Erschöpfung

Frage von: mammilotti16
11.07.2017 | 11 Antworten
Guten Tag,

Mein 1. Eintrag in einem Forum handelt leider von Erschöpfungen und Müdigkeit.

Meine Tochter ist 14 Monate und ein sehr lebendiges und glückliches Kind. Ich bin bis März noch in Elternzeit und versuche die restliche Zeit zu genießen.
Doch zur Zeit fällt mir das etwas schwer.
Ich habe zunehmend Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Haushaltes, gehe ungern aus der Wohnung und bin oft mit Kleinigkeiten überfordert. Ehrlich gesagt stellt meine Tochter aber überhaupt nichts an.

Ganz oft haben mein Mann und ich schon vereinbart 1 mal die Woche nachmittags Babyfrei für Mama.
Habe aber leider trotzdem oft das Gefühl alleine zu sein und alle Entscheidungen selbst treffen zu müssen.
Es war eine Zeit sogar so nervig, dass sobald die kleine im Bett war ich mit Fragen bombardiert wurde wie:" wann wird die Kleine trocken und wie machen wir das?" " Wann gewöhnen wir den Schnuller ab und wie genau?" "Soll ich lieber das Fenster schließen oder nicht?"
Leider habe ich mir auch ein eigenes "Gefängnis" gebaut.
Meine Tochter lässt sich abends nur von mir hinlegen. Und wenn sie merkt dass ich weg gehen will dann dauert es manchmal 2! Stunden. Sonst 5 Minuten und sie schläft friedlich.
Zur Zeit stehen wir an einem Punkt an dem ich das Gefühl habe 2 Kinder zu haben.
Egal worum es geht, ich soll alles entscheiden. Essen, Ausflüge, Wäsche usw
Ich weiß nicht wie ich aus diesem Strudel rauskomme. Selbst das zu Recht machen morgens strengt an!

Geht oder ging es jemanden genau so?

Habt ihr Tipps wie ich da wieder raus komme? Abends fällt das Einschlafen sogar schwer!

Danke im Voraus

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14 Antworten
babyemily1 | 13.07.2017
1 Antwort
Ja, dann soll er mal überlegen, wie es wäre, sein Kind zu betreuen, wenn es krank ist oder z.B. ein Fremdes. Wäre doch auch wirklich ein großer Unterschied. Nur weil man auf der Arbeit mit Menschen zu tun hat, heißt das nicht, daß man im Privatleben bei nahestehenden Personen bzw. Angehörigen auch alles sofort weiß und richtig macht. Man ist da wirklich emotional gebundener und geht die Dinge dann ganz anders an. Auch als Erzieherin merkt man dann oft erstmal, daß nicht alles so läuft, wie man es im Beruf in der Theorie gelernt hat. Daher finde ich es oft nur noch witzig, wenn mir Erzieher oder Lehrer, die selber noch keine Kinder haben, etwas raten wollen. Sie kommen dann oft mit supertollen Ratschlägen um die Ecke. Dann denke ich mir auch immer, habt ihr erstmal selber Kinder und versucht dann mal das umzusetzen. Dann sehen sie nämlich erstmal, wie schwer das oft ist. Du merkst es ja jetzt auch, daß es nicht so einfach beim eigenen Kind ist. So wäre das dann bestimmt auch bei Deinem Mann, wenn bei einem Einsatz Angehörige involviert wären, denke ich mal.
mammilotti16 | 13.07.2017
2 Antwort
@babyemily1 Arbeitet in einem Krankenhaus im zentralen Dienst und ist dort für Transporte zuständig. Auf Schicht mit Wochenenden .. also manchmal sieht er die 48 Stunden nicht .. ich verdeutliche ihm schön dass ich nicht alles wissen und richtig machen kann. Nicht auf alles eine passende Antwort habe.
babyemily1 | 13.07.2017
3 Antwort
Zwischen 10 Wochen und 6 Monaten ist aber immer noch ein großer Unterschied. Und ja, beim eigenen Kind reagiert man auch als Erzieherin ganz anders als bei den fremden Kindern. Im Job ist man trotz allem ja distanzierter. Du hast die Kinder zwar dann mehrere Stunden am Tag, aber irgendwann kommen ja Mama und Papa und holen sie ab. Ein eigenes Kind hat man 24/7 und man ist auch viel emotionaler. Das kann man nicht vergleichen, auch wenn das Dein Mann vielleicht meint. Was macht er denn beruflich, wenn ich fragen darf?
mammilotti16 | 13.07.2017
4 Antwort
@babyemily1 Eben. Das sehe ich auch so. Ich hatte aber tatsächlich Kinder die 6 Monate alt waren. Aber es war trotzdem komplett anders. Alleine auf emotionaler Ebene. Ich denke aber dass mein Mann dadurch denkt dass ich alles immer weiß ...
babyemily1 | 13.07.2017
5 Antwort
Naja, zwischen Theorie und Praxis im Berufsleben und im eigenen Leben ist ja meistens ein himmelweiter Unterschied. Ob man nun fremde Kinder betreut oder eben ein eigenes Kind hat, das kann man nicht vergleichen. Da kann man als Erzieherin noch soviel Erfahrung haben. Außerdem hast Du ja als Erzieherin keine so kleinen Babys zu betreuen. Das ist ja auch noch mal eine ganz andere Hausnummer.
mammilotti16 | 13.07.2017
6 Antwort
@babyemily1 Danke für die Antwort. Ich glaube die sorgen überkommen einen wirklich sehr oft. Ich denke mein Mann verlässt sich auch oft auf meine Erfahrung .. Erzieherinnen wissen es ja immer besser
babyemily1 | 13.07.2017
7 Antwort
Ach Süße, Du machst Dir zuviele Sorgen! Ich weiß, als Mama ganz normal. Ich habe vier Kids, unser Großer ist gerade ausgezogen. Auch ganz schön schwer, sag´ ich Dir. Ich ertappe mich jetzt auch noch dabei, wie ich überlege, ob er immer alles hat und alles klappt. Mama bleibt man immer, egal wie alt die Kids sind. Versuche mal, Dich abends ein bißchen zu entspannen, wenn die Kleine im Bett ist. Nimm in Ruhe , kuschel Dich dann auf die Couch oder ins Bett mit einem guten Film/Buch. Du "lauerst" noch zu sehr darauf, daß sie sich meldet und bis unruhig. Das merkt die kleine Maus und schon wird die Spirale in Gang gesetzt. Das spürst Du ja selber. Bring sie abends in Bett, lies ihr noch eine Geschichte vor oder hört gemeinsam ein Hörspiel. Dann gehst Du raus und bist dann nur für Dich zuständig. Dein Kind schläft und es geht ihm gut. Warum auch nicht? Es kann nichts passieren. Und wenn was sein sollte, ihr seid ja da. Ja, Familienbett ist schön . Aber ich bin doch froh, daß die beiden Kleinen jetzt ihr eigenes Zimmer haben. Sie werden wohl noch ein paar Nächte angetrabt kommen, aber das wird dann auch weniger werden und dann genieße ich es auch, mein Bett mal wieder für mich zu haben und daß mein Mann und ich auch mal wieder unsere Privatssphäre haben werden. Man ist ja nicht nur Mama und Papa, sondern auch ein Ehepaar. Setz Dir auch nicht so hohe Erwartungen. Ein Haushalt mit einem Kleinkind muß nicht perfekt sein. Wäsche läuft nicht weg und kann auch mal einen Tag liegen bleiben. Wenn Du eine Auszeit hast, dann nutze sie. Denk in dieser Zeit nicht an die Kleine, sondern an Dich. Gönn´ Dir einen Bummel in der City, ein leckeres Eis und genieß die Zeit! Sie dauert eh meistens nur kurz. Mach Dir von dem Gedanken frei, daß es Deiner kleinen Maus nicht gut gehen könnte. Binde Deinen Mann mit ein. Wenn er so dumme Fragen stellt wie z.B. nach dem Trockenwerden, antworte einfach: "Frag den KiA oder schau´mal ins Internet." Sag´ ihm auch, daß diese Dinge noch fern sind und daß Du jetzt nicht über ungelegte Eier diskutieren möchtest. Damit ist das Thema durch und Du greifst andere Themen auf. Nutzt die freie gemeinsame Zeit, Euch einen schönen Film gemeinsam anzuschauen und es Euch gemütlich zu machen. Laß´ Deine Kleine auch nicht merken, daß Du vielleicht abends noch weg willst. Du kannst Dich ja fertig machen, wenn sie schläft. Dann bekommt sie das gar nicht mit.
mammilotti16 | 11.07.2017
8 Antwort
@Schnurpselpurps Seit ihrem 1. Geburtstag schläft die kleine Maus in ihrem Zimmer. Aber ich bin immer innerlich bei ihr. Frage mich: geht es ihr gut? Meldet sie sich gleich? Muss ich doch aufstehen? Kann ich schon einschlafen? Und meistens wenn ich gerade weg genickt bin, wache ich wieder auf weil sie weint. Heute saß ich mal abends 2 Stunden auf dem Sofa. Dann wurde sie wach und ließ sich nicht mehr beruhigen. Ich strahle aber zur Zeit auch keine Ruhe aus. Ende vom Lied: ich liege mit meiner Tochter im Bett. Einziger Vorteil ist dass ich etwas zur Ruhe komme. ich bin aber eine Mutter die das Familienbett mag nur meine Tochter ist so eine wilde Schläferin. Ich glaube die würde nur hier raus fallen. Allerdings hatten wir den Eindruck dass sie im Urlaub in unseren Zimmer besser schlief. Aber der Papa will sie hier nicht mehr haben damit wir sie nicht wieder umgewöhnen. Aber er liegt ja jetzt noch im Wohnzimmer und schaut meine Sendung. Ich habe darüber auch nachgedacht bzgl Depression. Fand es aber irgendwie seltsam. Danke dir aber für die netten Worte .. ich glaube jede Mama braucht das mal.
Schnurpselpurps | 11.07.2017
9 Antwort
Hey mammilotti16 lass Dich mal ganz lieb drücken. Es ist richtig schwer manchmal. Es ist toll, wie reflektiert Du über Deine Situation schreibst! Mir ging es bei meiner großen Tochter ähnlich, allerdings war ich so reflektiert wie Hunde-.... Leider. Die Nummer mit dem selbst und alles alleine entscheiden ist sehr anstrengend, hat aber ungeheure Vorteile. Dann läuft es wenigstens. Aber das mit dem Fenster etc., das ist echt zu viel. Verweigere alle Entscheidungen, die er selbst treffen könnte. Warum fällt Dir das Einschlafen schwer? Hast Du Gedanken, die immer wieder kreisen und Dich belasten? Ich mag Dir nichts einreden, aber es könnte auch eine fiese kleine Depression dahinter stecken. Typisch sind Gedankenspiralen, schlecht einschlafen, morgens zurechtmachen wird schwer und immer schwerer, alles lastet auf einem. Man sieht alles negativ und kommt gar nicht mehr in Schwung, unbelastetes Lachen gibt es nicht mehr. Denk einfach noch mal drüber nach und geh eventuell doch zum Arzt und beschreibe das. Vorsichtshalber. Nur dass sowas abgeklärt ist. Alles Gute euch!
mammilotti16 | 11.07.2017
10 Antwort
@Solo-Mami Erstmal vielen Dank für die Antwort. Tatsächlich habe ich dem Mann schon genau das gesagt
Solo-Mami | 11.07.2017
11 Antwort
Keiner ist perfekt und du auch nicht. Versuche also als erstes davon weg zu kommen alles immer zu schaffen. Haushalt ist wirklich nebensächlich. Ein gewisser Grund ok, aber es muß nicht blitzen und blinken. Fordere da auch von deinem Partner, wenn sowas wie Fenster putzen oder Großeinkauf ansteht ... kann er ruhig machen ;) In zweiter Linie: nimm dir unbedingt Auszeiten. Kann tagsüber sein oder auch am Abend. Und wenn du weg willst, dein Mann ist da ... dann bringt er eben euer Kindchen ins Bett. Tut beiden mal ganz gut ;) DU hast dann frei !!! Entscheidungen treffen und abgeben ... wo ist das Problem? Entscheide du in erster Linie für dich selbst, das schließt dein Kind ja automatisch mit ein. Dein Mann ist alt genug, er braucht nicht zu fragen, er soll einfach machen. Du bist seine Frau, nicht seine Mama ... und im Zweifelsfall bleibt das Fenster eben offen, nur um dein Beispiel aufzugreifen ;) Und all die anderen Fragen ... wenn es soweit ist macht euch nen Kopf drumm, bis dahin ist das alles ohne Belang. Und wenn er sich solche Gedanken drumm macht: gibt Foren und Seiten für Väter ;) Wenn das Kindchen am Abend schläft seid ihr ein Paar, nicht unbedingt Eltern ... erinnere ihn daran ;)

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