Bekomme Probleme: Kindesunterhalt durch Eltern, Vorschuss usw.

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
03.06.2016 | 16 Antworten
Hallo,

meine Enkelin (2) lebt bei mir. Ich bin 51, ledig, arbeite ganztags. Sie lebt bei mir, weil beide Eltern sich nicht in der Lage sehen, sich entsprechend zu kümmern.

Jedoch ist die Regelung inoffiziell - bislang ist nicht sicher, ob und ggf. wann meine Tochter ihre Mutterrolle wieder ausfüllen kann. Ich gehe allerdings davon aus, dass es auf Dauer bleibt wie jetzt.

Meine Tochter ist in Ausbildung im ersten Lehrjahr. Sie bekommt ca. 600, - netto.
Der Vater des Kindes ist berufstätig und liegt angeblich beim Selbstbehalt, teilweise je nach Auftragslage darüber.
Derzeit erhält meine Tochter, bei der die Kleine gemeldet ist, vom Jugendamt 144, - Unterhaltsvorschuss. Laut Kindsvater zahlt er dem Jugendamt derzeit 100, - im Monat.
Dazu erhält die Kindsmutter das Kindergeld.
Die Tagesmutter wird ebenfalls vom Jugendamt bezahlt.

Das Problem: Heute sprach der Kindsvater die Mutter an, sie sei ebenfalls unterhaltsverpflichtet, da das Kind ja faktisch bei mir lebe. Er wolle künftig weiterhin 100 Euro zahlen, aber direkt an mich, meine Tochter solle die restlichen 44, - an mich zahlen. Er meint, er käme ihr damit doch sehr entgegen.

Leider unterlegte er seinen Vorschlag mit der "Ankündigung", beim Jugendamt zu melden, dass die Kleine faktisch bei mir lebe.

Unser Problem ist finanzieller Natur. Meine Tochter hat keine 44, - übrig. Ich denke aber auch, dass sie nicht unterhaltsverpflichtet ist. Sie hat das Kind 4 x die Woche vor oder nach der Tagesmutter, offiziell lebt die Kleine bei ihr und ist nur vorübergehend bei mir untergebracht. Aufgrund ihres Schichtdienstes könnte meine Tochter die Kleine auch nicht sinnvoll bei sich wohnen haben, sie muss sehr früh raus bzw. kommt sehr spät heim, das macht keine Tagesmutter mit und für das Kind wäre es auch blöd. So wie jetzt geht die Kleine zeitig ins Bett, steht entsprechen auf, hat eine feste Tagesstruktur und Sicherheit.

Abgesehen von Vorwürfen, wir hätten dies dem Amt melden müssen:
Könnt ihr mir helfen?
Ist meine Tochter unterhaltsverpflichtet?
Müsste sie einen Teil des Unterhalts übernehmen, weil die Kleine bei mir ist?
Wenn klar wird, dass die Kleine bei mir lebt, wer zahlt dann die Tagesmutter?


Ich weiß schon, dass meine Familienverhältnisse ungewöhnlich sind, aber bitte erspart mir, was mir bei netmoms passiert ist: Vorwürfe ich würde lügen, sei ein Troll, würde der Kleinen schaden (sie ist fit, wohlauf, meist gut gelaunt und bestens entwickelt), würde meiner Tochter das Kind wegnehmen etc. nützen nicht. Ich habe niemandem etwas weg genommen und beide Eltern waren erleichtert, dass die Kleine bei mir leben kann.

Danke fürs Lesen und bitte helft mir mit eurem Wissen!

Das Gollum
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16 Antworten

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1 Antwort
also der Kindsvater kann euch tatsächlich ziemliche Probleme machen wenn er angibt dass die kleine bei dir und nicht bei der Mutter lebt denn die bekommt das Geld vom JA das eigentlich an dich gehen müsste. ich würde mich auf keinen fall darauf einlassen die Unterhaltsregelung unter euch zu machen! auf jeden Fall weiter übers Jugendamt laufen lassen, einfach schon deswegen weil die auch dann weiterzahlen wenn der Vater mal nicht pünktlich bezahlt und sich die dann darum kümmern dass das wieder weiter läuft bzw das geld dort einfordern. grundsätzlich ist es so, dass deine tochter unterhaltspflichtig ist , in einem ihr zumutbarem Rahmen, wenn das Kind nciht bei ihr lebt. das müsste dann im streitfall berechnet werden. warum du nicht willst dass das Kind offiziell bei dir lebt verstehe ich nicht denn es würde manches vereinfachen. Aber das hab ich dir vor einiger zeit glaube ich schon erklärt als es um die Kur mit Kind ging
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
2 Antwort
Ich würde das prüfen lassen beim Amt. Und ich würde was formelles festlege, wenn das Kind bei dir lebt, denn du bist ja derzeit für sie verantwortlich#
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
3 Antwort
Liebes, ab zu pro familia. Ganz schnel. Zum Einen haben die Ahnung, zum Anderen kosten sie nix, sie haben Anwälte und Schweigepflicht!!!!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
4 Antwort
Hast Du IRGENDWAS schriftlich?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
5 Antwort
Danke schon mal für die ersten Antworten. Ich werde also in der nächsten Woche bei ProFamilia anrufen und einen ersten Termin vereinbaren. Nein, ich habe gar nichts schriftlich. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen wenn die Kleine offiziell bei mir lebt. Ich habe aber ganz ehrlich die Befürchtung, dass ich dann die Tagesmutter zahlen müsste. Ich verdiene nicht schlecht, jedoch habe ich einige Schulden, die noch weg müssen, daher hätte ich dann echt Probleme - was ich zahlen müsste, würde ja vom Nettogehalt berechnet ohne dass die Schuldentilgung berücksichtigt würde. Klingt vielleicht kleinlich, aber es wäre wirklich heftig für mich. Die Eltern wollen das offiziell auch nicht so recht, die Gründe sind nicht ganz klar bzw. schwer zu verstehen. Meine Tochter ist psychisch krank, da ist das nicht einfach zu erklären - das erspare ich mir und euch hier mal.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
6 Antwort
Theoretisch ist die Mutter in diesem Fall auch in der Unterhaltspflicht, praktisch verdient sie zu wenig. Da die Gelder vom Amt auf das Konto deiner Tochter gehen kann es durchaus Probleme geben wenn der Vater das meldet. Macht es doch offiziell, dann gibt es solche und andere Probleme nicht mehr.
Jacky220789
Jacky220789 | 03.06.2016
7 Antwort
STOPP. Was die TaMu angeht: Bei uns war es so, dass Männe berufstätig ist und ich mit der HP-Schule anfangen wollte. Die TaMu wurde vom Kinderschutzbund bezuschusst und wir haben den einkommensabhängigen Beitrag bezahlt. Männe verdient als verbeamteter Lehrer RICHTIG gut, der Beitrag war für ALLE drei sowas um die 90 Euro. Also: Erstmal pro Familia. Erstmal gucken, was der Tüffel Dir kann oder nicht.DANN gucken. WENN die Maus offiziell bei Dir lebt, Anfrage beim KiSchuBu. Hier ist es anders als bei NM: Vielleicht weniger Leute, weniger Meinungen und JA, ab und an weniger Bildung ... AaAABER viel mehr Herz, Weisheit und Lebenserfahrung :-)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 03.06.2016
8 Antwort
Erstmal soviel: Der Vater kann die Unterhaltshöhe der Mutter nicht einfach festlegen. Der Unterhalt geht ja nach Verdienst und ist daher jeweils individuell, abgesehen davon kann der in Geld UND Sachleistungen erbracht werden. Wenn deine Tochter das Kind 4 Mal in der Woche hat und der Vater sie nur alle 2 Wochen zum Besuchswochenende , dann werden die 4 Tage da natürlich auch "miteingerechnet". Abgesehen davon, dass die mit ihrem mickrigen Azubinen-Gehalt soweit jenseits von Unterhaltspflichten ist. Wäre sie wirklich alleinerziehend, könnte sie mit dem mickrigen Gehalt vermutlich noch Aufstockung auf Hartz IV beantragen. Jetzt kommen wir aber zu der Krux bei der geschichte: Ihr solltet das SCHLEUNIGST melden. Wenn der Vater das meldet und nicht ihr, dass sich da die Wohnsituation "geändert" hat, dann kann das Jugendamt äußerst pissig reagieren. Das kann sein, dass die euch wegen "Erschleichung von Leistungen" dann kommen. Und das hieße, dass deine Tochter alles, was das Jugendamt als Vorschuss ausbezahlt hat, zurückzahlen muss. Nicht dir, sondern dem Jugendamt! Und damit mein ich nicht nur den Unterhaltsvorschuss, sondern auch gerade die Tagesmutter. Ganz ehrlich, dass ist an der Stelle so heiß und kann so böse ins Auge gehen, dass du da dringendst das ganze so regeln solltest, dass das Kind bei dir gemeldet ist und du da dann auch das ein oder andere Betreuungsrecht eingeräumt bekommst. Wenn ihr euch da selber meldet, dann kann man das als "vergessen, umzumelden" vielleicht noch kulanzhalber dann unter den Tisch fallen lassen. Auf einen streit würd ichs echt nciht ankommen lassen. Wahrscheinlich würdest du die Tagesmutter dann selber bezahlen müssen, bekämst aber auch - zumindest erstmal - den Unterhalt. Ob du den dann als Dauerauftrag aber postwendend an deine Tochter zurücküberweist, das bleibt dir ja unbenommen. Hätte deine Tochter das Geld halt erst 3-4 Tage später auf dem Konto.
StefansMami
StefansMami | 03.06.2016
9 Antwort
Geh' mal zu ProFamilia, aber er liegt falsch. Meine Meinung. 1. Kann er das so nicht festlegen. 2. Wäre deine Tochter niemals Unterhaltspflichtig, weil sie viel zu wenig verdient und sie sicher auch bafög, bab oder sowas bekommt. Erst wenn sie genug verdient oder aber keine Bezüge vom Amt mehr bezieht, wäre sie unterhaltspflichtig. Liegt sie ohne Hilfe vom Amt unter dem Selbstbehalt, aber über dem, wo sie Zuschuss bekommen würde, ab da würden sich dann auch bei ihr die Unterhaltsschulden sammeln. 3. Wo das Kind lebt, ist euer Bier. Macht es schriftlich, dass du darfst. Quasi als Vollmacht und gut ist. Wo ist die Kleine gemeldet? Lediglich das könnte ein Problem sein. Denn sie sollte schon da gemeldet sein, wo der gewöhnliche Aufenthalt ist. Bei wem sie nun lebt, ist dabei egal. Die Sorgeberechtigten können dir auch ohne JA oder Gericht die Fürsorge auf unbestimmte Zeit überschreiben.
xxWillowXx
xxWillowXx | 03.06.2016
10 Antwort
sie ist definitiv nicht unterhaltspflichtig. Sie lebt bei ihr und nur gelegentlich aus beruflichen Gründen betreust du deine Enkelin. Das zählt doch unter ganz normale familiäre Hilfe. Mach dir keine Sorgen. Das Jugendamt steht da ganz sicher hinter euch ... Schließlich ist deine Tochter noch in der Ausbildung.
defifee
defifee | 07.06.2016
11 Antwort
@defifee Naja, sie LEBT bei mir ... Aber gemeldet ist sie bei meiner Tochter.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 07.06.2016
12 Antwort
aber das ist doch Schxxxegal. Das braucht doch niemand zu wissen. Und irgendwann wird es vielleicht auch wieder anders sein. Ich würde mich da nicht verrückt machen lassen. Du unterstützt deine Tochter, damit sie ihre Ausbildungen machen kann, auch wenn das bedeutet, dass ihre Kleine überwiegend bei dir lebt.
defifee
defifee | 07.06.2016
13 Antwort
Ich habe nächste Woche einen Termin gemacht zur Rechtsberatung und bin gespannt, was die dann so erzählen. Ich glaube inzwischen, es muss doch Sache meiner Tochter sein und bleiben, wie sie die Unterbringung ihrer Tochter organisiert. So lange eben diese Unterbringung sicher und gut ist. Erziehungsberechtigt ist und bleibt doch meine Tochter, ebenso wie der Kindsvater. Und der will ja wohl nicht drüber meckern. Der will nur weniger Unterhalt zahlen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 07.06.2016
14 Antwort
So, ich war also beim Anwalt von Pro Familia. Ergebnisse: - Nein, ich kann keine Pflegemutter werden. Mindestens fehlt mir dazu eine pädagogische Grundausbildung. Er guckt aber vorsichtshalber noch mal nach und meldet sich dann. - Nein, es ist nicht rechtens, dass die Kleine bei mir lebt und dennoch das Geld an meine Tochter ausgezahlt wird. Ihre Pflicht wäre, die Regelung bweim Jugendamt zu melden. Entschärft wird dieses Problem dadurch, dass die Kleine alles zum Leben inkl. Bettchen auch bei der Mutter hat. - Wenn wir diese Sache melden, dann ab jetzt. Das hätte aber zur Folge, dass zwar der Unterhaltsvorschuss und das KIndergeld an mich ausgezahlt würden, aber ich die Tagesmutter voll zahlen müsste. Zudem wäre meine Tochter dann theoretisch ebenfalls zum Unterhalt verpflichtet, den sie natürlich nicht zahlen müsste, solange sie unter dem Selbstbehalt liegt - ist ja klar. Allerdings hätte er keinerlei Gewinn bzw. Einsparung dadurch, dass er das meldet. Er ist nach wie vor unterhaltspflichtig, durch die Unterhaltspflicht der Mutter verringert sich seine nicht. - Aufgrund der Tatsache, dass der KV erneut Vater wird, wird der von ihm an sein erstes Kind, also meine Kleine, zu zahlende Unterhalt sich erheblich verringern, da beide Kinder gleichwertig unterhaltsberechtigt sind bzw. sich der Selbstbehalt natürlich erhöht wenn ein Kind bei ihm lebt. Der Anwalt empfiehlt, zum einen erstmal gar nichts zu tun und abzuwarten. Zum anderen wird er auch schauen, wie hoch der Betrag ist, den ich an die Tagesmutter zahlen müsste, falls sie offiziell bei mir lebt und - jetzt kommt es, oh Schreck - ob das Jugendamt überhaupt die Tagesmutter bezuschussen würde, da die KLeine ja zwei ist und infolgedessen auch in die Kita gehen könnte. Warum oh Schreck? Weil die Kitas bei uns derart bescheidene Öffnungszeiten haben, dass eine Vollzeitarbeit oder die Regelung zum Abholen wie jetzt so gar nicht möglich wäre. Ich müsste dann also eine stundenweise Tagesmutter für die KLeine haben - und bezahlen. Dann hätte sie noch einen Wechsel mehr. Ob der KV weiß, was er anrichten kann für keinerlei Nutzen auf seiner Seite?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 15.06.2016
15 Antwort
@GollumXXL Ich würde mich mit diesen Infos mal mit ihm zusammen setzen. Vielleicht sieht er das ja auch ein und wenn er durch das zweite Kind so oder so weniger zahlt ... Wozu jetzt ein Fass aufmachen? Sprich mit ihm, ggf nimm ihn beim nächsten Mal mit zum Termin, damit es ihm auch vom Anwalt erklärt wird. Ein Freiplatz stünde dir auf Grund deines Einkommens dann nicht zu oder?
xxWillowXx
xxWillowXx | 17.06.2016
16 Antwort
Nein, einen Freiplatz bekäme ich nicht. Meine Schulden sind ja mein Problem.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 17.06.2016

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