Adoption

Julia_337
Julia_337
29.01.2014 | 15 Antworten
Hallo zusammen,
ja, ich weiß es gibt eine Gruppe zum Thema Adoption, jedoch war dort seit mehreren Monaten keine Aktivität mehr und dieses Thema brennt mir nun wirklich auf der Seele.

Mein Lebensgefährte hat eine 5-jährige Tochter. Wir leben seit zwei Jahren gemeinsam in einer netten vier Zimmer Wochnung und haben uns nun entschlossen ein Haus zu bauen.
Die Kleine ist wie meine eigene Tochter (dafür braucht sie mich nicht Mama zu nennen, da Sie ja nun mal eine Mama hat und das weiß sie auch). Die leibliche Mutter kümmert sich nicht um die kleine. Der Kontakt besteht nun seit 1 1/2 Jahren nicht mehr und Unterhaltsleistungen erhält mein Partner auch nicht. Leider hat er noch nicht das alleinige Sorgerecht, aber der Antrag liegt bereits beim Gericht. Da die Mutter unbekannt verzogen ist und auch telefonisch für das Jugendamt nicht erreichbar ist haben wir sehr gute Chancen das alleinige Sorgerecht zu bekommen.
Ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, ob ich die kleine nicht adoptieren soll. Wir haben ja eine intakte Familie.
Nun ist es ja so, dass die Mutter nicht ihr Einverständnis geben kann, da niemand weiß wo sie ist. Habe ich also nun die Möglichkeit die kleine zu adoptieren oder wird das schwer? - Kennt sich hier einer mit dem Thema aus?

Vielen Dank im Voraus
Julia
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15 Antworten (neue Antworten zuerst)

15 Antwort
Ja das stimmt aber sie ist ja nicht auffindbar nicht mal das Gericht hatte da Erfolg. Noch dazu wird auch für das Kindeswohl entschieden und ich sehe da kein Grund warum die Adoption schaden würde. Wenn die Mutter natürlich aufgefunden wird und ihren Pflichten nach kommt sieht es natürlich anders aus. Aber ich glaube nach dieser Zeit wird da kein plötzlicher Sinneswandel folgen.
Jacky220789
Jacky220789 | 31.01.2014
14 Antwort
Ja wenn der Aufenthalt dauernd unbekannt ist aber da auch eine leibliche mutter rechte hat auch wenn sie die nicht wahr nimmt kann man das nicht einfach ohne sie entscheiden und wird man denke ich auch nicht. Das ist so ziemlich das einschneidenste was ein Richter machen kann.
Yvonne1982
Yvonne1982 | 31.01.2014
13 Antwort
Und das habe ich mir nicht ausgedacht steht genau so im BGB - Kindesannahme - §§ 1741 - 1772
Jacky220789
Jacky220789 | 29.01.2014
12 Antwort
@Yvonne Doch es geht definitiv ohne! Ließ dir mal 1746 durch! § 1746  1) Zur Annahme ist die Einwilligung des Kindes erforderlich. Für ein Kind, das geschäftsunfähig oder noch nicht vierzehn Jahre alt ist, kann nur sein gesetzlicher Vertreter die Einwilligung erteilen. Im übrigen kann das Kind die Einwilligung nur selbst erteilen; es bedarf hierzu der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters. Die Einwilligung bedarf bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit des Annehmenden und des Kindes der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. Hat das Kind das vierzehnte Lebensjahr vollendet und ist es nicht geschäftsunfähig, so kann es die Einwilligung bis zum Wirksamwerden des Ausspruchs der Annahme gegenüber dem Vormundschaftsgericht widerrufen. Der Widerruf bedarf der öffentlichen Beurkundung. Eine Zustimmung des gesetzlichen Vertreters ist nicht erforderlich. Verweigert der Vormund oder Pfleger die Einwilligung oder Zustimmung ohne triftigen Grund, so kann das Vormundschaftsgericht sie ersetzen. § 1747  1) Zur Annahme eines ehelichen Kindes ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. Zur Annahme eines nichtehelichen Kindes ist die Einwilligung der Mutter erforderlich. Die Annahme eines nichtehelichen Kindes durch Dritte ist nicht auszusprechen, wenn der Vater die Ehelicherklärung oder die Annahme des Kindes beantragt hat; dies gilt nicht, wenn die Mutter ihr nichteheliches Kind annimmt. Der Vater des nichtehelichen Kindes kann darauf verzichten, diesen Antrag zu stellen. Die Verzichtserklärung bedarf der öffentlichen Beurkundung; sie ist unwiderruflich. § 1750 gilt sinngemäß mit Ausnahme von Absatz 4 Satz 1. Die Einwilligung kann erst erteilt werden, wenn das Kind acht Wochen alt ist. Sie ist auch dann wirksam, wenn der Einwilligende die schon feststehenden Annehmenden nicht kennt. Die Einwilligung eines Elternteils ist nicht erforderlich, wenn er zur Abgabe einer Erklärung dauernd außerstande oder sein Aufenthalt dauernd unbekannt ist.
Jacky220789
Jacky220789 | 29.01.2014
11 Antwort
Das geht nur mit dem Einverständnis der mutter.Egal ob sie jetzt greifbar ist oder nicht.
Yvonne1982
Yvonne1982 | 29.01.2014
10 Antwort
Es besteht die Möglichkeit ohne Einwilligung zu adoptieren. Wenn man nachweisen kann das die Mutter nicht auffindbar ist und das wird euch ja nicht schwergefallen kann das Gericht die Einwilligung gegeben. Wie das genau heißt kann ich dir leider nicht sagen aber ein Anwalt. Ob man zwingend verheiratet sein muss weiß ich nicht aber besser währe es auf jedenfall. Meine Adoption dauerte mit allem drum und dran etwas über ein Jahr. Viel Erfolg
Jacky220789
Jacky220789 | 29.01.2014
9 Antwort
PS: ich würde es auch wollen...also erst heiraten und dann die kurze adoptieren..ohne heirat geht's ja nich es kann ja jetzt schon Probleme bei gewissen dingen geben, solange das Sorgerecht noch bei ihr liegt und sie nich auffindbar is...und wenn sie sich eh nich kümmert und keinerlei Interesse hat, würd ich das mit der Adoption auch in Erwägung ziehen..hat dein Partner das alleinige Sorgerecht, muss er bei bestimmten dingen ja trotzdem gefragt und dazu geholt werden..da wäre es deutlich einfacher, wenn du durch Adoption auch diese Möglichkeiten hast
gina87
gina87 | 29.01.2014
8 Antwort
auch wie da die Verfahrensweise is...kann sein, dass die ganze Sache dann ggf öffentlich im Gerichtsgebäude aushängt für frist x, und wenn sich da keiner gemeldet hat, is das durch geht bei Mahnbescheiden auch..den kann man ja auch öffentlich zustellen, wenn der Schuldner nich auffindbar is..da wird der bescheid dann öffentlich im Gerichtsgebäude ausgehängt, meldet sich der Schuldner innerhalb 2 Wochen nich, wird der vollstreckungsbescheid beantragt der dann wieder 2 Wochen da hängt, und meldet sich da auch keiner drauf um ggf widerspruch einzulegen, hat man nen titel vielleicht läuft es ja so in solchen fällen auch ab...müsst ich meine schwester ma fragen, die beim gericht arbeitet..die sitzt zwar hauptsächlich in der betreuungsbehörde, hat aber während der Ausbildung die einzelnen Stationen durchlaufen und vertritt jetzt auch öfters mal woanders, is bei Verhandlungen dabei usw..da sind solche fälle auch manchmal mit dabei..
gina87
gina87 | 29.01.2014
7 Antwort
Vielen Dank für eure Hilfe.
Julia_337
Julia_337 | 29.01.2014
6 Antwort
Ohne Einwilligung ist die Adoption möglich, wenn zum Beispiel der Aufenthaltsort des Elternteils nicht feststellbar ist oder wenn für das Kind Nachteile entstehen, wenn der Adoption nicht zugestimmt wird. das müssteste dann mal beim zuständigen gericht erfragen...
gina87
gina87 | 29.01.2014
5 Antwort
ich verstehe deinen wunsch und wenn ihr keinen unterhalt erhaltet, ist es auch nicht weiter nachteilig . ich kenn mich nicht allzu genau aus, da mußt du mal das JA fragen, aber ich glaube, man braucht dafür das explizite einverständnis der mutter, ihr müsst sie also irgendwie ausfindig machen. ist halt nochwas anderes als das alleinige sorgerecht, da sie ihr sorgerecht in abwesenheit/nicht erreichbarkeit nicht wahrnehmen kann, dennoch kann sie auf dem papier die mutter bleiben. also meine strategie wäre zu warten, bis ihr das alleinige sorgerecht habt . habt ihr das sorgerecht, nimm das mit der adoption in angriff. versucht über das einwohnermeldeamt die umzugsadresse rauszubekommen, fragt freunde, etc.
ostkind
ostkind | 29.01.2014
4 Antwort
Die Mutter wurde vom Amtsgericht schon zur Fahndung ausgeschrieben. Ohne Erfolg.
Julia_337
Julia_337 | 29.01.2014
3 Antwort
wenn ich mich recht entsinne muss man dafür doch verheiratet sein oder nich? bekommt der vater keinen unterhaltsvorschuss vom amt wenn die muter nich zahlt? das steht ihm doch zu, solange er noch nich verheiratet is das gericht oder n Anwalt/Notar schaltet sich ja eh ein bzw ohne die geht sowieso nichts...die kriegen dann auch die Adresse der mutter raus, wenn ihr das nich machen könnt beim einwohnermeldetamt
gina87
gina87 | 29.01.2014
2 Antwort
Wir möchten gerne auch auf dem papier eine Familie sein. Und mein Partner möchte, dass auch ich Entscheidungen für das Kind treffen kann (Schule, Arzt etc. Dadurch, dass die Mutter nicht auffindbar ist und sich nicht um die kleine bemüht, möchten wir ihr eine schöne Familie sein mit allem was dazu gehört.
Julia_337
Julia_337 | 29.01.2014
1 Antwort
Warum möchtest du sie denn überhaupt adoptieren? Was würde es für euch ändern?
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 29.01.2014

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