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Geregelter Umgang, alleiniges Sorgerecht?

Katherinaaa
Katherinaaa
11.06.2018 | 6 Antworten
Hallo ihr Lieben, tut mir Leid aber es wird etwas länger… ich bräuchte trotzdem dringend einen Rat…
Am 25.05. hatten der Vater von meinem Sohn (2 Jahre) und ich eine Gerichtsverhandlung, wo der geregelte Umgang geklärt werden sollte. Der Antrag kam von mir aus, da er vorher immer kam wann ihm lustig war. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht, der Kleine lebt aber bei mir. Nun wurde dort beschlossen, dass er ihn alle 2 Wochen am Wochenende hat, in den Wochen wo er ihn am Wochenende nicht hat donnerstags (er soll ihn 15 Uhr von der KiTa abholen und 18 Uhr zu mir bringen) und alle 4 Wochen samstags von 9-18 Uhr. Das erste Wochenende kam und verlief mit dem Abholen und bringen gut. Ich war mit meinen Mädels mal wieder weg und wen traf ich 2 Uhr nachts? – Richtig! Den Vater von meinem Sohn. Mal wieder bei den Großeltern geparkt. Dann kam der Donnerstag… nachdem ich 15:30 Uhr eine Erinnerungsnachricht geschrieben habe, wurde der Kleine aus der KiTa abgeholt und mir dann 17:45 Uhr gebracht. Dann kam der Samstag… - Leute ihr könnt euch meine Wut gar nicht vorstellen! – Es war 9 Uhr, die Tasche gepackt, der Kleine angezogen – nichts passierte – ich schrieb ihm eine Nachricht. Es wurde 9:15 Uhr und nichts passierte. Also schaute ich wann er zuletzt online war, vielleicht war er ja auf dem Weg. 5 UHR! DA STAND WIRKLICH 5 UHR! Nachdem bis 9:45 Uhr immer noch nichts passiert ist, rief ich eine Freundin an, die an dem Freitag unterwegs war. Siehe da: Sie hat ihn getroffen. Betrunken soll er gewesen sein und zwar vom Fach. Alles klar… 10:30 Uhr kam er dann, nachdem ich angerufen habe, wo er nicht rangegangen ist mit der Ausrede: Bei meinen Autoreifen wurde die Luft rausgelassen, die Polizei war gerade da. Ich schrieb ihm, dass ich weiß, dass er getrunken hat und ich ihm den Kleinen nicht in so einem Zustand mitgeben werde. Er meinte er kann mir den Bericht von der Polizei zeigen und er habe nur 2 Bier getrunken. 10:45 Uhr stand er dann da (kam mit seinem Auto, wo ja angeblich die Luft aus den Reifen gelassen wurde) und ich hab es gerochen. Er wirkte nicht betrunken aber er hat wie eine Kneipe gerochen. Den Polizeibericht hatte er vergessen und bringe er nachher mit, hat er mir noch gesagt und sich gefühlte 1000 Mal gerechtfertigt, dass er nur 2 Bier getrunken hat. 18:10 Uhr kam er dann also wieder. Hatte sich von seinem Vater fahren lassen. Man sah, dass er total verkatert war. Er schaffte es nicht einmal seinem Kind Tschüss zu sagen… Ich bin so entsetzt über die 2 Wochen nach der Verhandlung. Er wollte den Umgang genauso. Ich habe da nichts vorgeschlagen, sondern allem nur eingewilligt, weil ich dem Kleinen den Kontakt nicht nehmen wollte. Nun überlege ich alle Stricke reißen zu lassen. Umgang nur in einem Familienzentrum, alleiniges Sorgerecht beantragen, ect. Nur weiß ich nicht in wie weit dies möglich ist. Kennt sich jemand aus?
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6 Antworten

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1 Antwort
Hallo. Also an deiner Stelle würde ich erstmal alles Dokumentieren. Auch den Schriftverkehr. Dann würde ich dir raten, dich mit deinem Anwalt zusammen zu setzen. Hier können wir dir viel raten. Aber solche Dinge sind IMMER individuell zu betrachten. Das weiß ich aus eigener Erfahrung ;) Wenn du zb kostenhilfe für einen Anwalt in Anspruch genommen hast, dann ist das auch noch gültig und du kannst zum selben Anwalt gehen und musst nicht noch mal die 15 Euro zahlen. Bitte Regel das wirklich darüber.
xxWillowXx
xxWillowXx | 11.06.2018
2 Antwort
Wie xxWillowXx schon schrieb, alles dokumentieren und zum RA gehen. Auch bitte zum JA und dort das Verhalten des KV genau schildern. Am besten mit der Freundin, die bezeugen kann, daß der KV total betrunken war als Begleitung. Du solltest auf jeden Fall versuchen, erstmal betreuten Umgang in Gang zu setzen. So stellst Du sicher, daß er ihn nicht mehr ohne Aufsicht bekommt. Wenn er seinen Sohn wieder alleine betreuen möchte, muß er eine Entziehungskur machen und nachweisen können, daß er trocken ist. Bis dato kann es dann nur den betreuten Umgang geben. Das kannst Du dann bei Gericht beantragen über das JA. Mach am besten heute noch einen Termin beim JA und erzähle was passiert ist.
babyemily1
babyemily1 | 11.06.2018
3 Antwort
erstmal bekommst aus so einem Grund kein alleiniges Sorgerecht, dazu muss er das Kind misshandeln. und wenn er das Kind nicht sehen will, kannst du ihn nicht zwingen. und für betreuten Umgang braucht es einen grund, da reicht die Aussage deiner Freundin sicher nicht. wenn er das kind zu den Grosseltern bringt, in seiner Ziet kannst du auch nichts machen. er hat die gleichen Rechte wie du. und weil er mal betrunken war, bekommt er noch lange keine Entziehungskur.
eniswiss
eniswiss | 11.06.2018
4 Antwort
Liebe eniswiss, sie hat einen sehr guten Grund: Der KV erschien angetrunken zum Umgangstermin und das ist sehr wohl ein Grund sich beim JA zu melden und dort um betreuten Umgang zu bitten. Er kommt angetrunken MIT SEINEM AUTO zum Umgangstermin, das ist mehr als verantwortungslos. Wenn er mehrfach das Kind bei den Umgangskontakten bei den Großeltern "abstellt" und sich nicht selbst darum kümmert, kann man auch hier als Mutter eingreifen und beim JA um Regelung der Angelegenheit bitten. Die MA dort könenn dann mit dem KV sprechen und ggf. weitere Schritte einleiten, sollte er weiterhin so verfahren. Die TE hat ja geschrieben "wieder mal bei den Großeltern geparkt", das wird also nicht nur einmal vorgekommen sein und sollte nicht zur Gewohnheit werden. Wenn er mit seinem Sohn den Umgangskontakt wahrnehmen möchte, soll er sich dann natürlich auch in dieser Zeit um ihn kümmern. Er kann Party machen, wenn der Kleine nicht bei ihm ist. Dann hat er Zeit genug dafür. Er ist in dieser Zeit für ihn verantwortlich. Die Großeltern mit ihm gemeinsam zu besuchen ist ja super, aber nicht, daß diese die Aufsicht übernehmen und er Party macht n dieser Zeit. Da kann man dann schon etwas gegen unternehmen. Das alleinige Sorgerecht bekommt man deswegen noch nicht, da hast Du allerdings recht. Da muß dann - leider - noch mehr passieren, sprich er mißhandelt das Kind, vernachlässigt es in grober Weise oder ist - durch übermäßigen Alkoholkonsum nachgewiesenermaßen nicht mehr in Lage sich um sein Kind zu kümmern während der Umgangskontakte. Daher kann man dann hier auch erstmal beim JA anregen, daß der Umgang nur noch unter Aufsicht stattfindet, bis man sicher sein kann, daß der Alkoholkonsum unter Kontrolle ist. Auf jeden Fall würde ich zum JA gehen und dort um Hilfe bitten. Dafür sind die MA dort da. Ansonsten gibt es auch noch die Caritas oder den Kinderschutzbund oder profamilia.
babyemily1
babyemily1 | 11.06.2018
5 Antwort
Ich sehe das auch so. Das Kind bei den Grosseltern parken weggehen und trinken entspricht bestimmt nicht dem Umgang, den das JA sich vorstellt. Das macht mir den Eindruck, ich muss das Kind ja nehmen, weil ich dran bin, ich will aber lieber was anderes machen und gebe die Verantwortung an andere ab. Meiner Meinung nach hat er sich in der Zeit um das Kind zu kümmern, was Besuche bei den Grosseltern mit Sicherheit nicht ausschliesst, und er muss sich so verhalten, dass er sich jederzeit verantwortungsbewusst um sein Kind kümmern kann. Heisst, nicht betrunken oder angetrunken zu sein. Ich würde so einem Menschen mein Kind nicht geben. Umgangsrecht hin oder her, denn, wer Rechte hat, hat automatisch auch Pflichten.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 11.06.2018
6 Antwort
Bei uns war JETZT ein umgangsverfahren ansässig und dauerhafte betreuung durch die Großeltern während des umgangen sind nicht okay. Das weiß ich von Anwalt, Richter und Jugendamt. Selbst wenn der KV dort mit übernachten würde, müsste er sich auch Zeit zu zweit mit dem Kind schaffen. Ab und an mal eine Nacht da "abgeben" ist aber wieder was anderes. Daher die individuelle Betrachtungsweise, Jugendamt und Anwalt. Persönliche Meinungen können viel erzählen. Leider.
xxWillowXx
xxWillowXx | 12.06.2018

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