Verhalten bei Trotzanfällen

buhmann
buhmann
12.08.2014 | 4 Antworten
Hallo :)
Habe mich gerade hier angemeldet weil ich im Moment mit meiner Tochter nicht mehr weiter weiß und hoffe dass ihr mir vielleicht helfen könnt.
Zu meiner Situation: ich habe eine 3 Jahre alte Tochter namens Emely und bin selbst 21 Jahre alt.
Natürlich ist es so dass Emely wie jedes Kind in dem Alter heftig trotzt und Grenzen austestet wo es nur geht. Es nimmt nur leider ein extremes Ausmaß an wo beruhigen, gut zureden, ablenken und auch negative wie positive Verstärker nicht mehr helfen. Wenn ich ihr eine Regel erkläre wie z.B. dass sie an der Straße an der Hand laufen muss weil da Autos fahren und die ihr weh tun können hört sie mir nicht zu sondern schreit einfach immer weiter sobald ich den Mund öffne.
Hier als Beispiel mal die heutige Situation beim Einkaufen:
Sie ist mit ihrem Laufrad gefahren und wollte an der ersten Ampel absolut nicht absteigen, stattdessen hat sie eine andere Mutter die da stand einfach angefahren. Als ich das Laufrad abgenommen hab und sagte sie muss den restlichen Weg laufen hat sie mich geschlagen. Ich hab sie dann einfach auf den Arm genommen, über die Straße getragen und in der Fußgängerzone auf die erste Bank gesetzt. Ich habe ihr dann auch erklärt dass wir da so lange sitzen bleiben bis sie wieder lieb ist und sich entschuldigt hat und dass ich nicht mit ihr einkaufen gehe wenn sie so böse ist. Erst 30 Minuten später war es soweit. Als wir dann im Laden standen hat sie ausnahmslos alles was ihr gefiel in den Wagen geworfen und sich geweigert es wieder weg zu räumen also hab ich den Wagen einer Angestellten überlassen und bin mit ihr wieder raus gegangen bis sie mit versprochen hat wieder lieb zu sein. Beim zweiten Versuch hat sie zwar nichts einfach genommen aber das typische ich will das haben Geschrei mit auf den Boden werfen und um sich treten gestartet. Da hab ich sie dann noch halbwegs ruhigen Blutes in den Wagen gesetzt um dem ein Ende zu bereiten, woraufhin sie alle Einkäufe einfach aus dem Wagen raus geworfen hat ... Ich hab der armen Angestellten beim aufwischen der Sauerei geholfen, musste die zu bruch gegangenen Sachen bezahlen und bin dann ohne einen weiteren Versuch und stocksauer mit ihr wieder gegangen. Ohne Einkäufe. Zuhause angekommen hat sie sich geweigert die Schuhe aus zu ziehen und auf den Satz geh in dein Zimmer bis du lieb bist nach der Katze getreten. Jetzt ist sie gerade beim Brüllen eingeschlafen.
Es ist auch jedes mal dasselbe egal ob wir einkaufen oder vom Spielplatz gehen oder einfach manchmal auch nur aus Langeweile. Ich weiß wirklich nicht mehr wie ich mich da noch verhalten soll ich fühl mich richtig schlecht bei dem Gedanken daran wie oft ich im Moment mit ihr schimpfen muss und wie oft ich sie wirklich anschreie weil mir nix mehr zu ihrem Verhalten einfällt.
Ich habe schon drauf geachtet nicht zu viele Regeln aufzustellen damit sie den Überblick behält, einen strickten Alltag mit dem immergleichen Ablauf zu haben und bei Strafen immer konsequent zu bleiben und das durch zu ziehen. Aber irgendwie wird es von Woche zu Woche schlimmer und vor allem dieses treten und schlagen kann ich absolut nicht leiden. Einmal hab ich mich auch in der Fußgängerzone neben das trotzdene und schreiende Kind gelegt und mit gemacht. Hat ganze 5 Minuten lang verblüffte Stille gebracht. Und viele blöde Blicke und Kommentare. Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tipps für mich wie ich mit ihr in solchen Situationen noch umgehen kann ohne selbst die Nerven zu verlieren. Danke im Vorraus :)
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1 Antwort
Wenn meine meinten mich hauen zu müssen hab ich sie mir zur Brust genommen, das geht mal gar nicht, ne andere Person aus trotz anfahren da ist ne Entschuldigung fällig, wenns gar nicht anders ging hab ich sie am schlafittchen genomm und sie angeknurrt , , jetzt ist schluß Freundchen, , !!! es ist manchmal echt nicht einfach und die klein Teufel bring uns an den Rand den wansinns, sie ist jetzt 3j. und steckt somit in der hochpfase des trotzes.
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer | 12.08.2014
2 Antwort
Also ich kann nicht erkennen, was du falsch machen solltest. Du bist so was von geduldig und gehst auf dein Kind ein, obwohl du mit ca. 18 Jahren schon Mutter geworden bist.Bitte nicht negativ verstehen. Ich kenne da nur ganz andere Fälle. Ich würde sonst mal zu einer Erziehungsberatung gehen. Bei uns gibt es so was z.B bei der Elternschule. Ich wünsche dir viel Erfolg!!! Liebe Grüße :-)
Mamilein76
Mamilein76 | 12.08.2014
3 Antwort
zeig deiner tochter mit viel liebe wie es geht und erkläre ihr die dinge ohne schimpfen. nur so ist es sinnvoll! du darfst ruhig zeigen, dass es dir wehtut wenn sie dich haut oder tritt, aber schimpfe nicht mit ihr, denn sie sucht nach dem richtigen weg und möchte es erklärt haben. ich habe 4 kinder und hätte ich das schon beim ersten so gemacht hätte ich mir ne menge zeit und nerven gespart ;-) achte mal darauf was deine kleine damit genau bezwecken möchte und was sie in dem moment gerade braucht…geh darauf ein, sie wird deshalb nicht verwöhnt werden glaube mir. ich sage immer ich erziehe meine kinder bedürfnisorientiert und ich bin ehrlich dankbar, dass ich irgendwann darauf gekommen bin. meine jüngste ist grade wieder in der trotzphase angekommen. halte dir vor augen, dass es nur phasen sind…und sobald die eine phase abgeklungen ist lässt auch schon wieder die nächste auf sich warten. also was bleibt dir anderes übrig als es easy zu nehmen?! ;-) kennst du jesper juul? die bücher von ihm kann ich dir mehr als ans herz legen. wünsche dir viel kraft, nerven und liebe :-)
tate
tate | 12.08.2014
4 Antwort
Danke erstmal für eure Antworten, Jasper Juul kenne ich tatsächlich nicht, ist es ein bestimmtes Buch dass du mir da empfehlen würdest oder gibt es da mehrere hilfreiche Werke für meine Situation? Zumindest war es schon mal ganz gut in dem was ich tue bestätigt zu werden, die meisten Leute die mich mit meiner Tochter sehen wenn sie so einen Trotzanfall hat schütteln die Köpfe und werfen mir Sätze an den Kopf wie "Kein Wunder dass das Kind so ein Rotzlöffel ist so junge Dinger sind doch nicht fähig ein Kind zu erziehen." Oder sowas wie "Finden Sie es nicht peinlich in dem Alter schon ein Kind zu haben? " Das ist nicht besonders hilfreich in diesen Situationen. Im Kindergarten oder bei meinen Eltern benimmt sie sich übrigens, da wird mir immer wieder gesagt wie toll sie sich benimmt, auch beim Papa ist sie nicht so schlimm der sagt ihr einmal was Sache ist und sie läuft schlimmstenfalls beleidigt in ihr Zimmer. Diese Wutausbrüche und so extremes Grenzen austesten gibt es nur bei mir deswegen denke ich mir halt oft irgendwas muss ich ja falsch machen.
buhmann
buhmann | 16.08.2014

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