Unterhalt bei einem nichtehelichem Kind

Cesca123
Cesca123
11.03.2019 | 20 Antworten
Hallo,

Ich hätte mal eine recht "komplizierte" Frage.
Und zwar ist mein Ex Freund selbstständig und war auch schon mal verheiratet und hat auch ein gemeinsames Kind mit seiner Ex Frau, und zahlt auch für beide Unterhalt und dass 250€ für seinen Sohn und 250€ für seine Ex Frau.
Als wir noch ein Paar waren hat er mir auch erzählt das er sein Brutto Einkommen auf 3.000€ angemeldet hat und somit ein Nettoeinkommen von 1.900€ hat damit er nicht mehr Unterhalt zahlen muss da einem selbst ja 1.200€ bleiben müssen.

So das er mehr verdient weiß ich natürlich genau aber ihm das nachzuweisen ist schwierig. Das zu der "Vorgeschichte".

Auf jeden Fall bin ich jetzt schwanger von ihm, habe mich aber von ihm getrennt da er mir gegenüber gewalttätig wurde und Psychoterror mit mir betrieben hat.
Jetzt ist meine Frage, bekommen mein Kind und ich dann auch Unterhalt von ihm gezahlt da ihm durch den Unterhalt seiner Ex Frau und Kind laut Papiere nur noch 1.300€ über bleiben?
Laut Internet würden mir nämlich auch Betreuungskosten oder so zustehen, und dem Kind steht ja so oder so der mindest satz zu
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20 Antwort
Das von "A nach B rennen" ist bei Behörden normal. Keiner will zuständig sein, für Formular XY braucht man noch den Antrag ABC und so weiter. Du mußt sowieso zum JA. Auch wenn die Caritas Dir vielleicht sagen kann wo genau Du dann bei Euch in der Stadt hingehen mußt. Aber um die Ämtergänge kommst Du leider nicht herum. Das Gute ist, wenn erstmal alles beantragt ist, dann hast Du ein bißchen mehr Ruhe. Zwar muß man dann im Laufe der Zeit immer mal wieder irgendwelche Folgeanträge stellen, aber das geht dann meistens etwas schneller. Es ist wirklich nervig ich weiß. Aber das kennen hier viele, glaub´mir. Daher hol Dir die Beistandschaft. Da brauchst Du dann nicht alles selber machen. Und eben auch einen RA, falls Dein EX nicht zahlen will. Du kannst Dir einen Beratungsschein bei Gericht holen, damit Du dann die Erstberatung nicht bezahlen mußt.
babyemily1
babyemily1 | 15.03.2019
19 Antwort
@babyemily1 Ja das ist mir soweit auch klar gewesen ... nur das man von A nach B geschickt wird finde ich halt ziemlich doof und das keiner so genau Bescheid weiß... darum will ich mich im Vorfeld genau informieren welche meine genauen Anlaufstellen sein werden . Ich habe mir einen Termin beim Caritas besorgt, die scheinen mir sehr viel kompetenter als so manche Leute vom Jugendamt zu sein. In der 35 SSW
Cesca123
Cesca123 | 15.03.2019
18 Antwort
Es ist logisch, daß sie - solange das Kind noch nicht auf der Welt ist - noch nichts gegen den KV unternehmen können. Es mag sich vielleicht gemein oder doof anhören, aber es kann bis zur Geburt ja noch einiges passieren. So denken die Behörden leider. Dort geht es um Fakten und nicht um Gefühle oder Empfindungen. So wie xxWillowXx es schon beschrieben hat: Du brauchst mit dem Mann keinen weiteren Kontakt aufnehmen. Erst wenn das Baby auf der Welt ist kannst Du dann weitere Schritte einleiten. Vorher kannst Du Dich bis kurz vor der Geburt entspannt zurücklehnen. Erst kurz vorher kannst Du dann die nötigsten Dinge beantragen . In welcher SSW bist Du denn wenn ich fragen darf?
babyemily1
babyemily1 | 14.03.2019
17 Antwort
@xxWillowXx Ja bin schon zu allen möglichen Stellen gelaufen um mich zu informieren, aber keiner kann oder will mir nicht so genau Auskunft geben oder sagen alle etwas anderes ...
Cesca123
Cesca123 | 14.03.2019
16 Antwort
@Cesca123 Also so lang das Kind nicht da ist, hat er auch keine Ansprüche auf Kontakt. Da musst du dir auch keine Sorgen machen. So lang er die Vaterschaft nicht anerkannt hat, auch nicht. Allerdings brauchst du für Unterhalt die Vaterschaftsanerkennung. Ich hab damals das uvg bereits vor der Geburt beantragt Mir alle Unterlagen geben lassen und dann mitsamt der Geburtsurkunde eingereicht Dort stand auch nur ich drin. Mit bearbeitung des uvg wurde mir dann die Beistandschaft zugeteilt, die sich um Vaterschaftsanerkennung und Unterhalt gekümmert hat. In diesem Atemzug dann, kannst du dich beim Anwalt informieren, wie das mit Kontaktverbot und umgang aussieht. Denn ein Kontaktverbot bezüglich dich, weitet sich nicht automatisch auf das Kind aus. Der Ausschluss vom umgang findet nur bei schwerwiegenden Gründen statt. Sollte es sich hier "nur" um Diskrepanzen zwischen den Eltern handeln, kann auch eine neutrale Person zur an Anbahnung des Umgangs bestimmt werden. Eine Beratung bleibt also nicht aus.
xxWillowXx
xxWillowXx | 14.03.2019
15 Antwort
@xxWillowXx Ja beim Jugendamt war ich schon öfter und habe auch schon mit ganz vielen damen gesprochen... nur leider wusste da keiner Bescheid und hat mich immer gut nächsten geschickt weswegen ich echt am verzweifeln bin... Eine der Damen vom Jugendamt meinte nur solange das Kind nicht da ist können die noch nichts Unternehmen was ich auch ansatzweise verstehen kann. Allerdings besteht ja auch ein Kontakt und Näherungsverbot was ich dort auch ausgiebig erzählt habe, da sagt die Trulla mir allen Ernstes ob ich nicht mal mit meinem ex reden könnte das er die Vaterschaft schon mal anerkennt das die schon mal alles prüfen können ???? Das hat mich so mega sauer gemacht... So scheiße wie der drauf ist wird der ganz bestimmt erst einmal freiwillig gar nichts anerkennen und zumal will ich mit dem nichts zutun haben und wenn dieser Beschluss noch vom Gericht vorliegt werde ich da auch keinen Kontakt zu suchen, dann wäre ich ja total Banane
Cesca123
Cesca123 | 14.03.2019
14 Antwort
@eniswiss Mein Partner ist selbst selbstständig. Man kann nicht einfach alles zb auf dem firmenkonto lassen und meinen, man habe ja für Privat nix ;) So läuft der Hase hier einfach nicht. Einkommensteuer wird vorgestreckt und hinterher nachberechnet. Für den Unterhalt an sich zählen Einnahmen und Ausgaben der letzten 6 Monate. Da wird ein Durchschnitt errechnet und EIGENTLICH alle halbe Jahre neu geprüft Kommt drauf an, ob ein Titel vorliegt oder nicht. Den Titel kann man aber über die Beistandschaft erwirken. @cesca Wenn du diese Prüfung anstoßen magst, wird es um den Unterhalt deines Kindes gehen. So lang sich die Exfrau nicht sekvst kümmert, wird sich die Höhe des kindesunterhalts für ihr Kind nicht ändern. Klingt blöd. Aber so sind die behördenwege. Geh einfach mal zum Jugendamt. Frag nach einer Beistandschaft und lass dich dort ausgiebig beraten. Die wissen ALLES. Und für dich entstehen keine Kosten
xxWillowXx
xxWillowXx | 14.03.2019
13 Antwort
@Cesca123 naja gnaz so einfach ist das nicht, seine Berechnung erfolgt nach Einkommensteuer und selbstständig kann man sein Einkommen ja anders steuern als jemand der eine Anstellung hat. Sein Selbstbehalt ist bei 1079 € plus eventuelle Zusatzkosten. Leider muss man immer wieder feststellen, dass vor allem selbstständige nur die Mindestzahlungen leisten
eniswiss
eniswiss | 14.03.2019
12 Antwort
@eniswiss Oh ok das wusste ich nicht. Soweit ich weiß ist das ganze auch nie vor Gericht gegangen und ist nur unter den Anwälten geklärt worden. Aber wenn sich das Finanzamt einschaltet kann er sich im Prinzip eh warm anziehen weil dann kann er ja nicht mehr viel vertuschen und es könnte ja auch passieren das er unterm Strich für seine Ex und dessen Kind mehr zahlen muss als er es jetzt tut und meinem Kind dann auch mehr zu steht als den Mindestsatz... wenn ich das jetzt richtig sehe oder ?
Cesca123
Cesca123 | 13.03.2019
11 Antwort
@GollumXXL ehegattenunterhalt ist nicht immer Zeitlich begrenzt, das ist eine Entschiedung des Gerichts, es gibt auch Frauen die es bis zur Rente bekommen und danach haben sie die Rentenanteile ais der gemeinsamen Ehezeit
eniswiss
eniswiss | 12.03.2019
10 Antwort
@GollumXXL Ich hab das schon mitbekommen :D Wollte mich nur "einordnen", da es 2 Empfehlungen gab :)
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.03.2019
9 Antwort
für die Kinder wird er zahlen, Kind geht vor Exfrau, mit Mutterunterhalt wird es schlecht aussehen
eniswiss
eniswiss | 11.03.2019
8 Antwort
*auch BEI seiner EX* sollte es heißen. Sorry ;-))
babyemily1
babyemily1 | 11.03.2019
7 Antwort
Ich würde ihm da so eigentlich nicht wirklich etwas glauben, da Du ja auch schreibst, daß er es mit der Wahrheit auch seiner EX nicht so genau nimmt. Daher lieber zum RA und er wird dann Deinen EX anschreiben.
babyemily1
babyemily1 | 11.03.2019
6 Antwort
@babyemily1 Dankeschön schon mal für deine schnelle Antwort! Seine Ex Frau muss er glaube ich nur noch 1 Jahr lang Unterhalt zahlen da die beiden gerade mal ein Jahr lang verheiratet waren laut seiner Auskunft
Cesca123
Cesca123 | 11.03.2019
5 Antwort
@Cesca123 Uneheliche Kinder haben genauso wie leibliche Kinder recht auf Unterhalt, es ist egal wieviel er verdient, dann muss er rechtlich gesehen noch mehr arbeiten und Nebenjobs annehmen Klag das ein, such dir am besten eine gute Anwältin
Phoebs
Phoebs | 11.03.2019
4 Antwort
@xxWillowXx Beistandschaft hatte ich auch empfohlen. Sehe ich ganz genau so wie Du.
GollumXXL
GollumXXL | 11.03.2019
3 Antwort
Hallo. Allgemein schließe ich mich den anderen an. Allerdings rate ich zur Beistandschaft beim Jugendamt. Die gehen zur Not nämlich auch vor Gericht für dich und du zahlst GAR NICHTS. Betreuungsunterhalt wirst du nicht bekommen. Es gibt bei unverheirateten höchstens das ding: Du bekommst alg2 und somit alleinerziehendenzuschlag. Dieser Zuschlag kann unter seltenen Umständen vom anderen Elternteil eingefordert werden. Das passiert aber wirklich eher selten und oft holt sich das dann direkt die arge. Nicht der erziehende Elternteil. Was die Zahlungen fürs Kind angeht, werden alle Unterlagen geprüft. Verdient er wirklich so viel mehr, als er angibt, würde das auch auffallen Spätestens dem Finanzamt. Und mit denen kann das Jugendamt auch kooperieren. Also würde ich mir da vorerst keine Gedanken machen Die Beistandschaft wird dich einiges fragen und das klären.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.03.2019
2 Antwort
Lass Dich nicht verarschen. 1. Ehegattenunterhalt ist für eine begrenzte Zeit zu zahlen und entfällt nach der Scheidung. Ist sie also seine Exfrau, dann hat er Dich angelogen. 2. Wenn er da schon geprahlt hat wie er lügt und betrügt, dann glaube ihm einfach mal gar nix. 3. Hat er für mehrere Kinder Unterhalt zu zahlen, so wird keines bevorzugt, das verfügbare Einkommen wird entsprechend aufgeteilt, falls er nicht erheblich mehr verdient als er zahlen muss. 4. Besorge Dir bei einem solchen Mann eine Beistandschaft über das Jugendamt. Die sind bei uns hinterher wie der Teufel hinter der armen Seele, dass wirklich der zustehende Unterhalt gezahlt wird. Und da kann er dann nicht einfach nur was angeben, da muss er Nachweise beibringen, Steuerbescheide, pipapo. Allerdings: Betreuungskosten zusätzlich kannst Du vergessen. Es sei denn, Du hast ein Kind mit besonderem Bedarf. Was ich mal nicht hoffe. Gute Kugelzeit noch.
GollumXXL
GollumXXL | 11.03.2019
1 Antwort
Deinem Kind steht auf jeden Fall Unterhalt zu. Ich würde Dir aber dringend raten, auf jeden Fall einen RA aufzusuchen und Dich dort zu informieren. Der RA kann dann auch ausrechnen, wieviel Unterhalt Deinem Kind zustehen wird. Wieso zahlt er für seine EX-Frau noch Unterhalt? Auch das würde ich über den RA nachprüfen lassen. Sobald er geschieden ist, ist sie ja auch verpflichtet, sich um einen Job zu bemühen und somit selber für ihren Unterhalt zu sorgen. Um das zu klären, würde ich auch hier wie gesagt zu einem RA gehen. Du kannst - wenn nötig - Dir einen Beratungsschein holen beim Gericht. So ist dann die erste Beratung beim RA kostenlos.
babyemily1
babyemily1 | 11.03.2019

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