Schwierig: Kindsvater, Umgang

Frage von: Schnurpselpurps
08.08.2016 | 7 Antworten
Hallo,

der Kindsvater der Kleinen hat regelmäßig zweimal in der Woche das Kind bei sich. Bzw. bei sich und der neuen Frau. Ich habe keine Probleme mit der neuen Frau, die ist nett, soweit ich sie kenne.
Aber.
Die Kleine geht mit, aber sie freut sich nicht auf den Papa und seine Frau. Letztes Mal wollte sie am liebsten nicht mit.

Die beiden waren dann mit ihr im Schwimmbad. Nette Idee, fand ich prima. Vorher.
Der Vater wusste bzw. hätte wissen können, wenn er denn zugehört hat und wenn er meine Beinschiene wahrgenommen hätte, dass die Kleine seit letztem Jahr nicht mehr im Schwimmbad war. Das ist nicht schön, aber mal war sie krank, dann hatte ich die Verletzung und war krank, dann war das Wetter fies, dann waren andere Termine. Es hat halt nie geklappt.
Also, Kind nach fast einem Jahr wieder im Freibad.

Sie kamen enttäuscht zurück, die Kleine war offensichtlich erleichtert, wieder bei mir zu sein. Ich fragte wie es war, da kam raus, dass die Kleine gar nicht im Plantschbecken gewesen war, sie hatte Angst. Klang wie eine Beschwerde.
Sie wurde auch noch angespritzt mit dem kalten Wasser, da war dann gar nichts mehr zu machen. Dann wollte der Vater alleine ins Wasser, sie sollte bei der neuen Frau bleiben und weinte natürlich bitterlich. Die beiden habe überhaupt nicht verstanden, warum das Kind nicht begeistert ins kalte Wasser gehopst ist!

Wenn es nur dieses Mal gewesen wäre, würde ich es nicht so wild finden, nur schade um die verpasste Chance.

Aber die beiden erzählen, dass die Kleine nicht mit ihnen spricht, Bitten ignoriert, wenig lacht und überhaupt, man kann mit ihr wenig anfangen, sie interessiert sich nicht.

Ähm...
Bei mir ist die Kleine lustig, quasselt mir die Ohren voll dass ich bald einen Tinnitus bekomme (lächel), sie ist aufmerksam, lieb, lustig und bockig, sie nimmt gerne Kontakt zu Mitmenschen auf und man kann richtig was mit ihr anfangen. Sie flirtet mit den Kassiererinnen im Supermarkt und ruft begeistert nach meinem Bruder und Partner und auch nach meiner Nachbarin, um Hallo zu sagen. Und so ist sie auch bei ihrer Mutter, sagt diese.

Ich glaube, dass das latent depressive Leidensgehabe des Vaters, der dauernd erzählt wie ach so schlecht es ihm gerade mal wieder geht und die sehr zurückhaltende Art und Sprechweise der Frau das Kind unsicher machen.
Ich glaube, dass sie ihrem Vater schlicht nicht zutraut, sich um sie zu kümmern.

Und nein, ich habe nichts dergleichen anklingen lassen, schon gar nicht vor dem Kind. Ich bereite sie vor, dass Papa kommt, freue mich für sie, dass sie was mit ihm machen kann und fördere bislang die Beziehung nach Kräften, auch die zu der neuen Frau, denn ich sehe keinen Grund, warum ich Ressentiments gegen die Frau hegen sollte. Ich denke auch es ist wichtig, dass sie eine gute Beziehung zu beiden hat, bald kommt ein neues Baby. Das ist ja dann ihr kleiner Bruder (oder Schwester, wer weiß).

Aber so langsam habe ich Probleme. Heute dachte ich das erste Mal, ich würde sie am liebsten nicht wieder mitgehen lassen.

Frage:
1. Wie komme ich aus der blöden Abwehrhaltung wieder raus?
2. Kennt ihr dieses Gefühl, obwohl ihr wirklich wollt, dass ihr euch Sorgen macht wie das dem Kind bekommt?
3. Wie kann ich dem Kind die Lage erleichtern?
4. Könnt ihr mir bitte Trost zusprechen? Ich kann es nicht leiden, wenn die Kleine sich nicht wohl fühlt.

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10 Antworten
gina87 | 10.08.2016
1 Antwort
meine kurze saugte sowas auch immer auf wie ein schwamm... da bestand auch kein täglicher kontakt zu den Personen..mal ein zwei tage die Woche für 1-2stunden vielleicht, aber das reichte dann schon das war ja dann nicht nur dieses nachgeäffte verhalten, sondern das Kind machte sich einen kopf um Sachen, die ihr in dem alter herzlich egal sein konnten nur, wenn einem recht nahestehende Personen, immer so negativ sind und teilweise dinge ganz ungeniert dinge raushauen, bei denen man sich selbst als erwachsenen teils ernsthaft sorgen machen muss...nein..das geht mir im Beisein eines kindes definitiv zu weit und da muss ichs Kind auch irgendwo vor schützen...die knabbern da wahrscheinlich noch mehr dran, als wir erwachsene, die aufgrund ihrer reife die Wahl haben, ob sie sich das zumuten wollen oder nich
Schnurpselpurps | 10.08.2016
2 Antwort
Achso, ja, diese Geste aber immer bis zu einem Tag nachdem sie bei ihm war. Also sonst nicht.
Schnurpselpurps | 10.08.2016
3 Antwort
@gina87 Ja, das merke ich auch an der Kleinen. Neuerdings fasst sie sich oft an den Kopf, genau die Geste des Vaters, und jammert ein bisschen, ist aber alles untersucht und okay. Lenkt man sie minimal ab, ist auch alles vergessen. Ich glaube, das ist abgeschaut.
gina87 | 10.08.2016
4 Antwort
das schlimme ist ja, dass sowas einen nicht nur mit runterzieht.. ich hab auch ein zwei Kandidaten in der Familie, die fast nur am rumjammern sind.. Meine kurze war und is da auch immer sehr mitfühlend und vorallem, nahm sich manches "gehabe" ne Zeitlang auch an..da hab ich mich manches mal gefragt, wer da nun vor einem sitzt, weil es fast 1 zu 1 das gleiche war inwiefern da Depressionen dahinter stecken, kann ich nicht beurteilen..ich vermute aber, dass es sowas ist bei beiden, grade auch bei der Lebensgeschichte.. Zum teil ist es aber auch einfach nur Jammern auf hohem Niveau..wahrscheinlich bedingt das eine das andere, ich weiß es nicht es wurde ne kurze zeit besser, nachdem ich das ansprach, aber es hielt auch nicht lange vor es dauerte nich lange und man verfiel wieder in alte muster vor dem Kind es kam dann von meiner seite aus wie es kommen musste und ich reduzierte den kontakt so weit wie es ging... tut mir für mausi zwar leid, weil sie beide sehr gerne hat, aber ich empfinde so eine Lebenseinstellung einem Kind gegenüber als pures gift...zieht einen selbst ja wie gesagt auch unheimlich runter, wenn man ständig so ein rumgejammer hört..
Schnurpselpurps | 10.08.2016
5 Antwort
@gina87 Ach, wenn er sich daran hielte.... Kann er aber wohl nicht, er ist ein rechter Jammerlappen. Sorry für die Wortwahl. Vielleicht hat er ne Depression, vielleicht hat er auch wirklich Beschwerden und Schmerzen, wer weiß das schon. Ich will sagen: Ich hatte mit ihm schon gesprochen, es funzt nicht.
gina87 | 10.08.2016
6 Antwort
Nunja...ich würde eher zu nem Gespräch mit dem Vater tendieren, als mit dem Gedanken zu spielen, die Kleine nicht mehr mitzugeben Soll er jammern und erzählen wie ach so schlecht es ihm doch geht, aber nicht im Beisein des Kindes sowas macht einen einfach nur mürbe und zieht einen auch mit runter wir erwachsenen haben die Wahl, uns das geflenne anzuhören oder zu gehen, wenns einem zu blöde wird diese Wahl hat sie nicht, sobald die kurze bei ihm ist und da brauch man sich dann auch nich wundern, wenn das Kind zu nix lust hat und sich auch nich für irgendwas groß begeistern lässt
130608 | 09.08.2016
7 Antwort
ich finde es jetzt nicht ungewöhnlich , dass manche kleine Kinder Angst haben im Freibad....das fängt bei der Menschenmenge an und hört beim Wassergespritze auf.....mein Sohn war lange sehr wasserscheuund nun ist er eine Wasserratte...zu Deinen Fragen ... dass man sich Sorgen macht um das Kind ist doch auch normal... wie lange ist er denn schon mit dieser frau zusammen ? vielleicht müssen sich alle auch erst an die Konstellation gewöhnen ...weiß ja nicht , ob die Frau Kindererfahrung hat , doch wenn sie bald ein eigenes bekommt , wird sich manches auch von alleine regeln...z. B Umgang mit kleinen Kindern...

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Kategorie: Familienleben

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