Selbstbestimmte Geburt

metlina1502
metlina1502
12.06.2019 | 23 Antworten
Hallo Mamas und werdende Mamas!

Ich bin im fünften Monat mit meinem zweiten Kind schwanger. Die erste Geburt liegt mir noch heute schwer im Magen. Einfach, weil wir übergangen wurden. Meine Wünsche und Forderungen wurden zuvor alle als selbstverständlich akzeptiere und unter der Geburt ignoriert.

Ich informiere mich im Moment viel über die verschiedenen Optionen einer Geburt. Die selbstbestimmte oder natürliche Geburt ist genau das was ich möchte. Gibt es unter euch vielleicht ein paar Damen, die genau das auch wollten und mir Tipps geben können, wie ich das durchsetzen kann und vor allem wie ich unter der Geburt darauf bestehen kann, dass meine Wünsche akzeptiert werden?


Liebe Grüße
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1 Antwort
Um welche Wünsche handelt es sich denn? Selbstbestimmt schön und gut, aber wenn die Hebammen oder Ärzte der Meinung sind, dass bestimmte Maßnahmen getroffen werden sollten, würde ich auf ihre Erfahrung und das Fachwissen vertrauen, bevor im Zweifel was passiert.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 12.06.2019
2 Antwort
@Weidenkaetzchen In aller erster Linie möchte ich die Nabelschnur auspulsieren lassen. Das ist mir enorm wichtig. Bei der ersten Geburt habe ich das immer wieder gesagt. Kurz bevor mein kleiner dann das Licht der Welt erblickte sagte die Hebamme es müsse jetzt schnell gehen. Die Ärztin hat sich dann halb auf mich drauf gelegt, das Kind kam raus und die Nabelschnur wurde vor den Augen meines Mannes innerhalb von einer Sekunde durchgeschnitten. Er wurde mir dann für genau sieben Minuten auf die Brust gelegt. Auf meine Frage nach der Begründung sagte sie ganz trocken "dachte es wäre kritisch, aber dann kann man die Plazenta ja jetzt an die Medizin spenden". Außerdem wünsche ich mir, dass ich selbst bestimmen kann, welche Position ich einnehme, ob ich Bade oder nicht, ob ich mich komplett ausziehe oder nicht, ob ich schreie oder nicht, ob ich Schmerzmittel nehmen möchte oder nicht. Das waren alles Entscheidungen die ich nicht treffen durfte .
metlina1502
metlina1502 | 12.06.2019
3 Antwort
@metlina1502 Ok, wenn die Hebammen meinen dass es kritisch aussieht , dann lieber einmal sicher gehen. Im Zweifel würde ich lieber das Übel in Kauf nehmen, dass meine Wünsche nicht 100%ig berücksichtigt werden, als wenn nacher wirklich was mit dem Kleinen ist. Aber den Rest verstehe ich nicht so ganz. Wieso durftest du nicht schreien? Das gehört doch einfach dazu, dass manche Frauen vor Schmerz schreien müssen. So eine Geburt ist schließlich kein Spaziergang. Ein MUSS ist das auch nicht. Manche sind halt auch ruhiger. Schmerzmittel sind doch eigentlich auch freiwillig oder wolltest du welche und hast keine bekommen? Ansonsten ist es für PDA manchmal auch zu spät oder gewisse Medikamente könnten den Geburtsfluss negativ beeinflussen. Ich weiss ja nicht was genau das vorgefallen ist, aber soweit ich mich erinnern kann, ist nichts ein Muss. Naja, den Rest würde ich nochmal vorher bei der Geburtstplanung besprechen. Ich selbst habe ganz unspektakulär im Krankenhaus entbunden und ich wurde gefragt ob ich Schmerzmittel, PDA usw will würde ich echt sagen: vertrau darauf dass die Hebammen versuchen die Geburt so schnell, sicher und risikofrei wie möglich zu gestalten. Daher würde ich dir ans Herz legen, daraus kein zu großes Ding zu machen und dich auf die Anleitungen der Hebis auch ein Stück weit einzulassen, denn sie haben in der Regel jahrelange Erfahrung und sind dazu da, dich bei der Geburt zu begleiten. Es ist schließlich auch in ihrem Interesse dass Mutter und Kind gesund die Geburt überstehen. Sicher gibt es auch da schwarze Schafe, aber du kannst dir doch eine Hebamme suchen, die zu dir passt und dich begleitet oder vielleicht ein anderes kleineres Krankenhaus suchen. Vertrauen ist schon wichtig.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 12.06.2019
4 Antwort
Hast Du vor in der selben Klinik zu Entbinden? Käme für Dich auch ein Geburtshaus oder Entbindung zu Hsuse in Frage? Ich hatte zwei sehr selbst bestimmte Geburten auch wenn die erste nach ganz vielen Versuchen die Lage des Kindes zu beeinflussen dann mit KS endete. Aber selbst da war alles sehr relaxt mit Spass und Freude.
EmmaKJ
EmmaKJ | 12.06.2019
5 Antwort
Ich bin da bei Weidenkaetzchen. Jede Geburt verläuft anders. Wenn die Hebammen und Ärzte der Ansicht sind, es wird riskant sollte man auf sie hören. Ansonsten: viele Entbindungskliniken bieten z.B. Kreissaal-Besichtigungen an. Im Zuge dessen kann man dann auch die Hebammen und Ärzte dort kennenlernen und die Fragen klären die einem wichtig sind. Warum solltest Du z.B. nicht schreien dürfen? Das ist doch ganz normal. Eine Geburt ist nunmal im Normalfall kein Sonntagsspaziergang und verursacht enorme Schmerzen. Da dann zu schreien ist nichts Ungewöhnliches und sollte auch auf keinen Fall unterbunden werden. Auch die Position kann im Normalfall ja selber gewählt werden, es sei denn es passiert etwas während der Geburt was dagegen sprechen sollte . Ob Du baden kannst hängt auch u.U. von verschiedenen Faktoren ab. Manchmal passiert es, daß in der Wanne die Wehen nachlassen und man muß dann leider raus. Ist mir bei unserer ältesten Tochter so passiert. Ob die Nabelschnur auspulsiert ist oft ein Personalproblem, da es - falls man sie auspulsieren lässt - oft länger dauert bis die Nachgeburt kommt. So habe ich es mal gehört. Die Hebammen sind aber heutzutage oft unterbesetzt und können dann gerade in der Klinik nicht so lang darauf warten. Daher wird oft früher abgenabelt. Ich finde das aber jetzt auch nicht wirklich so entscheidend wichtig. Wichtig ist doch nur, daß Dein Kind gesund auf die Welt kommt. Du kannst Dir ja vor der Geburt die Kliniken oder auch Geburtshäuser anschauen und mit dem Personal sprechen. Dann siehst und hörst Du ja, wie dort im Normalfall eine Geburt abläuft und was gemacht wird. Die Klinik, die dann Deinen Vorstellungen entspricht, kannst Du ja dann auswählen. Aber bitte vergiss niemals: Eine Geburt lässt sich NICHT PLANEN! Es passiert einfach und verläuft dann in den meisten Fällen sowieso anders als man gedacht hat. Es ist einfach ein einmaliges Ereignis und lässt sich nicht wie ein Computerprogramm programmieren. Geh locker an die Geburt ran, auch wenn Du beim ersten Mal nicht ganz zufrieden warst. Alles kann sein, muss aber nicht! Vielleicht kannst Du ja auch eine Hebamme suchen, die Dich durch die Schwangerschaft und die Geburt begleitet. Sie weiß dann genau, was Du Dir wünschst und kann darauf besser eingehen. Wichtig ist immer, Deine Wünsche zu äußern. Aber auch nicht zu verstimmt sein, wenn es aus ärztlicher Sicht aus Risikogründen abgelehnt wird. Es hat dann meistens schon seinen Grund und wird nicht gemacht, um die werdende Mama zu ärgern, sondern im schlimmsten Fall um Leben zu retten oder aus Erfahrung die Geburt für die Entbindende angenehmer zu machen.
babyemily1
babyemily1 | 12.06.2019
6 Antwort
@Weidenkaetzchen Im Geburtsbericht steht: Geburt ohne Komplikationen. Meine jetzige Gyn ist vom Glauben abgefallen, als ich ihr von der Geburt erzählt habe. Sie sagt das ist ein klarer Fall von: wir wollen das schnell hinter uns bringen und am besten ohne Alternative Methoden. Als ich schreien wollte, wurde ich ausgeschimpft, weil das andere Frauen beunruhigen könnte. Medikamente wurden mir danach einfach gespritzt. Ich weiß nicht was es war. Ich MUSSTE Baden. Uns gerade als es angenehm wurde MUSSTE ich raus. Ich durfte nur auf dem Rücken liegen. Andere Positionen wurden direkt abgelehnt. Alles in allem habe ich mich absolut unwohl gefühlt. Ich wurde nach dem Nähen in einen anderen Kreissaal geschoben. Zwei Stunden lag ich da, konnte nicht aufstehen, hatte das Gefühl meine Blase platzt und ich war komplett alleine. Mein Mann musste ständig hin und her wegen unserem Familienzimmer
metlina1502
metlina1502 | 12.06.2019
7 Antwort
@metlina1502 Das klingt furchtbar. Dann lieber gleich eine andere Klinik suchen und vorher angucken. Da hast du ja wirklich ein paar ganz "einfühlsame" Hebammen abgekriegt. :- ( Und wirklich nochmal nach einer Hebamme suchen, die dich persönlich betreut. Das geht ja wirklich gar nicht. Nicht schreien dürfen, wo gibt es denn sowas?
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 12.06.2019
8 Antwort
manchmal ist es besser , sich nicht zu viele Gedanken zu machen ... eine Geburt ist individuell und nicht immer planbar oder durchführbar wie man es gerne hätte ... das ist auch abhängig davon , wie der Geburtsverlauf ist.. letztendlich uss man immer froh sein , dass nach einer Geburt Mutter und Kind ohauf sind ... es ist nicht selbstverständlich ein gesundes Kind zu haben ... und wenn Du nicht zufrieden warst , solltest Du eine andere Klinik aussuchen ... Wunschebammen sind begrenzt ... Alles Gute ...
130608
130608 | 12.06.2019
9 Antwort
was ist denn für Dich eine natürliche Geburt ? ... Du hattest ja keinen Kaiserschnitt ... ? die Position kann man sich nicht immer aussuchen ... das ist auch von der Lage des Kindes abhängig ...
130608
130608 | 12.06.2019
10 Antwort
ach sorry ... meine Tastatur verschluckt heute die Buchstaben ...
130608
130608 | 12.06.2019
11 Antwort
Hast Du vor in der selben Klinik zu Entbinden? Käme für Dich auch ein Geburtshaus oder Entbindung zu Hsuse in Frage? Ich hatte zwei sehr selbst bestimmte Geburten auch wenn die erste nach ganz vielen Versuchen die Lage des Kindes zu beeinflussen dann mit KS endete. Aber selbst da war alles sehr relaxt mit Spass und Freude.
EmmaKJ
EmmaKJ | 12.06.2019
12 Antwort
Was heißt: Du MUSSTEST baden? Hast Du gefragt warum? Es kann ja sein, daß die Hebamme so versucht hat, die Wehen anzuregen. Und als es nicht funktioniert hat und sie vielleicht sogar weniger wurden, weil Du zu entspannt warst , solltest Du wieder raus. Daß Du auf dem Rücken liegen solltest kann auch einen Grund gehabt haben . Thema Medikamente einfach spritzen: Warum fragst Du dann nicht bzw. warum fragt Dein Mann dann nicht, was es ist und warum es jetzt gegeben wird? Ich lasse mir doch nicht einfach ein Medikament geben ohne nachzufragen. Bezüglich nach dem Nähen in einen anderen Kreissaal: Das ist z.B. ganz normal. Du warst ja "fertig" mit der Geburt. Damit das Baby, Du und der Papa noch ein bißchen Zeit für sich haben wirst Du halt in einen anderen Raum gebracht. Du entbindest ja nicht alleine in der Klinik, sondern der Raum wird wieder für andere werdende Mamas gebraucht . So seid ihr dann aber nicht direkt auf dem Zimmer mit anderen Leuten gewesen und hattet noch Ruhe. Ich kann da jetzt nicht wirklich etwas Schlimmes dran finden. War bei mir auch mal so und ich fand es ganz okay. Wenn Du auf die Toilette mußtest hättest Du doch Bescheid sagen können oder Dein Mann. Dann wäre das doch auch kein Problem gewesen. Du brauchst ja dann auch nicht zwingend liegen bleiben, wenn der Kreislauf es zulässt. Warum konntest Du dann nicht aufstehen? Ich finde ehrlich gesagt, daß Du ein bißchen übertreibst bei einigen Sachen und wirklich das Haar in der Suppe suchst. Eine Geburt ist - wie gesagt - immer anders und man muß es nehmen wie es kommt . Sollte man irgendwo ein Problem haben muß man mit den Leuten in der Klinik reden und das am besten so frühzeitig wie möglich. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Kümmer Dich jetzt schon um eine Beleghebamme. Sie sind echt schwer zu bekommen, aber wirklich gut, da sie eben dann genau wissen, was die werdende Mama sich wünscht. Ansonsten wirklich vorher in der Klinik, wo entbunden werden soll, genau mit den Leuten reden und sich aufklären lassen über die Gepflogenheiten. Die sind nunmal von Klinik zu Klinik total unterschiedlich. Mehr kannst Du dann nicht machen. Alles andere passiert dann einfach und muß dann unter der Geburt entschieden werden.
babyemily1
babyemily1 | 12.06.2019
13 Antwort
Daß Du Dein Baby nur relativ kurz in den Armen halten durftest direkt nach der Geburt ist auch ganz normal übrigens. Das Baby muß ja untersucht und sauber gemacht werden. Auch gerade wenn irgendwas Anlaß zur Sorge gegeben hat und es schnell kontrolliert werden mußte. Du hast ihn ja auch bestimmt so schnell wie möglich wiederbekommen. Aber es müssen nunmal die Apgar-Werte überprüft werden, das Baby muß gewogen und vermessen werden, es wird meistens dann auch sofort sauber gemacht und angezogen, oft wird auch noch ein Fußabruck für die Bettkarte gemacht, alles so, daß ihr dann danach alle Zeit der Welt zum Kuscheln habt und ungestört seid. Also auch hier eigentlich alles normal.
babyemily1
babyemily1 | 12.06.2019
14 Antwort
Im Grunde suche dir eine Klinik und sprich alles im Voraus ab. Ein Geburtshaus wäre noch besser, die sind noch offener ... Ich hatte meine Mädels lange bei mir bevor es an das Notwendige ging mit wiegen, messen usw ... Die Nabelschnur konnte lange auspulsieren, die kleine konnte ich beim hoch ziehen zur Milch beobachten und überhaupt war alles sehr entspannt ... Die Geburt war sehr lange und sehr anstrengenden mit einigen Schwierigkeiten und trotzdem haben die Hebammen meine Wünsche respektiert und so gut wie möglich umgesetzt. Geburtshaus war damals leider nicht möglich, da es eine Einleitung war. Das ganze ist jetzt fast 13 Jahre her. Heute wird sich nicht viel geändert haben. Du solltest nur nicht in ein riesiges Krankenhaus gehen wo Geburt Massenabfertigung bedeutet
Solo-Mami
Solo-Mami | 12.06.2019
15 Antwort
bei einer Geburt geht es als erstes um das Leben des Kindes. und wenn mehrere Geburten gleichzeitig sind, muss jeder zurückstecken, bei unserem ersten Kind sind innerhalb von 4 Std 9 kinder geboren, da dauert die Versorgung der Mutter dann halt einfach länger. in einem Geburtshaus ist das anders, dort sind nur soviele Frauen, wie Platz ist, ein KH muss halt aufnehmen. ich war als Erstgebärende mit meinem Partner allein, da jeder dachte dass dauert länger und es war totales chaos, als nach 20 min die Geburtswehen einsetzten. da waren Schwestern mit im Einsatz mitten in der Nacht.
eniswiss
eniswiss | 13.06.2019
16 Antwort
Also: Mir ist bewusst, dass die Geburt ein schwieriger und nicht planbarer Vorgang ist. Ich übertreibe definitiv nicht. Schade, dass mir so etwas unterstellt wird. Hat nicht jede Frau ein anderes Empfinden der Dinge? Warum manche Dinge so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind, weiß ich nicht. Ich war nach der Geburt nur glücklich mein Kind bei mir zu haben. Erst in den Stunden und Tagen danach habe ich mir Gedanken gemacht. Wäre es meinem Kind tatsächlich schlecht gegangen hätte ich wohl alle Handlungen verstanden. Es ging ihm aber die ganze Zeit über gut. Es gab keinen Grund zur Sorge. Die Hebamme sagte sie hätte sich geirrt. Ich beschwere mich auch nicht, dass mein Kind zu kurz auf meiner Brust lag. Er lag für mein Empfinden zu lang auf meiner Brust, wenn es doch so kritisch um ihn stand. Die sieben Minuten hätte man ihm noch die Zeit geben können um das Blut aus der Plazenta zurück fließen lassen zu können. Ich merke schon, meine Ansichten stoßen hier auf viel Unverständnis. Nur weil seit Jahren Kinder so geboren werden bedeutet das nicht, dass dies die beste Methode ist, um ein Kind zur Welt zu bringen. Meine Frage wurde hinreichend beantwortet. Ich werde in den Kliniken der Umgebung einen Termin ausmachen und all meine Wünsche besprechen. Meine eigentliche Angst, dass mir wieder gesagt wird "Ich dachte es wäre kritisch, aber dann können Sie die Plazenta ja jetzt spenden" und meinem Kind somit wertvolles verwehrt wird, scheint hier untergegangen oder gar belächelt worden zu sein. Schade eigentlich.
metlina1502
metlina1502 | 13.06.2019
17 Antwort
es gibt Momente , die kann man nicht mehr rückgängig machen ... weil es einfach falsch eingeschätzt wurde ... das kann vom Personal sein ... in Deinem Fall die Hebamme ... oder von der werdenden Mutter selbst ... die Gedanken verfolgen einen, manchmal jahrelang ... leider ... aber wie schon geschrieben , man kann es nicht rückgängig machen ... selbst wenn es bei Deiner nächsten Geburt nach Deinen Wünschen verläuft, hattest Du diesen Moment nicht bei Deinem 1. Kind ... mir persönlich ist auch etwas schwerwiegendes passiert ... die erste Hebamme , schickte meinen Mann nach Hause ... die Wehen kamen , minütlich , stundenlang , jedoch uneffektiv , der Muttermund ging nicht auf ... irgendwann gegen nächsten morgen war ich während / zwischen den Wehen wegen der langen Dauer so fertig und hatte eine PDA verlangt, die ich allerdings erst um 9 Uhr bekam ... weiß nicht , was mich geritten hat ... ich wollte nur noch schlafen ... ich rief meinen Mann bereits um 7 Uhr an und schickte ihn ans arbeiten ... mit diesem Kommentar , dass ich erst einmal schlafe ... und er dann so gegen Mittagessenzeit kommen kann ... durch die PDA + Einleitung ... war es nicht wehenlos ... die Wehen waren erträglicher und besser zu veratmen ... ich empfand es entspannend..dachte im Leben nicht daran , dass es die Endwehen sind ... denn plötzlich ging es schlagartig los mit den Presswehen , ... mein Mann schnell angerufen ... und als er kam , da war er gerade zur Welt gekommen ... zumindest konnte er noch die Nabelschnur durchschneiden ... ich habe mir sehr lange Vorwürfe gemacht , dass ich meinem Mann den Moment der Geburt genommen habe ... und dadurch weil die Hebamme noch mit einer Geburt beschäftigt war , war ich lange Zeit ganz alleine ... erst zum Schluß kam sie und der Arzt hinzu ... ich habe sehr lange daran geknabbert ...
130608
130608 | 13.06.2019
18 Antwort
Liebe metlina1502, die Hebamme hat es Dir doch erklärt. Sie hat Dir gesagt daß sie der Ansicht war es könnte kritisch sein. Dann sie dann anders handelt ist doch logisch, oder? Die Hebamme hat sich geirrt und es ist gut gegangen. Sei froh darüber anstatt zu jammern. Wäre es Dir lieber gewesen, sie wäre nur auf Deine Wünsche eingegangen und hätte ihre Bedenken einfach mal so beiseite gewischt? Hauptsache Du bekommst Deine Wünsche erfüllt und alles andere ist dann egal? Glaubst Du nicht, daß sie in der Zeit, wo Dein Kind auf Deiner Brust lag, Euch beide beobachtet haben? Sie wird ja aus einem bestimmten Grund Anlaß zur Sorge gehabt haben. Nicht ohne Grund wird auch die Ärztin auf Deinen Bauch gelegt haben und dafür gesorgt haben, daß es schneller geht. Oder hälst Du dann auch die Ärztin für inkompetent genauso wie die Hebamme? Warum hast Du nicht gefragt, warum es so gemacht wurde? Dann hätten sie es Dir mit Sicherheit erklärt. Es kann einige Gründe gehabt haben, warum sie so gehandelt haben, aber es gab eben einen Grund dafür! Manchmal muß es eben schnell gehen. Da kann man dann auch keine Wünsche mehr berücksichtigen. Es geht dann um das Leben des Kindes und nicht darum, ob Mama die Nabelschnur auspulsieren lassen möchte. Was auch dazu kommt: Es gibt nunmal nicht mehr soviele Hebammen. Bei unserer Mittleren mußte eine Ärztin bei mir übernehmen, weil im Nebenzimmer eine zweite Frau genauso wie ich in den Presswehen lag. Wie sich nacher rausstellte, war das ihre erste alleingeführte Geburt. Es ging aber nicht anders und alles ist gutgangen. Daß die Hebamme dann nicht dauerhaft an Deinem Bett stehen kann, solange Du nur "normale" Wehen und keine Presswehen hast ist verständlich. Sie hat oft mehrere Frauen gleichzeitig zu betreuen und muß hin- und herswitchen. Dein Mann war doch bei Dir und wenn etwas nicht in Ordnung ist und Du etwas brauchst dann kann er doch Bescheid geben. Außerdem gibt es im Notfall einen Knopf, den man schlimmstenfalls betätigen könnte. Du bist nicht alleine, nur kann sie eben nicht ständig neben Dir stehen und schon mal gar nicht NACH der Geburt. Warum auch? Sie kann doch dann nichts mehr machen, außer vielleicht mal Hilfestellung geben beim Anlegen des Babys. Eine Geburt so zu erleben wie man es sich vorstellt ist echt selten und kaum umsetzbar, schon mal gar nicht in großen Kliniken. Das Personal ist häufig unterbesetzt. Es gibt auch keine unendliche Anzahl an Entbindungsräumen und da wird die frischgebackene Mama dann eben mal in ein Nebenzimmer gebracht. So kann sie trotzdem noch unter Aufsicht bleiben aber der Kreissaal kann gereinigt und desinfiziert werden und die nächste werdende Mama kann ihn nutzen. Du kannst doch nicht erwarten, daß Du dort - wenn z.B. an dem Tag "Rushour" ist und die werdenden Mamas Schlange stehen - im Kreissaal noch zwei Stunden liegen zu bleiben nur um mit dem Baby zu kuscheln. Das geht auch in einem anderen Raum.
babyemily1
babyemily1 | 13.06.2019
19 Antwort
Du schreibst selber Du weißt nicht warum manche Dinge so gelaufen sind. Warum hast Du nicht gefragt? Das liegt doch dann an Dir und nicht an dem Personal der Klinik! Du bist die Patientin und kannst Fragen stellen wenn etwas unklar ist. Einfach nur zu meckern bringt niemanden etwas. Trau Dich zu fragen, Du bekommst dann auch die Erklärung!
babyemily1
babyemily1 | 13.06.2019
20 Antwort
Wenn Du wirklich auf solche Dinge wie Nabelschnur auspulsieren lassen oder in dem Zimmer zu bleiben wo Du entbunden hast sehr großen Wert legst, dann überleg lieber mal anstatt in einer Klinik in einem Geburtshaus oder sogar zuhause zu entbinden. Da ist die Wahrscheinlichkeit, diesem Wunsch entsprechen zu können, weitaus höher als in einer großen Klinik. Gerade in großen Kliniken geht es nunmal leider oft wie am Fließband zu, da halt der Andrang von werdenden Mütter sehr groß ist. Es werden in vielen Städten immer mehr Entbindungsstationen geschlossen, es gibt immer weniger Frauen, die den Beruf der Hebamme ausüben möchten wegen der schlechten Arbeitsbedingungen, Dadurch erhöht sich natürlich der Andrang auf die Kliniken und Hebammen, die noch zur Verfügung stehen. Infolgedessen kann natürlich dort auch nicht mehr auf JEDEN Wunsch der werdenden Mama eingegangen werden. Es wird natürlich immer versucht, es der Frau so angenehm wie möglich zu machen, aber alles geht nunmal nicht, auch wenn die Frau es sich noch so sehr gewünscht hat. Auch der Ablauf der Geburt spielt immer eine große Rolle. Die Hebammen und Ärzte gehen lieber auf Nummer Sicher als hinterher verklagt zu werden. Auch hier stehen sie immer mit einem Bein im Gefängnis wie man so schön sagt. Sie sind lieber doppelt vorsichtig und möchten natürlich auch nicht, daß Mutter oder Kind etwas passiert. Infolgedessen fallen dann eben auch schon mal wieder einige Wünsche der Mama unter den Tisch. Alles ganz normal. Aber auch wenn Du Dich in einem Geburtshaus anmelden solltest, rechne damit trotzdem in einer Klinik entbinden zu müssen. Es kann zu dem Zeitpunkt Deiner Entbindung besetzt sein oder es ergibt sich ein Risiko, so daß eine Geburt dort nicht mehr möglich ist. Es kann alles sein. Auch, daß Du unter der Geburt in eine Klinik eingeliefert wirst. Versteif Dich auch hier nicht darauf, daß alles so verläuft, wie Du es Dir vorstellst. Wenn Du eine Beleghebamme möchtest solltest Du spätestens jetzt sofort Dich darum kümmern. Auch diese sind sehr stark gefragt und fast immer ausgebucht.
babyemily1
babyemily1 | 13.06.2019

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