Erfahrungen mit Hörstörungen bei Kleinkindern

andrea251079
andrea251079
18.12.2013 | 30 Antworten
Hallo zusammen,

mein Sohn ist Ende September 2 Jahre geworden und spricht bis auf wenige Worte ausschließlich in Babysprache. Auch sein Sprachverständnis ist nicht altersgerecht ausgeprägt. Daher war ich vor wenigen Monaten mit ihm beim HNO-Arzt. Dieser bescheinigte uns, dass alles i. O. wäre. Nun wollte ich mir eine Zweitmeinung einholen und war heute erneut bei einem anderen HNO-Arzt. Dieser führte einen Hörtest durch, wie er auch bei Neugeborenen angewendet wird. Das Ergebnis war offensichtlich nicht gut, denn die Ärztin sagte wörtlich: "Er ist zwar nicht taub, das kann ich ausschließen, aber er hört auch nicht gut. Ich war richtig baff und daher fielen mir erst im Nachgang eine Menge Fragen ein. Ich rufe morgen früh nochmal an, aber vielleicht kann ja jetzt schon jemand weiterhelfen?

Die Diagnose lautet: TEOAE bds. schwach pos.
Tympanogramm: o. B.

Ich weiß nur, dass es mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist und dass sich das "Problem" im nicht sichtbaren Bereich verbirgt. Habt ihr Erfahrungen, was das für mein Kind bedeutet?

Ich habe eine Überweisung an die Uniklinik erhalten, kann dort jedoch erst im März vorstellig werden, weil die Wartelisten ewig lang sind (traurig). Habt ihr eine Idee, wie ich schon jetzt untersützend auf mein einwirken und dafür sorgen kann, dass er sich besser verständigen kann? Er ist ja auch unzufrieden :(

LG,
Andrea
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30 Antworten

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1 Antwort
Der nächste schritt wäre zur Pädaudiologie um zu testen ob das gehörte auch richtig ankommt.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.12.2013
2 Antwort
Hat sie Dir nicht gesagt in wie weit es sich auswirkt, allso mein HNO Arzt sagte zu mir, als mein jüngster wasser in den Ohren hatte, das er so hört als wenn man die Ohren mit der Hand abdecken würde.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.12.2013
3 Antwort
@Aurora39 Genau dafür habe ich auch eine Überweisung, aber ich komme erst im März dran :/ Sie konnte nur sagen, dass der Hörtest schlecht war, aber nicht, woran genau es liegt. Denn es ist beim Reinschauen nicht sichtbar, weil es offensichtlich hinter dem Trommelfell ist und zwar beidseitig.
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
4 Antwort
hm, ist schwierig zu sagen in wie weit Du jetzt was tun kannst so lange nicht richtig geklärt ist woran es liegt und in wie weit, kann ja auch sein das dein Kind ein Hörgerät brauch um die Wörter richtig zu verstehn auf jeden fall würde ich es in der Kita sagen damit die Erzieher sich drauf einstellen könn.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.12.2013
5 Antwort
@Aurora39 Danke Dir. Die Kita weiß schon Bescheid. Die Diagnose an sich finde ich nicht schlimm. Ich find's schlimm, dass ich bis zum 20. März warten muss, bis es erkannt und behandelt wird. Bis dahin wird's ja auch nicht besser :(
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
6 Antwort
http://de.wikipedia.org/wiki/Transitorisch_evozierte_otoakustische_Emissionen also man unterscheidet mittelohrschwerhörigkeit bzw schallleitungsschwerhörigkeit . bei der mittelohr schwerhörigkeit kann man chirugisch einiges machen und die tritt auch oftmals bei erkälungen auf, wenn der druckausgleich über den zugekeimten paukengang nicht richtig funktioniert. diese art der schwerhörigkeit wurde bei eurem ausgeschlossen. innenohrschwerhörigkeit int komplexer und außer hörgeräte kann man nix machen. eine schwache TEOAE ist besser als eine negative, also die sinneszellen funktionieren erstmal. ansonsten ist dieser test nicht so super aussagekräftig, weil eben das "echosignal" nicht genau abgegriffen werden kann. also macht euch erstmal nicht verrückt, als nächstes folgt sicher ein klassischer hörtest im tympanogramm werden einfach nur der ohrdruck gemessen. der ist in ordnung bei eurem.
ostkind
ostkind | 18.12.2013
7 Antwort
@ostkind Vielen Dank für Deine Antwort. Also, wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist sicher, dass er nicht gut hört, aber das genaue Ausmaß wird in weiteren Hörtest festgestellt. Und von diesen Ergebnissen ist dann abhängig, wie es weitergeht. Auf der Auswertung des Hörtests steht für ein Ohr was mit 61% und für das andere Ohr etwas mit 64%. Heißt das, dass diese Werte das Hörvermögen je Ohr sind?
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
8 Antwort
Ach so: Noch eine Frage: Beim Neugeborenen Hörscreening gab es keine Auffälligkeiten. Warum jetzt?
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
9 Antwort
@andrea251079 wie gesagt, diese tests sind jetzt nicht super genau. beim neugeborenenscreening wird ja relativ kurz gemessen. aber natürlich verschlimmern sich innenohrschwerhörigkeiten meist schleichend mit der zeit... über sein hörvermögen sagt das jetzt konkret nicht viel aus, da dafür entscheidend ist, wieviel signale im gehirn ankommen und wie die verarbeitet werden. das kann man nur mit einem klassischen hörtest sagen, der bei kleinkindern aber nicht einfach zu machen ist. zum einen müssen sie sich 30min konzentrieren, wenn sie müde sind, wird der test schnell schlecht. zum anderen ist es auch schwierig ihnen zu erklären bescheid zu geben, wenn sie gerade so den ton hören. bei meiner großen haben wir deshalb 3 hörteasts gemacht um überhaupt ne halbwegs brauchbare kurve zu bekommen. die nächste schwierigkeit ist dann der unterschied zwischen hörvermögen und hörverstehen, aber damit müßt ihr euch jetzt noch nicht befassen. warte erstmal die pädaudiologie ab und vor allem frage dort die ärzten löcher in den bauch. die haben mehr erfahrung mit kindern als ein niedergelassener HNO und erklären euch ganz genau was los ist, was die ergebnisse bedeuten und was ohr tun müßt.
ostkind
ostkind | 18.12.2013
10 Antwort
@ostkind Was anderes bleibt mir wohl nicht übrig. Der Test wird zum Scheitern verurteilt sein, denn mein Kleiner sagt sicher nicht, wann er den Ton vernommen hat. Er hängt ja sprachlich und auch vom Verständnis her sehr doll hinterher. Das Blöde ist halt, dass ich erst am 20. März 2014 einen Termin bekommen habe. Das heißt, ich muss jetzt noch 3 Monate warten und kann offensichtlich so rein gar nichts tun Deine Antwort hilft mir aber auf jeden Fall, die Thematik besser zu verstehen.
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
11 Antwort
@andrea251079 habt ihr wenigstens vormittags einen termin, damit er munter ist? wichtig ist auch, ihm im alltag zu beobachten. erschrickt er, wenn eine tür knallt? dreht er den kopf in die richtige richtung, wenn du seinen namen rufst? versteht er, wenn du flüsterst? solche dinge halt. du kannst dir auch bis märz einfach mal deine beobachtungen aufschreiben und dann halt zum termin mitnehmen. dadurch, dass das echt schwierig mit den hörtests bei kleinkindern ist, sind solche beobachtungen sehr wichtig.
ostkind
ostkind | 18.12.2013
12 Antwort
@ostkind Das Ganze ist bei ihm ein wenig suspekt. Wenn ich ihm fragen zuflüstere, ob ich ein Küsschen bekomme, dann kriege ich eins. Wenn wir oder auch die Krippenerzieherin ihn laut beim Namen rufen, reagiert er sehr häufig nicht. Vielleicht kommt es auf die Position an, die der "Rufende" im Raum einnimmt? Auf Türenknallen reagiert er - er erschrickt aber nicht. Auffällig ist wirklich, dass er häufig nicht reagiert, wenn er angesprochen wird. Aber wenn ich flüstere, dann versteht er. Das passt alles irgendwie nicht so richtig zusammen. Vielleicht läuft das über unterschiedliche Frequenzen - die eine versteht er besser, die andere schlechter.
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
13 Antwort
Ach so, der Termin ist tatsächlich vormittags.
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
14 Antwort
@andrea251079 das kann natürlich sein, aber vllt sollte man dann doch auch mal eher richtung autistische störungen/asperger suchen ? aber ich will dich nicht verrückt machen. dein sohn ist keinesfalls taub und auch nicht stark schwerhörig, soviel ist sicher. alles andere wird sich im märz klären.
ostkind
ostkind | 18.12.2013
15 Antwort
@ostkind Dein Gedankengang in Richtung Autismus ist nicht abwegig. Diese Vermutung stand im Raum, aber zunächst sollte ausgeschlossen werden, dass eine Störung des Gehörs vorliegt. Es kann also nach wie vor sein, dass wir uns diesen Untersuchungen irgendwann mal unterziehen müssen. Allerdings nicht jetzt, denn mit 2 Jahren ist er zu jung für eine solche Diagnose. Was das Thema Flugzeuge angeht: Bisher hat er gar nicht darauf reagiert, aber sein neuestes Wort, wenn er ein interessantes Geäusch vernimmt, ist "Horch". Dann zeigt er mit dem Finger in die Luft. Gerade in den letzten Tagen hat er das mal gemacht, als ein Flugzeug am Himmel langeflogen ist. Mein Eindruck ist, dass er Geräusche jeglicher Art sehr gut wahrnimmt und auch Flüstern versteht, allerdings arge Schwierigkeiten hat, wenn man "normal" mit ihm spricht... Schwierig, schwierig!
andrea251079
andrea251079 | 18.12.2013
16 Antwort
Mal ne frage, hat er probleme mit dem Hören wenn andere Störgeräuschw da sind?
Arcadepower
Arcadepower | 18.12.2013
17 Antwort
Google mal unter auditive Wahrnehmungsstörungen
JonahElia
JonahElia | 18.12.2013
18 Antwort
Meine 9 jährige Tochter hat eine Auditive Verarbeitungs und Wahrnehmungsstörung das wir beim Pädaudiologen getestet. Und meine 7 jährige hat Flüßigkeit in den Ohren und hört dadurch nur noch 20 %
Arcadepower
Arcadepower | 18.12.2013
19 Antwort
Ich empfehle das, was die Schreiberin unten schon schrieb. Flüstre ihm gelegentlich zu, in Situationen, wo er es vielleicht so auch nicht erwartet, bsp. wenn du kochst, dass er dir was holen soll . Mache Geräusche, aber so, dass er damit nicht rechnen kann. Du sollst ihn nicht erschrecken, allerdings kannst du dadurch sehen, ob er überhaupt reagiert. Der Sohn meiner Freundin . Wenn wir auf dem Spielplatz waren, klopfte sie gegen die Rutsche und er drehte sich zu ihr um. Rief sie seinen Namen kam keine Reaktion. Der Kinderarzt sagte dann auch, dass sich das mal ein HNO - Arzt anschauen solle. Und der HNO - Arzt sagte nach dem ersten Test aus, dass das Kind vermutlich unter 50% hören würde, allerdings könnte er das so nicht genau aussagen. Er gab ihr Tropfen mit, die sie ihm dreimal täglich in die Ohren machen sollte, weil er da gerade auch eine Mittelohrentzündung hatte und es anscheinend davon käme, das er so schlecht hören würde. Es vergingen so noch Wochen, bis der HNO - Arzt sagte, dass das Kind nicht richtig hören kann und er Paukenröhrchen einsetzen möchte. Mit 17 Monaten wurde der Junge operiert. Während der OP kam heraus, dass er auf einem Ohr wegen enormer "Verstopfing" fast taub sein musste und auf dem anderen Ohr auch nur unter 30% hören konnte. Der HNO - Arzt hat, so gut er es konnte, die Verstopfung gelöst, Paukenröhrchen eingesetzt und siehe an, der Junge begann zu sprechen. Heute ist er fast 5 und in allen Bereichen gut bis überdurchschnittlich entwickelt. Er hört auf beiden Ohren ca.90%. Das ist für seine Ausgangsposition positiv bewertet.
Aniabc
Aniabc | 18.12.2013
20 Antwort
mein zwillingsbruder ist schwerhörig. damals dachten alle er sei "blöd". traurig aber wahr. meine mutter vermutete dass er schwerhörig ist, keiner nahm es ernst. da er aber mich hatte, fiel es weniger auf. er brachte sich das lippenlesen bei und konnte mit 4 jahren erst sprechen und das sehr undeutlich. als wir eingeschult wurden, wurde er kurze zeit später "ausgeschult", in die vorschule gesteckt, weil er dem unterricht nicht folgte. klar, er verstand ja nichts und ich saß auch nicht neben ihm. erst ein jahr später wurde festgestellt, dass er schwerhörig ist. er trägt seitdem hörgeräte und ist auf einem internat für hörgeschädigte und gehörlose gewesen. heute hat er eine abgeschlossene berufsausbildung, ist studiert und hat einen top job, trotz später erkennung und trotz schlechtem gehör. ohne hörgerät hört er kaum und auch nur bestimmte frequenzen. leises besser als lautes. und selbst mit hörgeräten nimmt er bei vielen geräuschen auf einmal z.b. straßenverkehr nur ein rauschen wahr und kann z.b. keinem gespräch folgen. ich hoffe das hier macht dir mut, dass alles gut werden wird, egal wie die diagnose ausfällt. gut, dass so früh darauf eingegangen wird.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 18.12.2013

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