Spätabtreibung ?!

tatiii00
tatiii00
31.10.2014 | 30 Antworten
Huhu Mamis ! :-)

ich hab grad ein interessantes Gespräch mit meiner besten Freundin geführt es ging um Spätabtreibung wenn das Kind behinderung, fehlbildungen etc. hat ..
Keine von uns beiden steckt in solch einer Lage aber ich find das Thema einfach super interessant, jeder hat da wie ich denke ne ganz andere Sichtweise drauf ...
Was haltet ihr von Spätabbrüchen ?
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1 Antwort
grundsätzlich denk ich, dass jeder mensch ein recht auf leben hat, egal welche krankheit er hat. wir sind nicht gott und sollten nicht über leben und tod entscheiden. grad wenn man menschen mit downsyndrom anschaut, sind sie natürlich anders, aber meistens so viel glücklicher als wir "normalos". auf der anderen seite gibt es natürlich auch kranheiten oder fehlbildungen, die das leben extrem schwer machen, aber man sollte bedenken, dass die kinder nix anderes kennen und die situation für sie "normal" ist. ich glaube nicht, dass es auf die frage eine pauschale antwort gibt. jeder mensch ist anders. jede krankheit ist anders. die eine schwerer, die andere weniger schwer. es ist auf jedenfall viel arbeit, aber wenn so ein kind nicht leben sollte, bin ich mir sicher, dass das eigentlich die natur selber regelt. das ist jetzt allerdings meine aussage als unbetroffene, ich weiß nicht, wie ich denken würde, wenn ich bzw mein kind betroffen wär. ich hab zwar immer gesagt, ich hab mich für mein entschieden, egal ob gesund oder krank, aber man steckt nicht drin und ich verurteile niemanden, der anders entscheiden würde.
quiteeasy
quiteeasy | 31.10.2014
2 Antwort
ich ahbe zu beginn beider schwangerschaften mit meinen partner drüber gesprochen. zum einen gibt es einen gendefekt in meiner familie weshalb wir da sowieso sensibler sind. wir waren da einer meinung: wir nehmen das kind so wie es ist, auch mit besonderen herausforderungen. deshalb haben wir uns ganz bewußt gegen das erstsemesterscreening mit nackenfaltenmessung entschieden. auch eine fruchtwasseruntersuchung kam nicht in frage, weil das risiko für komplikationen bei der punktur relativ hoch ist und die erkenntnisse therapeutisch erstmal wenig nutzen, wenn eine abtreibung nicht in frage kommt. das organscreening im 2. trimester haben wir allerdings machen lassen und ist auch sehr sinnvoll, da man dann schon bei der geburt auf evtl komplikationen vorbereitet ist.
ostkind
ostkind | 31.10.2014
3 Antwort
In meiner 1. Schwangerschaft - damals völlig unbedarft - waren wir uns einig: Hat das Baby irgendeine Form von Behinderungen, treiben wir ab. In der 2. Schwangerschaft waren wir uns irgendwie einig, ohne großartig darüber zu sprechen: Mein Männe meinte zu mir: Könnten wir es wirklich wegmachen lassen, wenn etwas wäre? Ich schüttelte den Kopf und er sagte dann nur: Meine ich auch. Etwas anderes wäre, wenn die Schädigung so stark wäre, dass das Baby außerhalb des Mutterleibs nicht überleben kann. Ich denke, dann würde ich mich für den Weg der Abtreibung entscheiden. Sicher kann ich es allerdings nicht sagen, denn ich schätze, wer in einer solchen Situation nie gesteckt hat, kann das schwer beurteilen. Hätte mein Baby Behinderungen, wäre aber überlebensfähig, würde ich es austragen und genauso lieben, wie meinen Erstgeborenen. Das Ersttrimesterscreening und die Nackenfaltentransparenzmessung haben wir machen lassen. Und zwar aus dem Grund: Wenn mein Baby mit einer Behinderung zur Welt kommen sollte, möchte ich bestmöglich darauf vorbereitet sein .
andrea251079
andrea251079 | 31.10.2014
4 Antwort
@andrea251079 unser argument war, dass man das im organscreening sieht. genug zeit, sich drauf vorzubereiten.
ostkind
ostkind | 31.10.2014
5 Antwort
@ostkind Stimmt, da hast Du recht. So weit habe ich gar nicht gedacht, obwohl ich Eine Fruchtwasseruntersuchung hätte ich auch bei auffälligem Organscreening nicht machen lassen. Das, was der Arzt erkennen konnte, war übrigens alles ok. Trotzdem empfahl er mir die FWU mit der Begründung, dass ich mit 35 Jahren hart an der Grenze bin
andrea251079
andrea251079 | 31.10.2014
6 Antwort
@andrea251079 echt? so ein depp! ich hatte da zum glück einen ganz tollen arzt in der klinik, der sagt auch dass das komplikationsrisiko liegt. aber der ist generell gut, bei dem dürfen auch die frauen bis 3 wochen über et gehen, ohne dass er für nen kaiserschnitt den messer wetzt.
ostkind
ostkind | 31.10.2014
7 Antwort
kommt drauf an aus welchen gründen. hat ein behindertes kind denn ein tolles leben? meine ärztin sagte mir wenn was auffäliges bei der untersuchung ist dann ziehen wir eine abtreibung vor egal welche woche.
violetta85
violetta85 | 31.10.2014
8 Antwort
@violetta85 das meinte ich mit der aussage: "ein behindertes kind, wenns mit dieser behinderung auf die welt kommt, kennt es nicht anders und deswegen ist es doch für das kind normal" oder? ich weiß es nicht, wie gesagt, ich bin nicht in der situation und kenne auch niemand, mit einem behinderten kind, aber ich kann mir vorstellen, dass es für das umfeld schwieriger ist, als für das kind selber. vorrausgesetzt, es hat keine schmerzen.
quiteeasy
quiteeasy | 31.10.2014
9 Antwort
Hallo, ich denke ebenfalls, dass man hierauf nicht pauschal antworten kann...und schon gar nicht, wenn man nicht in einer derartigen Situation war. Gedanken darüber machen ja... Wir waren erst vor kurzen in die "Mühlen" der Pränataldiognostik geraten! Ich habe und womit man NIE rechnen würde, unser Test war höchst auffällig! Risiko Trisomie 13/18 1:25. Die Ärztin riet zu einer Punktion, was ich aber sofort abgelehnt habe...es schoß sofort aus mir raus, dass ich das Kind nehmen würde wie es kommt und mir das Risiko der Fehlgeburt eines womöglich doch gesunden Kindes zu hoch ist. Wir ließen dann zweimal eine Feindiagnostik machen und auch da wurden einige Dinge gefunden, die nicht "Normal" sind! Zusammengefasst, wir wurden total verrückt gemacht, meine komplette Schwangerschaft war dahin...wo ich doch meine erste so sehr genossen hatte!! Auch wenn ich mein Kind genommen hätte, wie es "kommt" sitzt die Angst doch immer im Nacken... DAzu kam, dass der kleine MAnn auch noch eine Beckenendlage war... Nunja, zusammengefasst...wir bekamen am 20.02.2014 einen wunderschönen, kerngesunden! Mir konnte in der kompletten Schwangerschaft keiner zu 100% sagen, ob mit unserem Kind alles ok wäre...zum Ende wurde zwar eine Trisomie 13 oder 18 ausgeschlossen, da man diese starken Fehlbildungen beim Feinultraschall erkannt hätte...allerdings von Down Syndrom bis hin zu anderen Gendefekten wurde uns alles genannt... Ich bin froh, so gehandelt zu haben...selbst wenn mein Sohn nicht gesund gewesen wäre!
Corie
Corie | 31.10.2014
10 Antwort
@quiteeasy wenn es soweit nichts mitbekommt vll aber stell dir vor es ist soweit behindert das es das nicht machen kann was andere können und es eben darunter leidet. aber da zum glück keiner von uns n der situation ist müssen wir uns auch nicht entscheiden ob und wie
violetta85
violetta85 | 31.10.2014
11 Antwort
@Corie ja das ist heftig das ärzte einen so verrückt machen können. wer übernimmt dann die verantwortung wenn du deinen ja doch gesunden jungen verabschiedet hättest? ich habe auch jegliche untersuchung die mich verrückt gemacht hätte abgelehnt. das was da in meinem bauch ist ist meins egal wie.... gut das es ein bauchgefühl gibt und das man sich darauf verlassen kann
violetta85
violetta85 | 31.10.2014
12 Antwort
@violetta85 keiner übernimmt die Verantwortung. Traurig aber wahr! Ich habe erst kürzlich von einem befreundeten Paar erfahren, dass diese ihren gesunden Jungen durch eine Punktion verloren haben. Wobei es eben auch im Vorfeld hieß, dass WOMÖGLICH mit dem Kind etwas nicht stimmt! und haben sich dann eben zu einer Puntkion überreden lassen, da es für die beiden eben nicht in Frage gekommen wäre, ein behindertes Kind auszutragen! Nunja, sie ist seither mit den Nerven am Ende und denkt, sie wurde deswegen "bestraft" :-/ nunja...diese Pränetaldiognostik ist Fluch und Segen zugleich....
Corie
Corie | 31.10.2014
13 Antwort
@Corie das man sowas überhaupt macht? ist das ein extra zusatzverdienst für die ärzte? vor 8 jahren gab es das noch garnicht finde arztbesuche sowas von furchbar
violetta85
violetta85 | 31.10.2014
14 Antwort
Ich kann nur für mich sprechen. Es wäre, egal welche Behinderung eines meiner Kinder laut U-Schall, gehabt hätte, von meiner Seite niemals zu einem Abbruch gekommen. Auch wenn die Diagnose" nicht lebensfähig" geheißen hätte. Mein Weg wäre gewesen, die Zeit die ich mit dem Kind habe, solange zu haben bis das Kind entscheidet. Ich möchte nicht das Leben meines Kindes beenden lassen....ich möchte mein Kind gehen lassen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.10.2014
15 Antwort
@violetta85 kommt drauf an aus welchen gründen. hat ein behindertes kind denn ein tolles leben? meine ärztin sagte mir wenn was auffäliges bei der untersuchung ist dann ziehen wir eine abtreibung vor egal welche woche. Wer will sagen wann ein Leben "toll"ist? Wer bestimmt denn wann ein Leben lebenswert ist? Wenn du nicht zum Arzt zur Vorsorge möchtest, dann suche dir doch eine freiberufl. Hebamme und mach die Vorsorgen dort.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.10.2014
16 Antwort
@violetta85 naja, für uns ist es normal, auf 2 beinen zu laufen, mit 2 händen zu greifen, mit 2 augen zu sehen und 2 ohren zu hören. warum? weil wir es nicht anders kennen. ich denke, für uns wärs genauso normal, wenn wir keine 2 beine zum laufen hätten, wenn wir damit aufwachsen und es einfach garnicht anders kennen. die kinder arrangieren sich damit. klar gibts einschränkungen, aber damit sind sie von klein auf konfrontiert und können sowas meist besser ab, als jemand, der komplett unbeschwert in ein leben startet - das denke ich, wie es in wahrheit aussieht weiß ich nicht, deswegen will ich ja hier keine aussage treffen, wie ich entscheiden würde, wenn ich in der situation wär. aber warum sollte ein mensch, der anders ist wie andere, nicht auch ein glückliches leben führen können? nur weil er vielleicht nicht alles machen kann? dann entwickelt dieser mensch andere stärken. im bekanntenkreis hab ich jemand . er hat ne fehlbildung an der hand. sprich: die hand ist wesentlich kleiner als normal und es waren bei geburt nur 2 finger dran. er hatte zig ops, unter anderem wurde ihm ein zehen entfernt und als finger angesetzt, damit er greifen kann. ist zwar im vergleich zu anderen krankheiten eine "kleinigkeit", aber er hat sich damit arrangiert. er wurde nie von anderen kinder gehänselt, er war immer beliebt, hat ne ausbildung zum gärtner gemacht, das hat ihm nichtmehr gefallen, jetzt schult er zum vermessungsbeamten um. was ich damit sagen will: ich glaube nicht, das jemand von uns, mit so einer hand handwerklich arbeiten könnte. er kannte es nicht anders und hats einfach gemacht.
quiteeasy
quiteeasy | 31.10.2014
17 Antwort
@Heviane
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.10.2014
18 Antwort
Eine Bekannte von mir hatte damals in der 20 SSW eine Abtreibung, wenn man das da noch so nennen kann. Ihr Kind hatte einen sehr schlimmen Herzfehler und es wäre entweder noch in der Schwangerschaft verstorben, oder eben kurz nach der Geburt. Leider ist sie vorbelastet. Sie war schon 10 Mal schwanger. 4 Fehlgeburten, eine Abtreibung, zwei Kinder die Leben, einer von ihnen auch mit einem Herzfehler, zwei Totgeburten und dann wieder einen Gesunden Sohn. Es ist echt ein schwieriges Thema.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 31.10.2014
19 Antwort
Ich kenne einen Fall in dem sich ein Mädchen mit 19 das leben nahm weil sie darunter litt so "anders" zu sein , zudem machte sie ihren Eltern Vorwürfe so auf die Welt gekommen zu sein ...
tatiii00
tatiii00 | 31.10.2014
20 Antwort
Ich kenne einige "behinderte" nun erwachsene, mit einigen bin ich zur schule gegangen. einer hat seine hand verloren, da diese wohl unglücklich von der nabelschnur abgeschnürt wurde. dummerweise wurde er in eine automechanikerfamilie geboren und liebte von anfang an das rumschrauben. aber es geht auch mit einer hand. ein anderer ist geistig behindert. ja, er hatte und hat es manchmal schwerer als andere, sicher. aber soweit ich es beurteilen kann führt er ein zufriedenes leben. er geht in einer behindertenwerkstadt arbeiten und ist im heimatverein sehr aktiv, wo er unter anderem theater spielt. im dorf kennen ihn alle, er ist sehr offen und immer freundlich. unvorstellbar, wenn es ihn nicht geben würde. andersherum kenne ich genügend "gesunde" jugendliche/erwachsene, deren leben dermaßen verkorkst ist, die unter schweren depressionen leiden, keine zukunftsperspektive sehen. wie kann ich denn bitte als schwangere entscheiden, ob mein kind ein glückliches leben haben wird? das einzigste, was einen wirklich das herz zerreist ist, wenn sie schmerzen leiden müssen, durch fehlbildungen, häufige operationen, etc. DA eine grenze zu ziehen empfinde ich als extrem schwierig.
ostkind
ostkind | 31.10.2014

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gespräch zur spätabtreibung
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