Karrierekiller Kind

Waikiki
Waikiki
12.08.2013 | 54 Antworten
Kinderwunsch und Karriere machen wollen - das beißt sich.

Nach dem Studium steht für die meisten deutschen Frauen erstmal die berufliche Laufbahn im Vordergrund. Und ehe man sich versieht ist nicht mehr viel Zeit bis zur Menopause.

Es muss ja auch jungen Akademikerinnen möglich sein, Kinder zu bekommen und trotzdem weiter zu machen, aber in der Praxis gestaltet sich das meist schwierig.

Muss man seinen Kinderwunsch dem Beruf opfern oder andersrum? Oder gibt es leuchtende Beispiele, die einen Weg gefunden haben beruflichen Aufstieg und Kinder unter einen Hut zu bekommen?

Die Frage kam von Zenit, vielen Dank!
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1 Antwort
Ich glaube solche Beispiele sind eher selten den Beruf und Familie lässt sich nur schwer unter einen Hut bringen. Wenn man schon während des Studiums kinder bekommt ist es wahrscheinlich später einfacher Karriere zu machen weil wenn man sich dann schon mal hochgearbeitet hat fällt man dann nicht mehr aus wegen schwangerschaft ect.
Yvonne1982
Yvonne1982 | 12.08.2013
2 Antwort
Oh.. das wird ein heiße Runde geben. Ich weiß selbst nicht wie ich zu diesem Thema stehe. Einerseits sollte man sich genügend Zeit für die Familie nehmen, andererseits warum sollte ein Elternteil auf sein hart erarbeiteten Stand verzichten? Ich finde es schade das die Arbeitszeiten alle nach oben geschraubt wurden. Wäre das nicht der Fall, müsste man sich darüber nicht so die Gedanken machen. Ich möchte in zwei Jahren auch wieder durchstarten. Ich bin dafür jetzt schon am planen. Ich hoffe es wird so funktionieren wie ich es mir erhoffe. Ich kann und möchte mich nicht nur als Hausfrau und Mutter abstempeln. Ich bin auch noch ein Freidenker! Aber ich wüsste nicht, ob ich alles abrechen würde, würde ich bemerken, das meine Familie zu kurz kommt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.08.2013
3 Antwort
Ein interessantes Thema. Neulich gab es einen ähnlichen Thread, der ziemlich ausgeartet ist, nachdem eine Mama fragte, wann man nach Babys Geburt wieder in das Berufsleben einsteigen sollte. Ich möchte behaupten, dass es mir und meinem Partner sehr gut gelungen ist, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. Ich ging 1 Jahr in Elternzeit - da war ich bereits seit vielen Jahren Teamleiter. Nach dem Jahr bin ich als Teamleiter wieder eingestiegen und nach nur 4 Monaten ins Management aufgestiegen. Diese Aufgabe macht mir viel Spaß - sie bringt natürlich auch eine Menge Verantwortung mit sich. Ich habe als Bedingung angegeben, dass ich keine Überstunden machen kann. Dieser Bedingung wurde zugestimmt und daher arbeitet ich nicht mehr als vorher. Außerdem habe ich in meiner jetzigen Position Gleitarbeitszeit. Das ist ganz praktisch. Mein Partner, der Papa von dem Kleinen, hat während meines Erziehungsjahres sein Studium "Maschinenbau" abgeschlossen mit dem Dipl.-Ing. Nun ist er bei einer renommierten Firma angestellt und arbeitet im Gegensatz zu mir nur 30h pro Woche, damit der Kleine nicht zu lange in der Krippe bleiben muss. Wir arbeiten beide sehr gerne und glücklicherweise geht unsere Raupe auch gerne in die Krippe. Klar fände ich es toll, noch mehr Zeit für mein Kind zu haben. Aber das geht eben nicht immer 100%ig und so nutze ich wirklich jede freie Sekunde mit meinem Zwerg. Freitags mache ich auch oftmals früher Feierabend, um den Nachmittag mit meinem Zwerg zu haben. Mir gefällt es so ...
andrea251079
andrea251079 | 12.08.2013
4 Antwort
Ich habe für mich einen schönen Mittelweg gefunden. Da ich selbstständig bin und ohnehin von zu Hause arbeite, musste ich zwar etwas zurück schrauben, aber nicht auf meine Karriere verzichten. Im Gegenteil. In meiner Babyzeit habe ich mich ein wenig mehr auf meine Zielgruppe besonnen und eine sehr stabile Auftragslage erreicht. Ich denke es ist möglich Familie und Karriere zu verbinden, wenn man beides nicht in die Extreme jagt.
Pennyblue
Pennyblue | 12.08.2013
5 Antwort
Mittlerweile gibt es ja auch Firmen, die firmeninterne Kindergärten gründen, damit die Mamis wieder früh genug in ihren Beruf einsteigen können! DAS find ich ne super Idee und das sollten auch mehr Firmen anbieten. Und keine Mutter, die trotz Kinder Karriere machen will, ist eine Rabenmutter , man muss nur beides in Einklang bringen! Das ist bestimmt nicht immer leicht! Hut ab, vor jeder Karrierefrau, die beides verbinden kann.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.08.2013
6 Antwort
Ich steh grad an genau dem Scheideweg. Ich möchte schwanger werden, mit meinen beruflichen Zielen lässt sich das aber nicht vereinbaren. Ich würde mich gern auf eine Traineestelle bei einer großen Firma bewerben, aber wenn ich die Stelle bekomme würde das bedeuten, dass ich 2 Jahre nicht schwanger werden kann, das würde da einfach nicht reinpassen . Ich mach auch bald eine Zusatzausbildung in meinem Bereich, ich hoffe dass die mir größere Sprünge erlaubt, trotzdem wird mein Kinderwunsch sicher querschiessen und der ist einfach stärker als der Wunsch beruflich "alles" aus mir rauszuholen. Andererseits hab ich studiert, da möchte man auch irgendwas mit anfangen. Mein Mann meint ich könnte meine Chancen wegwerfen, wenn ich jetzt nicht noch eben 2-3 Jahre in die Karriere inverstiere und dann schwanger werde. Aber ich kenn die Geschichten nur zu gut, wo aus 2-3 plötzlich 10 Jahre werden und ich könnts mir selbst nicht verzeihen, wenn ich Kinder jetzt hinten anstelle. Man muss ja auch ehrlich zu sich sein: ich wär nicht glücklich damit, und würde ich noch so eine Bilderbuchkarriere hinlegen. Es kommen zum Glück immer mehr Firmen auf die Idee, das beides vereinbar sein muss, aber noch lang nicht alle und ich mach mir nichts vor - eine richtige Karriere bedarf auch richtig harter Arbeit, wenn einem der Arbeitgeber da nicht entgegenkommt klappts nicht mit Kind. Andererseits - ich möchte mich auch nciht darauf "ausruhen" das mein Mann am Anfang einer ganz guten Karriere steht, ich möchte genauso meinen Beitrag leisten damit wir beide uns irgendwann mal Sachen wie ein Häuschen im Grünen und eine mittelgute Familienkutsche leisten können. Ein gutes Beispiel von Karriere und Kind ist seine Cheffin, sie ist Professorin, hat bis 30 hart gearbeitet um an den Punkt zu kommen wo sie hinwollte - und hat dann 4 Kinder bekommen. Jetzt leitet sie ihre Abteilung und ihren Forschungsbereich und ist da wo sie hinwollte. Aber bis 30 wären es bei mir noch 5 Jahre und wie schon gesagt, ich möchte nicht die ganze Zeit mit meinem Kinderwunsch weitermachen, da verrat ich mich ja selbst!
Zenit
Zenit | 12.08.2013
7 Antwort
@Zenit Gut, sie hat mit 30 das erste Kind bekommen, bei Dir wären es nur noch 5 Jahr bis dahin! Es sagt aber keiner, das Du das genau so machen MUSST! Wie viele Kinder wollt ihr? 1, 2, 3, 4? Darüber solltet ihr Euch ja auch Gedanken machen und wenn ihr sagt, gut nur 2, aber mit geringem Abstand, dann bekomm ich halt mit 33 das erste Kind! Oder mit 35! Ich persönlich kann Deinen Zwiespalt schon verstehen, fänd es aber auch schade und nicht sinnvoll, wenn Du eines von beidem an den Nagel hängst! Weil so wie Du jetzt schon selber sagst, nur mit einem - Kind ODER Karriere - wärst Du wahrscheinlich nicht glücklich! Wie steht Dein Mann überhaupt dazu? Und warum musst nur DU Deine Karriere "einschränken" ... wir haben 2 Männer im Freundeskreis, die es sich leisten konnten zu sagen, gut, wir bleiben dann mal nen Jahr zu Hause, damit die Karriere der Frau nicht drunter leiden muss. Für viele Männer unvorstellbar, aber da wären wir wieder beim letzten Wochenthema mit der Gleichberechtigung. Letztendlich müsst ihr BEIDE an einem Strang ziehen und Euch einig sein, ob Kind, wie viele und wann! Und da kann er nicht lapidar sagen, ne in 2-3 Jahren haste keine Chancen mehr!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.08.2013
8 Antwort
ich habe in meinem bekanntenkreis viele wege gesehen: erst karriere, dann kinder oder kinder während des studiums, dann aber das studium ewig in die länge ziehen. wäre ich eine karrieregeile bitch, hätte ich keine kinder. würde ich mich in einer reinen hausfrau und mutter-rolle sehen, hätte ich nicht studiert. will man beides, muss man unweigerlich kompromisse eingehen. trotz hilfe von seiten des arbeitgebers und durch die familie gebe ich zu, dass es nicht immer leicht ist, zwei kinder zu haben und voll arbeiten zu gehen. trotzdem lohnt es sich meiner meinung nach. meine mutter hat ihre karriere beendet, als mein bruder in der schule massive probleme bekam. nur leider wurden die probleme nicht dadurch gelöst, dass sie zuhause war und meine mutter hat beruflich nie wieder richtig fuß gefasst. es war ein großes und unnötiges opfer. ich finde teilzeitregelungen
ostkind
ostkind | 12.08.2013
9 Antwort
Ich bin ja grundsätzlich dafür, daß eine Mama solange wie möglich bei ihrem Kind bleibt und erst stundenweise wieder arbeiten geht, wenn das Kind mit 3 Jahren in den Kindergarten geht und die Mutter dann die Arbeitszeiten so anpasst, daß das Kind in der Mittagszeit wieder abgeholt wird. Mittlerweile habe aber auch ich in den Diskussionen mitbekommen, daß es leider aus finanziellen Gründen nicht immer möglich ist, 3 Jahre zu Hause beim Kind zu bleiben. Trotzdem mache ich da Unterschiede: Bei einer Frau, die arbeiten muss, um sich und ihr Kind ernähren zu können, ist es nicht vermeidbar, aber wenn eine Frau arbeiten WILL, obwohl es finanziell nicht zwingend erforderlich ist und ihr Kind früh abgibt, finde ich es nicht in Ordnung. Ja, man begibt sich als Frau dadurch in eine gewisse Abhängigkeit, aber das sollte einem vorher klar sein. Meine Nichte wird im September 19, hat gerade ihr Abi gemacht und verzichtet ganz bewußt auf ein Studium, weil sie in den nächsten 4-6 Jahren Kinder haben möchte. Für sie ist es klar, daß sie in der ersten Zeit zu Hause bei den Kindern bleibt. Sie sagt, ein Studium nützt ihr nichts, wenn sie danach sowieso zu Hause bleibt, deshalb macht sie jetzt eine Ausbildung und wird sich nach abgeschlossener Ausbildung ihrem Kinderwunsch zuwenden. ich finde das eine sehr vernünftige Einstellung. Ich steh auf dem Standpunkt, daß man nur eins machen kann. Unter Karriere verstehe ich, nicht nur seine x Stunden arbeiten, um Geld zu verdienen, sondern eine qualifizierte Arbeitsstelle mit Verantwortung, vielleicht auch eine Führungsposition, zu haben, wo man eben nicht Punkt um den Stift fallen lassen kann und sagt, jetzt muss ich aber mein Kind abholen. Wenn ich mich für ein Kind entscheide, ist meine Hauptaufgabe mein Kind, um das ich mich kümmer und es nicht der Karriere wegen, die ich trotzdem noch machen will, in fremde Hände gebe.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 12.08.2013
10 Antwort
@Mrs Burns: mein Mann würde auch für meine Karriere zurück stecken. Er ist ja die treibende Kraft die sagt mach weiter! Ich bin zugeben diejenige die wenn es die Entscheidung geben muss lieber Kinder als Karriere hätte. Ich kann mir auch gut vorstellen jetzt "schnell" 2, 3 zu machen und mich dann um den Beruf zu kümmern wenn die Größer sind. Natürlich ist es dann auch nicht einfach aber so rum könnte ich es mir besser vorstellen. Und 5 Jahre sind sehr viel für mich :/
Zenit
Zenit | 12.08.2013
11 Antwort
@Chrissi: ich kann deine Einstellung voll verstehen, man macht ja Kinder um sie eben nicht direkt der nächsten Tagesmutter in die Hände zu drücken. Trotzdem ab einem Jahr würde ich mich auf die Suche nach nem Kitaplatz machen und aller spätestens mit 3 sollte mein Kind dann auch irgendwo untergebracht sein. Damit will ich es ja nicht abschieben, vielleicht überlege ich es mir auch anders, aber allein der soziale Aspekt wenn die kleinen mit anderen Kindern zusammen kommen ist mir wichtig. Und ich könnte mich auch den Vormittag beschäftigen, aber da fände ich arbeiten schon sinnvoller.
Zenit
Zenit | 12.08.2013
12 Antwort
@Zenit hihi, mein partner ist auch immer der, der aufpasst, dass ich nicht mehr beruflich zurückstecke wegen den kindern als er. als es darum ging, dass ich beruflich für 6 wochen
ostkind
ostkind | 12.08.2013
13 Antwort
@Ostkind: "wäre ich eine karrieregeile bitch, hätte ich keine kinder. würde ich mich in einer reinen hausfrau und mutter-rolle sehen, hätte ich nicht studiert. will man beides, muss man unweigerlich kompromisse eingehen." Kann ich nur unterschreiben!!! Mein mann will halt nciht, dass ich meine Potential nicht ausschöpfe. Ich denk er meint es wär "seine Schuld" wenn ich der Kinder wegen zurückstecken müsste und das will er nicht Ich war auch schon 2 Monate in Japan, beruflich, da war er auch derjenige der lauter JA! geschrien hat als ich selbst
Zenit
Zenit | 12.08.2013
14 Antwort
@Zenit und ich dachte ich hätte da ein sonderexemplar. ist ja witzig, es gibt mehrere solcher männer.
ostkind
ostkind | 12.08.2013
15 Antwort
@Chrissi1410 ich glaube vieles hängt auch davon ab, wie der partner mitzieht. ein vater der sich gleichberechtigt um die zwerge kümmert und auch mal krankendienst schiebt ist etwas anderes als der klassische "feierabendpapa". und ich hab keine ahnung wie das alleinerziehende auf die reihe kriegen. die haben meinen absoluten respekt!
ostkind
ostkind | 12.08.2013
16 Antwort
@ Ostkind Nee, ernsthaft, ist ja schlimm. Du sagt immer genau das was ich denke! War jetzt bei weitem nich das erste Mal! Und das obwohl du aus Leipzig kommst!!!
Zenit
Zenit | 12.08.2013
17 Antwort
@Zenit hey, was soll das heißen "obwohl du aus leipzig kommst"? das ist eine fortschrittliche stadt, klein paris und so. außerdem komme ich eigentlich aus nem kuhdorf in südbrandenburg ...
ostkind
ostkind | 12.08.2013
18 Antwort
Haha, gut dass du fragst, ich oute mich jetzt mal als Dresdnerin! Ach nö, das weißt du doch schon Aber als wachechte Dresdnerin Ne Kollegin von mir ist auch Leipzigerin, wir ziehen uns auch immer gern damit auf
Zenit
Zenit | 12.08.2013
19 Antwort
@ostkind mein Mann würde das auch machen, wenn ich drauf bestehen würde und den dementsprechenden Job hätte. Bei alleinerziehenden hab ich da auch grossen Respekt vor, ist bestimmt nicht einfach, aber wenn man muss, geht alles irgendwie. @Zenit also, soo schlimm ist Düsseldorf nu auch wieder nicht, die Altstadt ist doch sehr nett.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 12.08.2013
20 Antwort
Also ich wusste immer, dass ich früh Kinder wollte. Ich hab mit fast 17 meine Ausbildung angefangen und mit fast 20 Jahren beendet, hab nur 2, 5 Jahre gelernt und die Prüfung früher absolviert. Dann habe ich 1 Jahr in meinem Beruf gearbeitet und wurde schwanger. Lemmy habe ich dann mit fast 22 Jahren bekommen. Nach der Schwangerschaft bin ich dann nach 1, 5 Jahren wieder arbeiten gegangen. Vollzeit. Wir finden es gut so und unserem Kind geht es gut damit. Wir versuchen jetzt grade wieder schwanger zu werden und dann mal schauen. Aber ich werde auf jeden Fall wieder danach arbeiten gehen. Das steht fest.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 13.08.2013

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16.07.2013 | 18 Antworten

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