mal wieder einleiten:(

Frage von: claudya19
23.04.2013 | 44 Antworten
Hallo ihr lieben,

ich war gerade mal wieder beim FA und der teilte mir mal wieder mit, das wenn sich nichts ergibt es nächsten Donnerstag(41+0) eingeleitet wird.
OOOH MAAANN...
Nach kurzer Diskussion, das ich angst habe, u dem Baby gerne noch ggf länger zeit geben möchte, sagte sie klipp u klar das es sehr verantwortungslos von mir seie...
ich weis auch nicht, dem Kind geht es supi, fruchtwasser ist noch genug da, und versorgt wird es auch astrein... was spricht dagegen?
ich weis ja das es auch irgendwann raus muss, aber sollte man immer in die natur eingreifen.
Die erste einleitung war schon horror u dauerwehenschmerz ü 24sth.

ich bin derzeit ratlos.
ich lauf schon einige strecken am tag, stufen ohne ende, baden tue ich auch täglich kuschelig warm usw.

nachdem vor 2 wochen mein Propf abgegangen ist, dachte ich eigentlich es wird diesmal ohne gehen u mumu ist auch schon 1cm offen...

HILFEEEE.

Danke fürs zuhören.
Und für Tips bin ich sehr dankbar...

lg u super sonnigen Tag euch:)

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47 Antworten
Moppelchen71 | 23.04.2013
1 Antwort
Das ist ja gerade das Problem mit dem Rechnerischen. Egal welchen Zyklus Frau hat, wird immer Datum des 1. Tag der letzten Mens als Ausgang genommen und dann 14 Tage darauf der ES vermutet. Man geht also in jedem Fall rechnerisch so vor, wie im Idealfall ein Idealzyklus sein sollte. 28 Tage Zyklus, ES am 14. Tag. Und wer hat das so??? Selbst wenn ich einen 28 Tage Zyklus hatte, war mein ES erst am 20. Tag. Ich konnte eindeutig nachvollziehen, durch Ovulationstests und weil ich nur im Zeitraum des angezeigten ES GV hatte. Ich wurde schwanger, erklärte dem Arzt, wann das Kind entstanden ist, aber das interessierte ihn nicht. Nach seiner Rechnung war mein Kind eben 6 Tage älter, weil die Formel das so besagt. 6 Tage, in dem mein Ei nicht mal am Wandern war, sondern noch friedlich im Eierstock schlummerte. Ebenso kenne ich Fälle, wo der ES noch deutlicher nachgewiesen werden konnte, da es sich um künstliche Befruchtungen handelte. In einem Fall rechnete man sogar fast 3 Wochen eher den ES aus, als er und die Befruchtung tatsächlich stattgefunden hatten. Da half kein Nachweis, dass durch die künstliche Befruchtung eindeutig nachzuweisen war, wann das Kind tatsächlich entstanden ist, nein, man sprach immer von zwei SSW weiter und riet der Mutter eben auch zwei Wochen vor der wirklich beendeten 40. SSW zur Einleitung, obwohl sich zu dem Zeitpunkt erst in der tatsächlichen 38. SSW war. Nein, die Rechnungen können fehlerhaft sein, denn die Natur ist eben nicht grundsätzlich bereit nach menschlich erdachten Rechenformeln zu arbeiten. Der errechnete ET ist ein Richtwert, aber kein Tag-X, an dem ein Kind da zu sein hat. Aber dann wird gefrikkelt. Das Kind muss auf Biegen und Brechen herausgeholt werden, obwohl medizinisch gar nicht nötig, da es Mutter und Kind blendend geht. Aber man will sich absichern, aus eventuellen Haftungsgründen, falls der Fall der Fälle, möglicherweise, ... und die Eltern des Kindes dann hinterher sagen könnten... Da mutet man lieber meist unnötige Einleitungen zu und wiegt sich rechtlich auf der sicheren Seite. Wo liegt denn dann die Verantwortungslosigkeit? Eine Einleitung sollte grundsätzlich medizinischen Nutzen besitzen, was für mich heißt, ein sich abzeichnendes Risiko nicht noch durch Erhalt der SS zu erhöhen. Muss ein Kind raus, weil eine direkte Gefahr für sein Leben besteht, dann ja, dann sollte man eingreifen. Aber nicht, weil man theoretisch etwas vermutet, was hypothetisch eintreffen könnte... Und mal ehrlich, wenn mir HEUTE ein Arzt sagen würde, es sei verantwortungslos von MIR, wenn ich nicht unnütz eingreifen lasse, dann darf der mir mal etwas über seine Verantwortung und Gründe erzählen, ... über Statistiken und Komplikationen, durch unnötiges und Vorschnelles Eingreifen, ... Und am Ende werde ich ihm etwas über mein Verantwortungsgefühl meinem Kind gegenüber erzählen. Das sich es nicht selbst geschaffenen und unnötigen Risiken auszusetzen bereit bin, nachweisliche und nachvollziehbare Gründe haben will, die über das Tippen mit dem Finger, auf Kalender und rechnerischem Stichtag, hinausgeht und wie ich als Mutter erwarte, dass man meine Wünsche respektiert unterstützt, statt mir zu versuchen, meine Verantwortlichkeit, eine Selbstbestimmung und meine Mitwirkung an der Geburt zu nehmen. Früher hatte ich dieses Selbstbewusstsein nicht. Ich glaubte und vertraute den Ärzten blind, dachte, die müssten wissen, was für mich gut ist. Aber wie können sie das? Sie wissen mehr über medizinische Aspekte, aber in meinem Körper stecken sie nicht drin. Und somit dürfen sie ihr Wissen nutzen, mich darüber zu informieren, wann es meinem Kind gut oder weniger gut geht, um dann mit mir GEMEINSAM einen Weg zu gehen, der tatsächlich verantwortungsvoll ist.
claudya19 | 23.04.2013
2 Antwort
Ich danke euch allen für die lieben Worte u Erfahrungsberichte. Ihr seit echt Gold wert:) Schönen Abend noch.
Jaronina | 23.04.2013
3 Antwort
Mensch Andrea, das klingt ja echt übel was bei dir passiert ist. Aber ich glaube das ist das große Problem in unserer Gesellschaft. Die meisten gehen ins KH und geben ihre Eigenverantwortlichkeit an der Pforte ab. Nicht weil sie es wollen, sondern weil keiner sie vorher richtig aufgeklärt hat. Ich bin so froh dass wir einen GVK in einer unabhängigen Habammenpraxis gemacht haben, die uns sehr gut aufgeklärt hat und ganz offen über Einleitungen, PDA, Dammschnitt, etc. gesprochen hat. Alles Dinge, wo man denkt "na die Ärzte werden schon wissen was sie machen...". Ich bin froh, über diese Dinge Bescheid zu wissen und dann selbst Entscheidungen treffen zu können. Claudya, ich drücke die Daumen, dass du um die Einleitung rum kommst!
Backenzahn | 23.04.2013
4 Antwort
Übertragen ist das Kind übrigens erst bei 42+0. Vorher nicht. Bei meinem 1. Kind wollten sie bei rechnerisch 42+0 einleiten, aber ich wollte noch nicht - war auch alles in Ordnung. Anhand der ersten Ultraschallbildchen wurde der Termin um 2 Wochen nach hinten verschoben, rechnerisch eingeleitet wurde an 43+6 - ja, da habe ich lange gebrütet, aber alles war in Ordnung. Von selber hat es nicht geklappt, weil meiner Meinung nach der Druck des Popos meines Kindes nicht groß genug war. Ein Kopf ist eben härter. Aber wenn das Kind in BEL liegt... Ich würde es vllt. so machen, daß ich nach Rücksprache mit meiner Hebamme im KKH die Einleitung auf eigene Verantwortung ablehnen würde und die Hebamme bitten würde, die Vorsorge übernehmen lasse.
andrea251079 | 23.04.2013
5 Antwort
@mama-pucki Ja, da hast Du Recht. Es gibt immer 2 Seiten der Medaille. Ich weiß nur, meine Einleitung war Horror und ich würde es nie wieder machen lassen, wenn es nicht medizinisch erforderlich ist. Es gibt auch ein paar positive Einleitungsberichte, aber ich habe das Gefühl, die negativen, überwiegen. Ich hätte mir damals gewünscht, dass mich jemand aufklärt und mir sagt, was sich hinter ner Einleitung genau verbirgt. Das hat niemand getan und daher fühle ich mich immer berufen, anderen von meinem Schicksal zu erzählen und sie vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Doof, ich weiß. Allerdings kenne ich persönlich nur Einleitungen, die in nem Not-KS endeten. Wir hoffen einfach mal, dass claudya's Kind sich von alleine auf den Weg macht. Das wäre von allem das Beste
Gelöschter Benutzer | 23.04.2013
6 Antwort
@andrea251079 Ich persönlich halte ja auch nix vom einleiten, aber so sehr übertragen ... hach nee. Ich bin aber auch was ss un Entbindung angeht sehr ängstlich, da ich selber im medizinischen Bereich arbeite und weiß was alles passieren kann... Hat eben alles sein für und wider...
andrea251079 | 23.04.2013
7 Antwort
@mama-pucki Da wäre ich aber nicht so sicher, was die 2 Tage angeht! Ich wurde eingeleitet und mein Kind wollte noch nicht. 8 Tage ging der Spaß. An Tag 5 sprang die Fb, aber mein Körper war durch das tägliche Einleiten so verwirrt, dass ich keine körpereigenen Wehen bekam. Also an Tag 8 ab an den Wehentropf. Horrorwehen ohne Pause alle 30 Sek. und das Ganze 7h lang. Ich war fix und fertig und mein Mumu hatte sich über die gesamte Einleitung auf 1.5cm geöffnet. Mein Kind war ein Schreikind und das schiebe ich auf die Umstände dieses traumatischen Geburtserlebnisses. @claudya19: Ich finde es sehr gut, dass Du Dir Gedanken darüber machst. Du hast ja schon einige super Tipps hier bekommen und vielleicht kommt Dein Zwerg auch schon früher auf die Welt :) Ich drücke Dir alle Daumen
jasminminnie | 23.04.2013
8 Antwort
mach dich nur nicht verrückt. vielleicht kommt es ja doch noch von alleine. wünsche alles gute
blaumuckel | 23.04.2013
9 Antwort
@Moppelchen71 wie können die denn sowas machen ist ja auch unverantwortlich man selber ist da mehr oder weniger ausgeliefert
Moppelchen71 | 23.04.2013
10 Antwort
@blaumuckel Ich bin da ja sonst auch eher hart im Nehmen. ABer die erste Hebi meinte "Wir wollen das ja alles zügig über die Bühne kriegen..." und gelte, dass ich dachte, mir tropft das Zeug aus den Ohren. Meine eigentliche Hebi, die bei Geburt nicht bei sein konnte, fand die Menge zu hoch.
blaumuckel | 23.04.2013
11 Antwort
@Moppelchen71 2x gel auf 2 tage verteilt und ich wurde von den wehen in der nacht wach war aber auch nur alle habe stunde wie die dosiert waren weiß ich nicht ich denke wirkt auch bei jedem anders oder auch mal gar nicht aber bin eigentlich eine harte sau auf gut deutsch gesagt hoffe diesmal ohne einleitung eine geburt zu erleben damit ich auch mal den vergleich habe
Moppelchen71 | 23.04.2013
12 Antwort
@mama-pucki Kennst Du die Studien über Komplikationen unter Geburten? Fast alle in klinischen Geburten, mit mehr Eingriffen/"Betreuungen", als die Natur gebraucht hätte.
Gelöschter Benutzer | 23.04.2013
13 Antwort
Also ich würd einleiten lassen, zu länge über Termin tragen ist nicht unbedingt gut - da hab ich schon viele Schauergeschichten gehört... Sie es mal so. Du wirst eingeleitet und weißt, das du spätestens 2Tage später dein Kind gesund im Arm hälst, es kann dann nix mehr 'passieren' ;)
Gelöschter Benutzer | 23.04.2013
14 Antwort
@blaumuckel juppp aber brachte wirkung !!! genauso gut wie nen wehencocktail*Lach*
Moppelchen71 | 23.04.2013
15 Antwort
Naja, von der Logik her, könnte Sauerkraut die gleiche Wirkung haben, wie Rhizinus. Es sind ja dann die Darmbewegungen des Durchfalls, die sich auf die Wehen bemerkbar machen. Die Gefahr bei Durchfall verursachendne Mittel ist ja auch immer der Flüssigkeitsverlust, den man bekommen kann.
blaumuckel | 23.04.2013
16 Antwort
@trixie150983488 ha ha das gab aber ordentlich durchfall.....
Moppelchen71 | 23.04.2013
17 Antwort
@blaumuckel 2x Gel und nur leichte Wehen? Dann wurde wohl bedacht dosiert, würde ich sagen. Bei meinem jüngsten Sohn musste in der 36. SSW eingeleitet werden. Einmal Gel, volle Dröhnung, nach 20min Wehen im 3min-Takt. Nach einer Stunde dann jede Minute, aber vom aller Feinsten. Bis dann die Herztöne meines Kleinen nicht mehr mitmachten. Also Partusisten, um die Wehen zu blocken und darauf warten, dass der OP frei wird, um ihn per KS zu holen. Also ich muss ehrlich sagen, wenn ich vergleiche, waren alle natürlichen Geburten ein Spaziergang zum Einleiten. Und vor allem hatte ich muntere Kinder danach. Die beiden Geburten, die bei mir eingeleitet wurden, waren heftig, lang und ich hatte total erschöpfte Kinder.
Gelöschter Benutzer | 23.04.2013
18 Antwort
mein kleiner kam 10 tage zuspät ... am 10 tag morgens wurde mir gesagt das er geholt wird wenn er 14 tage drüber ist das sie dann einleiten wollen , es war alles ok , mir ging es gut und dem kleinen auch deswegen wurde auch gewartet wenn alles ok ist , würde ich auch nicht einleiten lassen wollen ...aber bin kein arzt kann nur von mir berichten =) ... ganz liebe grüße und ich drücke dir die daumen das es doch noch so klappt
Gelöschter Benutzer | 23.04.2013
19 Antwort
meine mum hat damals bei meinem Bruder kurz voer Geburt viel sauerkraut gegessen, 1 tag später war er da....
Moppelchen71 | 23.04.2013
20 Antwort
@monika78 Was lässt Dich sicher sein, dass es nicht der Wehentropf war, der für die Ohnmacht Deiner Tochter sorgte? Kinder reagieren auf die Einleitungsmittel sehr empfindlich, zeigen Stress und gerade das kann sich in Komplikationen äußern. Ohne Wehenmittel bestimmt das Kind das Tempo der Geburt so, wie es das alles am Besten vertragen kann.

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