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Elterngeld fällt weg. Was nun?

jen88br
jen88br
07.03.2017 | 12 Antworten
Hallo liebe Mamis,

ich bin sicher nicht die Erste mit diesem Problem, darum hoffe ich auf fachkundige Antworten.
Mein Freund und ich sind Eltern eines 10 Monate alten Sohnes.
Wir sind nicht verheiratet und mein Freund hat einen sehr gut bezahlten Job.
Ich hatte vor der Schwangerschaft ebenfalls eine unbefristete Anstellung.
Jetzt kommt das Problem:
Während der von mir genommenen Elternzeit mussten wir ziemlich spontan (sehr weit entfernt) umziehen, weshalb ich gezwungen war meine Stelle zu kündigen.
Nun ist das Jahr fast vorbei, das Elterngeld fällt weg und ich habe quasi nur noch ein monatliches Einkommen von 192, - € (Kindergeld).
Wie soll das funktionieren?
Vom Arbeitsamt habe ich nichts zu erwarten, da ich ja laut "Paragraph sowieso" nicht arbeitslos bin.
Kita-Platz haben wir erst ab August, was mindestens 4 Monate ohne weiteres Einkommen bedeutet, da ich ja noch nicht wieder arbeiten kann.

Wer bezahlt also meine Krankenversicherung und sonstige Fixkosten? Wieso können nur verheiratete Paare einander familienversichern und wieso müssen unverheiratete Paare im Gegenzug aber für einander aufkommen? Klar, mein Freund verdient gut, aber deshalb soll er für die komplette Miete, Einkäufe, meine Krankenversicherung etc. aufkommen? Wie kann das sein?
Immerhin habe ich auch gearbeitet und bin unverschuldet in diese Situation geraten, in der ich anscheinend plötzlich keinerlei Ansprüche mehr habe.

Wäre ich schon vor der Schwangerschaft arbeitslos gewesen, müsste ich mir witzigerweise keine Gedanken machen, denn dann würde die KV bezahlt werden und ich bekäme sogar noch eine Art Aufstockung zum Lebensunterhalt. Läuft in Deutschland irgendwie was aus dem Ruder ... oder wie soll ich mir das erklären?!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es noch irgendeine Institution die ich nach Hilfe ersuchen könnte? Ich will ja keine Riesenbeträge kassieren ... nur eine gesicherte Krankenversorgung für mich und meinen Sohn muss doch drin sein!

Danke im Voraus!
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12 Antworten

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1 Antwort
Wieso hast Du Deine Stelle gekündigt vor Ablauf der Elternzeit? Da hätte ich mich erst mal beim Arbeitsamt etc. schlau gemacht was geht. Aber Harz 4 musst Du doch trotzdem beantragen können, oder?
EmmaKJ
EmmaKJ | 07.03.2017
2 Antwort
Ob die Kündigung nun vor oder nach Ablauf der Elternzeit erfolgt, ist eigentlich egal. Da ich schlecht jeden Tag 500 km Arbeitsweg schrubben kann. Hartz 4 bekomme ich aus demselben Grund nicht, wie auch ALG: Ich bin momentan nicht erwerbsfähig, weil ich meinen Sohn noch betreue.
jen88br
jen88br | 07.03.2017
3 Antwort
Hm naja, wenn er einen sehr gut bezahlten Job hat und ihr eine stabile Beziehung, dann werdet Ihr wohl zusammen halten. Suche Dir ne neue Stelle für ab der Kita. Das mit den Versicherungen kann ich nachvollziehen. Finde es auch eine Zumutung. Ist bei uns genauso. Frag nicht wie viel Geld wir an Krankenversicherung zusammen löhnen :- (
EmmaKJ
EmmaKJ | 07.03.2017
4 Antwort
Ich habe im Grunde keine Angst auf der Straße zu landen . Ich frage mich nur ernsthaft wo hier die Gerechtigkeit bleibt. Klar suche ich mir sobald wie möglich eine neue Stelle, ich hasse es derart abhängig von meinem Partner zu sein und habe mir vom deutschen Staat wohl einfach mehr Unterstützung erhofft. Gerade weil wir keine Familie sind, die man als Sozialparasiten bezeichnen könnte . Seid ihr selbstständig oder warum die hohen Kosten für die KV?
jen88br
jen88br | 07.03.2017
5 Antwort
das ist neben den teilweise steuerlichen Aspekten der Vorteil, wenn man verheiratet ist.Da gibt's dann eben die Möglichkeit der Familienversicherung bei der gesetzlichen KV. Unverheiratete müssen da in solchen Fällen leider in den sauren apfel beißen. ALG1 steht dir nicht zu, so lange du dem Arbeitsmarkt nicht zur verfügung stehst und ALG2 wirst du vermutlich aufgrund des einkommens deines Partners nicht bekommen. < da geht's eben nicht danach ob man verheiratet ist oder nicht..lebt man zusammen, gilt man da eben als bedarfsgemeinschaft, wo sämtliches einkommen zählt. aber, sofern du zeitnah einen neuen Job bekommst, ist das ja noch ein überschaubarer Zeitraum und kein Dauerzustand. Außer ihr heiratet, dann fällt zumindest die krankenkasse weg.
gina87
gina87 | 08.03.2017
6 Antwort
Hallo Jen, ja wir sind beide Selbständig. Ich in der privaten KV und er freiwillig Gesetzlich. Dadurch das wir nicht verheiratet sind und auch nicht den gleichen Wohnsitz haben konnten wir das Kind bei Ihm mit anmelden, was deutlich günstiger ist als wenn ich es privat Versichern hätte müssen was sonst der Fall gewesen wäre. Wir halten das jetzt auch noch so lange Aufrecht mit den beiden Wohnungen und ohne Trauschein bis wir beide eine Sichere Basis haben. Es sieht nämlich in beiden Firmen nicht so rosig aus und daher weigere ich mich einer Hochzeit. Ich denke wir würden uns bei einer Insolvenz da nur gegenseitg schaden. Mit beste Grüße an Vatter-Staat.
EmmaKJ
EmmaKJ | 08.03.2017
7 Antwort
Ja, das ist ja alles nichts neues . Wenn ich Geld will zählt mein Partner was will zählt nur eine Heiratsurkunde. Es wird sich alles gedreht wie sie es brauchen .
jen88br
jen88br | 08.03.2017
8 Antwort
Genau. Deshalb bin ich so froh über die beiden Wohnsitze und die sind nicht mal so eben ums Eck sondern 400 km auseinander.
EmmaKJ
EmmaKJ | 08.03.2017
9 Antwort
@EmmaKJ So läuft das in Deutschland . Man muss echt erfinderisch werden, um seine Kröten beieinander zu halten. Wenn ich mit dem Kleinen jetzt ausziehen und eine separate Wohnung nehmen würde, dürfte der Staat alles bezahlen. Bleibe ich, bekomme ich gar nix . Das ist doch bescheuert! Hier gibt's scheinbar nur so 'ne "Alles oder Nichts - Politik".
jen88br
jen88br | 08.03.2017
10 Antwort
in welchem bundesland wohnst du denn? bei uns in bayern z.b. gibt es im anschluss ans elterngeld landeserziehungsgeld. das ist zwar nicht viel aber evtl ein bisschen was um deine krankenversicherung zu finanzieren. Hast du schon versucht aufstockend hartz4 zu beatragen? oder kannst du alg1 beantragen? setzt natürlich vorraus dass du zumindest stundenweise dem arbeitsmarkt zur verfügung stehst. evtl kannst da was angeben beim arbeitsamt Deinen Sohn kannst du übrigens mit deinem Partner familienversichern lassen wenn er als vater eingetragen ist. somit wäre das schon mal erledigt. das hat nichts damit zu tun ob ihr verheiratet seid oder nicht.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 08.03.2017
11 Antwort
@Sabi77 Wie ich schon sagte, kein Anspruch auf irgendetwas da ich nicht mal stundenweise arbeiten kann. Mir ist natürlich klar dass ich meinen Sohn auch bei seinem Vater versichern kann, da ich selbst aber sowieso durchgängig krankenversichert sein muss, ist diese Tatsache leider wenig relevant. In Hessen gibt es kein Erziehungsgeld. Darüber hatte ich mich als erstes informiert .
jen88br
jen88br | 09.03.2017
12 Antwort
du würdest nirgends Aufstockung zum Unterhalt bekommen, der vater des Kindes ist für dich unterhaltspflichtig, so sieht es das Gestz vor. Und Arbeitslosengeld erhälst du nur, wenn du eine Betreuung vorweisen kannst, aber wieso hast du gekündigt? du wärst 3 jahre krankenversichert, wenn du 3 Jahre Elternziet nimmst und die Kündigung hättest du 2 Monate vor beendigung abschicken können,
eniswiss
eniswiss | 06.05.2017

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