Kinderernährung: Was tun bei Laktoseintoleranz?

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Was tun bei Laktoseintoleranz?
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Was tun bei Laktoseintoleranz?

Immer häufiger haben Kinder Beschwerden, nachdem sie Milch getrunken haben. In den meisten Fällen leiden diese Kinder unter einer Laktoseintoleranz und sind nicht imstande, den Milchzucker entsprechend zu verdauen.

Inzwischen müssen aber auch Kinder mit einer Laktoseintoleranz nicht auf Milch verzichten, denn am Markt sind laktosefreie Milchprodukte erhältlich. Durch einen Selbsttest oder ärztliche Untersuchungen kann eine Laktoseintoleranz rasch erkannt werden. Betroffene Kinder müssen sich je nach Schweregrad an eine entsprechende Ernährung halten.

Was ist eine Laktoseintoleranz?

Damit der menschliche Körper den Milchzucker aus Milch und Milchprodukten verwerten kann, muss er das Enzym Lactase in ausreichender Menge produzieren. Menschen mit einer Laktoseintoleranz haben eine sehr geringe Aktivität des Enzyms Lactase und somit gelangt der unverdaute Milchzucker in den Dickdarm. Dort bauen die Bakterien den Milchzucker zu Milchsäure, Essigsäure und Darmgasen ab. Die Folgen sind: Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Laktoseintoleranz darf nicht mit Milcheiweiß-Allergie (eine allergische Reaktion auf das Milcheiweiß) verwechselt werden, welche vor allem bei Säuglingen häufig zu finden ist.

Wie häufig tritt eine Laktoseintoleranz auf?

Die Laktoseintoleranz ist vor allem bei erwachsenen Personen zu finden. Kinder leiden wesentlich seltener als vermutet unter einer Laktoseintoleranz, denn jeder Säugling benötigt eine große Menge am Enzym Lactase, um den Milchzucker in der Muttermilch zu spalten. Erst im Laufe der ersten Lebensjahre kann es zu einer verringerten Aktivität des Enzyms kommen.

In Österreich und Deutschland sind nach Expertenschätzungen etwa 10-15 Prozent der Bevölkerung von einer Laktoseintoleranz betroffen. Wobei die Laktoseintoleranz bei vielen nur schwach ausgeprägt ist. Das heißt, erst nach einer größeren getrunkenen Milchmenge wird ein Unwohlsein spürbar. Vielleicht überraschend: In Asien leiden 90 Prozent der Bevölkerung an einer Laktoseintoleranz.

Wie erkenne ich eine Laktoseintoleranz?

Der Diättest und der Expositionstest können als Selbsttest zu Hause durchgeführt werden. Bei unklaren Ergebnissen im Selbsttest und andauernden Beschwerden ist eine ärztliche Diagnose zu empfehlen (Bluttest, Wasserstoff-Atemtest).

  • Diättest: Mehrere Tage werden alle Milchprodukte gemieden, wie Milch, Rahm, Käse, Joghurt, Milchshakes und Butter. Wichtig ist, dass auf alle Lebensmittel verzichtet wird, die Milch oder reine Laktose enthalten. Zum Beispiel Süßigkeiten, viele Fertiggerichte oder auch Medikamente enthalten meist Milch oder Laktose. Wenn in den Tagen der Diät keine Beschwerden auftreten, ist eine Laktoseintoleranz wahrscheinlich.
  • Expositionstest: Dieser verschafft weitere Klarheit, nachdem nach einigen Tagen milch- und laktosefreier Ernährung ein Glas mit etwa 50 Gramm gelöstem Milchzucker (Laktose) getrunken wird. Die Laktose ist übrigens in Apotheken erhältlich. Treten danach innerhalb weniger Stunden die üblichen Beschwerden auf, besteht eine Intoleranz.

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