Spätabtreibung! Wie hättest du gehandelt?

jaymelaval
jaymelaval
14.05.2009 | 14 Antworten
Ich bin auf einen Artikel gestoßen,
es geht um das Thema Spätabtreibungen.
Zu diesem Thema gibt es jetzt neue Diskussionen der Gesetztesänderungen über die "Thematik" der
Spätabtreibungen. Aber darf man sich einen Heiligenschein aufsetzen?
Wer soll so etwas entscheiden? Das Gesetz oder die Mutter bzw. die Eltern?
Ich hätte gerne einige Meinungen bzw. Pro und Contra.
Aber bitte, kein gehetze, jeder darf seine Meinung äußern und dazu stehen ohne das er verurteilt oder angegriffen wird.
Vielleicht hat sich hier jemand schon einmal damit auseinander setzen müssen oder kennt jemanden.
Wie hättet ihr gehandelt, hier sind zwei Artikel.
Pro
http://www.tagesschau.de/inland/spaetabtreibungen102.html

Contra
http://www.tagesschau.de/inland/spaetabtreibungen104.html
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14 Antworten (neue Antworten zuerst)

14 Antwort
noch ein trauriges Beispiel...
Wir hatten in der Grundschule ein Mädchen, Sie hatte eine Harsenscharte, und hatte eine Spastik und geschiente Beine, sie konnte kaum sehen oder hören. Sie Hatte deswegen eine dicke Brille und ein Höhrgerät. Teilweise haben wir sie in der Pause im Rollstuhl schieben müssen. Wir haben sie nie gehänselt und sie immer in Schutz genommen, aber sie sah oft traurig aus. In der 4. Klasse hatten wir in den 6. Stunde Sport und sie konnte natürlich nie mit machen. Einmal als sie von Ihrer Mutter abgeholt wurde hat Sie gesagt: "Mama ich hasse dich dafür das ich so geboren wurde!" Ich war auch nach der Grundschule jahrelang mit ihr befreundet. MIT 17 HAT SIE SICH DAS LEBEN GENOMMEN. Ich weiß das dieses Thema sehr schrierig ist, aber kann man dabei immer nur daran denken ob man es selber schaffft und es selber erträgt? Was erträgt dann ein Kind ein Leben lang? Kann man es vorher abwägen? Will man sein Kind leiden lassen?
jaymelaval
jaymelaval | 14.05.2009
13 Antwort
@hauser27
Also wenn Du es dem Schicksal und Gottes Bestimmung überlässt heißt das: keine Bluttransfusionen, keine ärztliche Behandlung usw. Denn das sind menschliche Eingriffe gegen den Willen Gottes. Nichts desto trotz: Mir muß mal einer genau erklären, wie man das denn sieht. Ich habe auch schon öfter als einmal gehört daß Frauen erzählt wurde ihr Kind würde behindert sein und war es nicht. Natürlich hätten sie es nie erfahren wenn sie abgetrieben hätten, aber angesichts der Tatsache, daß es hier um mehr als eine Beule im Auto geht finde ich es schon mal sehr gefrevelt, sich da nur auf die Aussage eines Arztes zu verlassen. Irren ist menschlich. Auf der anderen Seite hat mir eine Bekannte neulich erzählt, daß man bei dem Baby ihrer Freundin den offenen Rücken übersehen hat. Niemand hat sich gewundert daß das Baby die Beine nicht bewegt. Also ich würde bei so einer Diagnose erstmal in eine Klinik gehen, wo die richtig gute Diagnosemöglichkeiten haben und da auch genauere Aussagen treffen können. Wenn allerdings klar feststeht daß das Kind nicht lebensfähig ist - wie z.B. mit der fehlenden Lunge oder auch hier neulich gelesen offener Kopf dann ist es so vielleicht doch besser als zu warten bis es von selbst stirbt. Im Endeffekt ist das ja dann eigentlich keine Abtreibung sondern eher Sterbehilfe.
Aziraphale
Aziraphale | 14.05.2009
12 Antwort
das tut aber keine spät abtreibung
rechtfertigen...die menschen haben ihr menschenmöglichstes getan um die 2 Mädels zu helfen...und als sie sterben mussten taten sie es sicher ohne schmerzen...denkst du die 2 hätten bei einer spätabtreibung keine schmerzen gehabt..ich denke schon
Carina82
Carina82 | 14.05.2009
11 Antwort
?
Ich nenne einkleines Beispiel; Es ist nicht allzu lange her, da wurden Zwillingspärchen geboren. Die Eltern wußten ab einem gewissen Punkt der Schweangerschaft das es Siamesische Zwillinge werden. Die Mädchen waren direkt oben am Kopf zusammmen gewachsen. Die Geistige Entwicklung war beeinträchtigt, sie haben sich wund gelegen und es kam Muskelschwund dazu. Die Mutter hat nach der Geburt gesagt das ihr von den Ärzten zu einer Spätabtreibung geraten wurde, aber mit "Gottes Hilfe wollten die Eltern es schaffen". Aber nach einiger Zeit waren Sie wieder in den Medien. die Kinder sollten operiert werden, in Deutschland hat man den Eingriff nicht gewagt, er ist dann in den USA durchgeführt worden. Warum sollte auf einmal doch operiert werden? Sie haben dann um Spenden gebeten und haben es im Fernsehen breit getreten. Die beiden kleinen sind beide nach der OP gestorben. "Wo war Gottes Hilfe"?
jaymelaval
jaymelaval | 14.05.2009
10 Antwort
spätabtreibung
ich sehe es so, dass ich das kind bekommen MÜSSTE. es ist nun so, wenn man schwnager ist, bekommt man ein kind. wenn der körper es in der frühschwangerschaft nicht abgestossen hat, dann hat das ein ziel, eine bestimmung, dass dieses kind zur welt kommt. was das genau ist, muss man mit dem kind gemeinsam suchen während es heranwächst. in meinen augen sind diese spätabtreibungen genauso als würde das baby zur welt kommen und DANACH eine kaliumspritze ins herz bekommen. oder meinetwegen ein kissen aufs gesicht solange es sich noch bewegt. keiner würde solche sachen nach der geburt mitmachen, wenige wochen davor aber schon. wieso? in meinen augen ob es drinnen oder draussen passiert spielt keine rolle. es ist die gleiche grausamkeit zu der man einfach kein recht hat. und weil ich es so sehe, könnte ich so eine abtreibung nie verkraften. genau die abtreibung würde mein leib und seele gefährden und nciht die schwangerschaft. vielleicht könnte ich das leben mit dem kranken kind auch nciht verkraften. aber man kriegt immer so viel kraft wie man braucht. und dann müsste ich das gewissen mein kind umgebracht zu haben nicht ein lebenlang mit mir tragen. man kann sich nciht aussuchen was für ein leben man geschenkt bekommt. weder als eltern, noch als kinder. lg, mameha
mameha
mameha | 14.05.2009
9 Antwort
*****
Ich akzeptiere Abtreibung wenn eine Behinderung im Vorfeld festgestellt wird oder wenn eine Frau als Folge einer Vergewaltigung schwanger geworden ist. Aber dieses uuuuuups ich bin schwanger geworden wie konnte das nur passieren rechtfertigt diesen Eingriff nicht.
lottchenhh
lottchenhh | 14.05.2009
8 Antwort
Ganz heikles Thema
aber ich persönlich würde nicht abtreiben..auch ein behindertes Kind ist ein Kind was nur geliebt werden möchte..dies sollten dann die Eltern entscheiden...kommt sicher auch auf den Grad der Behinderung an. Aber ein gesundes Kind würde ich nie abtreiben weil warum soll ein Kind für meine Fehler sterben? lg
Carina82
Carina82 | 14.05.2009
7 Antwort
@luca24
Vielen Dank für dieses Statement. Ich finde es auch ungeheuerlich das andere Menschen über das Leben von ungeborenes Baby haben sollen. Jeder hat das Recht auf Leben, auch behinderte Menschen, klar kann es für die Eltern sehr sehr schwierig werden. Trotzdem finde ich man sollte es denm Schicksal und Gottes Bestimmung überlassen ob ein Mensch überlebt oder nicht. Eine Fehlprognose mehr oder weniger und es gibt den ein oder anderen Menschen weniger und es wird ihm ein Leben verbaut was er hätte lang und glücklich führen können. Ich habe einen Freund der hatte eine Lebenserwartung von 3 Jahren und ist stark behindert. Jetzt ist er 24 hat Abitur gemacht und eine Freundin..... Sag dem mal ins Gesicht, das jemand zu seiner Mutter damals gesagt hat, Treiben sie das Kind ab!
hauser27
hauser27 | 14.05.2009
6 Antwort
Hab mal eine Dokumentation
gesehen, wie das gemacht wird. Das ist wirklich sehr grausam, jede der Methoden. Und wenn man bedenkt, dass auch Ärzte sich irren können, und schon mehr als ein gesundes Kind so getötet wurde, ist das für mich undenkbar. Ich würde auch keinerlei Untersuchungen in diese Richtung machen lassen. So kommt man erst gar nicht in so eine Situation.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.05.2009
5 Antwort
Ich finde es
absolut schrecklich! Ich habe meinen Sohn mit 24 SSW entbinden müssen. Vor der Geburt fragte mich die Ärztin, ob ich das Kind überhaupt haben möchte, da es vermutlich schwer behindert sein wird. Ich hätte auch die Möglichkeit, wegen dieser Situation, jetzt abzutreiben.... Ich war fassungslos! Wenn ich mich entscheide ein Kind zu bekommen, dann kann ich doch nicht sagen, ich will nur ein gesundes?? Ich habe mein Kind bekommen und er ist jetzt fast 16 Monate alt und absolut gesund und ohne Behinderungen!!!! Entgegen allen Prognosen. Wenn ich mir vorstelle, das Menschen da noch abtreiben dürfen, wird mir ehrlich gesagt schlecht... Liebe Grüße
luca24
luca24 | 14.05.2009
4 Antwort
Hallo
Erstmal VIELEN DANK an Dich, für diesen wertfreien und gut geschriebenen Thread. Hmmm...ein schweres Thema. Fakt ist: ich könnte es nicht...ich hab darum auf alle Untersuchungen verzichtet, die über einen "normalen" US hinaus gehen - ich wollte nicht vor der Entscheidung stehen müssen. Eine Freundin musste ihr Kind auch "abtreiben" lassen...sie fühlte es jeden Tag in ihrem Bauch, aber, da es keine Lungen hatte, war es nicht lebensfähig...für sie war dies die humanere Entscheidung, als das Baby ersticken zu lassen :-( iCH DANKE gOTT DAFÜR; DASS ICH NICHT VOR EINER SOLCHEN eNTSCHEIDUNG STEHEN MUSS...letztendlich sollen das die Eltern entscheiden, die ja auch mit den Folgen leben müssen. Nachdenkliche Grüße
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.05.2009
3 Antwort
spätabtreibung
bei gesunden kindern ganz klar - NEIN!!! bei nachweislich behinderten kindern sollten die eltern entscheiden dürfen... meine meinung...
AdrianundElias
AdrianundElias | 14.05.2009
2 Antwort
dazu
kann man nichts mehr sagen... Vorstellung ist ecklich.....
lucyzicke
lucyzicke | 14.05.2009
1 Antwort
uiuiui
jetzt wird hier gleich wieder diskutiert :-) lg nina
nina1610
nina1610 | 14.05.2009

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