TAGESMUTTER-EINGEWÖHNUNG: BEDENKEN - NORMAL?

werdende_mama15
werdende_mama15
02.09.2016 | 6 Antworten
Hallo ihr Lieben,
mein Sohn ist jetzt 10 Monate alt und gestern hat die Eingewöhnung bei einer Tagesmutter begonnen. Eigentlich war ich sehr zufrieden mit unserer Wahl. Die Frau betreut 3 Kinder, wirkt nett, sagte sie sei noch nie wegen Krankheit ausgefallen, hat selber mehrere eigene Kinder, hat viel Platz für die Kinder etc. Nun lief aber gestern einiges ganz anders als erwartet. Meine letzte Info war, dass sie die anderen beiden Kinder bereits seit Monaten betreut und nur meiner neu dazu kommt. Nun stellte sich aber raus, das alle 3 Kinder neu beginnen, weil alle anderen Kinder mehr oder weniger überraschend aufgehört haben. Ein Kind ist jetzt seit 1 Woche dort, das Zweite seit 4 Tagen und nun kam noch mein Kleiner hinzu. Leider ist es nun so, dass eines der Kinder extrem anhänglich ist. Die Kleine soll eine schlimme Erfahrung gemacht haben und nun hängt sie nur noch an der Mutter - bzw. überträgt dieses Verhalten nun auf die Tagesmutter. Sie sitzt immer auf dem Schoß der Tagesmutter oder muss zumindest an deren Hand sein und möchte dabei möglichst die komplette Aufmerksamkeit. Das führt nun bereits zu Problemen mit dem zweiten Kind, welches sich langweilte und wenn es auch mal Nähe suchte, nur wenig Nähe bekommen konnte, weil die Tagesmutter ja bereits von Kind 1 beschlagnahmt wird. Das führte bei Kind zwei zu leicht aggressivem Verhalten und fast dauerhaftem Weinen. Ich war 1 1/2 dort und Kind 2 weinte fast konstant bis die Tagesmutter aufgab und die Mutter zur Hilfe rief. Mein Sohn kam dabei natürlich auch total zu kurz. Ursprünglich hieß es, er solle die Tagesmutter kennen lernen, aber die hatte überhaupt keine Zeit für ihn, denn sie war nur mit Kind 1 und 2 beschäftigt. Also habe ich mich um meinen Sohn gekümmert und dann kam noch der 13-jährige Sohn der Tagesmutter und kümmerte sich um meinen Sohn. Aber Kontakt zur Tagesmutter konnte mein Kind kaum herstellen. Nachdem dann Kind 1 und 2 abgeholt wurden, hatte sie auch keine Energie mehr für meinen Sohn, da sie zu allem Überfluss auch noch gesundheitlich angeschlagen ist. Sie nutzte die Zeit dann, um mir zu erzählen wie schlecht es ihr geht. Nerven für meinen Sohn hatte sie nicht. Heute morgen sagte sie mir dann auch komplett für heute ab, weil es ihr so schlecht geht. Nun frage ich mich, ob die Eingewöhnung dort überhaupt gelingen kann. Sie scheint einfach komplett überfordert, da ja irgendwie alles Ungünstige zusammen kommt. Drei Krippenanfänger, 1 extrem betreungsintensives Kind und gesundheitliche Probleme. Wie schätzt ihr die Lage ein? Wie lief bei euch die Eingewöhnung ab? Ist so etwas normal oder sollten wir irgendwie schnellstmöglich die Reißleine ziehen und beim Jugendamt um Hilfe bitten? Denn ich weiß nicht - selbst wenn wir jetzt iwo anders einen Platzt finden würden - ob wir überhaupt wechseln dürften, weil wir ja bereits den Vertrag haben. Hat da vielleicht jemand mit Erfahrung? Ich bin dankbar für jeden Rat und jede Erfahrung.
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1 Antwort
Hm, schwierig. Wenn du trotz allem eigentlich ein gutes Gefühl hast bei dieser Tagesmutter, vielleicht könntest du die Eingewöhnung noch eine Weile hinausschieben, wenn das nicht ganz dringend nötig ist wegen Arbeit? Was ich nun nicht verstehe ist, dass sie meint, noch nie krank gewesen zu sein, aber dir dann doch erklärt, dass es ihr nicht gut geht? Das würde mich dann doch hellhörig machen. Weiterhin sollte sich der 13jährige nicht um das Kind kümmern müssen. Ist zwar wünschenswert dass er mit den Tageskindern gut klarkommt und vielleicht mal kurzfristig was auffängt, wenn kurzfristig Not am Mann ist, aber nicht regulär weil die Frau ne Pause braucht.
Tara1000
Tara1000 | 02.09.2016
2 Antwort
Oha, das klingt ja ziemlich bescheiden. Also, ich denke das Wichtigste ist dass ihr mit ihr das Gespräch sucht und versucht mit ihr eine Lösung zu finden, denn so hat ja niemand was davon. Was heißt "gesundheitlich angeschlagen"? Eine Erkältung oder etwas chronisches? Unter den Umständen würde ich ihr wirklich mal ins Gewissen reden ob es für sie überhaupt machbar ist noch eine adäquate Betreuung zu gewährleisten und ihr auch mitteilen dass ihr Zweifel daran habt dass ihr die eingewöhnung mit drei Kindern mit ihrer Verfassung und dem betreuungsintensiven Kind überhaupt gelingen kann. Sie hat ja in meinem Augen vor euch versagt. Erst redete sie alles schön und dann nicht mal die Energie haben um sich mit deinem Kind zu beschäftigen obwohl ihr Sohn und du ihr schon geholfen habt. Dann dich noch als KummerKasten benutzen und somit eingesteht dass s.e nicht so ganz Herr der Lage ist. Und du hast recht, so kann der kleine keine Bindung aufbauen. Ich persönlich habe mittlerweile eh eine sehr skeptische Haltung gegenüber Tagesmüttern, weil ich schon zu oft negative Sachen erlebt oder mitbekommen habe, aber wenn ihr über einen Wechsel nachdenkt dann sagt euch doch schon euer bauchgefühl dass euer Sohn da wohl nicht gut aufgehoben ist und auf dass sollte man hören. Wie gesagt, es kommt darauf an wie krank sie ist. Das Jugendamt kann nur vermitteln und wenn es arg schief läuft die tm prüfen, aber wenn sie auf den Vertrag besteht müsst ihr euch dran halten wenn jetzt nichts gravierendes vorgefallen ist. Daher wäre es sinnig an ihre Vernunft zu appellieren und an ihr Verständnis dass ihr den Vertrag auflösen bzw kündigen wollt. Könntet ihr es euch denn leisten noch etwas zuhause zu bleiben? Vielleicht findet ihr über das ja noch eine andere tm oder Krippe.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 02.09.2016
3 Antwort
@Honigkatze Also man kann den Vetrag immer zum Ende des Monats kündigen, aber ich vermute mal, dass das heißt, zu Ende Oktober, weil der Erste dieses Monats ja schon verstrichen ist. Ich kenne mich da aber nicht so genau aus. Weißt du das?Im Vertrag steht " DieELtern können den vetrag mit einer Frist von einem Monat zu jedem Monatsende kündigen". Das wäre aber natürlich so oder so bescheiden für uns, egal ob ich jetzt zu Ende Sept. oder Ende Okt. kündigen kann, denn dann müsste ich ja jetzt noch 1 bis 2 Monate überbrücken. In deinem Beitrag klingt es aber so, als könnte sie den Vertrag auch außerordentlich direkt beenden, wenn sie einsieht, dass die Situation nicht gut ist. Ist das so? Gesundheitlich angeschlagen bedeutet, dass sie seit ein paar Wochen eine Ohrenentzündung hat. Was das genau bedeutet weiß ich nicht. Sie sagte mir, dass sie Schmerzen hat und es ihr besonders weh tut, wenn die Kinder weinen und laut sind. Und sie sagte, sie habe Eiter im Ohr und würde bereits ANtibiotika und Ohrentropfen nehmen, aber es würde nicht besser werden. Heute morgen sagte sie dann ab, weil sie die Antibiotika nicht veträgt und ihr extrem schlecht ist.
werdende_mama15
werdende_mama15 | 02.09.2016
4 Antwort
@Tara1000 Nein, inzwischen habe ich leider kein gutes Gefühl mehr. Wir haben vor dem 1. Sept. mehrfach telefoniert und jedes Mal sagte sie mir, dass sie sehr gestresst sei. Da habe ich mir eh schon Sorgen um ihr Nervenkostüm gemacht, da wusste ich aber noch nicht, dass nun alle Kinder neu eingewöhnt werden müssen und das ein Kind ein Trauma oder Ähnliches hat und deshalb extrem betreuungsintensiv ist. Gestern hatte ich dann das Gefühl, dass sie extrem überfordert ist und ich sehe nicht, wie das besser werden soll. Die Kleine, die so anhänglich ist, zeigt dieses Verhalten wohl schon seit Monaten genau so ihrer Mutter gegenüber. Eine andere tagesmutter hat zuvor schon aufgegeben bei der Kleinen. Dazu kommt, dass ich auch sonst nicht finde, dass die Kinder besonders gut zusammen passen, denn Kind 2 ist bereits 1 1/2 Jahre alt und mein Sohn erst 10 Monate und Kind 2 interessierte sich null für Kind 1 oder meinen Sohn, sondern wollte am liebsten mit den Söhnen der Tagesmutter . Ich frage mich also, wie die Perspektiven sind. Vermutlich wird Kind 1 weiterhin extrem viel Aufmerksamkeit benötigen und Kind 2 wird unzufrieden sein, weil ihm langweilig ist mit den beiden Kleinkindern und weil er kaum Aufmerksamkeit von der Tagesmutter bekommt. Dazu kommt dann noch mein Sohn, wo ich noch keine Ahnung habe, wie er reagiert, wenn er von mir getrennt wird. Er ist eigentlich extrem fröhlich und hatte bisher keinerlei Probleme, sich mal ein paar STündchen von Freunden oder Verwandten bespaßen zu lassen, aber wenn er kaum Aufmerksamkeit bekommt, wegen Kind 1 und 2, dann wird er das bestimmt auch nicht gut verkraften in dieser neuen, ungewohnten Situation. Er spielt sonst auch sehr gerne mit anderen Kindern, aber mit Kind 1 und 2 war keinerlei Interaktion möglich, weil Kind 2 ihn zu klein und langweilig fand und Kind 1 sich nur auf die Tagesmutter konzentriert. Es scheint mir also auch nicht so als könnte sein Nähebedürfnis gemeindert werden, weil er so begeistert mit den anderen beiden Kindern spielen kann.
werdende_mama15
werdende_mama15 | 02.09.2016
5 Antwort
Ich hatte damals eine ganz furchtbare tm mit Kündigungsfrist 3 Monate. Letztendlich ist es ja so, wenn beide Seiten einvernehmlich den Vertrag beenden wollen, sollte das gehen oder wenn eine Partei gegen den Vertrag verstößt. So kenne ich das. Ich persönlich finde es unverantwortlich mit einer OhrenEntzündung Und unter MedikamentenEinfluss auf Kinder aufzupassen. Klingt nicht gut, aber wie gesagt, sucht auf jeden Fall das Gespräch mit ihr.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 02.09.2016
6 Antwort
@Honigkatze Also wenn es eine Mittelohrentzündung ist, ist es wohl nicht ansteckend. Zu anderen Sachen konnte ich jetzt nichts finden. Okay, ich werde dann wohl mal schauen müssen, ob ich eine andere Kita finde und wenn ja, sie bitten, den Vertrag aufzulösen. Ich hoffe, das klappt beides. Drückt mir die Daumen. Danke für eure Ratschläge.
werdende_mama15
werdende_mama15 | 02.09.2016

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