Bin ich zu ängstlich?

zaubermaus84
zaubermaus84
14.01.2015 | 6 Antworten
Hallo ihr Lieben!
Ich brauche mal wieder euren Rat, bin echt hin- und hergerissen im Moment. Mein Sohn, 5 ½ Jahre alt, ist nicht ganz so begeistert was Wasser und Schwimmen angeht… Letztes Jahr hatten wir ihn dann schon einmal beim Seepferdchen-Kurs, der war aber auf 10 Stunden begrenzt, da hat er um Haaresbreite das Seepferdchen nicht geschafft, weil er nur die Hälfte der geforderten Strecke schwimmen konnte.
Nun haben wir leider erst jetzt über unseren Sportverein wieder einen Seepferdchen-Kurs beginnen können, hier ist es jetzt jedoch unbegrenzt, er kann so lange teilnehmen, bis er das Seepferdchen schafft. Das heißt, er hat diesmal keinen Druck mehr, dass er es beim 10. Mal können „muss“.
Jedoch merke ich, dass es ihn jedes Mal schon 2 Tage vor dem Schwimmen beschäftigt und er dann auch sowas sagt wie „Ich will aber nicht zum Schwimmen.“ oder sogar „Immer dieses blöde Schwimmen.“. Und wenn wir beim Schwimmen sind und er mit rein soll, fängt er fast immer kurz vorher nochmal kurz an zu weinen. Ich gehe dann nicht so extrem darauf ein und versuche ihn eher zu stärken, indem ich sage, dass er das ja eigentlich schon kann, er muss halt nur noch etwas üben und dann schafft er das Seepferdchen.
Aber ich fühle so mit ihm mit und ich mache mich damit so verrückt, wenn er sowas zu mir sagt. –Ich weiß, es ist wichtig für ihn, dass er Schwimmen lernt. Und ich zeige ihm auch nicht, dass ich mit ihm „leide“ aber müsste ich da vielleicht doch noch mehr drauf eingehen und ihn mal genauer fragen, WARUM er denn nicht zum Schwimmen möchte? Oder zeige ich ihm damit eher meine Unsicherheit und dann hat er damit noch mehr Probleme?
Mich macht das im Moment so verrückt… Hinzu kommt, dass er bald wegen seiner Vorhautverengung auch noch operiert werden muss. Ist ja nichts wirklich Dramatisches aber ich fühle jetzt schon mit ihm mit und hoffe, dass er vorher nicht so eine große Angst hat und hinterher nicht allzu große Schmerzen… Deswegen überlege ich auch jetzt schon, was genau ich ihm davon überhaupt vorher sage, was da gemacht wird…
Also falls ich echt zu ängstlich bin, dann wascht mir ruhig den Kopf bitte… 
Danke und LG
Dein Kommentar (bzw. Antwort)
Noch 3000 Zeichen möglich.

6 Antworten

[ Antworten von neu nach alt sortieren ]
1 Antwort
erstmal ... schwimmen könnt ihr nach op eh erstmal 6 wochen lang vergessen. mein sohn hatte die op mit 3 jahren und das war schon gut schmerzhaft. er war 2 wochen daheim und durfte nicht toben oder rennen. insgesamt auch 6 wochen eben nicht schwimmen gehen. er kann sich aber zum glück nichtmehr dran erinnern. zum anderen ... es ist schon richtig wie du das machst. bestärke ihn. sag ihm immer wieder, dass er ja schon gut schwimmen kann und er einfach nur üben muss. erzähl ihm vom abzeichen und dass er das auf seine schwimmhose genäht bekommt, damit er allen stolz zeigen kann, dass er schon schwimmen kann. nachm schwimmen hat meine tochter anfangs immernoch was besonderes bekommen ... ein eis aus der lobby oder wir waren bei mcdoof. sie wollte auch nicht, denn alles war so anstrengend. nun geht sie schon 1, 5 jahre zur dlrg und macht demnächst ihr silberabzeichen. sie ist stolz drauf, aber trotzdem müssen wir sie immer locken damit, dass nächstes jahr in der schule ja auch schwimmen ist und sie dann zeigen kann wie toll sie schon schwimmt. sie schwimmt ja schon besser als ich ^^ mich hängt sie locker ab.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.01.2015
2 Antwort
ich finde nicht, dass es schaden würde nach dem warum zu fragen. Da kann man dann besser auf die Gründe ein gehen.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.01.2015
3 Antwort
hmm, also es ist nun auch kein drama, wenn er mit 5 jahren noch kein seepferdchen hat ... ich würde wieder mehr dem spaß im wasser in den vordergrund rücken, ohne hintergedanken an das seepferdchen. also ab ins spaßbad und im nichtschwimmerbereich bleiben. rutschen, planschen, spaß haben. dann kommt der wunsch, schwimmen zu können, wieder von alleine und ihr könnt nochmal mit einem kurs starten.
ostkind
ostkind | 14.01.2015
4 Antwort
meine kurze war auch 5 einhalb, als wir es letztes jahr mitm Seepferdchen, ebenfalls übern verein und nich in nem 10std kurs, versucht haben..nachm 3. oder 4. mal haben wir es abgebrochen am ende schaute sie mehr zu, als das sie mitmachte ... aus angst ... und ich ließ es dann auch sein..erzwingen konnte und kann ich nix..und wenn sie jetzt mit 6 einhalb "noch" nich schwimmen kann, is es halt so und auch kein Drama in der schule wird's hier nich erwartet und wurde es auch nie..wenn, dann war schwimmen damals teil des sportunterrichts und da wurde das schwimmen eben über den Sportunterricht der schule gelernt, was aber auch erst in der 3.klasse war ... ich war auch "erst" 8 als ich schwimmen konnte..ganz ohne kurs oder irgendnen verein im rücken dann lernt sies halt später ... na und? selbst wenn sies Seepferdchen schon hätte, würd ich sie bei Schwimmbadbesuchen oder am see, nie allein/ unbeaufsichtigt ins wasser lassen ala hat ja Seepferdchen und kann "schwimmen", wird schon nix passieren umso mehr spaß hat sie im hiesigen Sportverein in Leichtathletik ... und das reicht momentan als außerschulische freizeitaktivität auch völlig aus..sie jetzt noch zu was anderen schleppen, schwimmen, tanzen, what ever, wär eindeutig zuviel in hinblick auf schule täglich von 7:30 bis 13:10, anschließend hort bis 15uhr und noch bißchen üben zuhause ... bißchen eigene Freizeit zuhause soll sie ja auch noch haben und nach der schule hät sie auf mehr außer das eine mal Sport, was bewusst aufn freitag gewählt wurde, auch nich
gina87
gina87 | 14.01.2015
5 Antwort
Wenn du ihn fragst, warum er nicht schwimmen will, dann zeigst du doch nur Interesse an seinen Gefühlen. Das hat doch mit deiner Unsicherheit nichts zu tun. Frag ihn, dann weißt du, wo du ihn bestärken kannst. Denn wenn er nur nicht gehen möchte, weil er Versagensangst hat, dann ist es wichtig, dass er es trotzdem macht, um zu erkennen, dass es nicht wichtig ist, ob man eine Leistung erfüllt, sondern dass man Spaß an etwas hat . Die Schule wird den Rest erledigen, die macht es mit ihrem Leistungsdenken dann total kaputt. Je früher du dagegen steuerst und ihn spüren lässt, dass es im Leben auf Freude und nicht auf Leistung ankommt, desto besser ist das für seine Entwicklung. Mit der OP kann ich dich voll verstehen. Meine ältere Tochter hatte auch schon zwei OPs, eine mit drei und eine mit vier. Die waren an sich nicht schlimm, aber was sie vorher durchmachen, ist nicht schön. Das Schlimmste ist, wenn sie den Venenzulauf gelegt bekommen. Meine Tochter hat jedes Mal die ganze Station zusammengebrüllt und musste festgehalten werden und nicht jeder Kinderarzt reagiert darauf mit einer Engelsgeduld. Ich wusste immer nicht, ob ich mich schämen sollte, dass mein Kind da so extrem empfindlich ist oder ich mich über die Ärzte ärgern sollte, die einfach nur genervt und ungehalten waren, weil mein Kind nicht still hielt und schon gar nicht leise war. Mit fast sechs Jahren kannst du ihm das aber vorher erklären. Sei nicht zu ehrlich, verharmlose es etwas, damit er nicht schon vorher Angst hat. Aber lass ihn bloß nicht in eine Überraschung rennen so nach dem Motto: "So, heute schneiden wir an deinem Penis rum und jetzt kriegst du eine dicke Nadel in den Arm." Er sollte schon wissen, was in etwa auf ihn zukommt. Dann kann er das mit mehr Vertrauen wegstecken.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 14.01.2015
6 Antwort
Danke an alle für eure Antworten und Erfahrungsberichte! Da mein Sohn heute wieder anfing, zu sagen, dass er nicht zum Schwimmen will und auch noch weinte, als ich von der Arbeit kam, habe ich ihn nun doch gefragt, warum er denn nicht möchte. Als Antwort bekam ich, dass er ja immer reinspringen muss und die "Frosch"-Bewegung mit den Beinen kann er manchmal nicht, da kommt er mit den Füßen an den Boden. Also genau das, was du vermutest, Maulende-Myrte. Er baut sich selbst einen Druck auf bzw. versteht es als Druck, wenn er etwas nicht sofort schafft und hat dann vermutlich Angst zu versagen ... Ich habe ihm dann ruhig erklärt, dass man nie etwas sofort schaffen kann und dass man vieles erst einmal mehrere Male üben muss und dazu ist der Schwimmkurs ja da. Wenn er etwas nicht schafft oder nicht weiß wie er es machen soll, dann soll er das ruhig der Schwimmlehrerin sagen. -Ich denke, dass hat er verstanden, er wurde ruhiger, wischte sich die Tränen weg und hörte mir auch gut zu. Beim Schwimmen verzog er beim reingehen zur Dusche aber doch einmal das Gesicht und wischte sich heimlich die Tränen weg aber als er hinterher wieder rauskam, lachte er mich stolz wie Oscar an. Ich mache mir anscheinend zu viele Gedanken ... Ich werde ab sofort wirklich einfach direkt fragen, warum er etwas nicht möchte bzw. wovor er Angst hat. Ich war mir damit bisher nicht so sicher, weil ich nicht meine Unsicherheiten auf ihn übertragen wollte ... Aber anscheinend ist das gar nicht der Fall, im Gegenteil. Also nochmal: Danke an euch, hat mir gut getan. :-)
zaubermaus84
zaubermaus84 | 14.01.2015

ERFAHRE MEHR:

Bin ich zu ängstlich?
23.12.2013 | 37 Antworten

Ähnliche Fragen finden

Kategorie: Erziehung

Unterkategorien:

In den Fragen suchen



uploading