Umgangsrecht Oma und Opa

-kico-
-kico-
27.09.2013 | 17 Antworten
Hallo ihr lieben.
In wie weit haben Großeltern ein recht auf ihre Enkelkinder?

Kurzer Sachverhalt:
Mann und Frau sind geschieden, geteiltes Sorgerecht, 2 gemeinsame Kinder im Kindergartenalter. Kinder waren alle 2 Wochen bei ihrem Vater und seinen Eltern.
Der Vater der Kinder stirbt und die Mutter der Kinder verbietet den Großeltern von ihrem ex die Kinder zu sehen.
Gründe für das Verbot: Kontakt mit der Familie ist nicht gut wegen der trauer der Kinder (man weiß aber nicht, ob die Kinder vom Tod des Vaters wissen), Mutter der Kinder meint, ihr wurden schuldvorwürfe wegen dem Tod des kindsvaters gemacht (was keiner der Familie des Verstorbenen getan hat)

Die Familie des Verstorbenen möchte die Kinder gerne weiter regelmäßig sehen, erstmal stundenweise. Irgendwann vielleicht auch mit Übernachtung. Der Kontakt soll bestehen bleiben...so war es auch der letzte Wunsch des kindsvaters.
(Die Familie des verstobenen lebt in geordneten Verhältnissen, Kinder waren immer mit ihrem Vater dort, sind gerne bei Oma und Opa)

In wie weit besteht ein umgangsrecht? Kann man den Umgang durch einen Anwalt oder Jugendamt anfechten?

Viele Grüße
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17 Antworten (neue Antworten zuerst)

17 Antwort
Glaub mi die kleinen merken sowas wenn sie oma und opa nicht sehen. Kinder verstehen meist mehr als wir uns eingestehen wollen....
Lexina1987
Lexina1987 | 29.09.2013
16 Antwort
@Chrissi1410 Keiner weiß leider wie lange die Mutter die Kinder nicht an die Familie des verstorbenen geben will. Sie ist zu keinerlei Gesprächen bereit. Umso länger kein Kontakt zu Oma und Opa besteht, umso mehr raten die bei den Kindern ja auch in Vergessenheit :( Man weiß auch nicht genau, ob sie es den Kindern schon gesagt hat. Mal sagte sie "ach die wissen das nicht, die verstehen es eh nicht" und in dem Brief an die Eltern stand, dass die Kinder trauern. Jedenfalls ist auch bekannt, dass sie diesen Monat umzieht und sie hat den Hund der Familie verkauft. Das ist ja auch schon viel für die Kinder...ich persönlich kann mir halt nur schwer vorstellen, dass sie dann auch noch das Thema Tod des Vaters erklären wollte. Sie selber sieht ihre Kinder ja kaum und hat vielleicht auch nicht so das Feingefühl es ihnen zu sagen?!? Ich weiß es nicht. Die ganze Erziehung, windelfrei, Motorik, ....etc hat der Vater und Tagesmutter/kiga den Kindern gelehrt. Vor ein paar Monaten war sie immer froh, wenn sie die Kinder zum Vater geben konnte und er sie auch länger als geplant genommen hat. Nun will sie die Kinder nicht mehr hergeben. Ich persönlich denke auch, dass es den Kindern gut tun würde - sie waren immer so gerne bei Oma/Opa und wollten abends gar nicht heim fahren von dort.
-kico-
-kico- | 28.09.2013
15 Antwort
Wenn kinder und omas/opas ein enges verhaeltnis haben koennen die beim jugendamt ein umgangsrecht einfordern was oft auch passiert und erfolgreich ist. Aber was anderes... Was ist das fuer eine mutter!! Erst ja und auf einmal duerfen die kiddis net mehr zu den grosseltern. Das ist ach ein sehr einschneidenes erlebnis wenn die kinder aller 14 tage dort waren.
Lexina1987
Lexina1987 | 28.09.2013
14 Antwort
hm.. ich könnte mir eher vorstellen dass es die Trauerbewältigung der Kinder unterstützt. denn wer kann besser über jemanden reden als die Eltern der Verstorbenen Person. Vorrausgesetzt natürlich es bestand ein gutes Verhältnis. Ich hab jetzt nirgends gelesen wie alt die Kinder sind, aber ich denke in so einem Fall muss der Wunsch der Kinder vor allem gehen. Sagen die ja sie möchten zu Oma und Opa sollten sie das dürfen, sagen sie sie möchten das erstmal nicht weil es zu traurig ist sollten die Großeltern das berücksichtigen. Jedoch sollte der Kontakt niemals ganz abgebrochen werden. es gibt ja auch telefon oder andere Treffpunkte oder gemeinsame Unternehmungen. sicher ist es etwas komplizierter da eine Trennung vorliegt aber wie gesagt das sollte in dem Fall mal zu Seite geschoben werden.
Sabi77
Sabi77 | 28.09.2013
13 Antwort
@-kico- will die Mutter den Kontakt denn nur so lange verbieten, bis die Kinder den Tod ihres Vaters einigermaßen verarbeitet haben oder sollen sie jetzt generell nicht mehr zu der Familie? In dem Fall sollte sie sich im klaren drüber sein, daß die Kinder ihr das später, wenn sie erwachsen sind, zum Vorwurf machen können, und das nicht unberechtigt, wenn sie ihnen bewußt ihre Familie vorenthält. Was macht die Mutter denn, um den beiden Kindern zu helfen, geht sie mit ihnen zu einem Kinderpsychologen, damit die beiden das besser verarbeiten können?
Chrissi1410
Chrissi1410 | 28.09.2013
12 Antwort
Die Großeltern haben unter diesen Umständen ihr Umgangsrecht einzufordern - notfalls auch beim Familiengericht. Ihnen steht nach neuerem Recht ein gesetzliches Umgangsrecht zur Seite – wenn der Umgang dem Wohl des Kindes dient. Familienstreitigkeiten sind kein Gegenargument. http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1685.html
Solo-Mami
Solo-Mami | 28.09.2013
11 Antwort
Eltern steht grundsätzlich ein Umgangsrecht zu, Großeltern erstmal nicht. Seit 1999 gibt es aber auch für Dritte die Chance auf ein Umgangsrecht, wenn der Umgang ausdrücklich dem Wohle des Kindes dient. Dies ist der Fall, wenn über Jahre hinweg ein enger und guter Kontakt zu dem Kind bestand. Das würde ich in diesem Fall über einen Rechtsanwalt regeln. Vermutlich muss man das sogar einklagen, wenn die Mutter weiter dagegen ist. Dann entscheidet das Gericht, ob der Kontakt dem Wohle der Kinder dient und ein Umgangsrecht besteht. Eine Garantie dafür gibt es nicht, aber ich würde es auf jeden Fall versuchen.
Kristen
Kristen | 28.09.2013
10 Antwort
@Chrissi1410 Ja es gibt für die Kinder auch noch weitere Angehörige von ihrem Vater wo auch immer Kontakt bestand. Nun duldet die Mutter gar keinen Kontakt zur Familie. Die Familie des Verstorbenen hat schon um persönliche treffen mit der kindsmutter und der anderen Oma gebeten um eine Regelung zu finden aber die Kindesmutter stellt sich quer. Seit dem Todesfall sind bald 4 wochen vergangen und es konnte kein Gespräch zustande kommen. Die kindsmutter schrieb nur per Brief und per SMS das die Kinder dadurch in ihrer trauer gestört werden und es die ganze Situation verschlimmert. Desweiteren meint sie, dass jemand ihr die Schuld am Tod ihres ex-Mannes geben würde was keiner getan hat. Aber sie hatte ihrem ex schon immer gedroht, dass er die Kinder nicht mehr sehen darf wenn er neben unterhalt kein Geld für kleidung bringt. Unterhalt muss an ersten bei ihr sein, hat der Arbeitgeber später überwiesen hab sie die Kinder nicht an ihn raus. Wenn er den Kindern am Vater Wochenende nicht die Nägel schneidet, dürfen sie nicht mehr über Nacht bleiben.
-kico-
-kico- | 28.09.2013
9 Antwort
ich finde es gerade für die Kinder ganz wichtig, daß der Kontakt zur Familie des Vaters weiterhin besteht, vielleicht gibt es da ja auch noch Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen, zumal sie ja auch regelmäßig und auch gerne hingegangen sind. Und auch wenn der Vater tot ist, kann diese Familienhälfte eine grosse Stütze sein. Warum will die Mutter den Kindern diese Familie vorenthalten? Grosseltern und Enkel haben ein recht aufeinander, nicht nur gesetzlich, sondern auch emotional. Bei mir war ja dieselbe Situation, Eltern geschieden, ich war alle 4 Wochen mit meinem Vater bei den Grosseltern. Wenn meinem Vater was passiert wäre und ich hätte nicht mehr hingedurft, wäre das für mich sehr schlimm gewesen.
Chrissi1410
Chrissi1410 | 28.09.2013
8 Antwort
Ohne die antworten jetzt gelesen zu haben... Ja die Großeltern haben ein Umgangsrecht wenn es dem Kindeswohl dient. Wenn sie vorher also regelmäßig Kontakt hatten währe es meiner Meinung nach fatal nach dem tot ihres Vaters jetzt auch noch die Großeltern zu entfremden. Trauer muss aufgearbeitet werden auch bei Kindern und da ist es gut wenn die Familie zusammen hält. Sie sollten sich mal mit einem Anwalt oder dem Jugendamt in Verbindung setzen und sich informieren. Was du schreibst mit Stundenweise am Anfang hört sich für mich sehr vernünftig an. Nur sollte das jetzt schnell gehen, denn Kinder sind zum einen schnell zu beeinflussen und wenn sie sehr lange kein Kontakt hatten wird es schwer, denn die Mutter kann sich dann drauf beziehen dass sie schon lange keinen Kontakt mehr hatten und somit keinerlei Bindung mehr besteht.
Jacky220789
Jacky220789 | 28.09.2013
7 Antwort
Hallo, ja die Großeltern haben tatsächlich ein Umgangsrecht und man kann dies auch einklagen. Insbesondere wenn die Kinder an die Großeltern gewöhnt sind. Allerdings weiss ich nicht in welchem Umfang die Großeltern Umgangsrecht haben.
Sabi77
Sabi77 | 28.09.2013
6 Antwort
Danke für eure Antworten.
-kico-
-kico- | 28.09.2013
5 Antwort
Die Großeltern sollen bitte zu einem Anwalt gehen und diesen damit beauftragen, dass Umgangsrecht vor Gericht einzuklagen! In diesem Falle haben die Großeltern auf jeden Fall ein Recht auf Umgang, weil es vorher regelmäßig bestand und dieser Kontaktabruch nach dem Tod des Papas nicht gut für die Kinder ist. Großeltern haben grundsätzlich ein Umgangsrecht, wenn dieses dem Kindeswohl förderlich ist. Heißt, wenn vorher regelmäßiger Kontakt bestand, die Kinder sich wohl fühlten bei den Großeltern. Und das scheint in diesem Fall so zu sein!
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 28.09.2013
4 Antwort
Die Schwester meiner Freundin hatte ihrer Mutter auch den Kontakt zu den Enkelkindern verboten. Diese ist dann vor Gericht und hat Recht bekommen das sie auch weiterhin rechte hat die Kinder zusehn
seba88
seba88 | 28.09.2013
3 Antwort
Ich habe gerade mal meine Mutter gefragt. Sie meint, dass die Großeltern juristisch gesehen einen Anspruch auf ihre Enkelkinder haben. Sollte ihnen dieser Weg verwehrt werden, müssen sie leider vor Gericht ziehen. Aber auf jeden Fall nicht kampflos aufgeben. Ich persönlich finde, dass es jetzt das schlimmste ist, was man den Kindern antun kann. Erst verlieren sie den Vater und dann auch noch die geliebten Großeltern.
Lula1111
Lula1111 | 27.09.2013
2 Antwort
Die Großeltern haben auch weiterhin ein Anrecht, ihre Enkelkinder zu sehen. Wenn es durch die Kindsmutter verwehrt wird, so müssen sie sich das dann aber leider über Gericht holen. Ich find es immer unschön, wenn Kinder unter den Entscheidungen eines Elternteiles leiden müssen. Die Großeltern sollen um ihre Enkelkinder kämpfen, denn schließlich sind diese ja auch ein Teil ihres verstorbenen Sohnes.
Antje71
Antje71 | 27.09.2013
1 Antwort
soweit wie ich weiß, können sie es einklagen. da ein regelmäßiger und guter kontakt besteht. auch die großeltern haben das recht auf ihre enkel
Trami
Trami | 27.09.2013

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