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Staatliche verantwortung vs private mildtätigkeit

ace09
ace09
12.12.2013 | 35 Antworten
sah vorhin im nordmagazin einen bericht über die tafeln in norddeutschland. irgendiwe kam mir da eine tv-diskussionsrunde vom letzten oder vorletzten jahr in den kopf, wo die desillusionierte mitbegründerin eines charity-projektes die these vertrat, dass alle mildtätigen aktivitäten privater und gemeinnütziger natur dem staat nur helfen sich aus der verantwortung für seine bürger zu stehlen.
sehr kontrovers, aber irgendwie ist was drann ...
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35 Antworten

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1 Antwort
nein, das sehe ich nciht so. der staat ist für eine grundabsicherung da und natürlcih sollte keiner durch das netz fallen, tun sie aber immer, ansonsten würden sozialabgaben einfach ins unermessliche steigern. deshalb hat jeder auch selbst eine verantwortung, diejenigen zu unterstützen, die eben nicht oder nciht ausreichend hilfe durch den staat bekommen. was natürlich nciht heißen soll, dass der staat seine sozialpolitik nicht regelmäßig reformieren und modernisieren muss. aber dieser reformdruck wird sicher nciht durch private organisationen gemildert.
ostkind
ostkind | 12.12.2013
2 Antwort
sorry, bin da "gebranntmarkt" da ich auf dem Sozialamt arbeite. Klar ist das nicht viel Geld, aber wenn man gut wirtschaftet kann man damit auskommen. Wenn ich allerdings sehe, wofür das Geld weggeht - sky, Handy, Raten Media Markt und und und - krieg ich nen Anfall wenn ich dann höre dass kein Geld für Essen und Schuhe da ist. Und als ob, wenn die Sätze um 10 Euro erhöht werden, diese 10 Euro echt bei den Kindern ankommen. Zeig mir mal ein Land, wo man ohne Gegenleistung so viel Geld kriegt wie bei uns . aber meckern tun alle immer! Grrrrrr
sillylein
sillylein | 12.12.2013
3 Antwort
und davon abgesehen: warum hat der Staat die Verantwortung für jeden Bürger? Hat nicht jeder die Verantwortung für sich selbst? Am Besten schenkt der Staat mal pauschal jedem Bürger 1000 Euro als Dankeschön, dass er in Deutschland wohnt ?!?! Und wenn Deutschland so sch . ist, ist es doch jedem frei gestellt, woanders hinzuziehen. Glaube nicht dass man ein Land findet wo man mehr kriegt .
sillylein
sillylein | 12.12.2013
4 Antwort
@sillylein keine 1000€, hundert gute deutsche westmark gab es als begrüßungsgeld und gab es nicht auch mal was ähnliches für jedes neugeborenes?
ostkind
ostkind | 12.12.2013
5 Antwort
@sillylein SUPER ICH STIMME DIR DA VOLL ZU! !!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.12.2013
6 Antwort
@sillylein mmh, ich denke schon, dass der staat verantwortung für seine bürger hat. schließlich schafft er auch die rahmenbedingungen für unser leben. er erlaubt oder verbietet den firmen niedriglöhne zu zahlen, er bestimmt das rentenrecht usw. im sozialamt wirst du sicher viel mitbekommen. ich habe auch die eine oder andere klientenfamilie mit einem fernseher im wohnzimmer, wie ich ihn nicht habe . aber es gibt auch andere extreme. ich bin zum beispiel gerade mit einer familie bis vor´s sozialgericht gezogen, da das jobcenter die zusage für eine größere wohnung verweigert hat, obwohl alle parameter der städtischen richtlinie entsprachen. erst als der richter klar sagte, was er davon hält, lenkte das jobcenter ein.
ace09
ace09 | 12.12.2013
7 Antwort
natürlich hat der Staat Verantwortung für uns . er muss die Menschen durch Gesetze schützen, Schulen schaffen etc. Aber keine Verantwortung jedem einen Lebensstandard zu ermöglichen auf den er meint, ein Recht zu haben. Es reicht, wenn er die möglichen Rahmenbedingungen setzt und was dann jemand draus macht, ist jedem selbst überlassen
sillylein
sillylein | 12.12.2013
8 Antwort
aus den rahmenbedingungen was machen, das sagt sich mit unserer tvöd-perspektive so einfach . ich wette, mein friseurin sieht das anders. die geht trotz vollzeit aufstocken.
ace09
ace09 | 12.12.2013
9 Antwort
nee, ich finde nicht, daß dem Staat dadurch geholfen wird, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Ich finde die Tafeln gut, da gehen alle Lebensmittel hin, die sonst im Müll landen würden, die aber noch gut sind. Geschäfte dürfen nicht mehr verkaufen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, das heißt aber nicht, daß die Lebensmittel dann nicht mehr genießbar sind. Wenn der Staat sich dadurch natürlich in der Situation sieht oder sehen würde, bedürftigen Menschen, sie sich ihr essen von der Tafel holen, die Leistungen zu kürzen, finde ich das nicht richtig. Diese ganzen Dinge sollen als Zusatz angesehen werden. Ich weiß nicht, wie das ist, aber ich glaube, für die Tafel braucht man eine Bescheinigung, dass man bedürftig ist, da kann also auch nicht jeder hingehen, der es nicht unbedingt braucht.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 12.12.2013
10 Antwort
@sillylein Eine ziemlich harte Aussage für eine Mitareiterin des Amts. Es klingt stark nach pauschaler Verallgemeinerung. Gerade Dein Post in Antwort 2 lässt mich gerade die Augenbrauen hochziehen. Es mag mit Sicherheit so einige Menschen geben, die genau so leben, wie Du es beschreibst, aber es so auszudrücken, als gelte das allgemein, finde ich heftig. Und es fühlt sich für Menschen, die in Leistungsbezug, sei es auch nur bezuschussend, stehen, wie ein Schlag ins Gesicht an. Wie viele Menschen gehen Vollzeit arbeiten, müssen aber, wegen zu geringer Löhne, bezuschussende Leistungen beantragen? Und damit sage ich nicht, dass der Staat zu wenig zahlt, sondern nur, dass ich diese Verallgemeinerungen erschreckend finde. Sagst Du das Deinen Klienten auch ins Gesicht? Zum Beispiel dem Familienvater, der mehr als 40 Stunden die Woche für keine 8€ brutto/Stunde körperlich hart arbeitet und mit der Scham leben muss, seine Familie nicht allein ernähren zu können? Kennst Du das beschämende Gefühl, auf dem Besucherstuhl zu sitzen und Unterstützung erbitten zu müssen? Und ich rede nicht von Menschen, die in ihrer Jugend versäumt haben, berufliche Grundlagen zu schaffen, sondern ausgebildete Facharbeiter, die aufgrund unserer Wirtschaftslage nur Hungerlöhne bekommen, sich aber nichts mehr wünschen, als die Familie ohne Unterstützung versorgen zu können. Zitat: " . Und als ob, wenn die Sätze um 10 Euro erhöht werden, diese 10 Euro echt bei den Kindern ankommen . " Diesen Satz empfinde ich mit am heftigsten und wie eine Unterstellung, ja Beleidigung jeder Familie gegenüber, die eben grundsätzlich zuerst an ihre Kinder denkt. Zum Thema der Frage: Ich denke nicht, dass mit caritativen Zusatzunterstützungen dem Staat Mitverantwortlichleit genommen wird. Diese Zusatzhilfen unterstützen nur, einen Lebensstandart führen zu können, der dem Durchnitt etwas näher kommt. Ich denke, dass es für einen Menschen, der eben nicht erfreut darüber ist, Leistungen aus Alg.II beziehen muss, eher demütigend ist, sich von den Tafeln das geben zu lassen, was Andere verschmähen. Wer mag das seinen Kindern gern vorsetzen, um das eingesparte Geld beispielsweise für neue und nicht unbedingt notwendige Dinge auszugeben? Ich würde es nicht tun, sondern selbst lieber hungern, als meinen Kindern geben zu müssen, was sonst im Müll landen würde.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 13.12.2013
11 Antwort
ich denke auch nich, dass solche caritativen Projekte dazu dienen, dem Staat die Verantwortung n stück weit zu entziehen.. wir haben hier auch ne tafel..und gemessen an der arbeitslosigkeitsrate, den aufstockern + den Rentnern mit geringem rentenbezug die ggf auch noch aufstocken müssen usw. hier in der gegend, seh ich da kaum leute.. und wie moppelchen es schon sagte..die, die nich darüber erfreut sind auf alg2, egal ob nun voll oder aufstockend, angewiesen zu sein, schämen sich schon fast dafür, das dort nehmen zu müssen, was andere verschmähen . genauso sieht es bei den caritativen Projekten zu weihnachten aus, wo firmen und privatleute nen kleinen betrag spenden, damit solche Einrichtungen wie die tafel oder Volkssolidarität hier, kindern aus sozialschwachen Familien, ein kleines geschenk im rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier übergeben können . das sind vielleicht 10 kinder die daran teilnehmen, obwohl es bedeutend mehr gibt, die es in Anspruch nehmen könnten.. mich würde es als mutter auch unheimlich viel Überwindung kosten an sowas teilzunehmen, damit mein Kind wenigstens ne Kleinigkeit, von eigentlich fremden bekommt, die ich mir womöglich gar nich leisten könnte . es wäre sehr beschämend für mich und ich würd das, und auch den gang zur tafel, nur machen, damit mein Kind was bekommt klar gibt es auch solche, die ihr alg2 für, in unseren augen, unnütze dinge investieren und die dann am ende rumjammern, dass sie nichts mehr zu essen im Kühlschrank haben . genauso gibt es solche, die keine lust zum arbeiten haben, womöglich ein Kind nachm anderen in die welt setzen und den Staat zahlen lassen usw . aber hey, gemessen an der arbeitslosenhöhe im ganzen land, der höhe der aufstocker usw . wieviel Prozent sind das denn daran gemessen, die solch eine Denkweise an den Tag legen und so leben? das is an der Masse gemessen doch ne verschwindet geringe menge . daher find ichs anmaßend alle in einen topf zu hauen und so zu pauschalisieren..und das von der Mitarbeiterin des Amtes . aber gut . hier aufm amt wirste auch wie das Letzte behandelt, egal weswegen man da nun hin geht meine schwiegermutter arbeitet als schuldnerberaterin..und die hat ne menge an Mandanten im Jahr und jedes jahr werdens mehr..aus allen Lebensbereichen..Angestellte, Rentner, Jugendliche, arbeitslose usw . die Masse derer, die wirklich über ihren Verhältnissen lebt, is auch da schwindend gering..grade bei den alg2-beziehern..alle leben normal und drehen jeden Cent dreimal um, gönnen sich selber nix, ja selbst bei Anschaffungen für die kinder wird tausendmal überlegt ob oder ob nich, letztenendes wird es dann so günstig wie möglich irgendwo gebraucht gekauft usw . und trotzdem reicht es hinten und vorne nich und wenn s-Mama manchma erzählt, mit wievielen sie vor gericht geht, weil Leistungen von grundauf falsch berechnet wurden und/oder weil null Beratung über andere zuschüsse stattfand und den leuten diese Gelder quasi vorenthalten wurden, wird einem kotzübel
gina87
gina87 | 13.12.2013
12 Antwort
@Gina87 : Zu sagen, dass man immer auf dem Amt wie das Letzte behandelt wird ist doch wohl mindestens genauso pauschalisiert oder? @Moppelchen71 : Ich kann Dich beruhigen, ich kann aufgrund meiner fast 20-jährigen Berufserfahrung durchaus unterscheiden, wer wirklich hilfebedürftig ist und wer solche Ausgaben hat, wie ich es beispielhaft genannt habe. Und wenn man den halben Tag nichts anderes tut als diesen Menschen zu helfen, glaube ich, kann ich das ganz gut beurteilen. Aber es ist doch wohl normal, dass man sich über die Menschen aufregt, bei denen es so ist wie ich es geschrieben habe. Natürlich habe ich auch Leutchen, die unverschuldet in Not geraten und bei denen ich durchaus auch die Not sehe. Manchmal kommen Leute einfach nur zu mir um sich zu unterhalten, manche drücken mich sogar beim rausgehen . Aber dann gibt es auch solche Fälle, die z.B. Widerspruch einlegen weil ich nicht die AEG-Waschmaschine bewilligt habe sondern die "No-Name" und da kannste dann Stundenlang Bescheide zu schreiben. Oder man kann sich so Sachen anhören wie "SEien Sie doch froh das sich arbeitslos bin, sonst wären Sie es ja". Insofern braucht man schon eine gewisse "Coolness" um das alles wegzustecken. Es ist auch nicht immer einfach ein kleines Kind am 'Schreibtisch sitzen zu haben das kaputte Hosen anhat und man dann auf den Kontoauszügen sieht, dass Papa bei Amazon 100 Euro ausgegeben hat. Und sagen darf man nix, erst recht nicht was man da denkt sonst droht direkt ne Dienstaufsichtsbeschwerde. Wenn also so jemand aus dem Büro rausgeht und der nächste, vielleicht wirklich "arme Schlucker" reinkommt muss man aber wieder komplett bei 0 anfangen und neutral alles andere abhaken. DAs gelingt nicht immer, wir sind auch nur Menschen! Ich wollte nur sagen, dass man sich auchmal in die Lage der Sachbearbeiter versetzen muss. Der Job ist nicht einfach, man sieht viel, man hört viel. Und dann kommt es auch schonmal vor, dass man jemandem, der evtl. wirklich bedürftig ist, nicht gerecht wird. FAZIT: Ihr könnt sicher sein, dass ich im Großen und Ganzen schon unterscheiden kann, wer so und wer so ist. Und ansonsten gilt wie bei allem: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus!
sillylein
sillylein | 13.12.2013
13 Antwort
@sillylein ich habe geschrieben, HIER auf dem amt . ergo, hab ich damit nur das hiesige und nicht alle gemeint .
gina87
gina87 | 13.12.2013
14 Antwort
@sillylein Ich kann Dich voll und ganz verstehen denn es gibt noch viel zu viele schwarze Schafe. Wenn ich nur bei uns hier schau, bekomm ich eine Wut. Mit dem Geld von H4 ist es möglich den Monat gut durch zu kommen. Da haben andere die Vollzeit arbeiten gehen viel weniger und müssen alles aus Ihrer Tasche bezahlen, ganz ohne Zuschüsse.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
15 Antwort
@sillylein Sicherlich mag es die schwarzen Schafe geben. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch solche Blicke auf Kontoauszüge für Missverständnisse sorgen können. Gerade PayPal, amazon oder ähnliches, KANN zu einem falschen Bild führen. In Zeiten, wo man eventuell auf Bezuschussung durch Alg. II angewiesen ist, muss man sehen, wo man sparen kann. Da wird Kleidung, Schuhe oder auch das Geburtstagsgeschenk, ebenso oft Kleinigkeiten für den Haushalt, eben so günstig wie möglich gekauft, wenn der Vergleich mit Händlern vor Ort ergibt, dass es im Inet günstiger ist. Wenn ich meinen Kontoauszug ansehe, was ich an Abbuchungen darauf stehen habe, könnte man auch denken, wir müssten es verdammt dicke haben. Dabei sehe ich nur, wo ich günstiger kaufen kann, was gebraucht wird. Da würde manch einer die Augen rollen, wie ich beispielsweise in UK bei einem Shop 60€ lasse. Dass ich dort allerdings mehrere Paar Sommer- und Turnschuhe, Shirts, Unterwäsche und Socken für dieses Geld bekomme und selbst im Discounter hier oder gebraucht, oft mehr bezahlen würde, steht nicht auf dem Auszug. Ich meine damit nicht, dass es nicht tatsächlich Menschen gibt, die die Leistung als Geschenk an ihre Göttlichkeit sehen. Auch da kenne ich schwarze Schafe, die sogar stolz darauf sind, ausschließlich vom Staat zu leben. Im Gegensatz dazu, gibt es aber eben auch die Sachbearbeiter, die ganz offen Verachtung zeigen. Da könnte ich mindestens so viele Beispiele nennen, wie die, über die Schmarotzer. In der Mehrzahl sind das eher die jüngeren Sachbearbeiter, die meist im Leben niemals eine Notlage kennen lernten und pauschal urteilen, dass jeder, der in Not gerät, auch selbst schuld ist. Und das ist dann noch demütigender.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 13.12.2013
16 Antwort
Man darf nicht vergessen, das diese wohltätige arbeit nicht nur Harz IV Empfänger, schlecht bezahlten Rentnern, zugute kommen, sondern auch obdachlosen Menschen. Der Staat kann leider nichts dafür, wenn manche Menschen für dieses Leben entscheiden. Auch wenn sie nicht unbedingt freiwillig obdachlos sind. Leider müssen diese Menschen über ihren eigenen Schatten springen. Und dafür gibt es die Caritas und andere Organisationen. Sie spenden den Menschen halt, hin und wieder ein warmes dach über dem Kopf, warmes essen und auch Kleidung. Es ist recht einfach, immer zu versuchen, dem Staat alles in die Schuhe zu schieben und zu sagen: IHR MÜSST! Nicht immer kann der Staat dafür Sorge tragen, das es jedem gut geht. Manchmal müssen wir die Augen auf machen und schauen wem es nicht gut geht und dann eben auch helfen!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
17 Antwort
da fällt mir doch diesbezüglich eine ehemalige Klassenkameradin ein . sie ist Polin. Ich weiß nicht ob es in Polen so üblich ist oder nur in ihrer Familie, auf jeden Fall decken die immer Weihnachten für eine Person mehr als eingeladen ist. Falls mal jemand "Armes" klingelt würde der dann eingeladen. Fand ich toll und hab shcon überlegt, ob ich das dieses Jahr auch machen soll. Ich glaube aber, ich lasse es. Klar ist die Geste super aber es wird ja nun keiner kommen und unsere Kids denken dann - "Och, gibt ja gar keine armen Leute" und sind enttäuscht. Beides blöd .
sillylein
sillylein | 13.12.2013
18 Antwort
@sillylein das is in Polen generell üblich ein zusätzliches Gedeck aufzulegen an Weihnachten und auch heute noch in etlichen Familien Brauch..als Symbol unerwarteten Besuch aufzunehmen, als Zeichen der Gatsfreundschaft und Nächstenliebe .
gina87
gina87 | 13.12.2013
19 Antwort
was mich auch sehr erschreckt, ist, wenn gerade jetzt in der Weihnachtszeit für Bedürftige gesammelt wird, daß es da immer nur um Geld geht. Bei uns in Wuppertal läuft übers Radio gerade eine Aktion für Kinder, deren Eltern kein Geld für Kleidung haben. Da laufen Kinder bei diesen Temperaturen in Sandalen und dünner Jacke rum, weil das Geld fehlt. Ich habe von meinem Sohn viele Sachen, die ihm nicht mehr passen, die ich gerne geben würde. Aber nein, das wäre ja mit Arbeit für die Organisatoren verbunden, das wollen die ja nicht. Es soll Geld sein, wofür dann Sachen gekauft werden. Da muss ich ganz ehrlich sagen, mein Geld brauche ich für mich und meine Familie. Ausserdem sage ich, auch wenn das für einige provokant klingen mag, wer Sachspenden ablehnt und "nur" Geld will, dem kann es so schlecht nicht gehen.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 13.12.2013
20 Antwort
Moppelchen71 Super geschrieben ich hätte da ein beichspiel, WINTERSCHUE sind teuer, vorallem für die harz4 E , ich habe über 180, -€ dort bezahlt, das ich aber 4 Paar gekauft habe steht nicht auf dem Auszug. Ich finde es unterste Schublade sich ein urteil zu bilden auf grund einer Summe die ohne Hintergrund zu sehen ist, 100, -€ bei Amazon was sagt das schon aus, vielleicht waren es Haushalsküchengeräte oder weiß der Kuckuk was.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
21 Antwort
@Chrissi1410 naja..auf der anderen seite kann ichs aber irgendwo auch verstehen, wenn Sachspenden abgelehnt werden . egal ob nun Spielzeug oder Klamotten . den aufwand der damit verbunden is sollte man nich unterschätzen . wenn ich hier sehe, was teilweise in den kleidercontainern landet, wird mir übel und solche leute sollten sich was schämen.. kleider und Spielzeug die aufgrund des zustandes kein anderer mehr gebrauchen kann landet da drin . aber is ja einfacher seinen müll in solchen Containern abzuladen, als es in die eigene tonne zu kloppen, nur weil die hausmüllentsorgung nur alle 2 Wochen kommt.. n Rentner fährt hier schon seit zig jahren jedes jahr mit mehreren Lkw und haufen ehrenamtlichen leuten nach Russland in die Armenviertel, besucht da die Kinderheime und bringt spenden mit, die er zuvor lange gesammelt hat . ausschließlich Sachspenden..da er die masse allein nich durchschauen und ggf sortieren kann, die ehrenamtler zu großen teilen auch noch arbeiten gehen und sich nur für die dauer der fahrt frei nehmen und es daher vorher auch nich schaffen, alles durchzugucken und zudem auch kein platz is, die massen zu lagern, können sie nur wenige tage vorher alles entgegennehmen und direkt in die lkw verladen . es is erschreckend und beschämend zu gleich, was er dann an ort und stelle in Russland aus den blauen säcken und Kartons holt, weil manche solche Aktionen für ihre private müllentsorgung nutzen . meine Hochachtung an ihn, dass er diese aktion trotzdem noch durchzieht in seinem alter und trotz der unschönen dinge, die dann zum Vorschein kommen da würd ich sowas auch nich freiwillig machen wollen und lieber Geld nehmen und gleich was vernünftiges von kaufen, als sowas . zumal einige Sachen aus hygienischen gründen auch nich angenommen werden als Sachspende.. und die Aktionen die hier in der gegend stattfinden, nehmen häufig auch Geld..und das nich nur, um den kindern davon ne Kleinigkeit zu schenken, sondern auch, um sowas wie ne kleiner finanzieren zu können, was ja nunmal auch Geld kostet es verlangt ja keiner sonst was für Unsummen . 5€ wären auch vollkommen okay und tun einem nich weh, wenn er die 1x im jahr irgendnem verein spendet . damit wär einem Kind schonma ne kleine Freude ermöglicht worden.. jeder gibt ein wenig und gut is.. haben wir dies jahr für die Kita von mausi auch wieder gemacht..wer wollte, konnte 3-5€ spenden und am ende sind 180€ zusammengekommen, die die Eltern der Kita spendeten, wovon sie neue Spielsachen oder spielgeräte etc kaufen können..
gina87
gina87 | 13.12.2013
22 Antwort
um sowas wie ne kleine Weihnachtsfeier finanzieren zu können sollte das heißen
gina87
gina87 | 13.12.2013
23 Antwort
@Chrissi1410 Ich suche mir grundsätzlich meine spenden orte selber aus, ich hatte mal hier einen der war echt Penetrant, der wollte für obdachlose sammeln war ja auch okay, nur ich hatte an dem Tag ca. ne halbe stunde vorher genau das selbe in so einer Spendendose schon Geld getahn, aber dieser Mensch wollte sich damit nicht zufrieden geben, bis dann gesagt haben sorry, aber wir sind arbeitslos und haben nu mal keine Goldesel im Keller stehn und hab die Tür dann zu gemacht. Wir sind war nicht arbeitslos aber das war echt zu viel für mein Spenderherz.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
24 Antwort
Man muss ja immer den Zusammenhang sehen . WEnn jemand am 5. eines Monates zu mir kommt mit den Worten "Ich habe kein Geld mehr um was zu Essen für meine Kinder zu kaufen" und ich dann als Nachweis den Kontoauszug anforder und dort UNTER ANDEREM 100 Euro Amazon zwei Tage zuvor sehe, ist es mir egal wofür das Geld ausgegeben wurde. Es ist ja nun keine Überraschung, wie lange der Monat noch ist. Sollte es wirklich Kleidung gewesen sein, hätte man auch in guten Second Hand Läden gucken können und überlebenswichtige Haushaltsgeräte gibt es ja für den Preis nicht wirklich. Aber dass man dadurch in die Not gerät, am 5. keine Kohle mehr zu haben und der Staat muss einspringen, sehe ich nicht ein! Aber FAkt ist: hab natürlich zahlen müssen da Deutschland ja kein Kind verhungern lässt- was ja auch grundsätzlich richtig ist. Nur in solchen Fällen würde ich lieber mit den Leuten persönlich einkaufen gehen . Tja, da schiebt man dann auch schonmal als gutmütiger Sachbearbeiter Frust. Ich bekam auch schonmal einen Antrag auf Kostenübernahme einer Pilgerfahrt nach Mekka oder so auf den Tisch. Für ganze Familie knappe 2700 Euro. Begründung: Grundgesetzt Freiheit der Religionsausübung! Tja, da kannste dann nicht sagen "Is klar" und gut ist. Da kann man dann, ich glaube 3 Vormittage waren es, GEsetze wälzen und Paragraphen raussuchen warum das nicht bewilligt werden kann und das SGB ausnahmsweise mal über dem Grundgesetz steht . Klar sind das Einzelfälle und die meisten Leute "arm", aber da soll einem mal nicht die Hutschnur platzen .
sillylein
sillylein | 13.12.2013
25 Antwort
bei spendenanfragen aus richtung kita stellen sich mir immer die nackenhaare auf. wenn bei den großen wohlfahrtsverbänden nicht soviel geld in irgendwelchen zwischenebenen versacken würde, wäre auch genug da für die eigentlichen zwecke. meiner erfahrung nach verhandelt kein träger mehr amateurhaft. allerdings werden in den großen trägern viele overhead-stellen mitfinanziert, so dass in den eigentlichen arbeitsbereichen oft zu wenig finanzspielraum ankommt. leider wird dies in den jugendämtern viel zu wenig überprüft. besonders "nettes" spielchen von großen trägern hier bei uns. tarif für die mitarbeiter bei der berechnung von kostensätzen ansetzen, den mitarbeitern aber nur einen schlechteren haustarif bezahlen und der rest versackt irgendwo.
ace09
ace09 | 13.12.2013
26 Antwort
@sillylein Ich kann Dich da irgendwo auch verstehen, nur wir waren leider auch mal von HARZ 4 abhängig und was ich in der zeit erfahren und mir gefallen lassen musste ist mal auf deutsch gesagt menschenverachten gewesen man gab uns das Gefühl das man an deren Privaten Geld wollte und wenn ich mir dann überlege was so ein Mensch verdient wünsch ich das diese Menschen nur einen Monat mal mit diesem Geld was ein Harz4 E bekommt auskommen soll.da sind mir die Armen was die harz4 E ja sind viel lieber, gerade eben kam die Nachbarstochter rüber und brachte mir Kuchen, einfach so der Mann geht für diese 8, 19-€ arbeiten muss auch zur Tafel aber diese Menschen haben noch Herz und auch wenn wir viel mehr Geld haben als sie selber, kommen sie immer wieder mal und bring was für meine Kinder.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
27 Antwort
@sillylein wenn es denn auch secondhand-läden in der gegend gibt, die dann auch das grad passende da haben wir haben hier nich einen solcher läden mehr . der eine reine secondhand hat vor geraumer zeit dicht gemacht und diese sozialboutique vom DRK hielt sich auch nich lange..zumal es da auch teilweise auch ne Frecheit war, was da für einige dinge noch verlangt wurde..und die Kleiderkammer von der awo hat auch nich grade das meiste an Kinderkleidung vorrätig, weil die wenigsten es da hinbringen.. tja und zu den nächsten secondhand läden kommt dann kaum noch einer, weil die weiter weg sind und man inkl. der Fahrkosten meist gleich neu kaufen kann zumal es nich heißt, dass es neu im Internet gekauft teurer is, als in irgendnem secondhand-laden . grade Amazon hat vieles bedeutend günstiger im Angebot, es gibt viele Sonderangebote die sich täglich, ja teilweise sogar stündlich je nach Jahreszeit/anlass ändern . da würd ich auch meinetwegen Kinderschuhe für, lass es 30€ sein dort kaufen, bevor ich irgendwelche ausgelatschten gurken anderer kaufe, nur weils ggf unbedeutend günstiger is.. und ja, auch bei Amazon und co. gibt es "überlebenswichtige" Haushaltsgeräte wie zb n Kühlschrank für 100€ wenn man glück hat und wenn ich solche dinge nunmal brauche, weil ich meine Lebensmittel nich mehr lagern kann oder meine kinder neue Kleidung brauchen, weil für die jeweilige Jahreszeit nichts da is und/oder die alten Sachen zu klein geworden sind, wärs mir auch egal, ob ich das nun anfang, mitte oder zum ende des monats kaufe . ich kann verstehen, dass man bei dem ein oder anderen kurz vorm platzen is . trotzdem is dein Job . ich hab hier auch kunden bei mir, bei denen mir oft die hutschnur hochgeht und ich arbeite "nur" in ner Kfz-Werkstatt . den frust den ich wegen denen habe, kann ich aber nich auf andere abwälzen..weder auf andere kunden, noch auf meine kollegen oder sonst wen . sonst wär ich schon längst arbeitslos und mein mann, der innerlich auch oft kurz vorm platzen is, genauso . oder meine schwester die in der betreuungsbehörde arbeitet und mit noch ganz anderen leuten zu tun hat . das kann sich von uns niemand erlauben und ich kenn auch keinen weiteren der es kann..´man wusste worauf man sich einlässt und kann immer an unangenehme Personen raten, die einen innerlich zur Weißglut bringen .
gina87
gina87 | 13.12.2013
28 Antwort
@gina87 ist genauso das selbe wie mit, , sie könn ja mit Bus und Bahn fahren, ,
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.12.2013
29 Antwort
@ace09 unsere Kita fragt ja nich . das sind allein die Eltern, die solche Aktionen ins leben rufen, ohne das unsere Kita davon was weiß.. mausis Kita is privat und bekommt kaum bis gar keine fördergelder im Gegensatz zu den städtischen Einrichtungen . alles was sie an und im kindergarten machen, finanziert die Kita zum Großteil aus eigener tasche daher sind es ein bis zwei Aktionen im jahr, bei denen sich die Eltern zusammenschließen und was gutes tun in form von Geldspenden, die zuvor von denen, die mitmachen wollen, eingesammelt und dann übergeben werden, wie eben zb letzten samstag bei der Weihnachtsfeier oder auch Eltern, die handwerksberufen nachgehen oder handwerklich begabt sind..der neue anbau hinten am kiga, der die neue Garderobe wurde, wurde auch überwiegend unentgeltlich von Eltern gefertigt..lediglich die Materialien zahlte die Kita.. oder als die 2 sandkästen mit neuem sand befüllt wurden..da warens die Eltern die da tatkräftig mit anpackten und im Hochsommer zig Schubkarren alten sand weg- und neuen sand hinfuhren..
gina87
gina87 | 13.12.2013
30 Antwort
@gina87 wenn ihr das quasi aus eigeninitiative macht, finde ich es ok. es gibt berechnungstechnisch aber keine unterschiede zwischen privater oder gemeinnütziger trägerschaft. also wird ein privater träger finanziell nicht anders betrachtet bei den kostenverhandlungen als awo, asb, drk & co. wenn der kitaträger nicht hinterm mond lebt, sollte die finanzierung kostendeckend sein können.
ace09
ace09 | 13.12.2013

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