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Beschneidung

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
24.07.2016 | 18 Antworten
Huhu ...
ich bin über diese Beschneidungsfrage gestolpert ... da fiel mir auf, dass sich da Herren zu Wort meldeten, von denen der eine sich wohl extra dafür angemeldet hat und der andere seit Jahren hier ist, sich aber nur zu diesem Thema äußert ...
Liebes Team, könnt Ihr bitte mal gucken? Find ich schräg.
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1 Antwort
Hallo Dajana, das machen wir! Danke für die Info. Bitte nicht wundern, falls es etwas länger dauert. Ich muss erst die Kinder ins Bett bringen - das dauert etwas
andrea251079
andrea251079 | 24.07.2016
2 Antwort
@andrea251079 *lach* Kann ich so gar nicht verstehen ;-)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.07.2016
3 Antwort
Es ist natürlich überaus schräg, wenn ein Mann, noch dazu ein Vater und selbst "beschnitten" es wagt, in einem Mamaforum Mütter berät. Und das bei einem Thema, bei dem Frauen von Natur aus extrem viel Ahnung haben und keinerlei Hilfestellung vom männlichen Geschlecht brauchen können. Schließlich wissen sie selbst ganz genau, was für Jungen am besten ist. Sie selbst sind es doch, die ein Leben lang mit dem modifizierten Genital leben müssen, nicht der Junge. Der soll ruhig dankbar sein dafür, was ihm angetan wurde. Die Vorhaut ist ja nur ein überflüssiges Stück Haut, das man der besseren Hygiene wegen ruhig abschneiden kann. Oder? Oder vielleicht doch nicht? Sollte man am Ende gar nicht in der eigenen Suppe köcheln sondern ruhig mal auf jemanden hören, der sich damit auskennt?
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 25.07.2016
4 Antwort
@Hannes_Moser Ja, ich höre ausnehmend gern auf Menschen, die sich mit etwas auskennen . sofern ich jemanden finde. Schräg finde ich es, wenn ein Mann sich AUSSCHLIESSLICH bei solchen Themen zu Wort meldet.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.07.2016
5 Antwort
Du solltest bitte berücksichtigen, dass ich mich HIER ausschließlich zu diesem Thema äußere. Soll ich über Stillprobleme reden? Schwangerschaftsstreifen, Menstruationsprobleme und Vaginalpilz? Wäre ziemlich lächerlich, oder? Es gibt ein Thema, über das sich immer wieder Mütter unterhalten, scheinbare Erfahrungen austauschen und doch letztendlich so gut wie nichts darüber wissen. Es ist völlig unerheblich, ob die Operation scheinbar gut verlaufen ist. Die eigentliche Komplikation tritt oft erst Jahre und Jahrzehnte später auf. Die Mutter, der Arzt, das Umfeld bekommt davon in der Regel absolut nichts mit. Deshalb versuche ich, zu helfen und aufzuklären. Das ist nichts gruseliges oder auf-ein-Thema-fixiert-sein. Sieh einfach den Vorteil: Da ist jemand, der helfen kann und mag.
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 25.07.2016
6 Antwort
@Hannes_Moser OK, mal sachlich und bitte ohne Literaturlinks: Welche Probleme können auftreten und wie hoch ist die "Quote"? Wie gesagt: Meine persönlichen Erfahrungen Eindruck abzuweichen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.07.2016
7 Antwort
@Dajana01 Es ist schwierig, das ohne links zu tun. Wie soll ich etwas sachlich seriös belegen, was ich nicht belegen kann? Tatsache ist, dass die weitaus meisten tastempfindlichen Bereiche auf der inneren Vorhaut liegen. Dazu gibt es Studien. Wird die Vorhaut entfernt, passiert einiges: Die Menge an fine-touch empfänglichem Gewebe nimmt ab. Die Eichel selbst ist in erster Linie für tiefe Druck- und Schmerzreize empfänglich. Feine Berührungen werden nur am Eichelkranz und am Frenulum wahrgenommen. Das Frenulum wird übrigens auch meist entfernt. Zweitens trocknet die Eichel aus, ihre Haut verdickt, Reize von der Eichel werden dadurch noch weniger intensiv wahrgenommen. Eichel und innere Vorhaut stimulieren sich gegenseitig. Auch dieser Effekt geht flöten. Indem sich der Penis in seiner eigenen Hülle bewegt, ist ein angenehmes Gleiten beim Verkehr möglich. Fehlt die Vorhaut, ist allein die Frau mit ihrer Feuchtigkeit für einen schmerzlosen Verkehr verantwortlich. Vorher waren es beide Partner. Produziert die Frau - aus welchen Gründen auch immer -also weniger Feuchtigkeit, kann es schmerzhaft werden. Man braucht also künstliche Gleitmittel. Das alles kann dazu führen, dass das Empfinden massiv eingeschränkt ist und Sex nur noch eingeschränkt angenehm ist. Wie sehr das empfunden wird, ist höchst individuell. Ich werde mich hüten, jeden beschnittenen Mann als sexuellen Krüppel hinzustellen. Aber es ist möglich und ich kenne inzwischen einige, denen es so geht. Sie sprechen von permanenten Schmerzen, schmerzhaften Erektionen, Empfindungsstörungen. Oft geht es auch um psychische Probleme. Du darfst nicht vergessen, dass Erwachsene oft ohne Not an den Genitalien und damit am intimsten Körperteil eines Kindes manipuliert und es verletzt haben. Dies wird von vielen, vielleicht von den meisten Männern verkraftet. Aber von einigen halt nicht. Hier mit einer Quote zu kommen, halte ich gelinde gesagt für zynisch. Es darf einfach nicht darum gehen, menschliches Leid zu quantifizieren und damit zu relativieren. Jedes Leid ist zuviel und wenn es verhinderbar ist, muss man das tun. Es gibt nur wenige Studien zu diesem Thema, aber es gibt sie und ich gebe sie Dir gerne, wenn ich darf. Grad in diesem Moment habe ich Kontakt zu einem Mann, der auf Wunsch der Mutter kurz nach der Geburt beschnitten wurde. Allein auf ihren Wunsch hin, weil das "besser für die Damenwelt" sei. Er hat sich inzwischen völlig mit seinen Eltern überworfen, hat Depressionen. Ich zitiere aus der Nachricht, die er mir grad vor 10 Minuten geschickt hat: "Mein Leben ist in fast allen Bereichen ruiniert durch die Beschneidung. Meine jetzige Beziehung wird wohl auch in die Brüche gehen, womit ich dann komplett alleine auf der Welt sein werde, ohne Familie, ohne Freunde. Meine Eltern würden ihre Schuld nicht mal einsehen, wenn sie mich live während der Folter gesehen hätten. Vielleicht ist es auch noch etwas anders, weil ich ohne Betäubung beschnitten wurde"
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 25.07.2016
8 Antwort
@Hannes_Moser StoppStopp. Dass ein Eingriff ohne Narkose bei einem Menschen Spuren hinterlässt, ist klar. Und dass man das dann eben auf das im wahrsten Sinne beschnittene Körperteil projiziert, ist auch klar. Was ich damit sagen will: Ist es nicht denkbar, dass dieseProbleme nicht direkt mit der Beschneidung zu tun haben, sondern eher mit der Psyche? Ein Stück weit mit Entmannung? Weisst Du, was ich meine? Was Studien angeht: Du weisst, dass es auch viele Studien gibt, die die Vorteile der OP aufzeigen . mich interessiert das eher im Einzelfall. Aber vielleicht per PM, das sprengt etwas den Rahmen :-)
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.07.2016
9 Antwort
@Dajana01 Seine Nachricht endet mit: "Mein Leben ist gelaufen Es geht mir zwar nicht schlecht genug um mich umzubringen, aber im Prinzip warte ich nur darauf, dass ich eines natürlichen Todes sterbe" Das ist ein Extremfall, ich weiß. Aber das ist möglich und vor allem nicht selten. Ich hätte niemals gedacht, dass so viele Männer darunter leiden, bis ich mich näher damit befasst habe und vor allem mich auf sie eingelassen habe. Was in dieser anderen Diskussion hier gelaufen ist, ist erschreckend. Eine derartige Flut an Hohn, Spott, offenen Beleidigungen und zur Schau getragener Zirkumfetischismus hat nur ein Ziel: Die Männer, die darunter leiden, zum Schweigen zu bringen. Wie sollen denn Männer, die an ihrem Penis verletzt wurden, an ihrer Männlichkeit, den Mut finden, dazu zu stehen und darüber zu sprechen, wenn sie derart primitiv niedergemacht werden, wie von dieser "Ärztin"? Sei mir nicht bös, aber würde man so eine Frau anquatschen, weil sie es wagt, z.B. eine Geburt traumatisch erlebt zu haben? Niemals. Aber mit Männern kann man es machen. Hat man noch nie gehört, wird man auch nie hören, darf es nicht geben. Das will ich ändern, ich will helfen, Kinder davor zu bewahren. Die weitaus meisten "Beschneidungen" an Jungen sind zwar medizinisch begründet, eine tatsächliche medizinische Indikation dafür gibt es aber nicht. Auch das könnte ich Dir mit einem Artikel von Dr. Kupferschmid vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte belegen. Er sagt, dass in Deutschland ca. 15 % aller Jungen beschnitten werden. Tatsächlich erforderlich wäre das aber nur bei 1-2 %. Der Rest muss dran glauben, weil Mütter viel zu früh die Vorhaut zurückziehen, obwohl diese noch mit der Eichel verklebt ist, obwohl sie noch physiologisch verengt ist. Es entstehen Risse, die vernarben und es bleibt oft nur noch die Zirkumzision. Es werden Kinder beschnitten, weil Urologen und auch Kinderärzte noch immer der Meinung sind, eine Vorhaut müsse zum Schuleintritt zurückziehbar sein. Warum? Es gibt keine wissenschaftliche Begründung dafür, warum ein 7jähriger junge einen sexuell funktionierenden Penis haben sollte. Denn genau darum geht es bei einer retrahierbaren Vorhaut. Nichts anderes. Ich wurde aus genau diesem Grunde beschnitten. Mit 8 Jahren konnte ich meine Vorhaut nicht zurückziehen. Also kam sie ab. Und bei meinem Sohn wäre im Jahr 2005 beinahe dasselbe gemacht worden. Im 21. Jahrhundert. Dieser Mist geschieht täglich. Ja, es beschweren sich wenige Männer darüber. Aber denk doch mal nach: warum denn? Jeder, der als Kind beschnitten wurde, kennt es nicht andres. Er erlebt 100% seiner Sexualität. Mit ihm ist alles in Ordnung. Warum als misstrauisch werden, warum etwas anzweifeln, was immer so war? Noch ein Beispiel: Wenn zwei Menschen in der Achterbahn sitzen, können sie exakt dieselbe Geschwindigkeit erleben, dieselbe Beschleunigung. Der eine ist extrem begeistert, der andere kotzt. Lügt einer der beiden? Nein, sie sagen beide die Wahrheit. Hier ist es ähnlich
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 25.07.2016
10 Antwort
@Dajana01 Ich verstehe, was Du meinst, aber dieser Gedankengang kann gefährlich sein. Leiden kann durchaus psychisch sein, sogar hauptsächlich. Aber es muss doch die Ursache gesehen werden. Wer unter seiner Beschneidung leidet, wer Depressionen hat, Selbstmordversuche unternimmt, der hat ein psychisches Problem. Aber dieses ist die Auswirkung, das Symptom. Die Ursache ist die Beschneidung, der Übergriff, der Eingriff in die Intimsphäre, die als zerstört erlebte Sexualität. Willst Du einen Vortrag des Chefarztes der Kinderchirurgie der Cnopfschen Kinderklinik in Nürnberg hören? Ein Fachmann, kein Aktivist. Er sagt deutlich, was dabei geschieht, was zerstört wird. Und über die Auswirkungen auf die Empfindlichkeit sagt er sinngemäß: Wer versucht, diese Auswirkungen zu leugnen, der wird es auf wissenschaftlichem Wege sehr, sehr schwer haben.
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 25.07.2016
11 Antwort
Diese ganze Diskussion geht völlig am Thema vorbei. Hr Moser hat einen Befund und eine Krankengeschichte ungesehen und ohne weitere Detailkenntis bewertet und verurteilt und dabei eine recht deutliche Sprache gebraucht. Im überigen schon verallgemeinernd behauptet, Männer würden dadurch zu Sexualkrüppeln werden. Er verurteilt die ärztliche Aufklärung, weil sie unvollstänfig ist und die Folgen der Beschneidung herunterspielt. Hr Moser betreibt leider seinerseits eine extrem einseitige und unvollständige Aufklärung, wobei die Vorteile der Alternativmethoden und die Nachteile der Beschneidung insbedondere bemüht werden. Ignoriert werden die Nachteile der Alternativen und die Vorteile der Beschneidung. Das ist leider keine Aufklärung. Was Hr Moser im vorangegangenen Beitrag schrieb stimmt, ist aber zu vereinfacht. Und das ist auch der Fallstrick der Studienlage und dazu ein Argument der gegenläufigen Studienlage. Das Wegschneiden von Mechanorezeptoren bedeutet nicht zwangsläufig einen relevanten sensorischen Verlust, da unser Körper ein adaptionsfähiges System ist. Verlustfunktionen können an anderer Stlke kompensiert werden. Desweiteren findet der grösste Teil der sexuellen Stimulation im Gehirn statt. Diese beiden Punkte erklären, warum die Masse beschnittener Männer keine Einschränkung in ihrem Sexualleben hat. Weiter zeigt es die psychosomatische Komponente der Männer, die unter ihrer Beschneidung leiden. Nur der Vollständigkeit halber: Vorteile der Beschneidung: Laut einer australischen Untersuchung haben beschnittene Männer ein geringeres Risiko, sich mit AIDS zu infizieren. Demnach fungiert die Innenseite der Vorhaut als Eintrittspforte für HI-Viren. Die Hygiene ist bei beschnittenen Männern einfacher und effektiver durchzuführen, dieses Argument wurde disher in keiner Stuie p - signifikant widerlegt Die Beschneidung beeinträchtigt weder die Potenz noch die sexuelle Erregbarkeit. Manche Männer berichten im Gegenteil von intensiveren Orgasmen und größerer Ausdauer. Peniskrebs soll bei beschnittenen Männern seltener auftreten als bei unbeschnittenen. Das Risiko für Harnwegsinfektionen sinkt bei Beschnittenen, somit reduziert sich auch das Risiko, bleibende Nierenschäden durch aufsteigende Infektionen zu bekommen. Nachteile der Beschneidung hat uns Hr Moser bereits erläutert. Vorteil der Plaztik oder TI Die Vorhaut wird erhalten Nachteil von Plastik und TI Geringe Anzahl durchgeführter Eingriffe führt zu erhöhter Fehlerwahrscheinlichkeit, ergo erhöht Komplikationsrate Erhöhte Rezidivrate So, und weil jedes Verfahren Vor - und Nachteile hat, werden weiter Studien durchgeführt und eines Tages hat dies evtl Auswirkungen auf die Praxisleitlinien.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.07.2016
12 Antwort
Bei der Beschneidung von Jungrn im Vorschulalter geht es doch nicht um die sexuelle Komponente, das die Vorhaut nicht zurückgezogen werden kann. Die med Indikation greift, bei erhöhtem Infektrisiko und Harnretention. Das einige Eingriffe unnötig durchgeführt werden oder vorschnell kann sein, aber zu behaupten es gäbe keine med Indikation ist falsch.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 25.07.2016
13 Antwort
Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr mit HeidaUlrichsd zu diskutieren, da sie negativ betroffene Männer in für mich unerträglicher Weise beleidig und herabwürdigt. Ihr Sprachrepertoire reicht von „Jammerforum“ über „Männer- Selbsthilfegruppe "Zur kleinen Guillotine"!“ bis zu „Verstümmelung mikroskopischer Accessoires“ Da sie jedoch in ihren Beiträgen hier einige Unwahrheiten und Falschbehauptungen, vor allem meine Person betreffen äußert, werde ich diese auch richtigstellen. Eine weitere Diskussion mit HeidaUlrichsd kommt für mich jedoch nicht mehr in Frage. „Hr Moser hat einen Befund und eine Krankengeschichte ungesehen und ohne weitere Detailkenntis bewertet und verurteilt und dabei eine recht deutliche Sprache gebraucht“ Wahr ist, dass auch HeidaUlrichsd diesen Befund ohne weitere Detailkenntnis bewertet und eine tendeziöse und von persönlichen Präferenzen geprägte Ratschläge gibt: „Wenn es um meinen Jungen ginge, würde ich darüber keine Minute nachdenken.“ „So ne Beschneidung ist kein Ding, hinterher ein paar Tage unangenehm, aber dann hat es nur Vorteile. Es ist einfach hygienischer. Mein Sohn sollte das auch bekommen, weil sein Vater Amerikaner ist und es da üblich ist. Leider hatte mein Junge eine kleine Hypopadie, da heiss es Vorhaut dranlassen, wird evtl später für ne Korrektur gebraucht. Brauchten wir dann nicht und nun ist mein Sohn so alt, das er so aussehen will wie seine Kammeraden und das selbst entscheidet“ Nicht nur, dass sie Risiken und negative Folgen gänzlich ausblendet. Sie gibt an, Ärztin zu sein und als solche sollte sie wissen, dass es medizinethisch nicht zu rechtfertigen ist, aus „hygienischen“ Gründen einen integralen Bestandteil des männlichen Genitals abzuschneiden. Darüber hinaus bedauert sie es, dass ihr Sohn aufgrund einer Vorerkrankung mit einem intakten Genital aufwachsen darf und sie ihm die Entscheidung über seinen eigenen Körper überlassen muss. Diese Äußerungen einer Ärztin vor allem im Hinblick auf Ethik und Moral zu bewerten, überlasse ich dem Leser. „Im überigen schon verallgemeinernd behauptet, Männer würden dadurch zu Sexualkrüppeln werden.“ Diese Behauptung ist sachlich falsch. Die zitierte Äußerung stammt nicht von mir, sondern von dem User/Userin hrimthursin. Die Administration hier wird bestätigen können, dass sowohl Registrierungszeitpunkt, Registrierungsadresse als auch IP-Adresse nicht mit mir übereinstimmen. Da ich HeidaUlrichsd für intelligent genug halte, den Unterschied zwischen zwei Usern zu erkennen, gehe ich davon aus, das sie mich bewusst diskreditieren will und verbitte mir jede weitere Unterstellung falscher Äußerungen.
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 26.07.2016
14 Antwort
„Ignoriert werden die Nachteile der Alternativen und die Vorteile der Beschneidung“ Wahr ist, dass ich auf Salbenbehandlung und Triple Inzision hingewiesen habe. Da die konservative Behandlung laut derzeit gültiger Phimoseleitlinie vorrangig heranzuziehen ist, ist sie somit nicht als Alternative, sondern als Standardtherapie zu werten. Wahr ist auch, dass die Triple Inzision gerne mit der Teilbeschneidung verwechselt wird, auch was die Nachteile betrifft. Richtig ist, dass die Triple Inzision kaum zu Rezidiven neigt, wie diese Dissertation hier belegt: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/7108/1/diss06_077.pdf Zitat daraus: „Die Vorteile der Zirkumzision bestehen in der relativ geringen Komplikationsrate, der schnellen und damit ökonomischen Durchführung und der geringen Rezidivraten.“ Die Teilbeschneidung ist in dagegen der Tat stark rezidivgefährdet. Auf diese Methode habe ich jedoch nicht hingewiesen. Angebliche Vorteile der Zirkumzision, soweit sie nicht streng medizinisch indiziert ist, betreffen ausschließlich den sexuell aktiven und einsichtsfähigen Patienten und greifen bei Kindern nicht. „Diese beiden Punkte erklären, warum die Masse beschnittener Männer keine Einschränkung in ihrem Sexualleben hat. Weiter zeigt es die psychosomatische Komponente der Männer, die unter ihrer Beschneidung leiden.“ Eine übergriffige Äußerung, die das Leid negativ betroffener Männer marginalisiert. Weder kann HeidaUlrichsd einschätzen, was die „Masse beschnittener Männer“ fühlt, noch hat sie das Recht, über deren Psyche zu urteilen. „Laut einer australischen Untersuchung haben beschnittene Männer ein geringeres Risiko, sich mit AIDS zu infizieren. Demnach fungiert die Innenseite der Vorhaut als Eintrittspforte für HI-Viren.“ Die zitierte australische Studie ist - wie ihr Initiator, Herr Brian Morris - nicht nur wissenschaftlich zweifelhaft. Ihre Ergebnisse sind ausschließlich für sexuell aktive Personen relevant. Eine Übertragung auf minderjährige Kinder verbietet sich. „Die Hygiene ist bei beschnittenen Männern einfacher und effektiver durchzuführen, dieses Argument wurde disher in keiner Stuie p - signifikant widerlegt“ Es scheint jedem zivilisierten Menschen zumutbar, sich mit Wasser und Seife sauber zu halten. Kindern und Männern diese Fähigkeit nicht nur abzusprechen, sondern ihnen zu diesem Zwecke einen Teil der Genitalien abschneiden zu wollen, ist ethisch nicht vertretbar. Sämtliche europäischen Pädiaterverbände sind sich hier einig.
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 26.07.2016
15 Antwort
„Die Beschneidung beeinträchtigt weder die Potenz noch die sexuelle Erregbarkeit. Manche Männer berichten im Gegenteil von intensiveren Orgasmen und größerer Ausdauer.“ Diese Äußerung stammt beinahe wörtlich vom Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Die Empfindungsverluste, auf die im relevanten Aufklärungsbogen hingewiesen werden und der vom Patienten unterschrieben werden muss, werden dort verschwiegen. Im Übrigen gelten diese Argumente ebenfalls ausschließlich für sexuell aktive Personen. Eine Übertragung sexueller Präferenzen auf Kinder verbietet sich. Zudem gibt es Studien mit gegenteiligem Ergebnis, z.B. von Morten Frisch et.al. aus dem Jahr 2011: http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.abstract „Peniskrebs soll bei beschnittenen Männern seltener auftreten als bei unbeschnittenen.“ Peniskrebs ist ein Alterskrebs, der in der Regel nach dem 60. Lebensjahr auftritt, hauptsächlich als Ursache mangelhafter Hygiene. Zudem ist die Inzidenz von Peniskrebs vergleichbar mit der von Brustkrebs bei Männern. Es handelt sich hierbei um ein Schreckgespenst, das bei neutraler Betrachtung keine Relevanz hat. Die medizinisch nicht zwingend indizierte Beschneidung von Kindern hiermit zu rechtfertigen, ist ethisch nicht vertretbar. „Das Risiko für Harnwegsinfektionen sinkt bei Beschnittenen, somit reduziert sich auch das Risiko, bleibende Nierenschäden durch aufsteigende Infektionen zu bekommen.“ Das ist richtig, da diese Erkrankungen jedoch seltener auftreten als die Komplikationen der Beschneidung selbst und zudem sehr gut medikamentös zu behandeln sind, ist eine prophylaktische Beschneidung gesunder Kindern nicht zu rechtfertigen. „Das einige Eingriffe unnötig durchgeführt werden oder vorschnell kann sein, “ Dass der weitaus größte Teil der Zirkumzisionen zwar medizinisch begründet wird, tatsächlich aber keine strenge medizinische Indikation vorliegt, wird in diesem Artikel der FAZ deutlich: http://www.faz.net/aktuell/politik/beschneidungen-in-deutschland-guter-schnitt-12625490.html Auch Christoph Kupferschmid vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte beklagt in seinem Artikel diesen Umstand sehr deutlich: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:BBe3BEjRGlgJ:www.onmeda.de/g-kinder/beschneidung-3102.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de „aber zu behaupten es gäbe keine med Indikation ist falsch.“ Ich habe in keiner meiner Äußerungen behauptet, es gäbe keine medizinische Indikation für die Zirkumzision. Ich werte diesen Satz als bewussten Versuch, mich zu diskreditieren und verbitte mir Lügen und Falschbehauptungen meine Person betreffend.
Hannes_Moser
Hannes_Moser | 26.07.2016
16 Antwort
Ich wusste gar nicht, dass dies hier ein Forum für traumatisierte Opfer ritueller Praktiken ist. Ich dachte, ich sei im Mamiweb. Ich dachte, bei der Frage ginge es ursprünglich darum, dass eine medizinische Indikation vorliegt und nicht um wilde Beschneidung ohne jeden oder nur mit einem religiösen Grund, zu der sich Eltern ohne Rücksicht auf das Kindeswohl entscheiden. Ich dachte, eine Mutter hätte etwas gefragt. Und zwar andere Mütter. Irgendwo bin ich falsch abgebogen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 26.07.2016
17 Antwort
@Schnurpselpurps Ja, die ganze Diskussion geht schon lange am Thems vorbei.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 26.07.2016
18 Antwort
@Hannes_Moser Ich habe sie weder beleidigt, noch herabgewürdigt oder irgendwelche Falschaussagen oder gar Lügen zu ihrer Person gemacht. Das könnte ich auch nicht, denn ich kenne sie ja nicht. Ich wollte ledigich klarstellen, das es zu diesem Thema zwei Argumentationsweg und zwei Studienlagen gibt. Und weil die Sachlage eben nicht so klar ist, wie sie es dastellen, sind die Praxisleitlinien auch noch nicht geändert. Sie sehen nur die Informationrn die ihr Argument stützen. Das ist in Ordnung. Das ist ihre Mission. Viel Glück dabei und alles Gute.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 26.07.2016

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