Hilfe ich brauche Rat/Tips/Aufmunterung

BigMama1985
BigMama1985
06.02.2015 | 5 Antworten
Mein Stiefkind (2, 5) ist nicht nur bockig oder ungezogen, sondern momentan richtig bösartig zu allen Mitmenschen vor allem Kindern egal welches Alter, außer zu Männern. Man kann seit kurzem kaum etwas durchsetzen, eigentlich gar nicht. Grundlose Wut- oder Gewaltausbrüche, Drohungen und Aggressionen unschuldigen gegenüber sind täglich. Bei uns Zuhause wird grundsätzlich nicht geschlagen, ich hasse Gewalt und bin strickt dagegen. Daher bin sehr schockiert und ratlos, wenn mein Kind plötzlich auf mich oder andere Personen losgeht, beißt, haut zwickt und das alles andere als harmlos... Sie amüsiert sich darüber wenn andere Kinder wegen ihr weinen oder sogar Angst haben. Auf Schimpfen oder Bestrafungen reagiert sie, als wenn es sie gar nicht interessiert. Auch mit Sätzen wie ist mir egal.. Sie brüllt, schreit und heult non stopp ohne erkenntlichen Grund, wenn sie nicht gerade andere quält.. Ich bin ratlos, ich weiß nicht warum und ich weiß auch nicht, wie sowas entstehen kann. Kurze Spielphasen in denen mal nichts ist gibt es selbstverständlich auch. Aber eher seltener wie noch vor z.B. 4 Wochen. Das was sie anderen Kindern antut, geht über das normale Trotz-Verhalten hinaus. Zumindest aus meiner Sicht.
Ich bin Pädagoge und ich arbeite mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen und ich glaube das Grenzt schon sehr an so etwas.. Jedoch finde ich keinen Grund, der ihr Verhalten erklärt. Mein Mann und ich unterhalten uns täglich darüber und wir wissen nicht weiter. Von Tagesmutter und anderen Eltern höre ich zu Zeit nur noch, was mein Kind angestellt hat. Auch zu Hause vergehen keine 10 Min ohne das etwas ist. Wenn sie keine Kinder ärgert oder auf Geschwister losgeht, dann lässt sie sich an uns aus. Bzw an mir. In Form mit Absicht was ausschütten, jemmern nach irgendetwas was sie dann wenn sie`s bekommt gar nicht will, essen am Boden werfen, spucken, beißen, treten bzw androhen zu treten... und so weiter. Ich sehe mich grad auch irgendwie als schuldig an, weil es eben auch so gegen mich geht. Ich weiß nur nicht, was genau ich falsch mache. Ich liebe sie sehr und ich hab sie noch kein einziges Mal ungerecht behandelt oder überhaupt einen Unterschied zu meinen Leiblichen Kindern gemacht. Für mich ist sie mein Kind. Im Gegenteil sie wird sogar mehr verhätschelt als die anderen. weil die arme kleine Maus... Eigentlich ist sie ja auch ne ganz süße und kann auch richtig lieb sein. Und echt ein Goldstück. Aber eben die letzten Wochen gibt es nur noch Steigerungen. Ist es das Temperament und der riesen Dickkopf ihres Vaters den sie in den Genen trägt? Er war wohl auch kein einfaches Kind, bzw. alles Andere als Das. Oder ist es die leibliche Mutter die sich überhaupt nicht meldet? Wobei die kleine erst 3 Monate war, als sie zum Vater kam und mich auch als Mutter ansieht. Ich bin seit drei Tagen bei ihr, allerdings nur noch die böse Mama und ich weiß nicht warum :( Das belastet mich total, weil ich sie echt liebe.. Natürlich lass ich mir das nicht anmerken und versuche es zu ignorieren. Aber das ist auch der Grund warum ich den Fehler bei mir suche. Ich mein wie kann ein 2, 5 Jahre altes wohlbehütetes Mädchen, das jede Aufmerksamkeit der Welt bekommt, so sadistisch und gemein werden? Ich hab mit ihr und ihrer Großen Schwester nun 4 Kinder und jeder hatte seine Trotzphase und jedes davon ist auch mal arg über die Stränge geschlagen, aber Sie ist schon echt richtig arg. Ich weiß einfach nicht was nicht stimmt.


Ich meine, ich hoffe es ist nur eine Phase. Und es ist nicht so, dass wir sie nicht bändigen können oder überfordert wären (noch nicht) aber ich mach mir einfach Gedanken wieso? weshalb? warum? .

Ich will ihr das Beste und schönste Leben bieten können, und ich tu alles für meine Kinder, ich will nur wissen ob mit ihr alles ok ist.
Meine Gedanken schweifen sogar schon bis zur Schwangerschaft aus, ob die Mutter (starke Alkoholikerin) da schon wieder getrunken hat? Könnte das eine Folge davon sein? Laut U-Untersuchungen ist sie komplett normal entwickelt. Sie ist etwas spät gelaufen (im vergleich zu den anderen Dreien)und die Sprachentwicklung ist auch nicht so schnell wie das von meinen eigenen Beiden (beide aber nen IQ über 130 und sehr früh zum sprechen angefangen), aber sonst laut Ki.arzt ist nix auffällig.

Ist das echt nur eine Trotzphase? Hat eine von Euch auch so ein Kind oder bzw so ein Problemchen??, das Kind ist ja toll :) Oder ein zwei Tipp???, manchmal ist man ja auf seine Methoden so eingefahren routiniert, dass frischer Wind, andere Sichtweisen, sehr hilfreich sein können.
Ich liebe die Maus doch sooo sehr und ich glaub meine größte Angst ist was falsch zu machen mit ihr..


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@Solo-Mami Dankeschön, du machst mir bissi MUT :)
BigMama1985
BigMama1985 | 07.02.2015
4 Antwort
@BigMama1985 es klingt für mich trotdem nach einem normalen extrem auslotendem Kind, welches täglich aufs Neue seine Grenzen versucht einzureißen, zu gucken wie weit kann ich gehen, was passiert wenn ich das und das mache oder auch nicht mache. Wer gewinnt?Und täglich beginnt ein neues Spiel. Gerade weil es "dein" Kind ist ist es um so schwieriger. Fremde Kinder kannst da da nicht unter eine Mütze stecken, das ist etwas anderes. Der Vergleich mag hinken, aber ich habe 1000den von Kindern das Schwimmen beigebracht, und da waren auch extreme Fälle dabei sowie auch Autismus und körperliche Behinderungen - bei meinem eigenen Kind hab ich es nicht gepackt, das hab ich zu einer Kollegin gegeben .... wie gesagt, es ist ebend nicht das Gleiche ob man mit fremden oder eigenen Kindern ein Problem hat. Ich weiß dass du noch weitere Kinder hast ;) Trotzdem landet man immer wieder neu im Leben einer Kleinkind-Mutter, denn kein Kind ist wie das andere. Jedes Kind bringt einen Teil seiner Persönlichkeit mit auf die Welt, der andere Teil wird von seiner Umwelt geprägt. Dazu kommt, dass man seine Kinder unterbewußt verschieden behandelt. Du hast das angesprochen, die Frage, ob sie spürrt, dass du nicht die richtige Mutter bist. Vielleicht !!! Vielleicht behandelst du sie auch anders als die leiblichen Kinder, ganz unterbebewußt, nicht wirklich steuerbar, vielleicht !!! Ich glaube, wenn ein Kind dermaßen in die Trotzphase gerät hat es einen unheimlich starken Charakter. Ich merke es immer wieder an meiner Großen. So teuflisch wie sie im Kleinkindalter war, so zickig wie sie heute zum teil ist ... sie ist auch 12 ;) .... um so sicherer bin ich mir von Tag zu Tag, sie ist ein fantastischer kleiner Mensch und sie wird ihren Weg gehen und sie wird ihr Ziel erreichen und das mit Stolz. Und ja, ich bleibe bei dem Tipp: Strenge klare Regeln, Konsequenzen, der rote Faden durchs Leben an dem sich ein Kind orientieren kann, denn das bedeutet Sicherheit im Chaos.
Solo-Mami
Solo-Mami | 07.02.2015
3 Antwort
@Solo-Mami Hui, also willkommen im Leben einer Kleinkind Mutter :D Ich weiß wie´s gemeint war, aber find ich im Bezug auf mich lustig!!.. Ähm ja es gibt sicher sehr sehr viele Eltern denen es ähnlich geht, deshalb hab ich mich ja auch, an ein Muttiforum gewendet. dein Rat mit Strenge und Konsequenz ist ein äußerst guter Rat. Und hat mich auch dazu bewegt mein Handeln und tun mal zu reflektieren was die kleinste betrifft.. Aber letztlich bin ich sogar sehr streng in manchen Dingen und in manchen etwas lockerer. Konsequenz ist eh geboten, da meine eigenen zwei und der kleine findet jedes Loch im system seis im Kiga oder Daheim. Glaub mir, wenn das Verhalten von der kleinen normal wäre oder eben als starke Trotzreaktionen zu deuten wären, würde ich nicht nach Rat suchen.. Ich mein ich bin eigentl diejenige die nach Rat gefragt wird wenn´s um sowas und ähnliches geht. Ich arbeite unter anderem mit stark aggressiven Kindern und Jugendlichen.. Vielleicht ist es weil es "mein Kind" ist das mein Blick auf sie verzerrt ist, oder eben weil es nicht mein Kind ist und ich starke Gewissensbisse hab, weil sie ohne Leibliche Mutter groß wird.. Ich hab manchmal das Gefühl, die kleine weiß es und macht mich schuldig. was natürlich totaler Quatsch ist und ich nicht mal was damit zu tun hab. Aber manchmal denk ich so. Ich weiß gar nicht wie viele Kinder ich schon Wochenweise zu Hause hatte und immer hab ich´s hin bekommen. Aber die kleine Maus, die ist eben was ganz besonderes. Ich hab jetzt meinen Job schon runtergeschraubt, statt 45Std Woche nur noch 30Std, weil ich dachte ich hab zu wenig Zeit für meine eigenen Kinder, weil ich auf Arbeit mich um fremde kümmern muss... die Kindergärtnerin von meinem Sohn hat mich auf nen Gedanken gebracht, der echt Ursache sein könnte. Die Minimaus versucht immer ihm nach zu machen, alles was er tut, aber mal abgesehen davon das er 15 Monate älter ist, ist er halt auch sehr weit entwickelt was die kognitive Leistung betrifft.. Die Kindergärtnerin meint evtl ist es einfach ihr Unmut ihm gegenüber, deshalb extrem nach Aufmerksamkeit ringen zu Hause und bei der Tagesmutter den Chef spielen wollen. das leuchtet mir ein. Aber ändern kann ich´s nicht!
BigMama1985
BigMama1985 | 07.02.2015
2 Antwort
Willkommen im Leben einer Kleinkind-Mutter. So wie dir geht es Millionen anderen Müttern auch. Mal mehr und mal weniger. Das was du schreibst erinnert mich an meine große Tochter in dem Alter - war nicht viel anders. Sie hatte ihren Höhepunkt mit 4 Jahren, da kamen aber noch andere Dinge hinzu wie der Verlust des Vaters aus der Familie und das Hinzukommen eines Geschwisterkindes ... Mein kleiner Rat an dich: ne gewisse Strenge und Konsequenz in allem Handeln und Tun - egal was immer du auch ankündigst, zieh es durch ohne wenn und aber. Hier mußt du nur überlegen und dir sicher sein, ob du das was du ankündigst auch bereit bist durchzuziehen. Sanktionen sind auch völlig OK in dem Alter. Mit 2 1/2 Jahren versteht man einfache Regeln schon sehr gut und wenn ein Regelverstoß dazu führt, dass sie bestimmte Dinge nicht mehr darf, dann ist das so. Gibt mit Sicherheit einen Wutanfall, aber wenn du konsequent bleibst legt sich das auch recht bald wieder. Jetzt ist der Moment gekommen deinen Weg zu überdenken. Bewährtes beizubehalten oder auch zu ändern, wenn du merkst so klappt es nicht mehr.
Solo-Mami
Solo-Mami | 06.02.2015
1 Antwort
Dass es an der fehlenden leiblichen Mutter liegt, würde ich ausschließen, wenn diese schon keine Rolle mehr im Leben der Kleinen spielt, seit sie 3 Monate alt war. Tippen würde ich daher entweder auf eine extreme Trotzphase oder eine die Situation belastende Problematik. WObei das nicht nur sein muss, dass das Kind mit etwas nicht fertig wird, was jetzt schlimm sein muss. odr falsch ausgedrückt! Für das Kind schon schlimm, aber das Problem selbst ist es nicht, da es vielleicht einfach um notwendige ANpassung geht. Du schreibst, sie wird eher sogar etwas verwöhnt, bzw. bekommt einfach als süße Kleine mehr Aufmerksamkeit. Manchmal liegt da schon mit eine Ursache, denn irgendwann muss man auch einfach eine Anpassung herbeiführen, wo man zu Recht erwartet, dass ein sonst bevorzugtes oder verhätscheltes Kind seinen Platz innerhalb der Familie findet und nicht immer etwas darüber schwebt. Und da haben die Kinder, die das vorher nicht mussten, nicht selten extreme Probleme mit, denn das holt sie ja wieder mehr auf die Erde. Wir geben doch auch bevorzugte Positionen icht gern oder freiwillig auf und möchten da bleiben, wo es uns "besser" geht. Auch negative Aufmerksamkeit ist eben eine Form von Aufmerksamkeit. Das weißt Du doch, wenn Du Pädagogin bist!? Natürlich ist es schwierig, in dem Alter bereits zu orakeln. Es kann ja genauso sein, dass sie einfach auch in einer Art Schub steckt. Ich hatte bei einem meiner Söhne, als er etwas jünger war, als Deine Tochter, ähnliche Probleme, wenn auch längst nicht so massiv. Er bekam sehr schnell WUtanfälle, wenn etwas nicht so klappte, wie er es wollte und wir setzten uns intensiv mit dem KA auseinander, machten Tests, führten Gespräche. Der KA meinte schließlich, dass bei unserem Soh das "Problem" war, dass er geistig seiner körperlichen ENtwicklung weit voraus war. Also die körperliche Entwicklung war altersgerecht, aber er war vom Kopf her oft einen Schritt voraus und setzte sich selbst unter Erwartungsdruck, den er nicht erfüllen konnte, da die Motorik dazu noch nicht ausgereift war. Und dann kamen seine Wutanfälle. Allerdings glich sich das mit etwa 3-4 Jahren dann immer mehr an und er wurde ruhiger. Ich würde bei Deiner Tochter nach einer Art Verstärkersystem vorgehen. Für einen Verstärkerplan wird sie vielleicht noch etwas jung sein, da ihr das Unrechtsbewusstsein sicher noch fehlt. Also bleibt im Grunde nur Konsequenz. Belohnen, in Form von Lob, wenn sie eben nicht ausflippt und ebenso konsequent ignorieren , wenn sie eben voll aufdreht. Konsequenz ist, meine ich, oftmals das größte Problem, das Eltern haben. Aber genau die gibt den Kindern auch Sicherheit.
Moppelchen71
Moppelchen71 | 06.02.2015

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14.06.2010 | 6 Antworten

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