Legasthenie - habe Angst, daß die Förderung vom JA abgelehnt wird

jadetraene
jadetraene
14.03.2019 | 7 Antworten
Hallo ihr lieben,
Mein Sohn, 11 Jahre geht in die 5.Klasse eines Gymnasiums. Es wurde im November eine psychologische Untersuchung beim Gesundheitsamt durchgeführt, mit dem Ergebnis, das er Legasthenie hat. Den Verdacht haben wir seit der 2. Klasse, allerdings hieß es immer von den Lehrern, daß er für Legasthenie zu gut sei, ich sollte mir keine Sorgen machen.
Beim 1. Sprechtag im Gymnasium riet der Klassenlehrer mir, den Test zu machen. Die Rechtschreibung meines seines liegt im mangelhaften Bereich. In Englisch liegt er mündlich zwischen 2 und 3, im schriftlichen aber auch 4bis 5. In den anderen Fächern steht er zwischen 2 und 3.Es gab eine Bescheinigung für die Schule, das im ein Nachteilsausgleich gewährt wird, wenn er droht, sitzenzubleiben. Seit November hat er 2 mal in der 7/8 Std. Nachhilfe. In Englisch zeigen sich kleine Erfolge, in Deutsch nicht. Jetzt hatten wir die Dame vom JA zu Hause. Im Bericht des Gesundheitsamtes hieß es, dass mein Sohn psychosomatische Anzeichen hätte(Übelkeit, Kopfschmerzen, Angst vor Deutsch) Beim Gespräch mit der JA Dame kam schnell heraus, daß mein Sohn für sein Alter gut entwickelt sei. Er sei nur etwas zu schüchtern. Als es Anfing, 5 zu geben, sagte er, daß er nicht mehr lernen will, lieber dumm bleibt, weil es ja eh nichts bringt, wenn er z.b Vokabeln lernt. Er schreibt zwar das richtige Wort, aber es ist falsch geschrieben.
Ich befürchte, dass unser Antrag auf Eingliederungshilfe abgelehnt wird. Allerdings meinen Lehrer und die Psychologin, dass eine Lerntherapie helfen würde. Er ist von der Intelligenz im normalen Bereich.
Auch wenn er viel. auf die Oberschule wechselt, wird er Nachhilfe brauchen. Er muss nicht zwingend Abitur machen, ich möchte aber, dass er irgendwann in der Lage ist, seinen Angestrebten Beruf zu erlernen. Mein Mann hat seine Meisterprüfung aufgehen, weil er, ebenfalls Legastheniker, irgendwann keinen Sinn mehr sah da trotz Abendschule und üben die Ergebnisse schlecht waren. Das möchte ich meinem Sohn ersparen.
Was kann ich machen, wenn unser Antrag abgelehnt wird?

Ich bedanke mich jetzt schon mal für die Antworten und für das Durchlesen.
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7 Antwort
Ich finde es auch schade, daß Dein Mann so wenig Ehrgeiz zu haben scheint. Auch als Vorbild für seinen Sohn ist das nicht wirklich toll. Ihm zu vermitteln: "Hat ja eh alles keinen Sinn." finde ich schon sehr destruktiv. Er sollte ihm lieber zeigen, daß man auch trotz dieser Einschränkung etwas im Leben erreichen kann. Warum macht er dann nicht z.B. mal eine Abendschulung im Bereich Lesen und Schreiben? Es gibt für Analphabeten oder Legastheniker auch Schulungen, wo sie gefördert werden können. Er sollte ihm als Vater wirklich ein Vorbild sein und ihm nicht so ein negatives Bild vermitteln. Dein Sohn eifert ihm nach und reagiert jetzt genauso!
babyemily1
babyemily1 | 15.03.2019
6 Antwort
Achja, und nur weil Dein Mann seinen Meister nicht gemacht hat, heißt das nicht, daß Dein Sohn beruflich keine Chance haben wird. Die Zeiten haben sich seit damals sehr geändert. Und Dein Sohn ist nicht Dein Mann. Wenn man ihn fördert und auch darin bestärkt, daß er vielleicht etwas mehr machen muß als andere, aber dadurch sein Ziel erreichen kann wird er es schaffen. Ja, er wird es bestimmt nicht einfach haben, aber wenn man mit ein bißchen mehr Ehrgeiz an die Sache rangeht klappt das auch. Man darf die Latte natürlich nicht zu hoch hängen. Wie gesagt, Gymnasium halte ich bei Lernschwächen einfach für "too much". Ich würde ihn wirklich auf einer Gesamtschule anmelden. Dort kann er ja auch die Qualifikation bzw. den Realabschluß machen und - wenn er dann noch möchte - das Abitur machen. Ich würde ihn hier aber nicht unter Druck setzen. Er kann auch ohne Abitur eine Lehre machen und seinen Weg gehen. Man kann auch über andere Wege Karriere machen. Manchmal dauert es dann zwar etwas länger, aber man kommt auch dahin wo man möchte. Es gibt heute auch sehr viele Förderprogramme, die einem dabei helfen können. Wichtig ist auch: Er muß später bei den Bewerbungen ehrlich sein und von seinem Problem offen berichten. Dann können AG darauf eingehen. Auch als Legastheniker kann man beruflich weiterkommen. Mein Schwager ist ebenfalls Legastheniker und arbeitet bei einem großen Konzern im Verwaltungsbereich. Ihr müßt da nur den Grad schaffen zwischen Förderung und Überforderung. Das ist nicht leicht, aber zu schaffen.
babyemily1
babyemily1 | 15.03.2019
5 Antwort
@eniswiss Woher hast Du denn wieder diese Weisheit? Legasthenie ist nicht heilbar. Man kann zwar dran arbeiten, aber es wird ein Leben lang bleiben. Genauso wie Dyskalkulie . @jadetraene Bei welcher Ergotherapie warst Du denn? Das ist doch absoluter Blödsinn. Natürlich hilft Ergotherapie. Dort kann man dem Kind beibringen, wie es sich z.B. besser im Unterricht konzentrieren kann und auch Lese- und Schreibübungen machen. Er scheint ja nicht nur hier ein Problem zu haben, sondern auch überhaupt beim Lernen, da er ja momentan anscheinend nicht wirklich Lust hat. Da muß es ja auch eine Ursache für geben. Du brauchst keine kostenpflichtige Lerntherapie zu machen. Das kann man auch anders machen. Auch kannst Du mit ihm z.B. wenn ihr unterwegs seid, an praktischen Dingen üben . Vieles kann man spielerisch im Alltag machen, so daß es dann nicht das "dröge" Lernen ist. Unser Großer hat auch Probleme mit der Konzentration . Aber auch er kommt klar. Er macht z.Zt. eine Lehre als Altenpflegefachkraft und das funktioniert super. Ich würde auch vielleicht überlegen, ob das Gymnasium die richtige Schulform ist. Vielleicht wäre er besser auf einer Gesamtschule aufgehoben. Da sind die Anforderungen dann nicht ganz so hoch und das Lernen fällt ihm dann leichter.
babyemily1
babyemily1 | 14.03.2019
4 Antwort
Also wir bekommen die lerntherapie und den schulbegleiter vom JA bezahlt. Allerdings läuft bei uns das aosf Verfahren und unser Sohn ist noch in der Grundschule. Wir haben es jetzt zu Hause mit viel üben geschafft das er fast fehlerfrei liest und schreibt, die lerntherapie ist bei uns für Mathe zuständig den das konnte ich ihm nicht vermitteln. Aktuell ist er in deutsch auf dem gleichen stand wie seine Mitschüler
alex1604
alex1604 | 14.03.2019
3 Antwort
@eniswiss Das mit dem Lesen wurde uns in der Grundschule auch immer empfohlen. Nur blöd, daß es nichts bringt. Der Junge liest zwar inzwischen gern, aber es verbessert seine Rechtschreibung nicht. Ergotherapie würde laut Ergotherapeutin nichts nützen. Uns wurde eine spezielle Lerntherapie empfohlen, die speziell auf das jeweilige Kind zugeschnitten wird. Kostet allerdings 250 Euro im Monat.
jadetraene
jadetraene | 14.03.2019
2 Antwort
eigentlich klöst sich legathenie ganz von selbst auf, dazu muss man viel lesen und für einen Meisterbrief braucht man kein Abitur. wobei der WEg dort eh nicht hinführt, wenn das Rechtschreiben nicht funktioniert. unser legasthenischer sohn hat mit laptop in der Schule gearbeitet, hatte aber auch keinen Nachreilsausgleich, weil der in jedem Zeugnis vermerkt werden muss
eniswiss
eniswiss | 14.03.2019
1 Antwort
Versucht es mal mit Ergotherapie. Verordnung dafür stellt der Kindrarzt aus.
Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen | 14.03.2019

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