Psychologische Hilfe für VÄTER die ihre Kinder verloren haben?

Zenit
Zenit
27.06.2013 | 11 Antworten
Hallo,

letzte Woche habe ich einen Schwangerschaftsabbruch in 24. SSW vornehmen lassen, weil mein Sohn leider nicht lebensfähig war. Er is am Donnerstag geboren.

Jetzt stürzen sich alle auf mich, zum einen wegen Papierkram (Krankenkasse, Standesamt, Obduktion und Beerdigung) aber auch weil ich psychologische Beratung dazu in Anspruch nehmen sollte (und auch tue)

Mein Mann fühlt sich von den Psycho-Leuten, Ärzten und allen anderen aber nur im Stich gelassen. Er hat genauso wie ich unter der Situation gelitten und kämpft genauso mit dem Verlust von seinem Sohn. Aber irgendwie nimmt ihn keiner ernst, ich hab das Gefühl dass man ihm nicht zugesteht, dass er im gleichen Maß traurig sein kann wie ich.

Deswegen will er auch nichts mehr mit den ganzen Psycho-Leuten zu tun haben, weil sich eigentlich keiner dafür interessiert wie es ihm geht. Aber es reicht denk ich nicht, wenn er nur mit mir drüber redet (und sonst hat er da auch keinen)

Habt ihr eine Idee, oder ein ähnliches Problem gehabt? Ich mach mir da Sorgen... Oder eine Idee, wo er hingehen kann? Wie schon gesagt, die Beratungsstellen nehmen nur mich als Frau und Mutter ernst... :(
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11 Antwort
ES GIBT DOCH SELBSTHILFEGRUPPEN VERWAISTE ELTERN ODER SO SONST WÜSSTE ICH JETZT SO LEIDER NIX AUS PSYCHOLOGEN!
Yvonne1982
Yvonne1982 | 27.06.2013
10 Antwort
Liebe Zenit, das ist echt traurig, aber wahr, dass die meisten denken, Männer trauern da garnicht so... Im Gegenteil, sie sind meistens hilfloser als wir in solch einer Situation, nur geben es die meisten nicht immer gleich preis. Also, ich war ja auch nicht bei einem Psychologen, mein Mann genauso wenig, mir hat das eine Forum sehr geholfen, da sind übrigens auch Männer drin, aber meinem Mann hat damals sehr geholfen mit unserer Trauerbegleiterin zu sperchen, die selbst 2 Söhne verloren hatte, einen im Kinds-und einen im Erwachsenenalter, also wusste sie wovon sie sprach. Da baut man auch eine ganz andere Ebene auf, als mit jemandem, der nur vermuten kann, wie es sich anfühlt. Oder es theoretisch studiert hat. Da aber solch eine Trauerbegleitung sehr schwer aufzusuchen ist, würde ich deinem Mann und dir natürlich auch eine Selbsthilfegruppe empfehlen, bezüglich Verlust des eigenen Kindes. Vielleicht hat das Krankenhaus ja Adressen, oder du findest im Inet was in eurer Gegend. LG Stina
stina1991
stina1991 | 27.06.2013
9 Antwort
einen psy hologen aufsuchen und sich dann alles von der seele reden lg
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.06.2013
8 Antwort
Danke für die Antworten! Aber das ist ja genau das Problem: Die Stellen die Trauerbewältigung für Eltern anbieten - da waren wir ja schon... Das sind genau die, die ihn nicht ernst nehmen und sich auf mich "stürzen". Ich finde das ehrlich gesagt traurig zu sehen, wie wenig Emotionen die meinem Mann zutrauen... ich überleg auch schon ob er mal zu nem Psychologen sollte, aber er ist da ja auch ganz Mann und sagt er macht das mit sich und mit mir aus. Ich hab neben diesen Stelen auch Freundinnen und Familie mit der ich drüber sprechen kann, mit seinen Freunden spricht er nicht so drüber und in seiner Familie gibts auch keinen...
Zenit
Zenit | 27.06.2013
7 Antwort
hallo, ich denke ihr solltet über euren Hausarzt oder die Klinik nach adressen suchen die Trauerbewältigung für Eltern anbieten.
Sabi77
Sabi77 | 27.06.2013
6 Antwort
Vielleicht kann euch euer Hausarzt nGespräch mit deinem Mann führen, das er sich eventuell einen Psychlogen aufsucht. Sonst hätte ich auch die Selbsthilfegruppen erwähnt. Die Gesellschaft macht viel zu wenig für die Männer!!! Als Ehefrau und Mutter sollte man selbst entscheiden können ob der Partner mit zur Beratung kommt und selbst die Hilfe auch annimmt. Er ist von dem Verlust genauso tief verletzt wie wir Frauen. Eine Selbsthilfegruppe für Männer/Väter eines Sternenkinds, das braucht die Welt heute noch!!! Ich wünsche euch noch viel viel Kraft, das ihr das gemeinsam durchstehen könnt!!! LG
netty80
netty80 | 27.06.2013
5 Antwort
Oh ich hätte erwaetet das Männer da genauso betreut werden wie Frauen. Es ist wirklich traurig das es offenbar nicht so ist. Vielleicht kann er sich mal unabhängig von allem bei einem Psychotherapeuten vorstellen. Die Kassen übernehmen das normalerweise.
Efeu
Efeu | 27.06.2013
4 Antwort
probiert es mal bei der psychologischen Beratungsstelle vom Jugendamt... da bekommt man als Trauer-Familie relativ schnell einen Termin... mir bzw. uns haben sie wirklich super geholfen und weitere Anlaufstellen genannt... in dem Spital in dem du entbunden hast, sollte es auch Infomaterial geben über Selbsthilfegruppen... wir haben hier eine Schmetterlingsgruppe, wir treffen uns einmal im Monat, dort hat's viele verwaiste Eltern... auch die können euch sicherlich weiter helfen
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 27.06.2013
3 Antwort
Selbsthilfegruppen sind immer gute Anlaufstellen. Ich wünsche euch alles, alles gute für die Zukunft, ihr habt jetzt euren persönlichen, kleinen Schutzengel, der über euch wacht......
Lia23
Lia23 | 27.06.2013
2 Antwort
Bei uns bietet die Kirchgemeinde selbsthilfegruppen an für Eltern bzw. Geschwister die ein Kind/ Bruder/Schwester/ ungeborenes verloren haben.
wossi2007
wossi2007 | 27.06.2013
1 Antwort
Hmm schwer zu sagen, .. Ich denke, vll würde es ihm einfach gut tun mit familie oder freunden zu sprechen. Vll war wer von euch auch mal in so ner situation und kann mit ihm sprechen... Wir hatten auch nicht wirklich jemanden, .. Haben uns gegenseitig getröstet. Ich wünsch euch sehr vuel kraft, für die nächste zeit. Aber ich würde das mit der psychologischen betreuung vll noch mal in anspruch nehmen und denen sagen, dass dein mann genauso unterstützung braucht und ihr beide hingehen wollt zusammen, denn zusammen wart ihr auch, als euer sonnenschein gegangen ist. Erkundige dich mal, .. Bin mir sicher dass die kein recht haben, so handzuhaben :-( Liebe grüsse
OktoberMami2012
OktoberMami2012 | 27.06.2013

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13.05.2014 | 15 Antworten

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