Darf eine Lehrerin so was?

mameha
mameha
24.06.2013 | 25 Antworten
Hallo Mädls,

mein mann ist elternsprecher in der klasse von meinem großen (zweite klasse grundschule) und heute ist eine mama auf ihn zugekommen. ihre tochter hat probleme in der klasse, sie wird oft gehänselt, geschlagen und gemobbt von den schülern (kann ich bestätigen, habe ich öfters schon gesehen). sie hat auch aufmerksamkeitsprobleme die zu lernschwäche führen.
ich denke, das alles könnte schon zusammenhängen, aber es steht natürlich die diskussion über ADHS schon länger im raum und sie nehmen diesbezüglich auch schon diverse beratungen in anspruch.

heute hatte die mutter ein elterngespräch mit der lehrerin und ihr wurde von der lehrerin die gabe von Ritalin nahe gelegt. die mutter möchte mit der schuldirektorin ein gespräch darüber führen, wie sie ihr mädchen aus der klasse nehmen kann (in ihren augen ist die situation in der klasse ja das hauptproblem) darum kam sie auch auf meinen mann zu.

was denkt ihr darüber? darf eine lehrerin die gabe von so einem medikament "nahe legen"? so eine diagnose ist eine komplizierte und langwierige sache, selbst für kinderpsychologen ...

was denkt ihr davon? ich bin auch sehr gespannt, was die lehrerinnen unter euch darüber denken. ;-)

lg, mameha
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25 Antworten

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1 Antwort
Ich bin zwar keine Lehrerin, aber ich bin der Meinung, dass die Lehrerin bei dem bleiben sollte, wofür sie zuständig ist und was ihre Beschäftigung ist. Sie ist kein studierter Arzt, um irgendein Medikament, welches eh total umstritten ist, nahezulegen. Sie sollte ihren Einfluss dahingehend einsetzen, dass sich die Situation in der klasse bessert ... Ich finde es wirklich schlimm, was Kinder mit anderen kindern anstellen. So grausam. Also ich denke definitiv, dass die Lehrerin ihren Fachbereich überschreitet.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.06.2013
2 Antwort
In meinen Augen darf sie das nicht, ob und wann Medikamente verabreicht werden entscheidet ein Arzt und nicht eine Lehrerin.
Petra1977
Petra1977 | 24.06.2013
3 Antwort
ich denke, da hat sie sich ein bissl zu weit aus dem Fenster gelehnt ... sie kann zu einer Vorstellung beim Arzt oder Psychologen raten, aber nicht zur Gabe von Ritalin ... Ich find es wichtig, dass Lehrer auf solche Probleme hinweisen und die Eltern beraten, aber das ging zu weit.
sinead1976
sinead1976 | 24.06.2013
4 Antwort
Naja sie hat ja nur ihre Meinung geäußert. Kann man ja machen aber sollte man in dem Fall nicht befolgen. Ja das Mädchen hat Aufmerksamkeitsprobleme , die hätte ich auch als Kind wenn man mich täglich mobben würde etc. Wieso greift da niemand ein? Wieso wird ein solches Verhalten der anderen Kinder geduldet? Die sind in meinen Augen auffällig.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.06.2013
5 Antwort
Wenn es nur eine persönliche Meinung bzw. ein Ratschlag war und keine Anweisung bzw. eine Forderung ist es sicher legitim. Was die Mutti aber im Endeffekt macht, darauf hat die Lehrerin keinen Einfluss. Entscheiden tun schlussendlich Arzt und Mutter ...
Solo-Mami
Solo-Mami | 24.06.2013
6 Antwort
ich denke auch nicht ... die diagnose ADHS ist schon sehr kompliziert zu stelen und sicher einmal zu oft gestellt worden, aber dann noch so ein Medikament zu empfehlen, ein absolutes no-go. die lehrerin sollte isch eher mal darum kümmern, warum sich dass mädchen so benimmt und etwas gegen das mobbing tun.
rudiline
rudiline | 24.06.2013
7 Antwort
Ich finde es zwar auch anmaßend von der Lehrerin, aber ich denke sie wollte nur helfen. Retalin kann man ja auch nicht einfach so geben ... Ohne Grund. Vielleicht ist die Situation für die Lehrerin mittlerweile auch unerträglich, dass sie einen anderen Rat wusste.
deeley
deeley | 24.06.2013
8 Antwort
Ob sie es rechtlich darf, weiß ich nicht. Fachlich würde ich wie die anderen auch sagen, dass sie damit ihre Kompetenz übertritt, ein konkretes Medikament zu empfehlen. Wenn sie Probleme im Bereich ADHS sieht, kann sie allefalls eine Empfehlung aussprechen, sich mit disem Verdacht an einen fachkundigen Arzt zu wenden!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.06.2013
9 Antwort
also ich finde das wirklich unerhört. hört sich für mich so an wie: gebt dem kind tabletten und stellts ruhig damits normal ist. also selbst ärzte untersuchen erst alles und machen das man sowas nicht nehmen muss. wenn se doch so toll mit tabletten umgehen kann und verschreiben kann soll se doch den beruf wechseln
Irgendwann92
Irgendwann92 | 24.06.2013
10 Antwort
eine Lehrerin ist kein Arzt, deshalb darf sie die Gabe von Ritalin nicht anraten. Das ist eine Eigenmächtige Handlung, die über ihre Kompetenzen und ihr Wissen hinausgeht. Sie kann den Eltern anraten, mit dem Mädchen zum Arzt zu gehen aufgrund dessen, was ihr pädagogisch auffällt, aber mehr auch nicht.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 24.06.2013
11 Antwort
Ich bin ne Ex-Lehrerin, finde die Aussage aber vollkommen inkompetent. Ritalin ist erstmal ne Droge. Gibt sogar Eltern, die sich das für ihre Kinder verschreiben lassen, um damit zu dealen.. Ritalin ist echt nur die allerletzte Lösung, wenn Eltern total verzweifeln. Bzw. für erwachsene Menschen, die darin in der Zielerreichung die letzte Lösung sehen. An dem Gymnasium, wo ich mal war, war eine Lehrerin in der Thematik unheimlich fit. War doch ihr eigener Sohn davon betroffen, der mit Alternativen sein Studium meisterte und nur in der Diplom-Phase auf Medikamente zurück griff. Wenn sie Jonglieren vorgeschlagen hätte - so abwägig, wie das jetzt auch klingt - DAS wäre eine wirklich kompetente Antwort gewesen ... Ritalin wirkt im übrigen auch nicht bei allen. Ich meine es war 1/4 aller Betroffenen, bei denen es gar nichts nutzt. Das Drumherum von Ritalin, wie möglichst zuckerfreie Ernährung, einen ganz geregelten Tagesablauf bestimmt durch die Medikamenteneinnahme ist auch nicht ohne
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 24.06.2013
12 Antwort
Sie hat ihre Kompetenzen überschritten und verhält sich ungebührlich. Es zeugt von totaler Selbstüberschätzung. Sie darf sagen, was sie will und wenn sie meint, das Mädchen braucht Ritalin, hat sie das Recht, das zu denken. Dass sie es laut ausspricht, ist einfach eine Taktlosigkeit und wie gesagt, totale Selbstüberschätzung. Ich würde mein Kind von so einer Lehrerin nicht unterrichtet wissen. Wer weiß, welche Kompetenzen sie sich noch anmaßt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 24.06.2013
13 Antwort
Und dann steht noch die Aussage des Erfinders von Ritalin in Raum: Angeblich hat er auf seinem Sterbebett gesagt, dass er nie gedacht hätte, dass passend zu seinem Medikament eine ganze Krankheit erfunden werden würde ...
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 24.06.2013
14 Antwort
Hi, So eine ähnlich Situation hatte eine Bekannte von mir. ihr Sohn ist vor 2 Jahren in die Schule gekommen. Er hatte ADHS diagnostiziert bekommen schon im Kindergarten. Die Mutter war immer gegen Ritalin und gab Ihm Homöopathische Mittel die Anfangs mit sehr viel Sport und unterwegs geholfen haben. Dann kam er in die Schule, er konnte keine Minute still halten, konnte sich nicht auf Aufgaben konzentrieren und wurde oft aggresiv. Er wurde von seinen Mitschülern gemieden und oft ausgelacht was zu seiner Aggression beitrug. Die Klassenlehrerin sprach mit der Mutter und legte auch Nah das Medikament Ritalin in Betracht zu ziehen, da er mit seinem ungewollten Verhalten sehr alleine da steht. Sie sprach mit dem Kinderarzt und einem Therapeuten und probierten das Ritalin aus. Es half, ich habe letztens gesagt bekommen, das er jetzt gut in der Schule ist und einige Freunde hat die Ihn auch zu Hause besuchen, das war früher nicht möglich gewesen.
Babyschildi
Babyschildi | 24.06.2013
15 Antwort
Die Lehrerin hat es nur nahe gelegt wie in Eurem Fall, die Entscheidung über die Gabe des Medikaments liegt immer noch bei den Eltern nicht bei den Lehrern oder der Schuldirektion. Lg
Babyschildi
Babyschildi | 24.06.2013
16 Antwort
Das nur mal als Hintergrundinformation, warum ich meine, dass die Lehrerin einfach ein "Modewort" aufgeschnappt und rausposaunt hat. Schlimm für die Kinder der Eltern, die dann sagen "aber auch die Lehrerin hat gesagt, dass mein Kind das braucht". Noch schlimmer die Ärzte, die dann recht unreflektiert ein Rezept ausstellen ... Zurück zur Frage: Ne inkompetente, gefährliche Antwort ... Ich wäre da so direkt, dass ich auf ne Begründung bzw. ne "Diagnose" bestehen würde und dabei mit nem bisschen Fachwissen kontern ... Da würde dann schnell bei rum kommen, dass es einfach "zu weit aus dem Fenster gelehnt" war ... Ggf. kann dies aber noch nen Argument zur Unterstützung des Klassenwechsels sein, wenn selbst die Lehrerin die Situation verkennt ...
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 24.06.2013
17 Antwort
Ich finde es nicht richtig von der Lehrerin, dass sie Ritalin empfiehlt. Kann sie selbst nicht etwas im Unterricht ändern? Zum Beispiel etwas Bewegung zwischendurch? Bei uns gibt es viele "Bewegte Klassen", die Bewegung im Unterricht eingebaut haben. - Zum Beispiel die Silben eines Wortes hüpfen. Durch Kniebeugen ein Mathebeispiel beantworten oder ähnliches. Vielleicht würde das allen Schülern in der Klasse helfen? Ich bin sehr für Bewegung und versuche meinen Kindern Bewegung schmackhaft zu machen. Die Große braucht ein gewisses Quantum an Bewegung, weil sie sonst sehr unausgeglichen ist! Aber sie kann dann auch 30 min ruhig sitzen und malen. Und ich kenne genug Kinder, die ruhiger werden, wenn sie sich ausreichend bewegen können.
cesarica_1
cesarica_1 | 24.06.2013
18 Antwort
Du sagst, dass die Diskussion über ADHS im Raum steht. Das verstehe ich so, dass es noch gar keine ausgereifte Diagnose gibt. Und wenn das der Lehrerin bewusst ist, finde ich persönlich den "Rat" nicht in Ordnung. Dann hört es sich für mich so an, als solle das Mädchen nur ruhigt gestellt werden. Die andere Frage ist, wie sich durch Ritalin die Situation von dem Kind und seinen Mitschülern ändern sollte. Würden sie aufhören, das Mädchen zu ärgern? Da kann ich die Mutter schon verstehen, wenn sie primär einen Klassenwechsel, vielleicht sogar Schulwechsel in Erwägung zieht. Je mehr Unwohlsein das Kind in der Schule hat, je weniger wird es sich selbst beruhigen können. Und da sähe ich, selbst wenn ADHS diagnostiziert wäre, einfach nur ein "brauchbar machen" im Ritalin. Aber gerade ADHS, ist ja eine Problematik, die man aus einem Gesamtbild heraus löst und nicht allein mit einem einzigen Medikament, das die Welt dann schöner machen könnte.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 24.06.2013
19 Antwort
Das Beispiel zeigt wie leichtfertig mit der Gabe von Retalin umgegangen wird. Dieses "stell dein Kind ruhig" mit Medikamenten die so schwerwiegend sind find ich unter aller Sau. Und schon mal die Lehrerin hat keine Ausbildung und hat sowas nicht raten. Höchstens Therapie oder sogar Anlaufstellen vorschlagen aber mehr nicht.
daven04
daven04 | 24.06.2013
20 Antwort
Komische Lehrerin! Vielleicht sollte sie lieber mal mit den anderen Schülern sprechen und denen vernünftig erklären das sie des Mädel gefälligst in ruh zu lassen haben statt der Mutter des Mädchens irgend so n zeug zu raten! Davon wird der Ursprung ihrer Probleme auch nich behoben! Ganz furchtbar solche Menschen
MaerzBueblein
MaerzBueblein | 25.06.2013

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