Kinder erst mal für ein halbes Jahr aus dem Kindergarten nehmen

Mutti0211
Mutti0211
19.09.2014 | 15 Antworten
Hallo zusammen,

im Moment wissen mein Mann und ich nicht so richtig was wir machen sollen.

Es geht um unseren 3 1/2 jährigen Sohn. Er geht seit dem 06.08.14 in den Kindergarten und anfangs klappte auch alles super. Er ging richtig stolz morgens mit seiner Kindergartentasche dorthin und hatte viel Spass.
Dazu muss ich sagen, dass er mit dem Sprechen noch nicht so weit ist und auch seit etwa 3 monaten Logopädie hat.

Seit etwa 2-3 Wochen will er morgens einfach nicht mehr hin, schon im Bett sagt er er will nicht dahin, er will zu Hause bleiben und im Kindergarten will er dann die Schuhe und auch die Jacke nicht ausziehen und hält sich krampfhaft an uns fest. Allerdings sobald er gewunken hat ist meistens alles wieder gut. Aber es ist halt schwer.

Dazu kommt dass er sich total verändert hat. Er hat zu Hause auf nichts mehr lust, vorher hat er gerne Spiele gespielt und gepuzzelt, jetzt will er nichts mehr machen. Er ist total hibbelig geworden ist nur am boxen und ist so grob gerworden. Er will nur noch wii oder auch Tablet spielen und ansonsten nichts. Er will auch nachmittags nicht nach draussen was er vorher gerne gemacht hat. Dazu kommt das er schlafprobleme hat, er liegt abends ewig lange wach in seinem Bett und sagt er kann nicht schlafen das würde nicht gehen. Irgendwann schläft er dann ein aber meistens erst gegen 20-21 uhr. Er wird auch nachts häufiger wach und liegt dann mitunter auch 2-3 stunden wach neben uns.

Im Kindergarten wird immer wieder das Thema Sprechen bei ihm angesprochen, dass die Erzieher ihn ja nicht richtig verstehen und mehrmals nachfragen müssen und er ihnen ja auch nicht sagen kann warum er vielleicht weint. Nachdem ich mit ihm gesprochen habe hat er mir erzählt, dass es einen Jungen in seiner Gruppe gibt der ihn geschubst hat und laut erzieher wurde er auch schon von älteren Kindern geärgert. Heute habe ich, als ich ihn nach der Logopädie in den Kindergarten gebracht habe, mitbekommen wie Kinder direkt angefangen haben Ihn zu ärgern als wir kamen. Vielleicht ist der Spruch auch total harmlos gewesen aber danach hat mein Sohn sich direkt an mich gekrallt. Die Jungs ruften, da kommt Timo aus china und so was. Danach kam noch einer der Jungs auf mich zu und fragte mich, ob Timo aus China kommt oder warum er so komisch sprechen würde. Auch wenn es sich harmlos anhört aber ich bzw. wir machen uns einfach große Sorgen ob er das psychisch alles hinbekommt oder ob es besser wäre ihn vielleicht erst mal für ein halbes Jahr rauszunehmen aus dem Kindergarten und abzuwarten wie das mit dem Sprechen wird und es dann mit 4 nochmal probieren.

Vielleicht gehen wir ja auch zu vorschnell daran aber wir machen uns halt große Sorgen, vielleicht hat einer von euch ja ähnliche Erfahrungen gemacht und kann uns einen Rat geben.

Sorry für den langen Text aber musste mich einfach mal ausprechen.

Ich danke euch jetzt schon für eure Kommentare.
Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

15 Antworten (neue Antworten zuerst)

15 Antwort
Also ich würde mit der Erzieherin nochmal über sein Verhalten reden und nachhaken ob was vorgefallen ist. Aber diese Phasen des keine Lust Habens machen alle mal durch. Geht es dir selbst wenn du auf Arbeit musst nicht auch so , das du mal früh nicht so richtig in die Gänge kommst weil du einfach keine richtige Lust hast. So geht es deinem kleinen bestimmt momentan auch. Desweiteren ist er auch in dem Alter des austestend noch voll drin und wenn du ihn jetzt aus der Kita nimmst und das für Tage Wochen oder gar Monate hat er nur erreicht und bekommen was er will. Und das wird dann nur noch schwerer wenn er wieder gehen muss. Wenn er früh so weint vielleicht hat er ein Lieblingskuscheltier was er mit nehmen kann in den Kindergarten. Meine kleine hat momentan auch wieder so eine Phase des ich will nicht in den. Kindergarten. Aber da bin ich der Meinung muss man konsequent sein. Ich meine in der Schule können sie auch ne wenn sie keine Lust haben nicht gehen. Das abgeben machen wir ganz kurz und schmerzlos. Rein ausziehen drücken und einen Kuss und dann ab zur Erzieherin. Meist sobald die Tür zu ist ist bei ihr Ruhe und die tränchen werden Weg gewischt. Desto länger ihr den Abschied raus zögert desto schwerer ist es für ihn und für dich klar ist es schwer und schmerzhaft für ein Elternteil sein weinendes Kind zurück zu lassen aber wenn ihr wisst danach ist sofort wieder gut dann ist es so. Lg steffie
Steffi3_2012
Steffi3_2012 | 10.05.2015
14 Antwort
Du kannst auch jederzeit mal einen tag hospitieren. Also nach Ankündigung Dabeisein
AliceimWunderla
AliceimWunderla | 19.09.2014
13 Antwort
Oha was ist das denn für ne kira? :-/ Ich würde mal mit den erziehern sorechen ob die noch normal laufen. Die müssen doch auch eingreifen wenn er so geärgert wird.
DieIvi
DieIvi | 19.09.2014
12 Antwort
das ist die falsche Kita für den klein, wenn Du zu hause bist nimm ihn da raus ! Such ne andere Kita und schau Dir die dinge an die in der Kita gemacht werden, am besten wäre eine Kita die Sprachförderungen anbieten, in der Kita meines Sohnens gibt es sowas da gehen auch alle kinder gerne hin, auch mein Sohn geht nachmittags für 2 Stunden noch mal und er will nie mit nach hause.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.09.2014
11 Antwort
Schaut euch einfach am besten nach einer neuen Einrichtung für ihn um. Ich arbeite in einer Integrationsgruppe wir haben 10 Regelkinder und 5 Integrationskinder die auf irgendeine Art und Weise besondere Förderung benötigen. Unser Betreuungsschlüssel ist sehr gut wir sind teilweise zu sechst für 15 kiddis da. Ich muss sagen es ist immer gut für Kinder wenn die Gruppe kleiner ist aber bei Kindern die sich schwer tun ist es ganz besonders wichtig. Wir haben dieses Jahr sehr viele mit Sprachproblemen in der Gruppe und es läuft gut. Alle sind sehr rücksichtsvoll... Würde einfach mal versuchen wichtig ist nur dass ihr als Eltern hinter der Einrichtung steht und so eurem Sohn vermitteln könnt es ist alles in ordnung du/wir schaffen das alles gute euch
Kiara66
Kiara66 | 19.09.2014
10 Antwort
ich denke auch, dass es einfach die falsche Einrichtung is für ihn...meine kurze war in einem normalen kiga ohne träger..also privat..jede Altersgruppe hatte zwar ihre erzieher und es wurde auch je nach alter beschäftigt, ansonsten war es aber sehr offen im freien spiel usw wir hatten vor 1 jahr ein Mädchen bekommen, was nich ein wort deutsch verstand..nur russisch...die wurde sofort von allen anderen kindern aufgenommen und integriert, ganz normal behandelt und alles...und trotz der anfänglichen verständigungsprobleme, klappte das einwandfrei und niemand hänselte oder so...jetzt, als meine kurze zur schule kam, sprach das Mädel besser deutsch als ihre mutter nach einem jahr kita
gina87
gina87 | 19.09.2014
9 Antwort
Wir haben hier auch einen "Late Talker" der bis 3 praktisch kein Wort gesprochen hat. Darum haben wir nach dem ersten Versuch ihn in den Kindergarten zu schicken, ihn nochmals für 4 Monate raus. In dieser Zeit begann er zu sprechen und das in großen Sprüngen und danach war der neue Kindergartenstart kein Problem. Aber auch die Erzieher gehen gut darauf ein. Ich würde ihn wohl erstmal nochmal raus nehmen, Kindergarten ist kein muss und soll wenn dann Spaß machen und evtl. noch etwas Entlastung schaffen, aber sicher keine Belastung.
Zypta
Zypta | 19.09.2014
8 Antwort
Ich denke auch, dass nicht ihr und euer Kind das Problem seid, sondern der Kindergarten nicht zu euch passt. Auch wenn er ein Integrativer ist. Jeder Kindergarten kann nur so gut sein wie seine Mitarbeiter. Vielleicht käme ja auch ein normaler Kindergarten für euch infrage und dort könntet ihr dann eine Integrativkraft für euren Sohn beantragen. Spreche da aus eigener Erfahrung.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.09.2014
7 Antwort
okay, ich kenne ja nur unsere alte integrationskita und die war was die toleranzförderung und das sozialverhalten anging, einfach super. es gab dor ein down-kind, was natürlich motorisch und sprachlich hinterher war, aber mit ihm sind alle kinder super umgegangen, genau wie mit allen anderen auch. und das war ein verdienst der erzieher. sie haben ein paar elemente aus waldkitas übernommen solche hänseleien gehen einfach gar nicht und da reicht auch nicht ein gespräch in der gruppe darüber. es müssen einfach aktivitäten stattfinden, wo gezeigt wird, dass jeder wertvoll ist, jeder seine grenzen und schwächen hat, aber auhc stärken. also um es mal abzukürzen: rede nochmal mit den erziehern, frag was sie unternehmen können, damit er besser integriert wird. klingt das alles nicht so vielversprechend, schau dir andere kitas an. schau auf das konzept und guck, wie es umgesetzt wird. viel erfolg!
ostkind
ostkind | 19.09.2014
6 Antwort
@Maulende-Myrthe Laut Erzieherinnen haben die dort schon mal mit der ganzen Gruppe wegen meinem Sohn gesprochen, dass er halt noch nicht so weit ist und die doch bitte rücksicht auf ihn nehmen sollen und auch ein wenig auf ihn aufpassen sollen wenn größere Kinder kommen. Es ist schwer zu sagen was im Kindergarten halt genau abläuft da mein Sohn es mir ja nunmal nicht erzählen kann oder auch nicht will. Von den erzieherinnen wurde mir gesagt, dass er halt immer bei den großen ist und jeden mist mitmacht. Das kann ich mir auch vorstellen kleine Kinder machen nunmal schonmal das nach was große machen aber ich glaube das dort auch viel schief gehen kann da er nicht sagen kann das er das nicht will oder so. Er hatte vor dem Kindergarten keine großen Kontakte zu Kindern da nie welche draussen waren und er der einzige Nachwuchs in der Familie ist.
Mutti0211
Mutti0211 | 19.09.2014
5 Antwort
@Maulende-Myrthe Und ich finde es gut, dass ihr ihn nicht unter Druck setzt. Er darf sich nicht über seine Sprache definieren. Er ist perfekt so, wie er ist und es ist toll, dass ihr ihm da kein schlechtes Gefühl vermitteln wollt - auch wenn es selbstredend richtig ist, dass er Hilfe beim Sprechenlernen bekommt. Wenn du unter Hochsensibilität oder Indigo-Kindern googlest, siehst du, dass gerade die Kinder, die sehr sensibel und besonders in ihrer Wahrnehmung sind, häufig später sprechen lernen, manchmal sogar sehr spät. Das sagt gar nichts darüber aus, wie er sich später entwickeln wird. Und wenn er sehr sensibel ist, dann ist es auch klar, dass ihn diese Situation im Kindergarten fertig macht. Da müsst ihr sogar aufpassen, dass er sich nicht irgendwann anfängt, echte Krankheiten zuzulegen, um da nicht wieder hinzumüssen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.09.2014
4 Antwort
Für mich klingt das ebenfalls so, dass das nicht der richtige Kindergarten ist. Da geht es auch nicht darum, dass er integrativ ist und dort eine Logopädin ist, da geht es darum, dass die Erzieher den Kindern nicht beibringen, dass man andere nicht wegen Handicaps ausgrenzen darf. Hier wird soziales Verhalten vernachlässigt. Meine Kinder sind in einem nicht integrativen Kindergarten, wo nur 20 Kinder insgesamt sind, also nur eine Gruppe mit drei Erzieherinnen. Ich weiß einfach, dass es sowas da nicht geben würde. Klar wird da auch mal geschubst und auch, dass man mal mit dem oder dem nicht spielen möchte, ist ein normales kindliches Verhalten. Aber so ein Fehlverhalten, dass ein Kind wegen der sprachlichen Probleme ausgegrenzt wird, gibt es da nicht und das weiß ich deswegen, weil es da auch mindestens ein Kind gibt, das für seine 4 Jahre sehr, sehr schlecht spricht und trotzdem sehr guten Anschluss hat. Ich würde mit den Erzieherinnen mal über genau dieses Problem sprechen. Für mich klingt es so, dass dort zu wenig Mitgefühl und Sozialverhalten thematisiert wird. Und dann würde ich tatsächlich überlegen, ob ich versuche, ihn woanders unterzubringen. Auch damit dein Sohn für sich selber das Gefühl hat, dass er noch mal anfangen kann. Der Junge wirkt ja fast traumatisiert und wie soll er je aus diesem Loch und aus dieser Stigmatisierung rauskommen? Vielleicht findet ihr einen ganz kleinen Kindergarten, dort haben die Erzieherinnen viel bessere Einflussmöglichkeiten und die Situationen besser im Blick.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 19.09.2014
3 Antwort
Mich quält es einfach da ich versuche meinen Sohn mit dem Sprechen nicht unter Druck zu setzen es gibt nunmal Kinder die später dran sind aber er ist dafür vom Verständnis schon weiter als manch andere in seinem Alter. Dazu kommt unsere Familiengeschichte denn wir haben alle erst sehr spät mit dem Sprechen angefangen. Ich möchte einfach nicht das mein Sohn dort unter Druck gesetzt wird denn das Sprechenlernen klappt nunmal nicht von heute auf morgen. Er macht schon super Fortschritte und lernt jeden Tag neue Wörter aber dem Kindergarten geht es anscheinden nicht schnell genug. Dazu kommt, dass er der einzige in seiner Gruppe ist der noch nicht so weit mit dem Sprechen ist.
Mutti0211
Mutti0211 | 19.09.2014
2 Antwort
Es ist ja schon ein integrativer Kindergarten, die haben dort auch eine Logopädin wo es ja auch noch Probleme gibt da die dort meinen immer unseren Sohn mit zur Logopädin zu schicken obwohl er schon eine Logopädin hat uns auch mit uns nie darüber gesprochen wurde
Mutti0211
Mutti0211 | 19.09.2014
1 Antwort
das klingt für mich eher so, als ob das nicht die richtige kita für euch ist. meine große war in einer integrativen kita, nicht als integrationskind, sondern ganz normal. der betreuungsschlüssel ist besser, die konzepte sind noch mehr auf ein friedliches miteinander und toleranz zugeschnitten und für alle kinder gab es ein logopädieangebot. habt ihr die möglichkeit, die kita zu wechseln? schaut euch doch mal um. ich kann euren gedankengang verstehen, ihn rausnehmen zu wollen, fürchte aber, dass ihr in nem halben jahr vor ähnlichen, wenn nicht schlimmeren problemen steht .
ostkind
ostkind | 19.09.2014

ERFAHRE MEHR:

Wenn Kinder weglaufen
31.05.2011 | 20 Antworten

Ähnliche Fragen finden

Kategorie: Lernen und Entwicklung

Unterkategorien:

In den Fragen suchen



uploading