sie können bei anderen Kindern wahre Wunder bewirken, wenn es ums Beruhigen oder Einschlafen geht. Meine Kinder hatten und haben es nicht nötig, was in die Zukunft gesehen, ja eigentlich für mich und die Kids nur Vorteile hat. Denn ein Entwöhnen vom Schnuller fällt bei uns einfach weg. Eine Sache weniger, um die wir uns sorgen müssen. Das ist natürlich ein riesen Vorteil, aber wie gesagt, wenn ein Kind nur mit Schnuller einschlafen kann, warum nicht.

Calida71:

Meine "Große" (neun Jahre) und auch meine "Kleine" (zehn Monate) bekamen von mir einen Schnuller. Bei meiner Älteren hatte ich mit der Entwöhnung gar keine Probleme. Mit fünf Jahren kam die Schnullerfee und alles war gut. Meine kleine Maus nimmt den Schnuller nur zum Schlafen und den soll sie auch behalten. Ich bin der Meinung, dass man einen Schnuller schneller abgewöhnen kann als den Daumen.

Rosenbille:

Musste über den Artikel über Schnullerbabys schmunzeln. Meine beiden großen Kinder haben ihren Schnuller heiß und innig geliebt und ich musste mir einiges einfallen lassen, damit sie ihren Schnuller wieder hergaben. Die Schnullerfee hat ihn abgeholt und dafür ein kleines Geschenk gebracht. Der Schnuller kann ein Segen sein, aber wie oft musste ich in der Nacht aufstehen, um ihn wieder in den Mund zu stecken. Mein dritter Sohn, gerade fünf Monate alt, nimmt keinen Schnuller. Einerseits bin ich stolz darauf, denn wenn man mal genauer hinguckt, wie viele Babys einen Schnuller im Mund haben und vor allem, wie viele Kinder im Buggy sitzen und noch an ihrem Schnuller saugen, und das oft noch mit vier Jahren! Aber wie oft wünsche ich mir, auch er würde sich nicht nur durch das Nuckeln an meiner Brust beruhigen. Mein Mann hingegen kann ihn durch herumtragen beruhigen, bei mir klappt das seltsamerweise nicht. Nun bin ich gespannt, wie das Abstillen klappt, denn bislang verweigert er auch das Trinken aus dem Fläschchen.

Petra:

In der Geburtsklinik meinte eine der Hebammen zu mir, dass ich versuchen sollte, eine Woche ohne Schnuller durchzukommen. Das hatte ich auch versucht, aber nach rund sechs Tagen habe ich aufgegeben. Ich wollte alles richtig machen und als ich es nicht mehr geschafft habe, meine Tochter Lena zu beruhigen (sie ist mein erstes Kind), gab ich ihr zur Beruhigung einen Schnuller. Den hat sie aber komplett verschmäht und in hohem Bogen wieder ausgespuckt. Genauso verliefen die weiteren Versuche, ihr den Schnuller anzubieten. Unsere Kinderärztin meinte bei der U3-Untersuchung, dass man das Schnuller-Geben antrainieren muss. Aber auch die weiteren Versuche waren nicht erfolgreich. Daraufhin dachten wir: Dann halt nicht. Somit haben wir ein Problem weniger und müssen ihr den Schnuller nicht eines Tages abgewöhnen. Aber das Ergebnis war, dass Lena ihr Saugbedürfnis und das Nuckeln an sich komplett an meiner Brust befriedigte. Das Ganze ging so weit, dass sie auch nur noch mit Brust einschlafen konnte. Ich war schier verzweifelt und hatte keine Ahnung, wie ich so Abstillen sollte, geschweige denn, wie Lena so das Einschlafen lernen sollte. Also haben wir nach rund acht Monaten versucht, ihr doch den Schnuller zu geben, zumindest fürs Schlafen. Und siehe da: Der heimliche Austausch Brust gegen Schnuller kurz nachdem Lena eingeschlafen war, wurde ohne Probleme angenommen. Als nächsten Schritt habe ich gar nicht mehr abends die Brust gegeben. Und so konnte sie nachts plötzlich einschlafen, ohne dass ich ihr hierfür die Brust geben musste. Der eine oder andere mag uns für verrückt erklären, dass wir so spät mit dem Schnuller angefangen haben. Und ja, wir machen uns schon heute Gedanken, wie wir das dann mit dem Abgewöhnen machen sollen. Aber nach rund acht Monaten Schlafproblemen, da Lena weder ein- noch durchschlafen wollte, war das die absolut richtige Entscheidung. Wir bekommen jetzt mehr Schlaf und von ausgeschlafenen Eltern kann Lena nur profitieren.

Julia:

Bei meinem Sohn Moritz (2,5 Jahre) hat der Nikolaus die Schnuller mitgenommen. Für jeden abgegebenen Schnuller gab es ein kleines Auto. Abends haben wir die Schnuller in einen seiner Stiefel getan und draußen vor die Tür gestellt. Am nächsten Morgen waren die Schnuller weg und dafür die Autos da. Moritz hat vielleicht noch zwei bis drei Mal nach einem Schnuller gefragt, aber ich habe dann jedes Mal geantwortet, dass er dafür die Autos bekommen hat - es waren übrigens sieben.

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