Wie seht ihr das

Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer
06.12.2015 | 5 Antworten
hallo ihr!
ich beschäftige mich grade mit folgendem sachverhalt:
bei uns im kiga hing plötzlich ein schild, welche eltern lust hätten an dem und dem tag flüchtlingskinder aus einer akutaufnahme abzuholen und mit in den kindergartenbetrieb zu holen (muss dazu sagen die besagte unterkunft war 35 km entfernt). diese sollten dann einen tag bei uns im kiga verbringen. weiter gabs keine infos, einfach so ne hauruckaktion. ich persönlich helfe sehr gern, ich habe auch schon sehr viel kleidung und spielzeug und zeit für kinder in flüchtlingsunterkünften gespendet. denn die kleinsten können für keine situation der welt was.
nun bin ich aber bei so einer hauruckaktion skeptisch. ist für solche kinder dies nicht fast traumatisierend? sie kommen, sehen unseren wohlstand, dürfen mal bisserl damit spielen und müssen dann wieder weg. integration in dem sinn wird damit auch nicht gefördert, da es eine einmalige sache ist. mir ist das zu unstrukturiert und ich sehe da den sinn nicht wirklich drin. man müsste das richtig organisieren, so dass die kids auch wirklich reinfinden können. wie seht ihr das???
(eine frage stellte sich mir auch: wenn ich als mama da einfach 30 km rumfahre, was wenn da was passiert? mit fremden kindern?)
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1 Antwort
... Also ganz ehrlich ich würde das nicht mitmachen.. Ich habe die erste Flüchtlibgsunterkunft in Berlin mit eröffnet 2 Monate 24. Stunden mit vor Ort übernachten essen kochen für die etc. Bis sich nacher rausstellte die Kinder fast alle hatten Läuse alsobhaben wir alle Bewohner auf den Kopf gestellt und wie je Karantene eingeführt ... Wir hatten dort damals vor 3 Jahren nicht alles unter Kontrolle.. Mittlerweile läuft es aus dem Ruder überall und ich bin ehrlich als selber Mama jetzt eines Kindes würde ich mir es 5 x überlegen, ob ich mein Kind dann an dem Tag in den kiga schicke ich denke nicht ich bin nicht Ausländerfeindlich oder so habe mein a selber aufgerissen das 24 Stunden aber ichbhabe euch auch sagen wir haben den Kindern Spielzeug zur Verfügung gestellt in einem alten Klassenzimmer.. Sie haben wirklich ungelogen alles aber wirklich alles kaputt gemacht.. Dennoch muss ich sagen damals es war eine Erfahrung wert und auxh für soviele Menschen da zusenden zu helfen aber man sollte es nicht so einfach unterschätzen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.12.2015
2 Antwort
Ich seh da eine andere Sache: Wie Du ganz richtig sagst: Die Kids sind z.T. schwerst traumatisiert-psychologische Hilfe gleich 0. Ich hätte da schlicht Angst, dass es zu einer Re-Traumatisierung kommt: Stell Dir vor, da spielt ein KiGa-Kind mit einem Ast Pistole . Solche Situationen können nicht von Erziehern aufgefangen werden! Dazu kommt: Die Kinder haben "Bezugspersonen": Eltern, Mitarbeiter der Unterkünfte ... jetzt sollen sie zu fremden Leuten ins Auto steigen und woanders hin??? TOLLE IDEE!!! Ich würde es anders rum machen: KiGa-Kinder in die Unterkunft. Aber nicht aus planloser Motivation raus eine solche Aktion. @Mam2015 Jepp, auf so einer Flucht gibt es Läuse ... und dass Kinder, die etwas so existentiell Bedrohliches mitgemacht haben nicht mit "normalen" Maßstäben an Erziehung oder Umgang zu messen sind, ist auch klar ... da zeigt sich eben genau das: Fehlende psychologische Betreuung :- (
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.12.2015
3 Antwort
Und nochmal, dieses Bild: Fremde Frau, ich soll mit, Mama/Papa/was weiß ich bleibt zurück ... ANGST.PANIK. TODESANGST. Nee ... falscher Ansatz. Lobenswerte Idee, vielleicht auch ausbaufähig ... aber nicht so.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.12.2015
4 Antwort
Ich würde es bei der Leitung ansprechen. Bzw. wenn vorher noch mal ne Art Elternabend im Kiga ist. Ich denke auch nicht, dass es der richtige Ansatz ist und da wurden hier schon gute Gründe genannt. Solche Dinge sollten Schritt für Schritt geschehen und nicht in Hau-Ruck-Aktionen, denn das kann für alle Beteiligten richtig nach hinten los gehen. Und ich glaube auch nicht, dass diese Menschen, die monatelang auf der Flucht waren mit Kind und Kegel, diese mal eben für einen Tag weg geben und auf einmal allen Menschen vertrauen, nur weil sie in Dtl. sind. Damit würde man nicht nur die Kinder überfordern, sondern die Eltern gleich mit.
xxWillowXx
xxWillowXx | 06.12.2015
5 Antwort
hallo :-) bin ja froh dass ich das nicht alleine so sehe ... ich habe mittlerweile angst wenn man sich kritisch äussert gleich als flüchtlingsgegner dazustehen ... ich werde die leitung in der tat ansprechen..es gibt so viele organisationen, die erfahrung haben. mit denen könnte man kooperieren und mal sinnvoll sowas hochziehen. wie schon gesagt wurde: eher dorthin gehen als die kinder herschaffen. und evtl 2 feste tage mit festen uhrzeiten mit genauem programm. es ist zwar sicher gut gemeint, aber so gehts net. und die krankheiten sind leider auch ein thema. den aspekt hatte ich gar net betrachtet: fremde frau..fremdes auto..einsteigen..das ist ja eigentlich total irre..seufz
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 06.12.2015

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